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Vielleicht du

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Summary

Der 15-jährige Ole verliert seine Mutter bei einem Brand in ihrer Wohnung und ist plötzlich auf sich allein gestellt. Schließlich wird er auf ein Internat geschickt, wo er seinen Mitbewohner Tobi kennenlernt. Ole lässt ihn schneller an sich heran als jeden anderen zuvor, doch seine Angst, nach dem Verlust erneut jemanden nah an sich heranzulassen, steht ihnen im Weg. Doch wird Ole den Mut finden, sich erneut zu öffnen? Triggerwarnung -Verlust Ängste -Tod eines Elternteils -emotionale Belastung

Genre
Lgbtq
Author
Marlo
Status
Ongoing
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
16+

Tut mir leid Mama

Ole pov

Habt ihr euch schon mal ernsthaft Gedanken trüber gemacht ob Taten von euch irgendwelche schwerwiegende Konsequenzen haben werden? Damit meine ich nicht wie Hausarrest oder eine Woche Handyverbot. Nein, ich meine damit das jemand deswegen sterben kann. Wenn ihr jetzt nein gesagt habt, dann stimme ich euch zu. Ich habe nie über die Konsequenzen nachgedacht, bis sie mich selbst betrafen.

Ihr Müsst wissen, ich habe es geliebt Sachen anzuzünden. Ich habe es geliebt dabei zuzuschauen, wie Sachen verbrennen und in Asche zerfallen.

Ich kann mich gut an den Tag erinnern. Ich saß wie jeden Abend an meinem Schreibtisch und schaute dabei zu wie das Blatt mit meinen Hausaufgaben drauf nach und nach verbrannte. Ich zündete Meine Hauaufgaben nicht an, weil ich sie nicht machen wollte. Ich machte sie auch wie ein verbildlichter Schüler, doch leider brannten diese Blätter besonders gut.

„Oli es ist Zeit schlafen zu gehen und habe ich dir nicht gesagt, du sollst aufhören deine Hausaufgaben in deinem Zimmer anzuzünden. Zur Strafe bekomm ich dein Handy." während sie mir wieder ein Monolog hielt, schüttete sie ein Glas Wasser über das brennende Papier. „aber Mama, ich habe doch gar kein Handy, das hast du mir schon vor drei Monaten abgenommen." „na dann, gibst du mir all deine Feuerzeuge her." „Mama das kannst du mir nicht antuen!" „wenn du es nicht anders lernen willst und jetzt gib schon her!" ich gab ihr das Feuerzeug und schaute sie beleidigt an. „alle" ich gab ich noch meine andern sieben Feuerzeuge. „und jetzt ab in Bett, morgen ist Schule." „ich hasse dich Mama." sie knallte die Tür hinter sich zu, als sie aus meinem Zimmer ging. Ich legte mich in mein Bett und dachte nur daran das wir morgen nicht miteinander sprechen werden.

Nicht das ich sie nie wieder sehen werde. Ich hasse mich inzwischen dafür das die letzten Worte an meine Mutter ich hasse dich waren. Dabei liebte ich sie sehr. Sie war die einzige Person, die mir was bedeutet hat. In der Schule hatte ich noch nie Freunde. Sie meinten immer das ih komisch bin und peinlich ist mit mir befreundet zu sein.

Ich hatte auch keine andere Familie als sie. Mein Vater war, als ich noch nicht mal auf der Welt war, abgehauen. Glaube ich zumindest. Mama hat mr ne viel üer in erzählen. Die Familie von Mama wollte nichts mehr mit ihr zu tun haben, nachdem sie als Teenager mit mir schwanger wurde. Für uns gab es eigentlich immer nur uns zwei. Und ich habe es zerstört, mit meiner beschauenden Vorliebe für Feuer.

Das Papier mit meinen Hausaufgaben drauf, ist weiter verbrannt, weil es nicht vollständig nass wurde. Irgendwie ist das Feuer dann auf was anderen übergeangen und ein Großbrand brach in unserer kleinen drei Zimmerwohnung aus.

Meine Mutter stab in dieser Nacht an eine Rauch Vergiftung. Ich hingegen überlebte, ganz Knab, mit seiner Rauchvergiftung und staken Verbrennungen. Da ich kein Geld für die Beerdigung meine Mutter hatte und sie ihrer Familie egal war, bekam ich ihre Asche in einer einfachen Plastikurnen. Ich find es gar nicht so schlimm, so sind ich und Mama immer zusammen.

Statt jetzt wie ein normales Kind, das gerade die einzige wichtige Person ihn seinem Leben verloren hat, in ein runtergekommenes Kinderheim zukommen, fuhr ich mir einem runtergekommenen Bus, in ein Dorf, von dem ich noch nie gehört habe. Der Bus war komplett leer, nur ich, der Busfahrer, die Asche meiner Mutter und mein Asthmaspray, an dem ich jede zwei Minuten zog, weil ich sonst ersticken würde.

