Kapitel 1
Alessandra Kate
Ich schloss die Augen und genoss den Song „Love Hurts“ von Nazareth, der aus den Boxen der Bar dröhnte. Kurz darauf kippte ich einen Shot Devil Spring’s Vodka. Beim Schlucken verzog ich das Gesicht. Verdammt, dieser Fusel war wirklich vom Teufel besessen. Ich spürte, wie die Flüssigkeit eine brennende Spur von meiner Kehle bis in den Magen zog. Nachdem ich das Glas auf den Tresen geknallt hatte, pfiff ich kurz durch die Zähne. Die Welt schien wegen des harten Alkohohl-Kicks kurz aus den Fugen zu geraten.
Ich brauchte dieses Teufelszeug heute Abend – und noch jede Menge weitere Shots. Ich musste alles vergessen, was ich erst vor ein paar Stunden erfahren und gesehen hatte. Ein leiser Fluch entwich meinen Lippen, als ein Schluchzen durchbrach.
Ich bin bereit.
Das hatte ich mir selbst zugeflüstert, als ich den Flur im Wohnhaus meines Freundes Julian entlanglief. Meine halbhohen Absätze klackten leise auf den Fliesen. Julian und ich waren seit zwei Jahren zusammen, aber wir hatten es noch nie richtig getan. Sicher, wir waren beim ersten und zweiten Base angelangt, aber sobald seine Hände tiefer wanderten, zog ich mich immer zurück.
Ich war damals einfach noch nicht so weit gewesen und fühlte mich nicht wohl dabei. Ich dachte, ich hätte Glück, weil Julian so süß, ein echter Gentleman und verständnisvoll war. Er erinnerte mich immer wieder daran, dass er bereit war, auf mich zu warten. Nun hatte das Warten ein Ende. Nach all den Jahren fühlte ich mich endlich bereit, es mit ihm zu tun. Ich war bestens vorbereitet und hatte vor zwei Wochen mit der Pille angefangen, um eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden.
Als ich vor seiner Wohnungstür stand, wurde ich immer aufgeregter. Ich hatte mir heute extra freigenommen, um mich schick zu machen und die knappe weiße Lingerie zu kaufen, die ich gerade unter der Kleidung trug. Mit einem breiten Lächeln schloss ich leise die Tür auf. Den Schlüssel hatte er mir geschenkt, als wir fest zusammengekommen waren.
„Juli—–“
Die Stimme blieb mir im Hals stecken. Es fühlte sich an, als hätte mir jemand eiskaltes Wasser über den Kopf geschüttet, als ich ihn im Wohnzimmer sah. Seine Augen wurden weit, als sich unsere Blicke trafen. Er schubste hastig die nackte Frau von seinem Schoß.
„Sunshine!“
Ich ignorierte den dämlichen Kosenamen. Ich hatte ihn gerade dabei erwischt, wie er eine andere Ische auf dem Sofa flachgelegt hat, das wir zusammen gekauft hatten. Beide versuchten hektisch, sich anzuziehen, während ich wie angewurzelt dastand. Die Frau warf den Kopf in meine Richtung, während sie sich hastig ihre Bluse überzog.
„K-Kylie?“ Ich brachte ihren Namen nur mit zitternder Stimme heraus. Vor Wut ballte ich die Fäuste. Ihre gesträhnten Haare waren völlig zerzaust. In ihren braunen Augen stand der Schock und die pure Scham. Sie war seit über einem Jahr meine Kollegin, meine beste Freundin auf der Arbeit, und jetzt erwischte ich sie dabei, wie sie meinen Ex-Freund vögelt?
Ich wollte am liebsten blindwütig auf sie losgehen, Kylie an den Haaren ziehen und sie wüst beschimpfen, aber ich tat es nicht. Ich war überzeugt, dass zum Fremdgehen immer zwei gehören, und Julian war offensichtlich nur allzu bereit dazu gewesen.
„Sunshine –“
„Halt verdammt noch mal die Fresse!“, schrie ich ihn an, während mir heiße Tränen über die Wangen rollten. Er war noch oben ohne, hatte es aber immerhin geschafft, seine Boxershorts anzuziehen.
„Fickt euch beide doch einfach!“, rief ich unter Tränen und zeigte auf sie. „Ich dachte, du wärst meine Freundin, aber anscheinend bist du nur die Schlampe, die mit meinem Freund rummacht!“
„Alessandra, es tut mir leid –“, schluchzte sie und hielt sich schützend die Arme vor den Körper.
Ich lachte verächtlich auf.
„Ach, halt den Mund! W-wie lange geht das schon so?“, fragte ich zitternd.
Ich starrte den Mann wütend an, von dem ich dachte, ich würde ihn kennen. Den Mann, mit dem ich meine Zukunft geplant hatte. Ich dachte, er sei treu und würde mich lieben... ich dachte sogar, ich würde ihn mal heiraten.
