SĂĽnde meines Stiefvaters

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Zusammenfassung

🔥Abgeschlossene Geschichte🔥 Er hat mich großgezogen. Mich beschützt. Jetzt ist er der Mann, den ich zerstören will. Als Ivy nach drei Jahren nach Hause zurückkehrt, ist sie nicht mehr das verängstigte Mädchen, das weggelaufen ist. Sie ist erwachsen, umgibt sich mit Gefahr und ist bereit, jede Regel zu brechen. Auch die, die besagt, dass sie den Mann, der sie großgezogen hat, nicht verführen darf. Alexander Wolfe ist kühl, mächtig und gefährlich unnahbar. Ihr Stiefvater. Ihre Obsession. Doch was passiert, wenn das „Brat“-Girl, das er zu vergessen versuchte, zu der Frau wird, nach der er sich unaufhörlich verzehrt? Das ist keine Liebe. Es ist eine Sünde, gekleidet in Seide und flüsterndes Stöhnen. Und wenn sie erst einmal die Grenze überschritten haben … gibt es kein Zurück mehr. Düster. Tabu. Suchtpotential. Wenn du Age-Gap, besitzergreifende Männer und „Good Girls gone wicked“ liebst — dann bist du hier genau richtig.

Genre:
Romance
Autor:
Mercy E.
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
73
Rating
5.0 7 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1: Die Heimkehr

Haftungsausschluss:

Diese Geschichte enthält explizite sexuelle Inhalte, eine harte Ausdrucksweise, zwanghafte Liebe und gefährlich besitzergreifende Charaktere, die nicht wissen, wie man fair spielt.

Wenn du nicht auf verzweifelte Charaktere, dunkle Begierden oder ein ungesundes Maß an Besessenheit und Eifersucht stehst — dann ist dies nicht das richtige Buch für dich.

Aber wenn du bereit bist für einen wilden Trip voller Leidenschaft, Obsession und einer Menge schlechter Entscheidungen, die sich einfach zu gut anfühlen — dann schnall dich an.

Dich erwartet eine verdammt krasse Story.




Ivys Sicht

„Hast du mich vermisst, Daddy?“

Ich grinse süffisant und steige aus der schwarzen Limousine, als gehöre mir die ganze Welt und er gleich mit dazu.

Das Wolfe Mansion ragt vor mir auf. Es wirkt noch einschĂĽchternder, als ich es in Erinnerung hatte. Kalt, grausam und atemberaubend.

Genau wie der Mann, der darin lebt.

Ich schiebe meine Sonnenbrille ein Stück die Nase herunter und lasse meinen Blick über das Anwesen schweifen. Die steinerne Auffahrt glänzt in der späten Nachmittagssonne. Die Marmorlöwen zu beiden Seiten der Treppe wirken noch genauso eingebildet wie vor drei Jahren.

Alles riecht noch wie frĂĽher: nach Geld, Macht, poliertem Holz und Geheimnissen.

Aber ich bin nicht mehr das Mädchen, das mit achtzehn abgehauen ist. Damals hatte ich ein Herz voller Trauer und einen Kopf voller dummer Träume.

Damals hatte ich Angst. Ich war völlig verloren.

Heute bin ich verdammt noch mal gefährlich.

Die schweren EichentĂĽren knarren auf, noch bevor ich meine manikĂĽrte Hand zum Klopfen hebe. Und da steht er.

Alexander Wolfe.

Milliardär. Strippenzieher. Ein Teufel im gottverdammten Maßanzug.

Und mein Stiefvater.

Einen Moment lang bewegt sich keiner von uns.

Er steht einfach nur da, groß und bedrohlich. Er trägt eine schwarze Hose, die seine kräftigen Oberschenkel betont, und ein weißes Hemd. Die Ärmel sind hochgekrempelt und lassen seine gebräunten, sehnigen Unterarme erkennen — die Sorte Arme, an die man sein ganzes verdammtes Leben klammert, wenn die Welt zusammenbricht.

Seine dunklen Augen mustern mich langsam und prĂĽfend.

Nicht wie ein Mann, der seine Stieftochter begrĂĽĂźt.

Nein.

Sondern wie ein Raubtier, das seine Beute begutachtet.

