Mein privater Tänzer

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Zusammenfassung

Ray ist ein atemberaubender Tänzer, bei dessen Anblick Männer wie Frauen dahinschmelzen. Er ist unwiderstehlich, besonders für den unglaublich attraktiven Milliardär Dominic, dem der größte Nachtclub Miamis gehört. Und Ray hat nur Augen für ihn. Dominic lebt noch immer im Closet und hat sich geschworen, dass niemand jemals die Wahrheit erfährt – bis er den sexy Tänzer engagiert, der sich in seinen Kopf und seinen Körper schleicht und ihn schier in den Wahnsinn treibt. Dominic weiß genau, was er tun muss, um die Finger von ihm zu lassen: 1. Alles rein professionell halten. 2. Sich mit anderen Dingen ablenken. 3. Um Himmels willen nicht dabei zusehen, wie dieser heiße Typ tanzt. Ray weiß genau, was er tun muss, um Dominic für sich zu gewinnen: 1. Vergiss Professionalität. 2. Sorg für seine Unterhaltung. 3. Tanz nur für ihn.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
44
Rating
4.9 56 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

(1) Living

„Dominic, wir können ihn nicht einfach feuern und über Nacht einen neuen Tänzer einstellen! Wir müssen Castings machen und alles richtig organisieren. Lass uns Maverick einfach noch eine Woche behalten, bis wir jemanden gefunden haben.“

Meine Assistentin Maggie sagt das ganz aufgebracht. Ich merke, dass sie die Schnauze voll von meinem Bullshit hat, während sie ihr Klemmbrett fest umklammert und ihre blonden Haare nach hinten wirft.

„Hör zu, Maggie. Ich werde keine Tänzer in meinem Club haben, die mich respektlos behandelt und meine Gäste belästigt haben. Das ist eine Peinlichkeit für meinen Laden und eine Einladung für eine Klage. Er ist gefeuert“, sage ich ernst zu ihr, woraufhin sie seufzt.

„Schon gut. Aber ich kann dir nicht versprechen, dass ich bis zur Ladies’ Night morgen einen neuen Tänzer finde.“

„Wir haben Caleb“, werfe ich ein, und sie sieht mich mit einem ausdruckslosen Blick an.

„Ein Tänzer reicht eben nicht. Diese Frauen bezahlen dafür, mindestens zwei Tänzer zu sehen. Einen auf der einen Seite der Bühne, einen auf der anderen. Aber... was soll’s, ich schaue mal, was ich tun kann“, sagt sie und verlässt mein Büro, das sich in der oberen Etage meines Clubs befindet.

„Bin ich ein schlechter Chef?“, frage ich meine schottische graue Kätzin, Melon, während sie mit meiner roten Krawatte spielt, während ich über meinen Schreibtisch gelehnt bin. Ich kraule ihren kleinen Kopf und sie schnurrt, bevor sie wieder meine Krawatte attackiert.

Mein Diensthandy in meiner Hose fängt an zu klingeln und ich sehe, dass es ein Anruf von der Pestbeule meines Lebens ist.

Dominic: „Hallo Satan, wem verdanke ich das Missvergnügen?“

Rebecca: „Fick dich, Dominic. Du weißt, warum ich anrufe.“

Dominic: „Weiß ich das? Willst du mich daran erinnern, dass du hinter meinem Rücken meinen besten Freund gefickt hast oder dass ihr beide versucht habt, mich zu bestehlen?“

Rebecca: „Halt die Fresse! Ich habe nicht versucht, dich zu bestehlen, und du kannst das Gegenteil nicht beweisen.“

Dominic: „Ach ja, stimmt ja. Weil du einen Weg gefunden hast, meine Kameras auszuschalten.“

Rebecca: „Nein, du Arschloch, weil ich nie etwas gestohlen habe. Was das Ficken mit Maverick angeht, das würde ich jederzeit wieder tun – der Typ hat eine italienische Wurst, die sich sehen lassen kann.“

Dominic: „Dann erstick dran und lass mich verdammt noch mal in Ruhe.“

Rebecca: „Aber wenn ich das tue, wie sollen wir dann unsere Scheidung regeln?“

Dominic: „Hoffentlich mit so wenig Kommunikation wie möglich. Was willst du?“

Rebecca: „Ich muss meine Luis Vinton Handtasche abholen, die ich in unserem Haus gelassen habe.“

Dominic: „Gewöhn dir lieber an, ab jetzt von meinem Haus zu sprechen. Ich lasse sie von meinem Fahrer zu der Villa deiner Eltern bringen, damit du hier nicht mehr aufkreuzen musst.“

Rebecca: „Ich bin durchaus in der Lage, sie mir selbst zu holen.“

Dominic: „Äh, nein. Vergiss es. Mein Fahrer bringt sie jetzt zum Haus deiner Eltern. Tschüss.“

Ich lege auf, während sie noch protestiert. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass Maggie in meinem Büro stand, oder wie lange sie schon da war, aber sie sieht aus, als hätte sie geduldig gewartet.

