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Nightshade - Der Staub der Jahrhunderte

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Summary

Drei Jahrhunderte Staub. Ein verdammt scharfes Skalpell. Und eine Hitze, die dich um den Verstand bringt. Tagsüber bin ich Aurelia, die unscheinbare Restauratorin im Keller des Museums. Diszipliniert, hochgeschlossen, unsichtbar. Niemand ahnt, dass die klamme Kleidung auf meiner Haut nicht nur von der kaputten Klimaanlage kommt – sondern von einem gierigen, einsamen Brand in meinem Unterleib, der mich seit Tagen nicht schlafen lässt. Wenn die Nacht hereinbricht, kenne ich keine Tabus. Dann brauche ich das Ventil. Jetzt. Sofort. Rau, schmutzig und absolut erbarmungslos gegen mich selbst. Doch die wahre Gefahr wartet auf dem Heimweg. Wer in den Elendsvierteln der unteren Sektoren überlebt, darf keine Schwäche zeigen. Als drei Straßengangster mich in einer dunklen Gasse in die Enge treiben, denken sie, ich wäre leichte Beute. Sie denken, ich würde betteln. Ein fataler Fehler. Mein Arbeitsmesser ist verdammt scharf, und das Gesetz der Straße ist in mein Fleisch eingebrannt. Wer mich anfasst, blutet. Ich dachte, ich hätte alles im Griff. Ich dachte, nach drei Riegeln an der Tür und einem gestellten Wecker auf sechs Uhr morgens würde ein ganz normaler Freitag auf mich warten. Ich hatte ja keine Ahnung, dass diese Nacht nur der winzige Vorbote für das feurige Chaos war, das mein Leben für immer in Schutt und Asche legen wird… Erlebe die offizielle, exklusive Vorgeschichte zur Bestseller-Reihe NIGHTSHADE!

Status
Complete
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

Das Handwerk und die Hitze

Aurelia

Der Staub von drei Jahrhunderten schmeckte nach trockenem Kalk, bitterem Verfall und der unbarmherzigen Kälte der Vergangenheit. Ich hielt den Atem an, fixierte den Lichtkegel der Halogenlampe und bewegte die Hand mit millimetergenauer Präzision. Zwischen meinen Fingern lag eine feine Skalpellklinge, deren geschliffene Stahlspitze das grelle Licht reflektierte. Ganz vorsichtig, fast ohne Druck, kratzte ich die rissige, tiefdunkle Firnisschicht von der antiken Holzintarsie vor mir auf dem Arbeitstisch.

Es war eine obsessive, beinahe meditative Arbeit. Das Objekt auf meinem Tisch war das Fragment einer jahrhundertealten Truhe, die aus den oberen Sektoren der Stadt zu uns nach unten geschickt worden war. Jede einzelne Faser des Holzes schien eine Geschichte zu atmen, doch mich interessierten nur die nackten Fakten des Materials. Ein einziger unbedachter Moment, ein winziges Abrutschen durch ein Zittern der Muskeln, und das unersetzliche, historische Pigment unter dem Firnis wäre für immer zerstört. Es gab keine zweite Chance in meinem Handwerk. Fehler bedeuteten Vernichtung.

Ich liebte diese Arbeit genau aus diesem Grund. Ich liebte die absolute, fast schon sakrale Ruhe hier drin. Wenn ich die Werkstatt betrat, sperrte ich das laute, unruhige Chaos der Sektoren aus. Hier gab es nur mich, das dumpfe Schweigen der Vergangenheit, den herben Geruch von chemischen Tinkturen, Lösungsmitteln und Pinseln. Doch heute Nacht war die Ruhe eine Qual. Die Hitze in den unteren Bezirken der Oberwelt war erdrückend, fast schon viszeral spürbar. Die alte Klimaanlage des Labors war vor drei Tagen komplett ausgefallen, und die Werkstattleitung dachte nicht im Traum daran, Geld für eine Reparatur bereitzustellen. Die stehende, stickige Luft war geschwängert von Staub und drückte wie eine tonnenschwere, feuchte Decke auf meine Lungen. Jeder Atemzug fühlte sich an wie ein Kampf gegen das Ersticken.

