Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser,
„Ein halbes Jahr Sehnsucht“ ist für mich eine ganz besondere Geschichte.
Nicht nur, weil sie auf wahren Gefühlen basiert, sondern weil sie der Anfang von allem war.
Vor vielen Jahren gab es einen Menschen, den ich nie vergessen habe. Nicht, weil wir eine gemeinsame Geschichte hatten, sondern weil wir nie die Chance dazu bekamen.
Ich habe mich verliebt.
Und ich hatte nie den Mut herauszufinden, ob es ihm vielleicht genauso ging.
Seitdem begleitet mich eine einzige Frage:
Was wäre gewesen, wenn?
Was wäre passiert, wenn einer von uns damals den ersten Schritt gemacht hätte?
Wie hätte unser Leben ausgesehen?
Wären wir glücklich geworden?
Oder hätte die Realität ganz anders ausgesehen als die Vorstellung?
„Ein halbes Jahr Sehnsucht“ ist keine Antwort auf diese Fragen.
Es ist die Geschichte dahinter.
Die Wahrheit, die all den Geschichten vorausging, die ich später schreiben sollte.
Denn jedes Mal, wenn ich schreibe, denke ich über Möglichkeiten nach. Über Wege, die wir nie gegangen sind. Über Begegnungen, die nie stattgefunden haben. Über Menschen, die vielleicht zueinander gefunden hätten – oder auch nicht.
Manchmal frage ich mich, was passiert wäre, wenn einer von uns damals den Mut gefunden hätte.
Manchmal stelle ich mir vor, wir wären uns Jahre später noch einmal begegnet.
Und manchmal entstehen aus diesen Gedanken neue Geschichten.
Neue Möglichkeiten.
Neue Antworten auf eine Frage, die das Leben nie beantwortet hat.
Wie viel davon ist Erinnerung?
Wie viel Wunsch?
Wie viel Wahrheit?
Ich kenne die Antwort bis heute nicht.
Aber genau deshalb schreibe ich.
Und genau deshalb beginnt alles mit dieser Geschichte.
Eure Skye