„Wie lange schon?!“, schrie ich Julian an. Dann schleuderte ich ihm den Schlüssel zu dieser elenden Wohnung vor die Füße.
„Seit einem Jahr“, antwortete Julian und senkte den Kopf.
„Du Mistkerl“, flüsterte ich und wischte mir die Tränen weg. „Ein ganzes Jahr?“ Ich konnte es nicht fassen.
„Ein Jahr lang hast du mir erzählt, dass du mich liebst, während du sie gevögelt hast?!“, brüllte ich ihn voller Schmerz an. Dabei zeigte ich auf Kylie, die betreten zu Boden sah. „Fick dich, Julian! Du hast mich nach Strich und Faden verarscht! Ich habe alles für dich gegeben; ich habe dich geliebt, du Bastard!“
„Nein, du hast mir eben nicht alles gegeben. Wenn du es getan hättest, hätten wir vom ersten Tag an Sex gehabt... Du warst einfach zu verklemmt. Kylie war wenigstens bereit dazu“, gab er zurück.
Ich hielt mir vor Entsetzen die Hand vor den Mund. Ich konnte nicht glauben, dass ich diesen Kerl geliebt hatte.
„Verdammt, es ging dir die ganze Zeit nur um Sex? Du Tier! Tu mir einen Gefallen und lass dich nie wieder blicken. Sonst verliere ich die Beherrschung und bringe dich mit meinen eigenen Händen um.“ Ich biss die Zähne zusammen und bohrte meinen Finger in seine Richtung. „Du bist der letzte Dreck! Fickt euch beide doch!“ Ich schrie es ihnen entgegen, bevor ich zur Tür stürmte. Bevor ich endgültig ging, schnappte ich mir die kleine herzförmige Vase und schmetterte sie auf den Boden.
Ich griff nach einem Taschentuch auf dem Tresen und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht. Er hätte für den Schmerz, den er mir zugefügt hat, noch viel Schlimmeres verdient. Zwei Jahre meines Lebens hatte ich diesem Arschloch gewidmet. Kein Alkohol der Welt konnte das ungeschehen machen, aber er konnte den Schmerz lindern. Ich verlor das Zeitgefühl. Ich schaltete den Standort an meinem Handy aus und trank weiter. Der Barkeeper sah mich besorgt an, während ich heulte und trank.
Ich fühlte mich so leer... Ich hatte ihm alles gegeben. Ich hatte mich verbogen, nur um sein Idealbild zu sein, und verdammt, er hat mich trotzdem betrogen. Vor einem Monat hatte ich gesehen, wie er anderen Frauen schrieb, aber ich habe ihm verziehen... Er hat schon früher Fehler gemacht... aber ich habe ihm immer wieder vergeben... weil ich dachte, er hätte sich geändert. Und weil... ich ihn liebte.
Da war er wieder, dieser dämliche Satz... das war immer meine Ausrede, um ihm zu verzeihen.
Weil ich ihn liebe.
Scheiß auf die Liebe. Sie hat mir nichts als Ärger gebracht.
Und als wäre das nicht genug, war ich jetzt auch noch arbeitslos. Ich hatte meinen Bürojob sofort gekündigt, nachdem ich seine Wohnung verlassen hatte. Ich hätte es nicht ertragen, die beiden jeden Tag zu sehen, da wir alle am selben Ort arbeiteten. Vorhin, schon leicht benebelt vom Alkohol, hatte ich über mein Handy meinen Lebenslauf und eine Bewerbung an eine bekannte Brauerei geschickt. Ein Wunder, dass dort gerade die Stelle als Finanzchefin frei war. Ich hoffte inständig, dass sie mich nehmen würden. Ich brauchte jetzt einfach mal ein Erfolgserlebnis.
Außerdem wäre der Job ein Neuanfang für mich. Weit weg von dem Bastard, von dem ich dachte, er sei der Richtige. Wir hatten unsere Zukunft schon geplant. Wie viele Kinder wir wollten, wo das Haus stehen sollte und in welcher Kirche wir heiraten. Früher bekam ich bei dem Gedanken Schmetterlinge im Bauch; jetzt wurde mir nur noch schlecht. Es war alles erstunken und erlogen.
Ich wollte schreien und den beiden am liebsten die Fresse polieren, weil es so wehtat. Ich schniefte und wischte mir die Tränen weg. Meine Brust fühlte sich an, als würde sie zerspringen. Als ich mich umsah, wurde meine Laune noch schlechter. Um mich herum waren nur betrunkene Leute, die sich abschleppen wollten. Viele tranken einfach nur, während andere in den Ecken bereits rumknutschten.
Ich sah weg und atmete tief durch den Mund ein, weil meine Nase vom vielen Weinen ganz zu war.
