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Die verlorene Prinzessin von Rajasthan

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Zusammenfassung

Krishna Varma wusste nie, was es bedeutet, dazuzugehören. Nach dem Verlust ihrer Eltern kämpfte sie jahrelang allein gegen Einsamkeit, Liebeskummer und die Härte des Lebens. Während sie sich mühevoll durch ihr Medizinstudium schlug, trug sie den Schmerz einer vergessenen Vergangenheit tief in ihrem Herzen. Was niemand ahnte: Krishna war kein gewöhnliches Mädchen. Sie war die Tochter von Prinzessin Meera Rathore – die verschollene Erbin des mächtigsten Königshauses von Rajasthan. Als die Rathores endlich von ihrer Existenz erfahren und sie zurück in den prächtigen Rathore-Palast holen, findet sich Krishna inmitten einer Familie wieder, die sie bisher nur von alten Fotos und aus den Geschichten ihrer Mutter kannte. Doch die Rückkehr nach Hause tilgt nicht den Schmerz vergangener Jahre. Während alte Wunden aufreißen und verborgene Wahrheiten ans Licht kommen, muss Krishna lernen, wieder zu vertrauen, wieder zu lieben und ihren Platz in einer Welt voller Glanz, Macht und Erwartungen zu finden. Und irgendwo in den herrschaftlichen Hallen des Palastes lebt Shiva Rathore – der kühle, machtvolle Kronprinz, der niemals damit gerechnet hätte, dass eine vergessene Prinzessin sein Leben für immer verändern würde. Eine Geschichte über Familie, Heilung, das Gefühl von Zugehörigkeit und eine Liebe, die als Schutz beginnt und zu etwas weitaus Tieferem heranwächst. **"Kabhi kabhi kho jaane wale log hi apna asli ghar dhoond lete hain."** *(Manchmal sind es gerade die Verlorenen, die am Ende ihr wahres Zuhause finden.)*

Genre:
Romance
Autor:
Krishna
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
30
Rating
4.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
16+

The Forgotten Princess

Kapitel 1


The Forgotten Princess


Rajasthan.


Ein Land, in dem uralte königliche Traditionen Hand in Hand mit modernen Wolkenkratzern gingen.


Luxusautos rasten über die königlichen Fernstraßen.


Private Universitäten bildeten Tausende aus.


Technologieparks standen neben jahrhundertealten Festungen.


Die Industrie trieb die Wirtschaft an.


Und über all dem stand die Rathore-Königsfamilie.


Nicht als bloße Repräsentanten.


Sondern als die wahren Herrscher von Rajasthan.


Die königliche Flagge wehte stolz über dem prächtigen Rathore Palace in Jaipur.


Ein Symbol der Macht.


Ein Symbol für das Erbe.


Ein Symbol für eine Familie, deren Einfluss Politik, Wirtschaft, Bildung, Landwirtschaft und Industrie durchdrang.


Im Mittelpunkt von allem stand die Familie Rathore.


Der ehemalige König Mahadev Rathore und seine Frau Gowri Rathore hatten ein Erbe geschaffen, das im ganzen Land bewundert wurde.


Sie hatten drei Kinder.


Mahendra Rathore.


Veerandra Rathore.


Und Meera Rathore.


Jahre waren vergangen.


Mahadev und Gowri hatten sich aufgrund ihres Alters aus der aktiven Herrschaft zurückgezogen.


Der Thron gehörte nun ihrem ältesten Sohn.


König Mahendra Rathore.


Ein geachteter und mächtiger Herrscher.


Durchgreifend, wenn es nötig war.


Weise, wenn die Lage es erforderte.


Ein Mann, der die Last eines ganzen Königreichs auf seinen Schultern trug.


An seiner Seite stand seine Frau.


Königin Lakshmi Mahendra Rathore.


Anmutig.


Elegant.


Mitfühlend.


Das Herz der königlichen Familie.


Zusammen hatten sie vier Kinder.


Shiva Rathore.


Rajveer Rathore.


Vikas Rathore.


Und die kleine Aadhya Rathore.


Jedes von ihnen war anders.


Jedes trug das Blut der Rathores in sich.


Doch unter ihnen ragte einer heraus.


Shiva Rathore.


Der Kronprinz.


Der zukünftige König.


Neunundzwanzig Jahre alt.


CEO von Rathore Industries.


Das größte Wirtschaftsimperium in Rajasthan.


Tausende arbeiteten unter ihm.


Hunderte fürchteten ihn.


Millionen kannten seinen Namen.


Shiva stand vor der raumhohen Glasfront des Hauptsitzes von Rathore Industries.


Die Lichter der Stadt glitzerten unter ihm.


Sein markantes Kinn wurde vom Leuchten der Stadt erhellt.


Seine breiten Schultern strahlten eine natürliche Autorität aus.


