Ignivarra - War Incarnate

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Zusammenfassung

Kriege werden von Menschen geführt. Das glaubte man zumindest. Bis der erste Krieg begann... und etwas antwortete. Als Schlachten außer Kontrolle geraten und Feuer beginnt, sich seltsam zu verhalten, berichten Überlebende von einer Gestalt in den Flammen. Nicht beobachtend. Nicht urteilend. Sondern führend. Während Reiche im Chaos versinken, wächst eine Wahrheit, die niemand aussprechen will: Manche Kriege werden nicht begonnen. Sie werden gerufen.

Genre:
Fantasy
Autor:
Nova Lahey
Status:
In Arbeit
Kapitel:
6
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Prolog: Vor der ersten Flamme

Der alte Mann behauptete, er habe den Anfang gesehen. Niemand glaubte ihm. Er saß jeden Abend am selben Ort, nahe der zerfallenen Mauern, wo der Wind durch Risse pfiff wie flüsternde Stimmen aus einer anderen Zeit. Seine Hände zitterten, wenn er sprach, doch seine Augen... seine Augen waren klar.

„Es war nicht einfach ein Krieg,“ sagte er.

„Es war der erste Fehler.“

Die Kinder lachten. Die Erwachsenen schwiegen. Und doch... blieb immer jemand stehen, um zuzuhören.

„Damals“, begann er, „kannten wir keinen Krieg.“

Die Welt war nicht friedlich – das wäre eine Lüge. Aber sie war... einfacher.

Konflikte endeten, bevor sie wirklich begannen. Waffen waren Werkzeuge, keine Symbole. Und Blut... war etwas, das man fürchtete.

Bis zu diesem Tag.

Es begann klein. Ein Streit. Ein Missverständnis. Zwei Gruppen, die sich gegenüberstanden und glaubten, im Recht zu sein.

Niemand erinnert sich mehr an den Grund. Nur daran, was folgte.

Der erste Schlag fiel zögerlich. Nicht aus Hass. Sondern aus Angst. Doch Angst ist ein Funke... und Funken finden immer etwas, das brennt.

Innerhalb von Minuten wurde aus Worten Gewalt und aus Gewalt wurde Chaos.

Schreie erfüllten die Luft. Metall traf auf Metall. Und etwas veränderte sich.

Nicht nur in den Menschen.

In allem.

„Der Himmel...“, flüsterte der alte Mann. „der Himmel sah uns an.“

Ein unnatürliches Glühen breitete sich aus, als hätte die Welt selbst beschlossen, Zeuge zu werden. Der Boden bebte leicht. Die Luft wurde schwer. Und das Feuer...

...das Feuer begann sich anders zu verhalten.

Es fraß nicht einfach. Es wuchs. Es bewegte sich, als hätte es einen eigenen Willen.

„Da wussten wir“, sagte er leise, „dass wir etwas geweckt hatten.“

Die Flammen sammelten sich. Nicht zufällig oder chaotisch. Sondern zielgerichtet. Als würden sie... zusammenkommen.

Aus Rauch wurde Form. Aus Glut wurde Bewegung. Und dann... Stille.

Für einen einzigen, unmöglichen Moment hörte alles auf. Kein Schreien. Kein Kampf. Nicht einmal der Wind wagte es zu wehen.

Und dort, wo zuvor nur Feuer gewesen war... stand sie.

Nicht gefallen. Nicht entstanden wie ein Tier aus Fleisch und Blut. Sondern... erschienen. Als hätte die Welt selbst beschlossen, ihr ein Gesicht zu geben.

Flügel, die aussahen, als bestünden sie aus brennendem Himmel. Augen, in denen sich etwas spiegelte, das kein Mensch je verstehen sollte.

Und eine Präsenz...

… die jedem Anwesenden die gleiche Erkenntnis brachte.

Das hier war kein Zufall.

„Wir dachten, wir hätten einen Krieg begonnen“, sagte der alte Mann. Seine Stimme war kaum mehr als ein Hauch.

„Aber in Wahrheit...“ Er sah auf, direkt in die Augen seines Zuhörers. „...haben wir ihn erschaffen.“

Niemand von ihnen überlebte diesen Tag. Zumindest nicht so, wie sie gewesen waren. Denn etwas blieb zurück. Nicht nur in den Ruinen oder in der verbrannten Erde. Sondern in der Welt selbst.

Seit diesem Moment kehrte der Krieg immer wieder zurück. Größer. Grausamer. Unaufhaltsamer. Als würde etwas ihn rufen. Als würde etwas ihn brauchen.

Und wann immer die Flammen zu hoch schlagen, wann immer Schlachten außer Kontrolle geraten... gibt es Berichte. Flüchtige Sichtungen. Schatten im Feuer. Ein Flügelschlag im Rauch.

Die meisten nennen es Aberglaube. Eine Geschichte, um Angst zu erklären. Doch einige... erinnern sich.

An das, was wirklich geschah. An das, was geboren wurde. Und an den Namen, der niemals laut ausgesprochen wird.

IGNIVARRA

Die Erste.

Der Krieg selbst.