Customize readability
Aa

Bad Temptation II - Breathe

All Rights Reserved ©

Summary

Damian McCain hat Jasmin fortgeschickt. Trotz alledem lässt sie das nicht zu. Stur versucht sie ihm weiterhin die Stirn zu bieten und hofft darauf sein kaltes Herz zu erweichen. Was aber, wenn es ein Fehler war zurückzukommen? Immerhin vergisst sie, dass sie in großer Gefahr schwebt und das viel mehr, als alle denken. Wird Damian sich für Jasmin entscheiden oder an seinen Fights zu Grunde gehen, nur um sich seinen inneren Schmerz aus dem Leib prügeln zu lassen? Ein positiver Schwangerschaftstest macht das ganze Chaos perfekt. Als sie dann auch noch entführt wird ist Damian der Verzweiflung nahe. Kann er sie rechtzeitig retten oder verliert er Jasmin und das Baby?

Status
Complete
Chapters
45
Rating
5.0 1 review
Age Rating
18+

Prolog

Schlagartig erstarre ich auf dem kalten feuchten Untergrund. Meine nackten Zehen graben sich tiefer in kleine Steinchen, Moos und Dreck. Nicht nur ich bin bewegungsunfähig. Aiden ebenso. Er taumelt unvermittelt; jedoch so sehr, dass er möglicherweise gar nicht mitbekommt, dass sich in der Dunkelheit, genau vor unserer Nase, etwa in zehn Metern Entfernung, jemand befindet. Was mich allerdings irritiert... Diese Person steht da, ohne sich zu bewegen. Im ersten Moment glaube ich mich zu täuschen. Womöglich spielt mir auch bloß meine Verwirrtheit einen Streich und dort ist gar keiner.

Tompson umschlingt mich noch immer mit seinem linken Arm. Ich hingegen kneife ihn leicht in die Seite, sodass er mir seine Aufmerksamkeit schenken muss, doch er scheint ganz wo anders zu sein. Auf jeden Fall nicht mehr richtig bei Bewusstsein. Seine Verletzung ist einfach zu schlimm. Er verliert zu viel Blut. »Da ist jemand?«, hauche ich leise, sodass nur er es hört. Am liebsten würde ich fluchen, möchte schreien und im Erdboden verschwinden. Vielleicht wäre es sogar besser sich selbst zu töten, um den Fängen von Simon zu entkommen. Wir dürfen uns nicht schnappen lassen. Er wird mir Schlimmes antun. Das weiß ich. Immerhin sind wir beide erst entkommen.

Nichtsdestotrotz blitzt etwas in meinem Augenwinkel auf. Es ist die Pistole, die noch immer im Jeansbund von Aiden steckt und die er von diesem toten Typen klaute, den er vor wenigen Minuten noch umbrachte. Da sie sich genau auf meiner Seite befindet, greife ich gezielt danach und hole sie schnellstmöglich heraus. Ich weiß zwar nicht, wie man dieses Ding benutzt, da mir das zuvor niemand zeigte, aber so schwer wird das doch nicht sein, oder? Natürlich wird ein lauter Knall noch mehr Aufmerksamkeit erregen. Definitiv kann die ganze Sache nach hinten losgehen, denn dann müsste ich Aiden tatsächlich zurücklassen. Er ist zu schwer und wir kommen nur schleppend voran.

Tränen steigen mir in die Augen, verschleiern die Gestalt vor mir mehr und mehr, die sich noch immer nicht bewegt. Was soll ich nun machen? Das Metall in meiner Hand wiegt schwer, zieht meinen Arm immer weiter nach unten, den ich probiere oben zu halten und irgendwie zu zielen. Ich weiß überhaupt nicht, ob ich treffen werde, kann nicht sagen, ob die Waffe überhaupt noch gesichert ist oder nicht und ob sich eine Kugel im Lauf befindet. Ich tippe auf Letzteres. Möglicherweise ist es auch so, denn Tompson hat sie sicher nicht grundlos mitgenommen.

Ich atme tief ein, als ich die Lider kurz zusammenpresse. Dann öffne ich sie extrem weit, sodass mir meine Tränen nicht mehr die Sicht versperren und ich wieder sehen kann. Dort steht definitiv einer. Ich erkenne es klar und deutlich. Nun tritt jedoch noch ein weiterer Schatten aus der Dunkelheit. Genau daneben. Meine Glieder beginnen noch mehr zu zittern. Nicht bloß vor Kälte, sondern auch durch die Angst, die mich um den Verstand bringt.

Ich kann Aiden nicht mehr halten, der auf der Stelle dumpf auf dem Waldboden aufschlägt. Panisch reiße ich die Lider weiter nach oben, habe keine Ahnung, was der beste Ausweg in dieser misslichen Lage ist. Soll ich mich lieber selbst umbringen? Kurz fällt mein Blick nach unten. Ich sehe kaum etwas, aber weiß, dass Aiden bewusstlos ist. Er hat keine Chance mehr auf die Beine zu kommen. Nur was ist jetzt das Richtige? Das Beste für mich? Ich darf nicht mehr daran denken, dass wir beide doch heil aus der Sache herauskommen. Alles ist vergeblich.