Sein schwarzes Haar reichte fast bis an seinen Nacken.


Nicht ungepflegt.


Nicht modisch.


Einfach sein Stil.


Ein Stil, den niemand zu hinterfragen wagte.


Seine dunklen Augen waren ruhig.


Kalt.


Aufmerksam.


Die Augen eines Mannes, der alles bemerkte.


Ein perfekt maßgeschneiderter schwarzer Anzug unterstrich seine imposante Erscheinung.


Angestellte wurden nervös, sobald er einen Raum betrat.


Vorstandsmitglieder bereiteten sich doppelt gut vor, bevor sie Berichte präsentierten.


Konkurrenten fürchteten Verhandlungen mit ihm.


Denn Shiva Rathore traf niemals emotionale Entscheidungen.


Nur effektive.


Zumindest außerhalb der Familie.


Innerhalb des Palastes war das anders.


Er verwöhnte die kleine Aadhya nach Strich und Faden.


Er stritt sich mit Rajveer wie ein ganz normaler Bruder.


Er beschützte Vikas, wann immer es nötig war.


Und er respektierte seine Eltern zutiefst.


Hinter der kalten Fassade steckte ein Mann, der seiner Familie treu ergeben war.


Ein Mann, der für seine Lieben die Welt in Schutt und Asche legen würde.


Leider.


Die meisten Leute kannten nur den Prinzen.


Nicht den Menschen.


---


Veerandra Rathore, Mahendras jüngerer Bruder, zog ein ruhigeres Leben vor.


Obwohl er den Einfluss und das Zeug dazu hatte, große Macht auszuüben, unterstützte er lieber seinen Bruder.


Er kümmerte sich bei Bedarf um königliche Angelegenheiten.


Er verwaltete mehrere wichtige Stiftungen.


Und er agierte als einer von Mahendras engsten Vertrauten.


Seine Frau, Sowmya, ergänzte sein ruhiges Wesen perfekt.


Gemeinsam hatten sie einen Sohn.


Vishu Rathore.


Einundzwanzig Jahre alt.


Charmant.


Energiegeladen.


Und oft die Quelle für Ärger innerhalb der Familie.


---


Dann gab es noch den Namen, den niemand laut aussprach.


Meera Rathore.


Die verlorene Prinzessin.


Die Tochter, die verschwand.


Die Schwester, die königliche Traditionen brach.


Die Wunde, die niemals heilte.


Vor Jahren hatte sich Meera verliebt.


Nicht in einen Prinzen.


Nicht in einen Adligen.


Nicht in jemanden, den die königliche Familie gutgeheißen hätte.


Sie verliebte sich in Raghav Varma.


Einen jungen Mann aus Andhra Pradesh.


Einen ganz normalen Mann.


Kein königliches Blut.


Keine politische Macht.


Keine einflussreiche Familie.


Einfach nur ein hart arbeitender Restaurantbesitzer.


Die königliche Familie stellte sich gegen die Ehe.


Besonders Mahadev.


Besonders Mahendra.


Aber Meera entschied sich für die Liebe.


Eines Nachts.


Ging sie.


Und kam niemals zurück.


Die königliche Familie suchte nach ihr.


Monatelang.


Dann jahrelang.


Schließlich wich die Hoffnung dem Schweigen.


Niemand wusste, wo sie war.


Niemand wusste, wie sie lebte.


Niemand wusste, ob sie überhaupt noch am Leben war.


Bis vor Kurzem.


Eine Wahrheit, die Jahrzehnte lang begraben war, kam endlich ans Licht.


Meera war tot.


Raghav war tot.


Und sie hatten eine Tochter hinterlassen.


Eine Tochter, die jahrelang völlig allein gewesen war.


---


Diese Tochter saß gerade in einem kleinen Restaurant am Straßenrand in der Nähe ihrer Universität.


Krishna Varma.


Sechsundzwanzig Jahre alt.


Im letzten Jahr ihres MBBS-Studiums.


Heute hatte sie ihre Abschlussprüfung abgelegt.


Die letzte Prüfung.


Der letzte Schritt, bevor sie Ärztin werden würde.


Genauer gesagt.


Eine zukünftige Gynäkologin.


Etwas, wovon sie schon seit ihrer Kindheit geträumt hatte.


Krishna saß still am Fenster.


Vor ihr stand ein einfacher Teller mit Essen.


Für die meisten Studenten wäre der heutige Tag ein Grund zum Feiern gewesen.


Für Krishna fühlte es sich seltsam an.


Friedlich.


Einsam.


Bittersüß.


Das Licht des Restaurants spiegelte sich sanft in ihrem Gesicht.


Sie war wunderschön.


Nicht auf eine glamouröse Art.


Nicht auf eine königliche Art.


Sondern auf eine warme Art.


