Iron Vipers 1; Der VP und seine Anwältin

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Zusammenfassung

Als Isabella Green die rücksichtslose Welt des San Franciscoer Wirtschaftsrechts verlässt, um sich dem beschaulichen Rhythmus von Point Morro hinzugeben, erwartet sie ein ruhiges Leben als neue Anwältin der Stadt. Doch der Küstenort birgt mehr als nur landschaftliche Schönheit… er ist das Revier der Iron Vipers, und Tom, deren rätselhafter und verführerischer Vice President, zieht sie schon bald in seinen Bann. Isabella gibt sich einem Wirbelsturm aus verbotener Leidenschaft hin und findet sich in einer Welt wieder, die sie sich nie zu erträumen gewagt hätte… eine Welt, in der das Verlangen keine Grenzen kennt und die Gefahr an jeder Ecke lauert. Als ein abscheuliches Verbrechen sie auseinanderreißt, gerät Isabellas Leben in Aufruhr und führt sie zu der bitteren Erkenntnis, dass ihr Überleben ausgerechnet von dem Mann abhängen könnte, der ihr Herz gefangen hält. Wird Isabellas nächste Entscheidung im Spannungsfeld zwischen Gesetz und Loyalität ihre letzte sein, oder wird Tom sich als ihr dunkler Ritter in Lederkluft erweisen? Begleiten Sie Isabella auf ihrer Reise voller Leidenschaft, Gefahr und möglicherweise... Erlösung, im Schatten der Iron Vipers.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
79
Rating
4.8 6 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Neuanfang

*Isabella*

Ich blicke mich in der kleinen Stadtwohnung um, die acht Jahre lang mein Zuhause war. Alles wirkt so leer. Der vertraute Ort kommt mir plötzlich fremd vor. Meine persönlichen Sachen sind weg, nur die Möbel stehen noch da.

Ich habe mich entschieden, die Wohnung voll möbliert unterzuvermieten. Ich muss erst einmal verarbeiten, wie groß dieser Schritt eigentlich ist. Das ist keine kleine Änderung, sondern ein komplett neues Leben. Niemand garantiert mir, dass alles so klappt, wie ich es hoffe. Der Vertrag läuft erst mal für sechs Monate. Danach kann ich immer noch verlängern oder verkaufen.

Eigentlich bin ich ein echtes Stadtmädchen. Meine Wurzeln liegen tief in San Francisco. Ich habe mein ganzes Leben hier verbracht. Als Wirtschaftsanwältin in einer großen Kanzlei habe ich mir hart einen Namen gemacht.

Doch der Glanz der Stadt und das Ansehen meines Jobs haben einen bitteren Beigeschmack bekommen. In der Kanzlei herrscht ein ständiger Sexismus. Als Frau in diesem Bereich habe ich viel Frauenfeindlichkeit und anzügliche Sprüche erlebt. Das Fass zum Überlaufen brachte mein Chef. Er machte mir ein unverschämtes Angebot. Wenn ich mich nach der Arbeit privat mit ihm treffen würde, könnte ich Partnerin werden.

Nach diesem Vorfall wusste ich nicht mehr weiter. Doch nachts stieß ich bei der Jobsuche im Internet auf etwas Unerwartetes. Ich sah eine Anzeige für eine kleine Kanzlei in einem hübschen Küstenort Richtung Los Angeles. Der Besitzer geht bald in Rente und will die ganze Praxis verkaufen. An so etwas hatte ich vorher nie gedacht. Aber als ich die Anzeige las, sprang ein Funke über. Ich wusste einfach: Das ist die Veränderung, die ich brauche.

Mein Traum war es immer, die gläserne Decke zu durchbrechen. Ich wollte eine Frau sein, die anderen den Weg ebnet. Werde ich in einer Kleinstadt fernab vom Schuss glücklich? Keiner sagt ja, dass ich dort bis zur Rente bleiben muss. Zumindest gibt es dort keine männlichen Kollegen, mit denen ich mich herumärgern muss.

Ein anderer Traum von mir war die wahre Liebe. Ich wollte mich nicht einfach zufriedenstellen, nur um nicht allein zu sein. Ich wollte heiraten und Kinder haben. Aber mit 35 bin ich immer noch Single. Dieser Traum fühlt sich inzwischen wie eine ferne Fantasie an, die ich fast aufgegeben habe.

Mit jedem Jahr scheint die Auswahl kleiner zu werden. Die Männer, die sich für mich interessieren, sind entweder viel zu alt, totale Versager oder echte Arschlöcher. Und die Männer, die mir gefallen, sind verheiratet oder schwul. Es gibt kaum noch normale, heterosexuelle Männer in meinem Alter, für die sich der Aufwand lohnt.

Ich lade meine letzten Sachen in den Kofferraum und fühle ein Gefühlschaos in mir. Die Vorfreude auf das Unbekannte mischt sich mit ein wenig Angst. Es ist ein Mix aus Spannung und Sorge. Ich tausche mein sicheres Stadtleben gegen die Ungewissheit auf dem Land. Es ist ein Sprung ins kalte Wasser, aber ich bin bereit dafür.

Der Gedanke an einen Neuanfang gibt mir Kraft. Endlich kann ich den Erwartungen und dem giftigen Arbeitsklima entkommen. Als ich aus der Stadt und auf die Autobahn fahre, keimt Hoffnung auf. Vielleicht kann ich dort wirklich etwas bewegen.