Das Kindermädchen-Geheimnis

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Zusammenfassung

Elena hätte nie erwartet, bei ihrem neuen Job dem Mann gegenüberzustehen, mit dem sie eine unvergessliche Nacht verbracht hat – maskiert und anonym. Doch als er sie nicht erkennt, ist sie gezwungen, die Wahrheit zu verbergen, während es zwischen ihnen immer mehr knistert. Kann sie ihr Geheimnis bewahren, oder wird ihre Vergangenheit sie einholen?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
65
Rating
4.6 10 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1: Den Job verlieren

Lerne unsere Hauptcharaktere kennen: Mr Damien Hughston und Elena Revera

Mit einer schnellen Bewegung hob er sie wortlos auf die Kommode. Ihr Rücken stieß gegen die Wand, was sie leise nach Luft schnappen ließ. Aber es blieb keine Zeit zum Reden... keine Zeit zum Atmen.

Während sie auf der Kante saß, umschloss ihr sein großer, muskulöser Körper. Sie fühlte sich dadurch noch zierlicher und auf die schönste Art gefangen. Ihre Masken berührten sich fast an den Nasenspitzen. Sie konnten den Atem des anderen spüren, und die Luft wurde immer heißer. Und dann, im Bruchteil einer Sekunde, krachten seine Lippen auf ihre – tief, intensiv und voller Verlangen.

Ihr Mund bewegte sich mit seinem und sie versank in dem Kuss, mit dem sie nicht gerechnet hatte. Seine Hände wanderten ihre Seiten hinauf, fest und sicher. Er drückte ihre Brüste, als würde er bereits jeden Zentimeter von ihr kennen. Sie stöhnte leise in seinen Mund und drückte sich eng an ihn.

…...

„Elena! Elena!“, rief Sienna, als sie ins Zimmer platzte. Sie fand ihre Freundin in einer sehr seltsamen Schlafposition vor.

Mit kaum geöffneten Augen brummte Elena etwas Unverständliches.

„Wieder ein feuchter Traum?“, neckte Sienna sie, während Elena sie blinzelnd ansah.

Elena nickte leicht verlegen und setzte sich schnell aufrecht hin.

„In deiner Traumwelt müsstet ihr beide mittlerweile verheiratet sein“, murmelte Sienna lachend. Sie ging zur Kommode, um sich im Spiegel die Haare zu richten.

„Musst du heute arbeiten?“, fragte sie und warf einen Blick über die Schulter.

„Jep“, brummte Elena und kletterte mit zerzaustem Haar aus dem Bett.

„Wann kommen die neuen Leute in deine Firma?“, fragte Sienna, während sie an ihrem Dutt herumfinkelte.

„Heute, Sienna. Ehrlich gesagt könnte ich genauso gut als Kellnerin arbeiten“, schimpfte Elena, während sie sich im Bad die Zähne putzte.

„Ich versteh dich. Es geht gar nicht, wie die dich ausnutzen“, sagte Sienna mit einem Seufzer. „Na gut, wir sehen uns später... ich habe um sieben ein Meeting.“

Sie schnappte sich ihre Tasche und eilte hinaus, noch bevor Elena antworten konnte.

„Klar. Pass auf dich auf“, rief Elena ihr hinterher, aber Sienna war schon weg......

............................

„Glückwunsch zu deiner Beförderung, Anna“, sagte eine Frau im schicken Business-Kostüm. Sie stand in einer Gruppe von Kollegen, die zum Feiern zusammengekommen waren.

In der Mitte stand Anna. Sie trug ein enges, verführerisches Büro-Outfit und strahlte eine gespielte Bescheidenheit aus.

„Ich danke euch allen“, antwortete Anna. Sie warf ihr Haar zur Seite, als hätte sie die Nachricht völlig unvorbereitet getroffen.

In diesem Moment kam Elena herein und ließ ihren Blick über die Szene schweifen. Sie blieb an der Tür stehen und beobachtete schweigend, wie Anna von Gelächter und Geplapper umgeben war.

Sobald Anna sie sah, grinste sie hinterhältig. „Entschuldigt mich kurz, Mädels. Ich muss mich bei der Person bedanken, die das alles möglich gemacht hat“, sagte sie mit einem frechen Lächeln und steuerte direkt auf Elena zu.

„Frau Kollegin“, begrüßte Anna sie mit einer leichten Verbeugung und einem übertriebenen Lächeln. „Obwohl ich dich wohl nicht mehr so nennen sollte. Schließlich bin ich dir jetzt offiziell überstellt.“

Elena runzelte verwirrt die Stirn. „Wie bitte?“, fragte sie mit fester Stimme.

„Oh, das hast du wohl noch nicht gesehen“, erwiderte Anna. Ihr Grinsen wurde breiter, als sie zu den anderen zurückblickte.

„Sie wurde zur PR-Leiterin befördert“, warf eine der Frauen hämisch ein. „Ich schätze, deine Zeit als Aushilfs-PR ist damit vorbei.“

Die Gruppe brach in Gelächter aus.

„Das habe ich alles dir zu verdanken“, fügte Anna süffisant hinzu. „Danke, dass du mich so gut eingearbeitet hast.“

Ohne eine Antwort abzuwarten, zog sie Elena in eine Umarmung. Sie war herablassend und verlogen. Danach stolzierte sie wie eine Siegerin davon.