Die Art von Schönheit, bei der man sich einfach wohlfühlte.


Große, ausdrucksstarke Augen.


Weiche Gesichtszüge.


Langes, dunkles Haar, das bis unter ihre Taille reichte.


Helle, von der Sonne geküsste Haut.


Ein sanftes Lächeln, das ihr leicht über die Lippen kam.


Und eine Unschuld, die trotz allem, was das Leben ihr angetan hatte, überlebt hatte.


Die Leute vertrauten ihr oft sofort.


Kinder liebten sie.


Patienten fühlten sich bei ihr ganz natürlich sicher.


Schließlich.


Krishna war der Typ Mensch, der sich mehr Sorgen um andere machte als um sich selbst.


Vor drei Jahren hatte sie beide Elternteile verloren.


Die Welt war über Nacht zusammengebrochen.


Krankenhausrechnungen.


Schulden.


Studiengebühren.


Einsamkeit.


Verantwortung.


Alles kam auf einmal.


Fast ein Jahr lang schaffte sie es irgendwie, ihr Studium und das Restaurant ihres Vaters unter einen Hut zu bringen.


Sie arbeitete morgens.


Besuchte Vorlesungen.


Lernte bis spät in die Nacht.


Schlief nur wenige Stunden.


Irgendwann wurde die Last unerträglich.


Mit Tränen in den Augen verkaufte sie das Restaurant.


Das Restaurant, das ihr Vater aufgebaut hatte.


Das Restaurant voller Erinnerungen.


Das Restaurant, das sie liebte.


Das Geld half ihr zu überleben.


Half ihr, ihre Ausbildung fortzusetzen.


Aber der Verlust hörte nie auf wehzutun.


Krishna nahm langsam einen Bissen von ihrem Essen.


Ihr Blick schweifte hinaus zum Nachthimmel.


Eine Erinnerung tauchte auf.


Das Lächeln ihrer Mutter.


Meera Rathore.


Im Gegensatz zur königlichen Familie hatte Meera die Wahrheit nie verheimlicht.


Krishna wusste alles.


Sie wusste, dass ihre Mutter eine Rathore war.


Sie wusste von Rajasthan.


Sie wusste von dem Palast.


Sie wusste von ihren Großeltern.


Sie wusste von Mahendra.


Veerandra.


Lakshmi.


Deren Kindern.


Sogar von Shiva.


Denn Meera hatte Fotos aufgehoben.


Hunderte von Fotos.


Oft zeigte sie diese Krishna.


Sie erzählte Geschichten.


Sie brachte ihr Traditionen nahe.


Sie vermittelte königliche Bräuche.


Sie lehrte sie die Kultur von Rajasthan.


Niemals mit Hass.


Niemals mit Wut.


Sondern nur mit Liebe.


„Familie ist Familie, Krishna“, pflegte Meera immer zu sagen.


„Sie mögen weit weg sein, aber sie gehören trotzdem zu dir.“


Oft wollte Krishna sie kontaktieren.


Aber wie?


Sie waren von königlichem Geblüt.


Sie standen unter Schutz.


Sie waren mächtig.


Sie waren unantastbar.


Normalsterbliche konnten nicht einfach den Königspalast anrufen.


Also versuchte sie es erst gar nicht.


Sie fügte sich ihrem Schicksal.


Oder zumindest glaubte sie das.


Eine Reihe schwarzer Luxus-SUVs hielt plötzlich vor dem Restaurant.


Krishna blinzelte.


Sie war verwirrt.


Mehrere Sicherheitsbeamte stiegen aus.


Sie wirkten professionell.


Diszipliniert.


Bewaffnet.


Im gesamten Restaurant wurde es still.


Ihr Herz schlug schneller.


Die Beamten sahen sich um, bevor einer von ihnen eintrat.


Dann ging er geradewegs auf sie zu.


Auf Krishna zu.


Sie sah hinter sich.


Vielleicht suchten sie jemanden anderen.


Der Beamte blieb vor ihrem Tisch stehen.


Respektvoll.


Höflich.


Dann sprach er.


„Miss Krishna Varma?“


Krishna erhob sich langsam.


„J-ja?“


Der Beamte nickte.


Sein Gesichtsausdruck wurde weicher.


„Wir kommen vom Königspalast der Rathore.“


Der Löffel entglitt Krishnas Fingern.


Ihr stockte der Atem.


Die Welt schien stillzustehen.


Denn zum ersten Mal in ihrem Leben—


Hatte die Familie ihrer Mutter sie endlich gefunden.


Und irgendwo in Jaipur...


Hatte ein Prinz namens Shiva Rathore keine Ahnung, dass eine vergessene Prinzessin kurz davor war, seine Welt zu betreten.


Eine Welt, die danach nie wieder dieselbe sein würde.


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