„Ivy, willkommen zu Hause“, sagt er. Seine Stimme klingt rauchig, wie Kies, der in Whiskey getränkt wurde. „Ich hätte dich fast nicht wiedererkannt.“

LĂĽgner.

Er hat jede Faser von mir gespĂĽrt, in der Sekunde, als ich aus dem Wagen gestiegen bin.

Ich lege den Kopf schief, lasse mein langes Haar über die nackte Schulter fallen und lächle honigsüß. „Werden Daddys Augen etwa langsam schwach?“

Sein Kiefer mahlt so hart, dass ich es fast knacken höre.

„Hör auf, mich so zu nennen“, knurrt er. Er tritt auf die Veranda hinaus und verdeckt mit seinem massigen Körper die Sonne — und die ganze Welt hinter sich.

Gott, er riecht verdammt gefährlich.

Nach Sandelholz und Leder.

Es ist die Art von Duft, die sich in das Laken und die Seele brennt.

Ich schlendere die Stufen hoch. Während ich an ihm vorbeigehe, lasse ich meine Fingerspitzen über das steinerne Geländer gleiten. Das Klacken meiner Absätze hallt wie Pistolenschüsse wider.

„Ich weiß ja nicht...“, schnurre ich. Ich bleibe direkt vor ihm stehen. Wir sind uns so nah, dass ich die Hitze spüre, die von seinem Körper ausgeht. „Früher mochtest du es, als ich klein war.“

„Ivy.“ Seine Stimme ist eine Warnung. Eine Drohung.

Ein Versprechen.

Ich zucke mit den Schultern. Ich tue so, als würde ich nicht merken, wie sein Blick zu meinem Dekolleté wandert. „Es ist nur ein Wort, Daddy. Kein Grund, gleich an die Decke zu gehen.“

Er beugt sich zu mir herunter, so nah, dass sein Atem meine Lippen streift. „Du spielst mit dem Feuer, kleines Mädchen.“

Mein Herz rast. Meine Nippel werden unter der dĂĽnnen Seide meines Tops hart, aber meine Stimme bleibt ruhig. Herausfordernd.

„Und was, wenn ich mir gerne die Finger verbrenne?“

Seine Pupillen weiten sich. Seine Hand ballt sich an der Seite zur Faust. Er muss sich sichtlich beherrschen, mich nicht zu packen, gegen den TĂĽrrahmen zu drĂĽcken und mir eine Lektion zu erteilen, die ich nie vergessen werde.

Gott, ich will, dass er die Kontrolle verliert.

Ich will den Mann unter der Maske sehen.

Stattdessen atmet er tief durch die Nase ein. Seine NasenflĂĽgel beben wie bei einem eingesperrten Tier.

„Dein Zimmer ist fertig. Um sieben gibt es Abendessen. Sei pünktlich.“

„Und wenn nicht?“, necke ich ihn. Ich fahre mir mit der Zungenspitze über die Unterlippe. „Versohlst du mir dann den Hintern, Daddy?“

Er zuckt zusammen, als hätte ich ihm eine Ohrfeige gegeben — und dann verziehen sich seine Mundwinkel zu etwas Gefährlichem. Dunklem.

„Ich sollte dich übers Knie legen und dir diese Frechheiten ordentlich austreiben.“

Meine Schenkel spannen sich an.

Oh, verdammt ja.

Ich lächle süß und klimpere mit den Wimpern. „Versprochen ist versprochen.“

Ohne ein weiteres Wort dreht er sich um und stapft hinein. Er lässt die schwere Tür offen, wie eine Einladung.

Oder eine Herausforderung.

Ich folge ihm. Meine Absätze klacken auf dem Marmor des Foyers.

Das Haus riecht nach Bohnerwachs, altem Leder und nach ihm.

Es trifft mich mitten in die Brust.

Eine Welle aus alter Trauer und Sehnsucht ĂĽberrollt mich.

Ich denke an all die einsamen Nächte, in denen ich mich in eines seiner Hemden gekuschelt habe. Ich habe nur darauf gewartet, dass er mich endlich wahrnimmt.

Und jetzt?

Oh, er sieht mich. Ganz genau.

Und er hasst sich verdammt noch mal dafĂĽr.

Ich lasse meine Handtasche neben der geschwungenen Treppe fallen. Der groĂźe Kronleuchter ĂĽber uns wirft sanftes Licht herab.