Zu diesem Zeitpunkt taucht schon wieder ein Schatten vor mir auf. Erneut einer neben dem anderen. Es sind Männer. Durch die Größe kaum zu verkennen. Verdammter Scheiß. Prompt fährt meine Hand weiter in die Höhe, obwohl ich noch immer auf die erste Person ziele. Keiner geht mir aus dem Weg, niemand sagt etwas, obwohl ich mir sicher bin, dass man meine helle Haut, trotz der Wunden und des Blutes, eindeutig erkennt. Wird mein Leben jetzt enden? Bin ich dazu verdammt so jung zu sterben und mein Kind, was ich im Leibe trage, niemals kennenzulernen? Die Hoffnung in mir zerbricht komplett. Aber ich weiß eines: Ich werde Simon nicht die Genugtuung geben mich zu quälen, nur um Damian damit zu verletzen. Lieber beende ich es.

Ich weiß genau, dass ich keine Chance gegen diese Typen vor mir habe. Vor allem nicht, als noch ein weiterer Schatten auftaucht. Ich bin nicht schnell, meine Kraft am Ende. Keinen Plan, was das Schießen betrifft. Als es dann auch noch hinter mir knarrt, ist mir bewusst, dass sich auch dort einer befindet. Dabei traue mich nicht, meinen Kopf zu drehen, aber derjenige, ist nur ein paar wenige Schritte von mir weg.

Es besteht nur noch ein Ausweg. Der Einzige. Ich denke nicht nach. Mein Arm macht sich selbstständig und etwas Kaltes berührt unvermittelt meine Schläfe. Es ist die Waffe, die ich in den Fingern halte. Die von Aiden. Oder um genauer zu sein von einem Typen, dessen Namen ich nicht einmal weiß und auch nie erfahren werde. Ich muss abdrücken, nicht nachdenken, sondern von dieser Welt verschwinden. Jetzt.

Ungeachtet dessen gibt es jedoch ein Hieb. Die Pistole fliegt fast geräuschlos in den Dreck. Jemand hat sie mir aus der Hand geschlagen. Zugleich schluchze ich auf, will wieder nach ihr greifen, aber ich komme gar nicht nach unten, weil ich schlagartig von hinten festgehalten werde. Und meine ganze Hoffnung von dieser beschissenen Welt zu kommen... verpufft.

Let Poetic Mind know what you thought about this chapter!
Love this

3

Love this

Funny

0

Funny

Spicy

0

Spicy

Suspenseful

2

Suspenseful

Emotional

1

Emotional

Profound

1

Profound

Heartwarming

0

Heartwarming

Shocking

1

Shocking

Good Writing

2

Good Writing

Compelling Plot

2

Compelling Plot

Great Character

1

Great Character

Strong Dialog

2

Strong Dialog

Further Recommendations

A Blessing in Disguise

Miriam0011: Hi there! I really enjoyed reading your story, it was both interesting and well written. Your style feels very natural and easy to connect with. Do you usually write in this genre, or do you explore others as well?

Read Now
The zatorian

Elisa_sims: I was hooked from the very beginning. It would be great to hear more about your inspiration

Read Now
The Orc's Pet

Raya Vale: This was a lovely story that I really enjoyed reading. The writing was good and made it easy to become drawn into the story. From the very beginning, I found myself wanting to know what would happen next, and it was one of those books that I just couldn’t put down once I started reading! A sweet, he...

Read Now
Bloodlines

Ku_Rolet: The novel was good, and I really enjoyed reading it. I love the leads and their bond, but I have one question that confused me. How could Tristan have been dreaming about his mate since he was a child if Omara was already mated to someone else before him? If Kyle had accepted Omara, would Tristan ne...

Read Now
Claimed By The Wrong Prince

Monique: Another amazing book. I have read every single book of yours and they all are amazing. Well done

Read Now
SECRET BILLIONAIRE

Nermein Elkurdi : I loved the story, but what I loved most was that Clara never forgave her family, because they simply did not deserve her forgiveness. In the end, she found with Adrian the warmth and love she had always deserved.

Read Now
Bear Shifter Secrets

Victoria: Your story was very engaging and easy to visualize. I liked how naturally the scenes flowed. How did you come up with the main character?

Read Now
Fated to My Ex- Best Friend

Victoria: I liked how you described everything so clearly. It made the story very immersive. Do you plan to continue this story further?

Read Now
The Argent Wolf (Coming to Galatea)

Victoria: Your characters feel very real and well thought out. I liked that a lot. Which character is your favorite to write?

Read Now