„Noch einen Shot Rum-Mix, bitte“, bestellte ich beim Barkeeper. Er wirkte unentschlossen – unsicher, ob er mir noch etwas geben sollte, weil ich so am Ende war, oder ob er ablehnen sollte, weil ich völlig fertig aussah.
„Äh, tut mir leid, Ma’am, aber ich glaube, Sie haben genug.“
Ich sah ihn mit verquollenen Augen und roter Nase an.
„Kuya, bitte, gib mir einfach den Drink. Du bist nicht derjenige, der verletzt wurde! Lass mich einfach vergessen! Du wurdest nicht betrogen! Du wurdest nicht verarscht! Du warst nicht derjenige...“ Er sah jetzt richtig erschrocken aus, weil ich aufgestanden war und eine Szene wie eine Betrunkene machte. Ich beendete den Satz nicht und ließ mich wieder auf den Barhocker sinken. Ich senkte den Kopf und griff erneut zum Taschentuch.
Ich sah ihn entschuldigend an.
„Es – es tut mir so leid; ich wollte dich nicht so anfahren.“ Ich bereute meine Worte sofort.
„Geben Sie der Dame, was sie möchte. Ich bin bei ihr. Keine Sorge, ich pass auf, dass sie sicher nach Hause kommt.“
Die tiefe Baritonstimme hinter mir bescherte mir eine Gänsehaut.
Ich wischte mir die Tränen weg und warf einen Blick auf den Mann, der sich nun neben mich setzte. Sein teures, männliches Parfüm stieg mir in die Nase.
Der Barkeeper lächelte mir kurz zu, servierte schnell den Drink und verschwand, um andere Gäste zu bedienen.
Ich schluckte, als ich ihn genauer betrachtete. Seine tief liegenden grünen Augen waren auf mich gerichtet. Er hatte einen leichten Drei-Tage-Bart an seinem markanten Kiefer. Das schwarze, eng anliegende Langarmshirt stand ihm ausgezeichnet. Ich musste erneut schlucken, als ich die Umrisse seiner harten Muskeln unter dem Stoff sah. Dazu trug er eine braune Khakihose und schwarze Loafer.
Er sah verdammt gut aus.
Ich räusperte mich.
„Äh, Entschuldigung, kennen wir uns?“, fragte ich ihn und versuchte, ihn nicht so offensichtlich anzuglotzen.
Seine von Natur aus rosa Lippen verzogen sich zu einem sexy Lächeln, bei dem einem die Knie weich wurden.
„Nein, aber ich finde dich heiß“, antwortete er direkt. „Wie heißt du eigentlich, Schöne?“
Ich schüttelte den Kopf und lachte leise.
„Ugh, ich habe mich gerade erst mit meinem Arschloch von Ex rumgeschlagen; bitte sei nicht auch so einer“, entgegnete ich und kippte den Shot. Ich zischte kurz und stellte das leere Glas vor mich hin. Ich überlegte kurz, ihm einen falschen Namen zu geben, da ich meinen Namen nicht jedem x-beliebigen Typen in einer Bar verriet. Aber leider war ich zu blau, um kreativ zu sein, also sagte ich einfach: „Was meinen Namen angeht, ich bin nur eine Frau in einer Bar.“
Ein tiefes Lachen kam aus seiner Brust, und aus irgendeinem Grund spürte ich ein Kribbeln in meiner Pussy. Ich räusperte mich und setzte mich aufrechter hin. Erst jetzt bemerkte ich das Glas Scotch vor ihm.
„Nun, ich bin kein Arschloch. Ich sage nur direkt, was ich denke“, sagte er.
Ich hob eine Augenbraue und nickte leicht. Ehrlich gesagt war das mal was anderes. Ich hatte für heute genug von Lügen und Betrügereien.
„Und wenn du nur eine Frau in einer Bar bist... dann bin ich wohl nur ein Mann in einer Bar. Schön, dich kennenzulernen.“ Er lächelte wieder und reichte mir die Hand.
Ich musste kichern, bevor ich einschlug. Seine Hand war warm und rau, ganz anders als meine. Der kurze Hautkontakt schickte mir wieder einen Schauer über den Rücken. Ich ließ sofort wieder los.
„Ganz meinerseits, Mann in einer Bar“, antwortete ich.
Ein Lächeln umspielte seine Lippen... Ich konnte mir vorstellen, was diese Lippen noch so alles anstellen könnten – wo kam dieser Gedanke jetzt her?
„Du siehst ziemlich am Ende aus“, stellte er fest, als er die Taschentücher vor mir und die Tränenspuren in meinem Gesicht sah. „Du bist viel zu hübsch, um so traurig zu sein“, fügte er hinzu.
