Disturbed Love Ii Endlose Liebe by Poetic Mind at Inkitt
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Disturbed Love II - Endlose Liebe

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Summary

Nachdem das Schicksal Mark und Sally noch weiter voneinander entfernt hat, versucht sie zwar immer wieder auf die Beine zu kommen, schafft es allerdings nicht. Die Erinnerungen an ihn lassen sie nicht mehr los und ziemlich schnell gesteht sich die junge Frau ein, dass sie doch mehr für ihn empfindet, als sie die ganze Zeit zugeben wollte und sucht Zuflucht in Kreisen, die sie noch mehr abstürzen lassen. Wird sie ihre große Liebe dadurch nun ganz verlieren? Und dann taucht dieses fremde Mädchen auf... Somit wird alles noch komplizierter. Aber wer ist sie und was will sie von Mark?

Status
Complete
Chapters
42
Rating
4.7 3 reviews
Age Rating
18+

Prolog

Meine dumpfen Gefühle treiben mich vorwärts. Weiter geradeaus in finstre Gassen, die mich irgendwie an meinen verwirrten Geist erinnern. Ich lasse mich von der Schwärze weiter verschluckten und trotz dessen verspüre ich keine Angst. Womöglich liegt es an den kaum zu ertragenden Bildern, die sich weiter in meinen Schädel bohren. Vielleicht bin ich es aber auch schon viel zu sehr gewohnt allein zu sein. Es beruhigt mich. Zeigt, dass es irgendwo ein Teil meines Zuhauses ist. Wird der Schmerz denn jemals aufhören? Werde ich eines Tages doch nicht mehr so fühlen, wie in diesem Moment?

Ich bin durcheinander. Kann nicht sagen, wohin ich gehen werde. Es könnte sein, dass es mein Verderben ist. Eben, weil ich weiß, dass mich keiner retten wird. Vermutlich will ich es gar nicht. Mit jedem Schluck, lösche ich meine Qualen immer mehr aus. Stück für Stück lasse ich mich treiben. In einen Rausch, den ich nicht mehr wirklich entfliehen will, weil ich ganz genau weiß: Hier geht es mir gut.

Taumelnd steure ich regelrecht durch die Straßen von New York. Eine Stadt, wo auch noch um diese Uhrzeit, die Menschen sich weiterhin ins Getümmel stürzen, doch nicht mit mir. Ich verlasse breite Wege, lasse mich durch einen unsichtbaren Faden weiterhin durch fast schwarze Häuserecken treiben, auch wenn es nicht der richtige Ort für ein Mädchen in meinem Alter ist. In mir ist nur noch meine eigene Stimme die stetig sagt: Kehre um! Ich ignoriere sie. Nehme diese nicht für voll. Es interessiert mich einfach nicht mehr, was mit mir passiert. Es liegt aber wohl auch daran, dass der Alkohol mich in einen undurchsichtigen Nebel zieht. Nicht nur er macht sich in meinem Körper breit. Da ist noch etwas anderes.

Mein Blick gleitet verschwommen nach links. Dort wo die Menschen glücklich scheinen. Dorthin, wo sie mich von hier aus nicht mehr sehen können. Definitiv besser so. Auch jetzt denke ich an die Augen der Passanten; wie sie mich kurz zuvor durchlöcherten. Herablassend, als wäre ich eine Made, die die positiven Seiten der Stadt hässlich machen will. Ich würde sagen, dass es mich einen Scheiß kümmert, aber so ganz egal ist es mir wohl nicht und unwillkürlich denke ich daran, dass ich auch mal wie sie war.

Eine ganz normale junge Frau. Zwar etwas schüchtern, aber doch mit der Masse aus zufriedenen Leuten schwamm, bis... Ja, bis wann eigentlich? Bis sich mein Leben drastisch änderte. Ich würde ja sagen, dass es an diesen Jungen lag, aber nein. Ich allein war es, die sich für den sichtlich falschen Weg entschied und doch kann ich nicht mehr umkehren. Oder ist es dennoch möglich? Eigentlich liegt es an mir. Ich könnte sofort damit aufhören, könnte mein Leben wie bisher weiterführen. Jedoch ist da etwas in mir kaputt gegangen. Nur einer kann es reparieren, aber die Lage scheint aussichtslos, dass er es tut.

Meine Beine tragen mich schlenkernd weiter. Immer öfter trete ich aus und wanke unsicher auf meinen Füßen. Trotz dessen setzte ich erneut den Flaschenhals an meine spröden eingerissenen Lippen und lasse die brennende Flüssigkeit meinen Rachen herunterlaufen. Dieses Zeug schmeckt widerlich, aber es betäubt. Außerdem wird es von Schluck zu Schluck immer besser. Man gewöhnt sich einfach an alles. Auch an das.

Kurz wird mein Atem schwerer. Mein Magen verkrampft sich. Meine Finger suchen Halt an einer rauen Hauswand, an der schon der Stein abbröckelt. Mein Körper rebelliert, braucht endlich Ruhe, die ich ihm seit einer halben Ewigkeit nicht mehr gegeben habe und ich weiß ganz genau, dass auch dieser irgendwann den Geist aufgeben wird. Dennoch ist das mir reichlich egal, denn in dem Moment kümmert sich eh keiner darum, wo ich stecke.

Leise würge ich den Whisky wieder nach draußen, krümme mich etwas nach vorn und kralle die Nägel tiefer in den Putz. Es schmerzt. Tut weh. Meine Stirn lehne ich an den kalten Beton, wobei ich nur kurz tief Luft hole. Umgehend lege ich den Kopf in den Nacken und betrachte einen Augenblick die Sterne über mir. Sie verschwimmen. Scheinen zu verblassen. Auch sie verlassen mich und dunkle Wolken ziehen vorüber. Tropf. Tropf. Tropf. Geräuschlos landen die Flatschen in meinem Gesicht; lassen mich kurz erzittern. Dass mein Körper überhaupt noch etwas fühlt ist regelrecht ein Wunder. Allerdings beachte ich den aufkommenden Regen nicht weiter. Ich lecke mir über meine Lippen, taumle nach hinten und schreite einfach weiter in die Dunkelheit.

Stück für Stück verlasse ich immer mehr den Pfad meines Lebens. Versuche etwas zu erkennen, was mir sichtlich schwerfällt, da meine Sicht extrem unscharf und verschwommen ist. Zugleich presse ich kurz meine Lider zusammen, schwenke den Kopf leicht nach links und rechts, was mich natürlich noch mehr wanken lässt. Dennoch gehe ich mit wackeligen Knien weiter und weiter. So lange bis ich den Lichtkegel der beleuchtenden Straße hinter mir kaum noch erkennen kann.

Im Anschluss drehe ich mich leicht um und mir ist klar, dass ich mein Leben selbst in der Hand habe, doch es ist vorbei. Auf ganzer Linie habe ich versagt. Ich schaffe es nicht mehr. Nicht ohne ihn. Wahrscheinlich ist genau das der Grund, weshalb ich mich von der Dunkelheit verschlucken lasse. Und dann spüre ich ein Brennen auf meiner Haut, in meinem Gesicht, auf meinem Mund, als sich unverhofft eine Hand auf meine Lippen presst und ich unmittelbar mitgerissen werde.

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Heartwarming

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Shocking

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Good Writing

3

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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