Prolog
Das Erste, was er in der großen Halle vor tausend Wölfen zu mir sagte, war: Sag mir deinen Namen.
Das Letzte, was er vier Minuten später vor denselben tausend Wölfen zu mir sagte, war –
Ich, Damien Thornholt, Alpha der Ashvale, weise dich, Aria Marchetti, als meine vorherbestimmte Gefährtin zurück.
Den zweiten Satz habe ich den Rest meines Lebens immer wieder Leuten erzählt.
Den ersten Satz habe ich den Rest meines Lebens nie vergessen.
Ich war einundzwanzig. Mein Wolf war seit zwei Wochen erwacht und beobachtete alles von irgendwo am unteren Ende meiner Wirbelsäule, doch ich wusste noch nicht, worauf sie wartete.
An jenem Morgen wusste ich es nicht. Ich wusste es nicht beim Baden. Ich wusste es nicht, als ich das Kleid anzog.
Das Kleid war geliehen. Die Schuhe waren geliehen. Die Maske in meiner Tasche – ich hatte mich noch nicht entschieden, ob ich sie tragen sollte – war ebenfalls geliehen. Meine Hände am Treppengeländer, als ich an jenem Morgengrauen die Stufen hinabstieg, waren das Einzige an mir, das an jenem Tag mir gehörte.
Das Haus war leer.
Dort hat alles angefangen.
Dort werde ich anfangen.
Anmerkung der Autorin 🌙
Hallo. Ich bin Riley. ✨
Dies ist der Beginn einer langen Geschichte – und ich meine lang. Ich möchte, dass ihr wisst, worauf ihr euch einlasst, bevor ihr auf das erste Kapitel klickt: Ein Mädchen, das in einem geliehenen Kleid eine große Halle betritt, ein Mann, der ihr das Schlimmste antut, was er ihr nur antun könnte, und die langen Jahre, die danach folgen.
Ich schreibe täglich. Ich lese jeden Kommentar. Wenn ihr dabeibleibt, sehen wir uns morgen. 🐺
— Riley