„Endlich merkt es mal einer! Alle anderen fragen nur ‚Wollen wir tanzen?‘ oder ‚Darf ich dir einen Drink spendieren?‘ Blablabla, ich kann es nicht mehr hören!“, ließ ich meinen Frust ab, als wären wir alte Freunde. „Und übrigens, das war nicht besonders charmant. Falls es nicht offensichtlich genug ist: Es ist gerade kein guter Zeitpunkt, mich anzubaggern.“
Er lachte leise und leerte sein Glas.
„Das merke ich... also, was ist passiert?“, fragte er sanft. Sein Tonfall war nicht aufdringlich, was mir irgendwie ein gutes Gefühl gab. Ich seufzte innerlich und nahm das letzte Taschentuch. Ich wischte mir die Tränen ab und putzte mir die Nase, ohne darauf zu achten, dass ein attraktiver Fremder neben mir saß.
„Liebeskummer. Ich habe den Bastard beim Fremdgehen erwischt“, antwortete ich bitter.
Er pfiff leise durch die Zähne und nahm einen Schluck aus seinem Glas.
„Verdammt, genau deshalb bin ich kein Fan von Beziehungen“, erwiderte er kopfschüttelnd. Er stellte sein leeres Glas vor sich ab.
„Ja, ich nach der Sache wohl auch nicht mehr“, antwortete ich und lachte kurz auf. „Aber wie meinst du das? Bist du etwa asexual?“, fragte ich neugierig und musterte ihn. Mein Blick wanderte unbewusst zu seinem Schritt. Die Beule war riesig. Ich gab mir gedanklich eine Ohrfeige, weil ich da nicht hinschauen sollte.
Er lächelte wieder, aber diesmal sah ich etwas anderes in seinen Augen.
„Nein, ich bin ein sehr sexueller Mann.“
Ich schluckte. Die Art, wie er meinen Körper musterte, war mir seltsamerweise nicht unangenehm. Sein Blick weckte etwas in mir. Ein leichtes Prickeln breitete sich auf meiner Haut aus.
„Ich halte nur nichts von Verpflichtungen, aber ich vögle für mein Leben gern“, flüsterte er mir zu, während er sich zu mir lehnte. Meine Nippel wurden sofort hart.
Seine Direktheit ließ mich staunend den Mund öffnen, während ich in seine wunderschönen grünen Augen starrte. Er berührte mich nicht einmal, und doch reagierte mein Körper bereits heftig auf ihn.
„W-nun, willst du mich vögeln?“, fragte ich, ohne groß nachzudenken. Seine Augen wurden weit.
Dieser Mann zog mich wahnsinnig an. Ich war voller Schmerz, emotional am Ende, und vielleicht wäre ein One-Night-Stand ohne Gefühle mit diesem verdammt heißen Mann in einer Bar mal genau das Richtige.
Er schüttelte den Kopf.
„Nicht, wenn du betrunken bist. Frag mich morgen noch mal, wenn du wieder nüchtern bist.“ Er hob die Hand und fuhr mit dem Finger über meine linke Wange. Unbewusst lehnte ich mich in seine Berührung. Plötzlich wurde es hier drin wahnsinnig heiß. „Ich werde heute Abend nur dafür sorgen, dass du sicher nach Hause kommst.“
Ich biss mir auf die Unterlippe, und sein Blick fiel sofort auf meinen Mund.
„Und was ist, wenn ich gar nicht nach Hause will?“, fragte ich neckisch. Der Alkohol machte mich definitiv flirtbereiter als sonst.
Sein Kiefer spannte sich an, während sein Blick auf mir ruhte. Die sexuelle Spannung zwischen uns wurde plötzlich so dicht wie dicker Qualm.
„Du bist betrunken“, flüsterte er, als wollte er mich daran erinnern, warum wir es nicht tun konnten. Aber ich hörte nicht auf ihn und lehnte mich näher an ihn heran. Ich roch die angenehme Mischung aus Alkohol und Minze in seinem Atem.
„Ich weiß; deshalb will ich ja, dass du mich fickst“, antwortete ich kühn. Das hatte ich schon lange nicht mehr getan, weil Julian es nicht mochte, wenn ich fluchte oder versaut redete.
An diesen Bastard wollte ich jetzt auf keinen Fall denken.
Was ich wollte, war dieser Mann neben mir, der mich schweigend anstarrte.
Ja, ich hatte getrunken, aber ich wusste ganz genau, was hier passierte und was ich wollte. Ich wusste nicht, ob der Alkohol den Schmerz betäubte oder ob ich ihn wegen der Sexiness dieses Mannes einfach vergessen hatte. In diesem Moment spürte ich nur die unglaubliche Anziehungskraft zwischen uns. Ohne weiter zu überlegen, nahm ich sein Gesicht in meine Hände und küsste ihn leidenschaftlich.
Und verdammt, er schmeckte gut.