Der besondere Junge des Mafia-Bosses [M/M]

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Zusammenfassung

Vincent Crime Family Band Eins- Emerson Bennett war wie jeder andere Junge in seinem Alter, nur hatte er ein Geheimnis, das man in einer normalen Kleinstadt nicht unbedingt hat. Er war transgender. Das führte leider dazu, dass er von Mobbern schikaniert wurde, die ihn über die Grundstücksgrenze drängten. Die eine Grenze, die er nicht hätte überschreiten dürfen. Maddox Vincent ist ein ganz normaler, aufrechter Achtundzwanzigjähriger, nur nicht ganz so normal, wie es sich die Stadt wünschen würde. Er war das Oberhaupt der Mafia-Familie Vincent. Als einziger Erbe des gesamten Imperiums geboren, musste sich Maddox nie Sorgen um Mobber oder Probleme machen, die man nicht zum Schweigen bringen konnte. Als Emerson und Maddox aufeinandertreffen, werden sich die Dinge ändern und Grenzen werden überschritten. Im Guten wie im Schlechten.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
40
Rating
4.9 24 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

00 - Prologue - Emerson Bennett's Point Of View.

Ich nahm die Kappe von meiner Spritze und atmete tief durch. Dann prüfte ich, ob die Kanüle richtig lag. Ich stach sie mir ins Bein und drückte langsam das in meinen Muskel, was wohl mein einziger Lebensgrund war. Man sollte meinen, dass ich mich nach fast drei Jahren an das Gefühl gewöhnt hätte. Doch das war bei mir immer noch nicht der Fall. Die Nachwirkungen waren es jedoch wert, die Angst und den kurzen Schmerz der Spritze in Kauf zu nehmen.

Nachdem ich die Nadel entfernt hatte, säuberte ich die Stelle und klebte ein kleines, rundes Pflaster darauf. Dieser Teil meines Lebens war zu einem Ritual für mich geworden.

Die Leute sagen immer, dass das Leben nach der Highschool besser wird. Aber das ist wohl die blödeste Lüge, die man Teenagern auftischen kann. Hier war ich nun, neunzehn Jahre alt, und schleppte immer noch dieselben Probleme mit mir herum wie zu Schulzeiten. Bis hin zu den gleichen verdammten Bullies.

Wenn ich mich für die Arbeit fertig machte, wusste ich, dass wieder der gleiche Scheiß auf mich wartete. Ich arbeitete meine Schicht von neun bis zwei im örtlichen Buchladen. Sie würden mich finden und meinen Heimweg zur absoluten Hölle machen.

„Mom, ich bin weg zur Arbeit.“

„Okay, mein Sohn, pass bitte auf dich auf, Em. Die Welt ist kein sicherer Ort für dich.“

„Ich hab dich lieb, wir sehen uns gegen drei.“

Mom hatte recht; die Welt war ein schrecklicher Ort für eine transidente Person. Es gab viele Leute, die meine Verwandlung einfach als den Weg zu der Person sahen, die ich eigentlich sein sollte. Und dann gab es die anderen, die darin einen abscheulichen und widerwärtigen Angriff auf ihren Gott sahen. Wie man so schön sagt: Ein fauler Apfel verdirbt den ganzen Korb. Das galt auch für meine persönlichen Peiniger. Tanner, Kyler und Jett waren früher mal meine Freunde gewesen. Sie waren super unterstützend, bis Beckham in der zehnten Klasse auftauchte. Beckham hasste mich, weil ich in seinen Augen ein abartiger und widerwärtiger Mensch war. Er nutzte jede Gelegenheit, um mich das spüren zu lassen.

Der Buchladen war leer, als ich reinkam. Ich nickte meiner Kollegin Emily zu und ging nach hinten, um meine Tasche und mein Zeug in meinem Spind zu verstauen. Als ich wieder nach vorne kam, war der Laden leer. Emily las etwas auf ihrem Handy.

„Hey Emerson, hast du heute Morgen die Nachrichten gelesen oder zumindest gesehen?“

„Nein, ist irgendwas Interessantes passiert?“

„Ja, irgendwie schon.“

Ich nahm ihr das Handy ab. Die Schlagzeile des Artikels überraschte mich nicht; so etwas war hier normal. Bei uns passierte ständig so ein Scheiß.

Fünfzehn Leichen auf dem Grund des Sees gefunden.

