Zerbrochene Hoffnung, neu gefunden

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Sie war eine Sklavin. Als Kind war sie glücklich und ein normales Mitglied des Greysilver-Rudels, doch als sie sich nie in einen Wolf verwandelte, wurde sie versklavt und von ihrem eigenen Rudel misshandelt. Sie kennt nicht einmal ihren eigenen Namen und hat jede Hoffnung aufgegeben. Daemon war ein Alpha. Er ist mächtig, hat jedoch seine Mate noch nicht gefunden. Der Rat hat ihm eine temporäre Luna an die Seite gestellt. Was geschieht, wenn er seine Mate findet – zerbrochen und verloren? Kann er ihr helfen, zu sich selbst zurückzufinden?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
30
Rating
4.7 304 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Prolog

Ich möchte nur kurz sagen, dass dies mein erstes Buch ist. Ich werde versuchen, es regelmäßig zu aktualisieren, kann aber für nichts garantieren. Bitte beachtet auch, dass Englisch nicht meine Muttersprache ist, da ich Deutsche bin. Es werden also Grammatik- und Rechtschreibfehler vorkommen. Wenn euch etwas auffällt, schreibt einfach einen Kommentar

:-) .


Ihre Sicht


Ich war völlig verwirrt. Mein bester Freund Gabe und ich spielten gerade draußen, als der Alpha mich zu sich rufen ließ. Mein Freund überbrachte mir die Nachricht mit einem breiten Grinsen: „Der Alpha hat gesagt, du sollst in sein Büro kommen. Und zwar schnell.

Mein Freund hatte seinen Wolf schon bekommen, als er zehn wurde. Ich dagegen hatte noch immer keine Verbindung zu meinem Wolf gefunden. Dabei war mein zehnter Geburtstag schon ein halbes Jahr her. „Hat er gesagt, warum er mich sehen will?“, fragte ich ihn. Ich konnte mich nicht erinnern, gegen irgendeine Regel verstoßen zu haben. Hatte er vielleicht Neuigkeiten wegen meines Wolfes? „Ich würde keine Zeit mit so dämlichen Fragen verschwenden“, antwortete er nur. Ich runzelte die Stirn. Was war bloß los mit ihm? Er war noch nie so gemein zu mir. „Hey Gabe, sei nicht so fies. Ich will nur nichts falsch machen! Kannst du mir bitte, biiiiitte sagen, was er will?“ Gabe zuckte nur mit den Schultern.

Ich war froh, Gabe zu haben. Als ich klein war, hat er mich oft gemobbt. Aber dann wurde er plötzlich sehr freundlich zu mir und jetzt ist er mein bester Freund. In den letzten Wochen konnten wir nicht so oft spielen. Das lag an „Rudelangelegenheiten“, was auch immer das bedeuten soll. Gabe muss deswegen ständig zum Alpha. Er wollte mir nie verraten, was sie in dem Büro machen. Er grinste dann immer nur und sagte: „Das sind Rudelangelegenheiten.“ Das ist wirklich frustrierend. Ich habe keinen Schimmer, was der Alpha von Gabe wollen könnte. Sicher, er ist der Sohn des Betas, aber er ist erst zehn Jahre alt. Vielleicht bekommt er wegen mir Ärger. Gabes Eltern schienen mich in den letzten Monaten nämlich immer weniger zu mögen. Vielleicht denken sie, ich würde ihnen ihren Sohn „wegnehmen“ und ihn in Schwierigkeiten bringen. Aber Gabe hat recht, ich sollte den Alpha nicht warten lassen.

Als ich mich umdrehte, bewunderte ich die Schönheit um uns herum. Kleine Hütten waren im Wald rund um den Berg gebaut worden. Ein See lag ganz in der Nähe und alles war so friedlich. Ich starrte in den See und sah mein Spiegelbild: langes braunes Haar und helle Augen. Mein Blick fiel auf meine Schulter, wo dieses seltsame Mal war. Niemand konnte mir so recht sagen, was es bedeutete. Ich mochte es sehr, weil ich mich dadurch besonders fühlte. Aber Alpha Damien sagte, es sei nicht der Grund für meinen fehlenden Wolf.

Ich machte mich auf den Weg zum größten Haus in der Mitte des Rudelgebiets: dem Greysilver-Rudelhaus. Als ich an einigen Hütten vorbeikam, bemerkte ich, dass viele Rudelmitglieder wegzusahen schienen. Ich erinnerte mich daran, dass manche angefangen hatten, mich zu beschimpfen, weil ich keinen Wolf bekam. Aber viele waren trotzdem noch freundlich zu mir. Habe ich etwa Schlamm auf meinen Klammten? Ich sah an mir herunter, konnte aber nichts finden. Ich war diesem Rudel sehr dankbar. Ich bin eine Waise und sie hätten mich einfach sterben lassen können, als sie mich im Wald fanden. Aber sie nahmen mich auf und kümmerten sich um mich. Ich hoffe einfach, dass ich meinen Mate finde, auch wenn ich keinen Wolf habe. Sie sagen, dass man seinen Mate mit achtzehn finden kann. Hoffentlich habe ich bis dahin meinen Wolf.

