Das Auge des Sturms

Alle Rechte vorbehalten ©

Zusammenfassung

Enemies to lovers Boss/Angestellte Bickering and Bantering Billionaire Romance Second Chance Romance Wenn es Pech nicht gäbe, hätte ich überhaupt kein Glück. Als ich ein Stellenangebot für ein Resort ein paar Stunden nördlich der Stadt sah, bei dem sogar eine kostenlose Unterkunft inbegriffen war, griff ich sofort zu. Doch leider ahnte ich nicht, dass der Besitzer des Resorts ein Mann war, dem ich eine riesige Summe Geld schuldete. Alles nur wegen eines Unfalls, von dem ich nach wie vor überzeugt bin, dass er ihn verursacht hat. Ian Lockwood ist anders als jeder Mann, den ich je getroffen habe. Er ist erschreckend gutaussehend – um genau zu sein, hinreißend – und seine grünen Augen sind so verdammt berauschend und intensiv, dass sie auf grausame Weise zu Fenstern meiner Seele geworden sind. Aber er hat einen derart miesen Charakter, dass er mich einfach nur abstößt. Ian einen Idioten zu nennen, ist noch untertrieben. Er ist ein absolutes Arschloch. Jedes Mal, wenn wir im selben Raum sind, tut und sagt er alles, um mein Blut zum Kochen zu bringen. Und er genießt jede einzelne Minute davon. Das Problem ist nur: Er ist mein Feind. Doch sobald ich in seiner Nähe bin, lässt dieser unwiderstehliche Duft, der von ihm ausgeht, meine Begierden hochkochen, und die Stelle zwischen meinen Schenkeln beginnt intensiv zu pulsieren. Und wenn meine Anziehungskraft zu diesem Arschloch noch weiter wächst, fürchte ich, dass er hinter meine Gefühle kommt und sie schamlos ausnutzt, um meine Schulden einzutreiben. Obwohl Ian mich wahnsinnig macht, merke ich, wie ich ihm immer mehr verfalle, je mehr wir uns streiten und b

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
40
Rating
4.8 35 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Prolog

Tawny


Anstatt mir Glück zu wünschen, wäre es mal schön, wenn mir alle Pech wünschen würden. Dann könnte ich,

falls das überhaupt möglich ist

, vielleicht

endlich

einen Tag erleben, an dem mal nichts schiefgeht.


In meinem Fall? Wahrscheinlich ist das unmöglich.


Ich bin die Königin des Pechs. Nach dem letzten eineinhalb Jahren wäre es an der Zeit, dass Mr. Pech und ich uns trennen.


Vor etwas über einem Jahr ist meine Mutter nach einem langen, harten Kampf gegen ihre Depression gestorben. Jeder Tag war ein Überlebenskampf für sie – die Augen zu öffnen und aus dem Bett zu kommen. Jeder Atemzug war eine Qual. Um genau zu sein: Es war ein brutaler Krieg. Täglich kämpfte sie gegen die Dämonen, damit sie ihr erlaubten, weiterzuatmen. Sie kämpfte und kämpfte, und wenn es blutig wurde, schlief sie erschöpft ein.


Statt den Kampf weiterzuführen und zu gewinnen, gab meine Mutter auf. Sie ließ die Depression siegen.


Depression

; der stille, verdammte Killer.


Und dann ist da noch mein Vater. Meine Freunde und ich wussten immer, dass er gerne einen durchzieht. Aber nachdem meine Mutter sich das Leben genommen hatte, ließ er sein eigenes Leben mit ihr sterben. Statt nur bei seinem komischen Gras zu bleiben, rutschte er viel tiefer ab und nahm alles an Drogen, was er in die Finger bekommen konnte.


Wegen ihres Todes und der Drogensucht meines Vaters brach ich das College ab. Ich wollte nach Hause, um ihn vor denselben Dämonen zu retten, die mir meine Mutter genommen hatten.