.........

„Elena Rivera, schön Sie heute Morgen zu sehen“, sagte Mr. Jorge beiläufig. Er lümmelte sich bequem in seinem Sessel.

„Was zur Hölle muss ich da hören?“, fuhr Elena ihn an und knallte ihre Hand auf den Schreibtisch. Das Geräusch hallte laut im Büro wider und ließ ihn kurz zusammenzucken.

„Wovon reden Sie?“, fragte er, obwohl sein aufkommendes Grinsen etwas anderes verriet. Dann fügte er hinzu, als würde es ihm gerade erst einfallen: „Ah… Sie meinen sicher den PR-Posten.“

„Warum tun Sie mir das immer wieder an?“, fragte Elena mit zittriger, wütender Stimme.

„Ach, kommen Sie schon, Elena“, murmelte er und lehnte sich zurück. „Sie wollten den Job doch sowieso nie. Warum machen Sie also jetzt so ein Theater?“

Elenas Augen weiteten sich. „Was haben Sie denn erwartet? Jedes Mal soll ich jemanden einarbeiten. Und jedes verdammte Mal bekommt diese Person den Job, für den ich mich totgeschuftet habe. Und ich? Ich bleibe genau da hängen, wo ich bin.“

Sie gestikulierte wild vor Frust. „Erwarten Sie ernsthaft, dass ich lächle und 'Klar mache ich das' sage? Ich hoffe jedes Mal, dass es diesmal anders läuft, nur damit Sie mich wieder vor den Kopf stoßen.“

Er seufzte und tat ihre Worte ab. „Hören Sie auf mit den Emotionen, Elena. Ehrlich gesagt... habe ich gemerkt, dass Sie nur gut im Erklären sind. Das ist Ihre Stärke.“

Sie starrte ihn lange Zeit an. Ihre Augen glänzten von Tränen, die sie noch zurückhielt, aber ihre Stimme war jetzt ganz leise.

„Ist das Ihr Ernst?“, flüsterte sie.

„Hören Sie auf, sich wie die Hauptrolle in einem Motivationsfilm zu fühlen“, fügte er mit einem Grinsen hinzu. „Das hier ist die echte Welt. Sie sind eine gute Assistentin, Elena. Verwechseln Sie das nicht mit Führungsqualität.“

Elenas Augen brannten, während sie ihn fixierte. „Wissen Sie was? Ich bin fertig. Ich bin fertig mit dieser Firma.“

Mr. Jorge lächelte gehässig, während er langsam um seinen Schreibtisch herumging. „Wagen Sie es bloß nicht, diesen Fehler zu begehen, Elena. Woanders wird man Sie auch nicht besser behandeln.“ Er beugte sich leicht vor, sichtlich stolz auf sich selbst. „Überlegen Sie es sich lieber noch mal. Mal sehen, wo ich Sie in zwei Jahren einsetzen kann.“

Sie lachte spöttisch auf. „Zwei Jahre? Sie meinen noch zwei weitere Jahre, in denen ich ausgenutzt, ignoriert und übergangen werde? Nein danke.“

In diesem Moment knarrte die Tür und ging auf.

„Guten Morgen“, sagte ein junger Mann, der selbstbewusst eintrat.

„Sie müssen Dave sein“, sagte Jorge lächelnd und ging zurück zu seinem Platz. „Willkommen.“

„Ja, Sir“, antwortete Dave und trat ganz ins Büro.

Mr. Jorge wandte sich an Elena, als wäre gerade absolut nichts passiert. „Oh, das ist Elena“, sagte er kühl. „Sie wird Sie in die OPM-Position einarbeiten.“

Elena erstarrte, zu schockiert, um etwas zu sagen. Ihre Brust hob und senkte sich vor unterdrückter Wut.

„Ich bin hier fertig“, sagte sie scharf und endgültig. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich um und stürmte aus dem Büro....

...........

„Waaaaaaaas?! Was zur Hölle... was soll der Scheiß?!“

Siennas Stimme explodierte förmlich am Telefon.

„Wenn ich vor dieser Tussi stehen würde, ich schwöre, ich hätte sie mit einem Schlag umgehauen! Und dein Chef? Dem würde ein Vorderzahn fehlen, damit er nie vergisst, wie man Leute mit Respekt behandelt. Was für ein Abschaum von einem Menschen!“

Elena stieß einen langen, erschöpften Seufzer aus, während sie das Handy ans Ohr hielt. Ihre Stimme klang tief und müde.

„Ich bin so durch mit diesem Laden, Sienna. Die behandeln mich wie den letzten Dreck. Keine Beförderung, nicht mal eine Gehaltserhöhung... obwohl ich jede verdammte Aufgabe übernehme, die sie mir vor die Füße werfen.“

„Ich versteh dich, Elena... Ehrlich, an deiner Stelle wäre ich schon vor Jahren gegangen.“ Sienna schnaubte. „Es ist echt stark von dir, dass du da rausgegangen bist, ohne Tische umzuwerfen oder einen Aufstand anzuzetteln. Mein Gott, wenn ich das gewesen wäre? Ich wäre monatlich in den Schlagzeilen gelandet.“

Beide lachten leise.... Es war ein müdes, trauriges Lachen, aber es half ihr, sich ein kleines bisschen besser zu fühlen.

Siennas Stimmung.....


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