Das Lied des Abgrunds

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Zusammenfassung

Eine dunkle Lyrik-Sammlung In „Das Lied des Abgrunds“ taucht der Leser tief in die zerbrochenen Seelen von Menschen ein, die am Rand der Gesellschaft stehen – oder bereits darüber hinausgefallen sind.

Status:
In Arbeit
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Die Inneren Stimmen

Strophe Eins:

Erzähler: Schaut zu Eddie, 23, lebt seit Monaten auf der Straße, eiskalter Wind, kaputte Schuhe, keine warme Decke. Früher hatte er ’ne kleine Freundin, ’ne kleine Tochter so süß, heute hat sie das Sorgerecht – und er nur noch den Dreck auf der Straße unter den Füßen.

Sie hat ihn verlassen, als alles den Bach runterging, jetzt sieht er seine Tochter nur noch hinter Glas, wie im Traum, runhängen. Kein Geld, kein Zuhause, kein Stolz mehr im Leib, heut Nacht hat er ’nen Plan – seine letzte Scheiß-Erleuchtung.

Eine kleine Spielhalle, am Rand der Stadt, wenig Kameras, wenig Leute, viel Cash in der Kasse. Eddie atmet tief durch, die Finger zittern schon vor den Abzug, kurz bevor er reingeht… ruft ihn sein Gewissen an.

Echo (ruhige, leicht belehrende Frauenstimme): Okay… bis hierhin und nicht weiter, Junge. Bevor du jetzt den Laden stürmst und versuchst, mit ’ner geladenen Uzi die Kasse zu leeren – denk lieber mal an die Konsequenzen. Was danach kommt.

Eddie (nervös): Wer zur Hölle bist du?

Echo: Ich bin deine innere Stimme, Eddie. Hab kapiert, dass du dich verirrst.

Loki (zynisch, amüsiert, mit dunklem Charme):

„Nonsense! Ach komm schon, Eddie, das ist lächerlich schwach. Geh einen Schritt weiter, zeig ihr endlich, wer hier das Sagen hat. Schlag die alte Schabracke hart auf den Tresen, drück ihr die kalte Uzi direkt an den Schädel.

Dann schau ihr tief in die panischen Augen und sag’s ihr klar: „Alles ins Säckchen, Schlampe – oder dein Hirn klebt an der Wand.“ Zwing sie, das ganze verdammte Geld in den Beutel zu stopfen, kein Zögern, kein Mitleid – nur noch roher, kalter Profit.“

Echo: Alter, schau dir die Verkäuferin an, die ist älter als das Hamurabi-Gesetz. Willst du wirklich riskieren, dass sie einen Anfall bekommt?

Loki: Scheiß drauf! Zieh es durch, baller die Bitch weg, wenn es sein muss!

Echo: Alter, kannst du dir das leisten? Bist du so reich, dass du das riskieren musst?

Loki: Glaubst du, die miese Schabracke juckt, was bei dir so läuft, Mann? Glaubst du, sie interessiert es, dass deine Frau das Sorgerecht für deine beiden Kinder bekam, dass du deinen Job verloren hast und jetzt auf der Straße verdorben bist? Zieh es durch, Mann… was hast du schon zu verlieren?

Echo: Tu es nicht. Das ist der ganze Stress nicht wert. Hör nicht auf den Teufel, er führt dich nur tiefer in den Abgrund.

Loki: Hör nicht auf die alte, sie schwingt nur große Reden, und sind in Wahrheit nichts als leere Phrasen.


Refrain: Ich rutsch weg – direkt ins schwarze Loch

Blutige Nägel, kratz am kalten Stein

Der Riese frisst, die Schwerkraft zerreißt Zermalmt mich langsam, Stück für Stück, ganz leise

Die Kante bricht, Tartarus grinst breit

Kein Halt mehr, nur noch Fall in die Ewigkeit

Ich klammer mich fest – doch es ist zu spät

Der Abgrund nimmt mich… willkommen im Schacht.

Strophe 2:

Erzähler: Sieh her, das ist Melissa, gerade mal 18 Jahre alt, studierte Sozialwissenschaften, verdient null, hat’s nicht leicht. Macht TikTok, ihre Community geht voll auf Ficktock, sie scrollt durch Videos, wie Mädels mit OnlyFans schnell Cash machen – „so selbstbestimmt, so stark“.

Sie holt die Kamera raus, setzt sich aufs Bett, spreizt langsam die Beine, das Licht ist an, der Filter perfekt… doch plötzlich meldet sich eine Stimme in ihrem Kopf.

Loki: Loki: Ja Baby, mach weiter… denk dran, das ist wie TikTok, nur geiler. Tanze langsam vor der Kamera, zieh dich Stück für Stück aus, mach diese einsamen Idioten richtig heiß.

Lies ihre Kommentare, gib ihnen, was sie wollen, lass sie für dich zahlen, lass sie für dich bluten. Lass diese armen, einsamen Schweinen denken sie hätten dich bessesen.

Echo: