Warum tut Liebe weh?

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Zusammenfassung

Mariely ist eine hoffnungslose Romantikerin, Lehrerin und ein liebevolles Familienmitglied. In ihrer Welt hat sie die Liebe noch nie wirklich erfahren. Wie fühlt es sich an, sich zu verlieben? Doch sie hat Angst, ihr Herz an den Falschen zu verlieren. Wenn sie zufällig jemanden treffen würde, der ihre Aufmerksamkeit erregt – würde sie sich auf ihn einlassen? Würde sie das Risiko eingehen, mit dieser Person zusammen zu sein und eine Beziehung zu führen? Oder wird sie ihre Gefühle weiterhin schützen und einfach alles an sich vorbeiziehen lassen?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
118
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Prolog: Für immer?

Was ist für immer eigentlich? Gibt es das im echten Leben überhaupt? Oder ist es nur eine weitere Fantasie, die sich Liebesromane, Groschenhefte und kitschige Comics ausgedacht haben?

Diese Frage stellt sich Mariely immer wieder – meistens in den Momenten, in denen ihre Gedanken zu weit abdriften, zu tief gehen.

Als hoffnungslose Romantikerin durch und durch hat Mariely Faith Abad-Celestial schon immer davon geträumt, den Einen zu finden. Ihr Geist kreist oft um dieselbe Frage:

„Bist du überhaupt bereit für eine Beziehung, Mariely Faith Abad-Celestial?“

Aber nein – das ist nicht die eigentliche Frage. Hier ist sie:

„Wird dich überhaupt irgendjemand mögen?“Hör auf zu träumen. Du bist nicht die Art von Frau, auf die Männer stehen – nur eine schlichte, ganz normale Frau.

Da stand sie wieder, vor dem Spiegel, sprach mit sich selbst und stritt sich mit ihrem eigenen Spiegelbild.

„Und mein Gott, bist du verliebt, Schwester? Schon wieder ein Pickel?!“

Sie stupste ihn theatralisch an. Ugh.

„Männer wollen heute jemanden, der schön, kurvig, groß, hellhäutig und natürlich makellos im Gesicht ist“, sagte sie laut. Dann musterte sie sich kritischer.

„Sieh dich an, Faith. Erfüllst du auch nur die Hälfte dieser Standards?“

Nein, antwortete ihr Spiegelbild. Genau.

„Hör auf damit“, murmelte sie und schimpfte wieder mit sich selbst.

Für immer? Vielleicht war es ihr Schicksal, für immer Single zu bleiben – nicht, dass das so schlimm wäre. Sie lachte bitter, wann immer ihr dieses Wort in den Sinn kam.

„Wenn ‚für immer‘ echt wäre, gäbe es nicht so viele verbitterte Menschen“, fügte sie hinzu und schüttelte den Kopf, als hätte jemand zugehört. Aber natürlich war da niemand. Selbstgespräche zu führen war ein Hobby, das sie perfektioniert hatte.

Mit einundzwanzig hatte Mariely gerade ihr Lehramtsstudium abgeschlossen, mit dem Hauptfach Filipino. Und trotzdem … selbst mit dem Diplom in der Hand war ihr „Traumtyp“ noch nicht aufgetaucht.

Vielleicht steckt er nur im Stau. Furchtbarer Verkehr heutzutage, scherzte sie mit sich selbst und kicherte.

„Hey, Ely! Konzentrier dich auf deinen Traum – du wirst die beste Lehrerin der Welt, erinnerst du dich? Und du musst noch das Staatsexamen bestehen, du Idiot. Also bleib bitte fokussiert.“

Sie hielt eine kurze Motivationsrede vor sich selbst. „Dein Zeugnis musst du noch abholen, und dein echtes Leben fängt jetzt an. Also beruhig deine Eierstöcke – du stirbst sowieso als Jungfrau. Akzeptier es.“

Mit einem Seufzer wandte sie sich vom Spiegel ab. Dieser ganze innere Monolog machte sie hungrig.

Mariely war ein einfaches Mädchen – fröhlich, gesprächig und immer ein bisschen dramatisch. Natürlich war Geschwätzigkeit für zukünftige Lehrerinnen völlig normal. Sagen wir einfach, sie hatte eine Schönheit, die nicht laut war – die Art, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt. Nicht groß, nicht auffällig, aber mit einem Herzen, das viel größer war als ihr Körper.

In ihren einundzwanzig Lebensjahren war ihr nie den Hof gemacht worden – nicht ein einziges Mal. Keine Verehrer, keine Liebesbriefe, nicht mal ein Facebook-„Hey, du bist süß“.

Vielleicht lag es daran, dass sie nicht dem Schönheitsideal entsprach. Vielleicht auch nicht.

„Werde ich ihn jemals treffen? Oder ende ich als alte Jungfer?“ Der Gedanke kam wieder, ungebeten.

„Ely, konzentrier dich“, fuhr sie sich selbst an.

Sie musste sich fertig machen. Sie fuhr zu ihrer Schule, um ihre Unterlagen abzuholen. So viele Dinge, um die man sich kümmern musste. So viele Dinge für Erwachsene.

Das ist es – die Realität.

„Willkommen in der echten Welt“, murmelte sie mit einem schelmischen Grinsen.