„Ich habe gute Nachrichten.“

„Hast du eine Zeitmaschine gefunden, in die ich einsteigen kann?“, frage ich sie, und sie schüttelt den Kopf.

„Noch besser, ich habe einen neuen Tänzer für dich gefunden!“, sagt sie aufgeregt.

„Wow, das ging aber schnell für jemanden, der gerade noch gesagt hat, es sei unmöglich. Wer ist der Typ?“

„Sein Name ist Ray Rivera, er ist ein guter Bekannter von mir, der...“

„Moment mal... Ein guter Bekannter von dir?“, frage ich, und sie seufzt.

„Ja, aber hör mir zu. Er ist ein fantastischer Tänzer, der normalerweise als Freelancer arbeitet. Aber als ich ihm von der Stelle hier im Club erzählt habe, war er mehr als interessiert.“

Melon springt auf meinen Schoß und legt sich hin.

„Na gut, kann er heute Abend zum Casting kommen?“, frage ich sie, und mit einem glücklichen Grinsen nickt sie.

„Ja, ich sage ihm, dass er jetzt sofort rüberfahren soll, wenn er kann. Er wohnt nur fünf Minuten entfernt.“

„Alles klar. Dann schauen wir mal, was dieser Ray so auf dem Kasten hat.“

„Eher: auf der Tanzfläche. Ich sage dir Bescheid, wenn er da ist. Brauchst du sonst noch was, Chef?“

Ich schüttle den Kopf.

„Nein, danke. Hast du Maverick gesagt, dass er gefeuert ist?“

„Ich habe ihm eine Nachricht geschickt, nachdem er meine Anrufe ignoriert hat, aber ich habe noch nichts von ihm gehört. Aber die Tatsache, dass du ihn ausgeknockt hast, sollte Nachricht genug gewesen sein.“

„Gut“, sage ich und streichle Melons flauschiges Fell.

„Bis später, Chef.“

„Bis später.“

***

Ray POV:

Ich bin überglücklich über diese Jobmöglichkeit, die Maggie mir gerade präsentiert hat. Ehrlich gesagt wollte ich schon immer im Red room Nachtclub tanzen, aber sie haben nie jemanden gesucht.

Ich habe auch schon den verdammt sexy Besitzer gesehen, wenn ich im Club war, aber er hat mich nie bemerkt. Selbst dann war ich schon total angetan von seinem selbstbewussten Gang, seiner sanften, tiefen Stimme, diesem Körper, der unter den eleganten Anzügen sicher stahlhart trainiert ist, und seinen stechend grauen Augen. Oh Gott, nein. Ich muss aufhören, so über meinen zukünftigen Chef nachzudenken. Das heißt, wenn ich den Job überhaupt kriege.

Maggie hatte mir eine SMS geschrieben, dass ich zum Club kommen soll, der montags geschlossen ist, um vorzutanzen.

Ich bin ein bisschen nervös, aber das kann ich meistens gut verstecken.

Nach einer Dusche ziehe ich mir eine schwarze Jogginghose, ein weißes Tanktop und meine Nike-Laufschuhe an. Ich sehe nicht besonders schick aus, aber das tue ich beim Training sowieso nie.

Ich fahre mir durch mein fünf Zoll langes, welliges braunes Haar, das ich dringend mal schneiden lassen muss.

Ich steige in meinen verrosteten 1970er El Camino und fahre Richtung Club in der Innenstadt von Miami. Der Verkehr um 17 Uhr ist verdammt nochmal schrecklich. Ich habe keine feste Uhrzeit, wann ich da sein muss, aber ich will sie trotzdem nicht warten lassen.

Ein alter Reggaeton-Song läuft im Radio und weckt Erinnerungen. Ich drehe die Musik auf und tanze auf meinem Sitz, während ich fahre. Gott sei Dank habe ich getönte Scheiben, denn ich mache mich komplett zum Affen, wie ich da so im Auto tanze. Das ist die einzige Zeit, in der ich mir um rein gar nichts einen Kopf mache und einfach nur lebe.