Nach einer gefühlten Ewigkeit legte ich das Skalpell endlich beiseite. Meine Finger zitterten leicht, die Gelenke waren steif von der stundenlangen, verkrampften Haltung. Ich streckte den Rücken durch, hörte das leise Knacken meiner Wirbel und blickte auf die schlichte Funkuhr an der kahlen Betonwand. Fast Mitternacht. Die ungeplante Spätschicht hatte mich vollkommen ausgelaugt. Mein Gehirn war matschig vom Starren durch die Lupenbrille.

Mit einer erschöpften Bewegung zog ich die klobige Schutzbrille ab und legte sie auf die saubere Arbeitsfläche. Ich löste den engen, einschneidenden Haargummi am Hinterkopf. Sofort spürte ich, wie meine langen Haare mir schwer und in nassen Strähnen in den Nacken fielen. Sie waren verschwunden im klebrigen Schweiß, genau wie der Rest meines Körpers. Meine schlichte schwarze Hose klebte unangenehm an meinen Oberschenkeln. Unter der hochgeschlossenen, dunklen Bluse lief mir der Schweiß in heißen, brennenden Bahnen zwischen den Brüsten herab. Der Stoff war an mehreren Stellen dunkel verfärbt und riechbar durchtränkt.

Ich brauchte Wasser. Sofort. Keine Abkühlung, sondern eine Erlösung von diesem klebrigen Film auf meiner Haut.

Ich knipste die grellen Halogenlampen aus, sodass das Labor augenblicklich in tiefe Schattierungen versank. Ich schritt durch den abgedunkelten, vertrauten Trakt der Werkstatt, vorbei an den Regalen mit vergilbten Akten und unkatalogisierten Fundstücken, und betrat die geflieste Personalumkleide. Das matte, sterile Licht der Notbeleuchtung spiegelte sich in den kühlen, verchromten Armaturen der Duschkabinen wider. Ich sperrte die schwere, metallische Zwischentür hinter mir zu, drehte den Riegel um und genoss das klackende Geräusch der Sicherheit. Hier drinnen war ich allein. Niemand würde mich stören.

Mit hastigen, fast schon ungeduldigen Bewegungen riss ich mir die klamme Kleidung vom Leib. Die Bluse war so nassgeschwitzt, dass sie sich nur schwer von meinen Schultern lösen ließ. Schließlich stand ich nackt auf den kühlen Fliesen und stieg in die enge Duschkabine. Als ich den Hebel mit Schwung herumwarf, schoss der Wasserstrahl heiß und unerbittlich auf mich herab. Ich lehnte den Kopf an die kühlen Wandfliesen, schloss die Augen und ließ den aufsteigenden Dampf meine Lungen füllen. Das Wasser spülte den Staub und den Schmutz des Labors von meiner Haut, aber es vertrieb nicht die Hitze, die sich tief in meinem Inneren aufgestaut hatte.

Es war nicht nur die physische Erschöpfung dieser mühsamen Woche. Es war etwas anderes. Eine tief sitzende, raue Frustration, die sich wie ein nervöses Tier in mir verhielt. Ein gieriges, einsames Ziehen tief in meinem Unterleib, das mich bereits seit Tagen nicht mehr schlafen ließ und jede Nacht meine Gedanken vergiftete. Mein ganzer Körper stand unter permanentem Dauerfeuer, angespannt wie eine geladene Waffe, die nach einem Ventil schrie, um nicht von innen heraus zu explodieren. Die Einsamkeit in den Slums war manchmal schlimmer als der Hunger, und heute Nacht forderte mein Körper sein Recht mit einer Brutalität, die ich nicht länger ignorieren konnte.

Ich strich mir das nasse, schwere Haar mit beiden Händen aus dem Gesicht, während das heiße Wasser über meine Brüste peitschte. Meine Nippel wurden durch den harten Druck der Tropfen schmerzhaft hart und stellten sich auf. Ich atmete tief durch den offenen Mund ein, während meine rechte Handfläche langsam an meinem nassen Bauch hinabglitt. Weiter runter, über den schmalen, flachen Hüftknochen, bis meine Finger schließlich zwischen meine gespreizten Schenkel rutschten.