Manchmal fragte ich mich: Wie waren meine Eltern wohl? Warum haben sie mich einfach ausgesetzt? Sie ließen mir nichts außer einer Notiz, auf der stand, dass ich ein Werwolf bin. Haben sie mich geliebt? Wo sind sie wohl jetzt? Aber auf diese Fragen bekam ich nie eine Antwort.

Als ich am Rudelhaus ankam, bemerkte ich, dass einige der ranghöheren Mitglieder wütend dreinschauten. Habe ich was falsch gemacht? Ich habe Alpha Nathaniel doch sogar gesagt, dass ich draußen beim Spielen bin! Als ich die Treppe zu seinem Büro hinaufging, hörte ich einige Leute flüstern:

„... ist es nicht wert ...“
„So eine Schande ...“
„... seltsames Mal ...“

Reden die etwa über mich? Nein, das kann nicht sein.
Ich klopfte an die Tür zum Büro meines Alphas. Er bat mich herein.
Alpha Nathaniel war ein riesiger Mann. In den ersten Monaten im Rudel und auch jetzt noch machte er mir manchmal Angst. Besonders, weil ich ihn ab und zu dabei erwischte, wie er mich auf eine seltsame Art anstarrte. Ich blickte in seine dunklen, stechenden Augen.

„Hallo Alpha, was kann ich für Sie tun?“, fragte ich ihn. Er lachte nur kurz auf. „Du weißt nicht einmal, warum du hier bist? Hat dein ‚Freund‘ dir nicht erzählt, was wir mit dir vorhaben?“ Ich war wieder völlig verwirrt. Was meinte er damit? Er würde doch nicht ... Plötzlich spürte ich einen Schlag auf meiner Wange. Er war so heftig, dass ich gegen die Bürowand flog. Hat er mich gerade wirklich ... geschlagen? „W-Warum?“, weinte ich. „Du nutzlose Platzverschwendung!“, lachte er. „Nicht einmal dein ‚Freund‘ wollte dich retten oder wollte, dass du wegläufst!“ Warum lachte er? Warum sollte ich weglaufen? Ich drückte mich noch fester gegen die Wand, als er auf mich zukam.

„Ich habe dir genug Zeit gegeben, deinen Wolf zu finden! Alle haben dich nur wegen deines besonderen Mals akzeptiert! Aber jetzt sehen wir, was es bedeutet: Es heißt nicht, dass du etwas Besonderes bist. Es markiert dich als wertlos!“ Er fing an, nach mir zu treten. „Ich, Alpha Nathaniel, versklave dich hiermit! Du wirst in den Kerker geworfen und so behandelt, wie es ein so wertloses Wesen verdient. WACHEN!“ Als die Wachen hereinkamen und nach mir griffen, beugte sich der Alpha zu mir hinunter und flüsterte:
„Wir werden unseren Spaß haben, dich zu brechen, Sklavin.“

Damit schleppten mich die Wachen weg. Ich versuchte mich zu wehren, aber meine kindliche Kraft war nichts gegen die eines männlichen Werwolfs. „Bitte ... Bitte, irgendjemand! H-Helft mir!“ Aber niemand kam mir zu Hilfe. Alle starrten mich nur voller Abscheu an. Dann traf mich ein Stein. Ich suchte nach der Person, die den Stein geworfen hatte, und sah Gabe in der Menge stehen. Er hielt bereits den nächsten Stein in der Hand. „W-Warum tust du das?“ Er antwortete nicht auf meine Frage, sondern warf nur den nächsten Stein. Doch der Alpha sah ihn an und sagte: „Gut gemacht!“ In diesem Moment fühlte es sich an, als würde mein Herz zerbrechen. Gabe ...

Die Wachen brachten mich in den Kerker, öffneten eine kleine Zelle und warfen mich hinein. Sofort fingen sie an, auf mich einzutreten, bis ich einen meiner Knochen knacken hörte. „Ich denke, wir können aufhören. Wir müssen sicherstellen, dass sie uns morgen noch dienen kann ...“, sagte einer der Wachen mit einem bösen Grinsen. Er schlug mir ins Gesicht, genau als der Rudelarzt vorbeikam. Ich versuchte um Hilfe zu flehen, aber der Arzt spritzte mir schnell etwas. „Sie hat zwar keinen Wolf, aber der Eisenhut und das Silber sollten sie schwach halten. Vielleicht kann ich ein paar Tests an ihr durchführen“, sagte er grinsend. Bald wurde meine Sicht verschwommen und dann wurde alles schwarz.


Wortanzahl: 1197 Wörter
(Ich versuche, in jedem Kapitel etwa 1000 bis 1500 Wörter zu schreiben)