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โฉ.๏ฝฅ*:๏ฝกโปโโโโโ โ๐๐ช๐๐ฎ๐ตโ โโโโโ.โข*:๏ฝกโฉ
โDad, bitte! Komm zurรผck! Nein!โ โAhhh!โ โHazel, ist alles okay?โ Ich รถffnete hastig die Augen. Mein Herz hรคmmerte so wild, dass es sich anfรผhlte, als wรผrde es gleich aus meiner Brust brechen. Ich badete fรถrmlich in meinem eigenen Schweiร. Mit zitternden Fingern deutete ich auf die Tabletten, die auf dem Regal lagen.
Mein Bruder reichte sie mir, und ich schluckte die Tablette mit einem Schluck Wasser aus dem Glas, das auf meiner Kommode stand. Nach ein paar Minuten entspannte sich mein Kรถrper etwas, und ich konnte wieder sprechen.
โSchwesterchen, das war das dritte Mal diese Woche. Bist du sicher, dass es dir gut geht?โ โJa, alles in Ordnung. Nur โ wie spรคt ist es?โ โ19 Uhr. So spรคt schon?โ Ich seufzte. โGeh einfach zurรผck und schau weiter deine Zeichentrickfilm.โ Ich stand noch immer unter dem Schock dieses schrecklichen Albtraums.
Diese Trรคume wurden einfach immer schlimmer โฆ Sie lieรen mich kaum noch zur Ruhe kommen, aber genau das war wohl der Sinn der Sache. Ich ging ins Badezimmer und starrte einen Moment lang in den Spiegel. Unter meinen haselnussbraunen Augen zeichneten sich dunkle Schatten ab, und mein hellbraunes Haar war vรถllig zerzaust. Ich beschloss zu duschen, denn so konnte ich nicht bleiben. Nach dem Duschen trocknete ich meine Haare und zog einen Hoodie sowie eine Jogginghose an. Normalerweise wรผrde ich mich gerne etwas zurechtmachen, aber es war ohnehin schon spรคt und mir war heute nicht danach โ also blieb es bei diesem Outfit.
Ich ging ins Wohnzimmer und hรถrte dieses schreckliche Gerรคusch der Werbung von der Academy World Company. โMach bitte einfach den blรถden Fernseher aus.โ โWarum? Du hast doch gesagt, ich darf meine Zeichentrickfilme schauen?โ โEr hatte ja recht. Ich hatte ihm erlaubt, Zeichentrickfilme zu schauen, aber woher hรคtte ich wissen sollen, dass dieser Werbespot es sogar ins Kinderprogramm geschafft hat?โ โUnd ich verstehe gar nicht, was du dagegen hast. Er ist doch super.โ โOh Mann, meinte er das ernst?โ Sie haben es sogar geschafft, der jungen Generation einzureden, dass sie sie lieben soll. โWenn ich groร bin, will ich auf diese Universitรคt gehen.โ โIch werde nicht so sein wie du.โ โDu bist faul.โ โIch bin was?โ, fragte ich gekrรคnkt. โFaul. Genau das bist duโ, sagte er mit einem Grinsen im Gesicht.
Ich war so genervt. So sind kleine Brรผder eben, weiรt du? Oder? โDiese Akademie ist fรผr Leute, die, na ja, talentiert sind. Ich weiร nicht, ob sie dich nehmen wรผrden โ den kleinen Bruder des faulen Mรคdchensโ, sagte ich und lachte. โDie halten sich fรผr etwas Besseres. Argh.โ
โNein, hรถr auf, ihre Halbwahrheiten zu verbreitenโ, mischte sich meine Mutter ein. โรhm, das tun sie aberโ, sagte ich provokant und verschrรคnkte die Arme vor der Brust.
โSchรคtzen, schenk deiner Schwester einfach keine Beachtung. Die Akademie ist groรartig. Junge Leute, die solche Akademien besuchen, werden sehr erfolgreich. Es wรคre toll, wenn diese ... wenn diese bestimmte Person in deinem Zimmer sich ein wenig anstrengen wรผrde, um an dieser Akademie angenommen zu werdenโ, sagte sie in scharfem Ton und sah mich dabei direkt an. Ich hob die Augenbrauen.
โMama, wenn die Akademie so toll ist, wo sind dann all die jungen Leute, die dort waren? Ich habe noch keinen einzigen dieser sogenannten Erfolgreichen gesehen. Du weiรt, dass das Thema fรผr mich heikel ist.โ โUnd du bohrst immer wieder in der Wunde. Was ist mit Papa und Ju...โ
Bevor ich meinen Satz beenden konnte, unterbrach mich meine Mutter und schrie: โHazel, dein sogenannter toller Vater ist abgehauen, als du noch klein warst. Also hรถr auf, der Akademie die Schuld zu geben! Und deine sogenannte beste Freundin hat die Kritik wahrscheinlich hinter sich gelassen, als sie erfolgreich wurde. Nur weil dir die Realitรคt nicht gefรคllt, hast du noch lange nicht das Recht, einfach allen anderen die Schuld zu geben.โ
Ich spรผrte, wie mir Trรคnen รผbers Gesicht liefen. Zum ersten Mal weinte ich vor Wut. โMama, weiรt du was?โ โGlaub einfach, was du willst.โ Ich ging durch die Tรผr und knallte sie ziemlich laut zu. Ich hรถrte zwar, wie etwas zu Bruch ging, aber ich machte mir nicht einmal die Mรผhe, mich umzudrehen. Ich fing an zu rennen โ einfach irgendwohin. Jeder andere Ort war besser als dieser hier.
Ich rannte durch die Gassen, sprang รผber graue Zรคune, balancierte geschickt รผber Balken und kletterte auf Dรคcher. Schlieรlich setzte ich mich auf ein Dach und wischte mir die Trรคnen mit den langen รrmeln meines Hoodies ab.
Von dort oben konnte man die ganze Stadt รผberblicken. รberall herrschte Hektik. Jemand versuchte, noch den Bus zu erwischen, ein anderer eilte zur Nachtschicht. Mein Blick schweifte รผber die Stadt. Kinder spielten Fangen, bis sie nach Hause gerufen wurden, weil es dunkel wurde. Ich lรคchelte. Es erinnerte mich an meine Kindheit. Sie war zwar nicht perfekt gewesen, aber trotzdem schรถn.
Mein Blick blieb wieder an der Akademie hรคngen. Jedes Mal, wenn ich an sie dachte, รผberkam mich ein seltsames Gefรผhl. Meine Mutter und ich hatten nie das beste Verhรคltnis zueinander gehabt. Ich war ihr gegenรผber nicht wirklich offen, und sie mir gegenรผber auch nicht. Ich seufzte.
Die Sonne ging gerade unter und tauchte den Himmel in wunderschรถne Rot- und Gelbtรถne. Ich spรผrte den Wind in meinen Haaren und auf meiner Haut. Es wurde etwas kรผhl. Ich genoss die Aussicht noch ein letztes Mal, bevor ich wieder nach unten kletterte.
โฉ.๏ฝฅ*:๏ฝกโปโโโโโ โโกโ โโโโโ.โข*:๏ฝกโฉ



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