Prolog
Keuchend ducke ich mich hinter die Ecke des Gebäudes. Hinter mir höre ich Schritte von Schweren Stiefeln und versuche den Atem anzuhalten, versuche mein rasendes Herz zu beruhigen, aus Angst dass es mich verrät.
Dann sind die Schritte plötzlich verschwunden.
Habe ich es etwa geschafft?
Sind sie etwa verschwunden?
Ich sinke zu Boden, alles an meinem Körper schmerzt und ich fühle mich ausgelaugt, Hungrig und Müde, nachdem ich so viel gerannt bin.
Meine Fingerspitzen sind schwarz vor Asche und meine nackten Füße dreckig und blutig.
Vorsichtig begutachte ich den tiefen Schnitt an meinem Arm, ziehe scharf die Luft ein als ich den Stoff des Shirts zur Seite schieben will.
Es hat aufgehört zu bluten, immerhin. Trotzdem sollte ich schnellstmöglich etwas finden mit dem ich die Wunde verbinden kann, bevor sie sich entzündet.
Mein Kopf sinkt zurück gegen die Steinmauer.
Ich wage es noch nicht aufzustehen, wer weiss wie weit die Wächter schon sind, vielleicht warten sie auch nur darauf das ich aus meinem Versteck komme.
Und wer weiss ob ich die Kraft habe ihnen noch einmal zu entkommen.
Ich betrachte den grauen Himmel der zwischen den Häusern zu sehen ist, unmöglich zu bestimmen wie tief die Sonne steht, wann es dunkel wird und somit zu kalt um in spärlichen Klamotten auf der Straße zu sitzen.
Und meine Kräfte reichen nicht mehr aus um mich zu verteidigen falls ich erwischt werde.
Ich schließe nur für einen Moment die Augen, versuche die Schmerzen auszublenden, da werde ich plötzlich hochgerissen.
Erschrocken reisse ich die Augen auf und schaue in ein vernarbtes Gesicht, das vor Hass verzerrt ist.
Ich bekomme vor Angst kein Wort heraus, obwohl ich ihn anspucken sollte, ihm die Augen herauskratzen, ihm zwischen die Beine treten ... Mein Körper ist wie gelähmt.
Die Narben verziehen sich als der Mann anfängt zu grinsen, triumphierend.
"Da bist du ja, kleiner Teufel."









Spannender, vielversprechender Start. Sofort in der Szene. Gerne mehr.