Seit ich zurück bin, passiert ein Wahnsinn nach dem anderen.


Zuerst hatte ich direkt nach der Beerdigung meiner Mutter einen Autounfall und habe den Sportwagen von irgendeinem Typen zu Schrott gefahren. Es war natürlich ein sündhaft teurer Lamborghini für Millionen.


Typisch ich, natürlich.


Da meine Versicherung gerade ausgelaufen war, hatte ich keinen Schutz, und das hat mich absolut gefickt.


Mein Führerschein wurde für sechs Monate eingezogen, und der Richter verdonnerte mich zu einer astronomischen Summe für Strafgelder, Entschädigungen und die Arztrechnungen des Typen.


Geld, das ich nicht habe.


Geld, das ich niemals haben werde.


Es ist eine Summe, die ich in meinem ganzen Leben nicht sehen werde.


Ich habe um einen Ratenzahlungsplan gebeten, hundert Dollar im Monat, bis alles abbezahlt ist. Stattdessen haben sie mich fast ausgelacht, mir den Mittelfinger gezeigt und gesagt, dass ich für den Rest meines Lebens am Arsch bin.


Nun, das stimmt sogar. Ich bin gefickt.


Es tut mir leid, dass ich sein Auto zu Schrott gefahren habe. Wirklich. Aber meiner Meinung nach war ich nicht schuld.


Er war es.


Dieser übertrieben sexy Arsch von einem Mann, bei dem jeder Frau die Höschen schmelzen, entschied sich im Lamborghini genau im selben Moment wie ich für einen Spurwechsel. Wir haben beide überreagiert, das Lenkrad verrissen und sind ineinandergekracht – das hat uns beide mehrfach durch die Luft wirbeln lassen.


Wir waren wie Ryan Newman und Joey Logano bei Nascar. Ich war Newman und dieser Wichser war Logano. Er hat mich geschnitten, mich zum Schleudern gebracht und uns beide hoch in die Luft geschleudert.


Er und seine Anwälte haben sich den Mund fusselig geredet, dass ich den Unfall verursacht hätte.


Da ich weder versichert war noch Geld hatte, gab der Richter dem unangenehmen Millionär recht.


Seitdem überweise ich hier mal zehn Dollar, da mal zwanzig. Zum Teufel, ich habe sogar mal tausend Dollar auf einmal gezahlt, nachdem ich vor ein paar Monaten im Casino einen kleinen Gewinn gemacht hatte. Wenn Ian Preston, oder wie auch immer der Typ heißt, sich über die kleinen Raten aufregt, kann er mich mal am Arsch lecken.


Er hat mehr Geld als jeder andere, den ich kenne, und ich wette, er hat von seiner eigenen Versicherung eine fette Auszahlung bekommen. Der Typ sollte verdammt froh sein, dass ich überhaupt etwas versuche zu zahlen.


Obendrein musste ich mich noch mit den Problemen meines Vaters rumschlagen.


Im letzten Jahr musste mein Vater wegen Verdachts auf Überdosis ins Krankenhaus gebracht werden;

ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft

. Weil ich ihn immer ins Krankenhaus rasen musste, habe ich Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung und Fahrens ohne Führerschein bekommen. Das hat die Sperrzeit für meinen Führerschein nur noch verlängert.


Nachdem ich eineinhalb Jahre keinen Führerschein hatte, habe ich ihn

endlich

zurückbekommen.

Nur

droht mir jetzt schon wieder der Entzug, weil ich den geldgierigen Millionär nicht ausbezahlen kann.


Und dann ist da noch mein Liebesleben. Das ist auch völlig den Bach runtergegangen.


Ein paar Monate, nachdem ich vom College nach Hause kam, beschloss mein Freund nach drei Jahren, dass ich zu viel Stress für ihn bin. Er meinte, ich hätte zu viel Ballast und es wäre besser, wenn wir getrennte Wege gehen.