Das war ohne Zweifel Mafia-Sache. Man muss wissen, unser kleines Städtchen war das perfekte Versteck für eine Mafia-Familie. Wir wussten alle, wer sie waren und wo sie wohnten. Wir machten ihnen nie Probleme. Dieser Vorfall würde, genau wie die anderen, sicher als Unfall abgetan werden. Oder sie würden es jemandem anhängen, der wegen Trunkenheit am Steuer oder häuslicher Gewalt vorbestraft war. Die Polizei kümmerte sich nicht mal um sie. Entweder wurden sie von der Mafia bezahlt oder sie bekamen andere Vorteile. Schweigegeld – denn Schweigen füllte die Taschen der Bullen in Lake-Haven.

Der Laden war normalerweise nicht so ruhig, aber das war uns egal. Es war ein regnerischer Montag, und Emily und ich hatten absolut keine Lust auf richtige Arbeit. Wir haben den ganzen Tag eigentlich nur die neuen Bücher ins Regal gestellt und gequatscht. Ehrlich gesagt hatte ich noch nie so viel mit ihr geredet, da sie normalerweise sehr zurückhaltend war. Als es zwei Uhr schlug, waren Emily und ich richtig froh, nach Hause gehen zu können, um etwas weniger Langweiliges zu tun. Da sie den Laden abschließen würde, konnte ich als Erster gehen. Ich warf einen Blick auf meine Uhr und wusste, dass ich nur noch vier Minuten Zeit hatte, bevor der Grund, warum ich am liebsten verschwinden wollte, auftauchte. Beckham und seine Bande von Idioten kamen immer pünktlich um fünf nach zwei.

Das war mein neuer Alltag geworden, und ich hatte mich daran gewöhnt. Meistens schubsten sie mich nur herum. Aber als Beckham mich am Kragen meines Pullis packte und in Richtung Wald zerrte, fing ich an, mein Leben zu hinterfragen. Ich wusste beim besten Willen nicht, was ich getan hatte, um ihn so sehr gegen mich aufzubringen, also ließ ich es einfach geschehen.

„Also, du willst ein Junge sein, was?“

Ich musste nichts sagen. Er würde auch ohne eine Antwort von mir weitermachen.

„Dann kannst du deine Abreibung wie ein echter Mann wegstecken.“

Sie traten und schubsten mich. Jett trat mir in die Rippen, sodass mir die Luft wegblieb und ich vor Schmerz nach Luft schnappte. Beckham hielt mich von Kyler und Jett festhalten, während er mir ein paar Mal ins Gesicht schlug. Das war alles so neu für mich.

„Beckham, hör auf, das reicht! Bring ihn nicht um!“

„Tanner, halt verdammt noch mal dein Maul.“

Sie ließen voneinander ab und prügelten sich stattdessen gegenseitig. Das reichte mir, um die Flucht zu ergreifen. Meine Rippen schmerzten, während ich durch den Wald rannte. Ich sah die Verbotsschilder, aber das hielt mich nicht auf. Ich hatte zu viel Angst, um zu sterben, als dass ich wegen eines Stück Papiers hätte anhalten können. Wenn ich stehen geblieben wäre, hätten sie mich mit Sicherheit umgebracht.

Sobald ich sicher war, dass ich weit genug weg von den Idioten war, die mich umbringen wollten, kauerte ich mich an einen großen Baum. Ich versuchte einzuschätzen, wie schlimm ich verletzt war. Ich hatte meine Tasche nicht mehr, also konnte ich nicht mal Hilfe rufen. Als ich mein Shirt hochhob, sah ich, dass meine Rippen schon blau waren. Jeder Atemzug war ein Test dafür, wie sehr ich wirklich leben wollte. Alles tat weh, und ich war mir nicht mal sicher, ob ich wieder aufstehen könnte, nachdem ich mich einmal hingesetzt hatte. Ich schloss die Augen, nur um mich kurz auszuruhen.

Äste knackten um mich herum und weckten mich. Die Angst durchströmte mein Blut. Sie hatten mich gefunden und wollten mich erledigen. Doch statt Beckham und den Idioten, die mich fertigmachen wollten, blickte ich in das Gesicht von Maddox Vincent, dem aktuellen Don der Mafia in unserer Stadt.

„Du bist auf Privatgelände. Obwohl ich dir das sicher nicht sagen muss. Ich habe Hunderte von Schildern aufgestellt.“

Angst war das Einzige, was ich empfand, als er sprach. Ich würde jetzt sterben. Was war also das kleinere Übel? Ich kann nicht sagen, warum ich ihn darum gebeten habe, aber ich tat es.

„Bitte helfen Sie mir.“