Die Luft zwischen uns knistert — dick gefüllt mit all den Dingen, die wir nicht aussprechen können.

Noch nicht.

„Hast du neu dekoriert?“, frage ich und drehe mich langsam im Kreis. Dabei lasse ich meinen Rock ein Stück höher rutschen.

Seine Augen verengen sich.

„Nein.“

„Gut“, murmele ich. „Mir hat es schon immer so gefallen, wie es war. Kalt. Leer. Genau wie du.“

FĂĽr eine Sekunde huscht etwas ĂĽber sein Gesicht. Schmerz. Bedauern.

Es verschwindet so schnell, dass ich glaube, es mir nur eingebildet zu haben.

Aber das habe ich nicht.

„Geh auspacken“, sagt er barsch. „Du siehst nach Ärger aus. Und ich habe keine Zeit für Ärger.“

Ich grinse hämisch.

„Schade nur, dass ich dir keine Wahl lasse.“

Und dann, einfach nur, weil ich es verdammt noch mal kann, streife ich ihn beim Vorbeigehen erneut. Diesmal lasse ich meine Hand ĂĽber seine GĂĽrtelschnalle gleiten.

Er zieht scharf die Luft ein. Er wirkt so angespannt, als könnte er Granit zerschneiden.

Ich lache leise, während ich die Treppe hinaufsteige. Ich spüre seinen brennenden Blick auf meinem Hintern.

Dieses Mal bin ich nicht das verängstigte kleine Mädchen, das auf ein bisschen Aufmerksamkeit hofft.

Dieses Mal bin ich der Sturm.

Und Daddy wird in mir ertrinken.

Oben angekommen. Mein altes Zimmer.

In dem Moment, als ich eintrete, holt mich alles ein. Das blassrosa Bettzeug sieht immer noch makellos aus. Unberührt, als hätte es nur auf meine Rückkehr gewartet. Die weichen Kissen liegen ordentlich an ihrem Platz. Sogar das alte Foto von Mama auf der Kommode steht noch da — mit seinen verblichenen Rändern. Es wirkt wie ein Schrein für eine Vergangenheit, der ich niemals entkommen kann.

Ich lasse mich auf die Matratze fallen und streife mit einem Seufzen meine Absätze ab. Die vertraute Schwere des Raumes lastet auf mir. Es riecht nach Lavendel, ein bisschen nach dem alten Teppich und nach… ihm.

Alexander. Daddy. Der Mann, der mir schon so lange unter die Haut geht, wie ich denken kann.

Mein Herz hämmert noch immer, aber diesmal nicht vor Nervosität. Es liegt nicht daran, dass ich wieder in diesem Haus bin, das sowohl schöne Erinnerungen als auch tiefen Schmerz birgt.

Nein, es liegt an ihm. Daran, wie er mich angesehen hat.

Seine Augen — dieselben dunklen, stürmischen Abgründe — sie sehen mich immer noch.

Aber es ist jetzt anders.

Heute haben diese Augen zum ersten Mal in meinem Leben nicht das kleine Mädchen von früher gesehen.

Sie haben mich gesehen.

Sie haben eine Frau gesehen.

Und Gott, er hat es gehasst. Er hat es gehasst, wie ich mich verändert habe. Er hasst es, dass ich zu einem Problem geworden bin, mit dem er nicht umzugehen weiß.

Ich lehne mich zurück und lege mir den Arm träge über die Augen. Mein Körper sinkt in die weiche Matratze ein. Die kühlen Laken auf meiner Haut erinnern mich daran, wie viel Zeit vergangen ist. Wie weit ich gekommen bin.

Vom schüchternen, gebrochenen Mädchen, das mit achtzehn ging, zur Frau, die jetzt hier liegt. Ich stelle mir vor, wie ich ihn in den Wahnsinn treiben werde.

Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?

Nein.

Ich weiĂź ganz genau, was ich tue.

Ich werde ihn reizen. Ich werde ihn brechen.

Ich werde ihn zwingen, mich anzusehen. Mich wirklich zu sehen.

Er soll mich wollen, so wie ich ihn schon immer gewollt habe.

Ich werde Daddy dazu bringen, zu sĂĽndigen.

Fortsetzung folgt…