Es war zum Kotzen und ich war am Boden zerstört. Aber je mehr ich an unsere Beziehung zurückdenke, desto mehr merke ich, dass wir uns sowieso auseinandergelebt haben. Er hat es gehasst, dass ich das College abgebrochen habe, um jemandem zu helfen, der gar keine Hilfe wollte. Er behauptete, wegen meiner Dummheit würde ich es im Leben zu nichts bringen.


Egal.


Ein Glück, dass ich ihn los bin, schätze ich.


Mein Vater mag ein drogenabhängiger Egoist sein, der meine Hilfe ablehnt. Aber er ist immer noch mein Vater, und ich würde ihn ungern auch noch verlieren.


Außerdem hatte ich Probleme, einen Job zu halten.


Jeder Job, den ich seit meiner Rückkehr hatte, hielt nur ein paar Wochen.


Warum?


Mein Vater.


Heute habe ich wieder einen Job verloren – wegen ihm. Und es war der beste Job, den ich je hatte. Er war gut bezahlt und hätte die Kosten für eine stationäre Behandlung meines Vaters in einer der besten Einrichtungen in Minnesota gedeckt: das Hazelton Betty Ford Addiction Treatment Center.


Weil ich

schon wieder

gefeuert wurde ... habe ich das Gefühl, dass ich nur noch wenige Tage davon entfernt bin, den Verstand zu verlieren.


Mein Vater zerstört buchstäblich mein Leben. Ich glaube fest daran, dass er mich absichtlich den Job gekostet hat, damit ich ihn nicht in diese Klinik stecken kann.


Vielleicht sollte ich mir eingestehen, dass er sterben will.


Ich denke, alle anderen haben recht. Ich muss endlich einsehen, dass ich niemandem helfen kann, der das nicht will. Und er will am wenigsten Hilfe von seiner eigenen Tochter.


Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und habe es geliebt. Jetzt hasse ich es und wünschte, ich hätte Geschwister, denen ich meinen Vater aufhalsen könnte. Das letzte Jahr, in dem ich mich um ihn gekümmert habe, hat mich ruiniert.


Es hat mich emotional und körperlich völlig ausgesaugt.


Meine Freunde bestehen darauf, dass ich ihn sein Ding machen lasse. Vielleicht,

vielleicht auch nur vielleicht

, bekommt er dann Ärger mit dem Gesetz, der ihn in eine Lage bringt, in der er endlich dort landet, wo er hingehört.


Ich will das tun. Glaub mir, das würde ich. Aber wenn ich ihn einfach machen lasse, bekomme ich wahrscheinlich den einen Anruf, vor dem ich solche Angst habe. Einer, der ungefähr so klingen würde:

Tawny? Es tut mir leid, Ihnen diese schlechte Nachricht überbringen zu müssen. Ihr Vater kam vorhin per Krankenwagen zu uns, aber trotz aller Bemühungen konnten wir ihn nicht retten. Es tut mir so leid ...


Ich höre diesen schrecklichen Anruf jetzt schon in meinem Kopf.


Seufz

...


Ich glaube, ich kann das mit ihm nicht mehr. Wenn ich weiterhin versuche, ihm zu helfen, und er es immer wieder ablehnt, lande ich selbst in der Klapse.


Ich brauche eine lange Pause.


Eine sehr lange Pause

.


„Tawny!“, rief mein Vater. Er klang, als wäre er total high.


Ich schloss die Augen und atmete tief durch. Ich kann mich heute Abend nicht um ihn kümmern.


Ich brauche einen Abend für mich.


Einen Abend, an dem ich mein Leben, meine Identität, meinen Namen, meinen Wohnort und meine Herkunft vergessen kann.


Diesen Abend habe ich mir verdient.


Ich gehe jetzt aus und werde mich richtig wegschießen.


Was soll schon das Schlimmste sein, das passieren kann?