Ein leiser, vollkommen unkontrollierter Seufzer entwich meiner Kehle, als ich mich das erste Mal berührte. Ich war verdammt feucht. Und das lag nicht an dem stetig herabrinnenden Duschwasser. Es war meine eigene, kochende Mitte, die regelrecht in ihren heißen Säften ertrank, pulsierend vor lauter angestauter, purer Geilheit. Die Schamlippen waren prall, empfindlich angeschwollen von der permanenten Reibung der engen Kleidung während der harten Arbeitsschicht im Labor. Jeder Millimeter meiner Haut schrie nach Erlösung.

Ich spreizte die Beine noch ein Stück weiter, stellte den linken Fuß auf den erhöhten Absatz der Duscharmatur und begann, meinen geschwollenen Kitzler brutal und rhythmisch mit dem Daumen zu reiten. Der stechende, viszerale Reiz schoss wie ein elektrischer Blitz direkt durch mein Nervensystem nach oben in mein Gehirn. Es war mir in diesem Moment absolut scheißegal, wie billig, erbärmlich oder einsam es war – ich brauchte diesen Druck weg. Jetzt. Sofort.

Ich stöhnte laut in den dampferfüllten, leeren Raum hinein, vergaß jeden rationalen Gedanken, der mich sonst bremste, und schob mir zwei Finger von oben tief in meine enge, kochende Mitte hinein. Das Gefühl der eigenen, harten Dehnung ließ meinen Verstand im Sekundenbruchteil komplett verpuffen. Ich fickte mich selbst, stieß die Finger rau und unbarmherzig immer wieder in meine nassen Muskeln, während meine linke Hand meine Brust packte, das Fleisch knetete und den Nippel quälte.

„Oh Gott…“, keuchte ich fassungslos gegen die nassen Fliesen, während der Kopf mir wild in den Nacken flog. Das Wasser lief mir ungehindert in den offenen Mund, doch ich spürte es kaum.

Die Hitze in meinem Schoß war mittlerweile wie flüssiges Magma. Ich beschleunigte den Rhythmus meiner Finger massiv, stieß tiefer nach vorne, trieb mich selbst ohne jede Gnade an die absolute, schmerzhafte Grenze. Die Kombination aus der brutalen, einsamen Dunkelheit, dem peitschenden heißen Wasser und meiner eigenen, ungezähmten Gier war ein totaler Overload für meine Sinne. Mein Inneres fing an, sich zusammenzuziehen, in heftigen, unkontrollierten Wellen um meine eigenen Finger zu krampfen.

Ich hielt den Atem an, mein Becken zuckte in kurzen, wilden Spasmen meinen Fingern entgegen, und dann brach der Orgasmus mit der unaufhaltsamen Wucht einer Lawine über mich herein. Ich schrie mir die Seele aus dem Leib, ließ den Schrei unzensiert aus mir heraus, während meine nassen Muskeln sich in rasenden, orgasmischen Wellen zusammenzogen und den heißen, klebrigen Saft aus mir herausmolken. Es zerriss mich förmlich.

Ich zitterte danach so heftig, dass meine Knie komplett nachgaben. Ich musste mich mit beiden Händen an der rutschigen Wand abstützen, um nicht vorn überzuschlagen und wegzurutschen. Mein Atem ging in kurzen, abgehakten Stößen durch die enge Brust, während das heiße Wasser die letzten Reste meiner Geilheit von meinen Oberschenkeln wusch und im Abfluss verschwinden ließ.

Ich stellte das Wasser mit einem harten Ruck ab. Die gewohnte Stille kehrte zurück, nur das monotone, hohle Tropfen auf den Abfluss war noch zu hören. Ich wickelte mich in ein raues, kratziges Handtuch, trat an den beschlagenen Spiegel und blickte im Spiegel in mein bleiches Gesicht. Ich wischte das Glas mit dem Handrücken frei. Meine Augen waren noch weit aufgerissen, die Pupillen geweitet, die Lippen gerötet und leicht geschwollen vom Keuchen.

Ich hatte nicht die geringste Ahnung, dass dieser einsame Brand in meinem Körper nur der winzige, unbedeutende Vorbote für das feurige Chaos war, das mich bereits morgen erwarten würde. Ich zog mir die klamme Kleidung wieder an, packte meine Tasche mit den Werkzeugen und verließ das Labor durch den Hinterausgang.

Die Nacht da draußen war kühl, doch der Weg nach Hause in die Elendsviertel war lang, dunkel und verdammt gefährlich. Und die Straße schlief nie

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