Warum erstick ich eigentlich nicht in der Nacht, beim Schlafen nuckle ich ja auch nicht die ganze Zeit an dem Teil. Ach keine Ahnung, kann mir auch egal sein.

Ich entschied mich dazu, meinen eine Pause zu gönnen und lauschte dem Rauschen des Radios, das der Busfahrer am Laufen hatte. Ich hörte raus, dass es das Lied Highway to Hell von AC/DC war. Es passte irgendwie, denn ich hatte das stake Gefühl, das ich tatsächlich auf den Weg in die Hölle war.

Nach einer halben Stunde blieb der Bus stehen. „Endstation, alle aussteigen." ich stand auf und ging mit meinem Gebäck aus dem Bus. Hinter mir schloss sich die Bustür und er fuhr weg. Jetzt stand ich alleine in einem fremden Dorf und wusste nicht, wo ich hinmusste. „Mama weißt du wo ich hinmuss?" Ich bekam keine Antwort. Natürlich nicht, sie war ja auch Tod und bestand nur noch aus Asche. Ich konnte mich früher immer auf sie verlassen. Ich konnte sie zu jeder Zeit anrufen und sie um hilfe anbetteln und sie hatte auf jede von meinen Fragen eine Antwort. Sie stand immer auf meiner Seite, naja meistes nur, wenn die Schulen nicht mit meinem verhalten zufrieden waren oder sich fragten, warum ich immer drei Feuerzeuge bei mir trug.

Es war wieder so ein Moment an den mir bewusst wurde, dass ich ganz alleine war. Dabei gab es noch so viele frage, die ich sie fragen wollte, aber diese Fragen musste ich mir jetzt selbst beantworten.

Ich schaute mich um, es gab von hier aus, zwei Wege. Einmal aus dem ich kam und einer der ins Dorf führte. Ich lief ins Dorf rein. Wenn ich mich verlaufe, klopf ich einfach irgendwo und frag nach dem Weg.

Ich verlief mich schnell. Ich stellte mein Gebäck am Weg ab, es wird schon nicht geklaut. Ich klopfte beim ersten Haus an die Tür. Ein junges Mädchen öffnete, doch schloss die Tür sofort wieder. Was anderes hätte ich auch nicht erwartet, bei meinen aussehen.

Ich ginge zur nächsten Tür, dort passiert das gleiche. Ich mache immer weiter und hatte fast alle Häuser in dieser Stadt abgeklappert, bis mir eine alte Oma die Tür öffnete. „Tobi bist du es, komm doch rein." Tobi? „äh nein ich bin nicht Tobi." „oh Schuldige, wissen sie meine Augen sind nicht mehr die besten, aber kann ich dir irgendwie helfen?" „ja ich habe mich verlaufen und wollte sie fragen, ob sie mir sagen können, ob sie wissen, wie ich zum Holzberg Internat komme?" „dass Holzberg Internat, natürlich weiß ich wie es dorthin gehen, aber warten ein kurzer Augenblick, ich muss kurz was holen." Die Frau ist echt nett. Aber vielleicht ist sie es auch nur weil sie mein verstümmeltes Gesicht nicht sieht.

Sie kam zurück und hatte eine Metallbox in der Hand. „kannst du die Kekse Tobi bringen." „aber ich weiß doch gar nicht wo er wohnt." „er geht auch zum Internat." „Achso, dann kann ich sie ihm bringen." Toll jetzt werde ich hier noch zum Postboten. „danke, das sind nämlich seine Lieblings Kekse." Ich nickte. „also du musst nach rechts, bis zum Ende der Straße und dann wieder rechts auf ein Feld weg. Wenn du den entlang gehst, dann kommst du zum Internat." „Danke, für ihre Hilfe." „ach ist doch kein Problem, ich helfe gerne." „man sieht sich." Ich ging den Weg runter und drehte mich noch einmal zu ihr. Sie winkte und lächelte mich an. Ich ging zu meinem Gebäck und machte die Metallbox neben die Urne meiner Mutter. Ich nahm mein Gebäck und folge der Wegbeschreibung der Omi.

Ich lief locker 45 Minuten lang auf diesem Weg entlang, bis ich an einem Zaun vorbei ging. Wieso ist das Internat eingezäunt? Ich ging noch ein Stück weiter und kam zum Eingang des Internats, wobei ich jetzt auch das Gebäude vom Internat sah. Ich versuchte das Tor aufzumachen, doch es war zu. Ich suchte eine Klingel, an der ich klingeln konnte, aber fand nur eine Glocke, an die ich nicht hochkam. Was ein Scheiß.

Ich nahm mir ein Stein und warf damit die Glocke ab. Sie gab ein tiefen Ton von sich, was mich an eine Kirche erinnerte.

„Was wirfst du einfach meine Glocke ab, sag mal bist du bescheuert.", motze mich ein alter Mann an, der aus dem Gebäude ging. „Entschuldigung ich wollte sie nicht beschädigen. Hier ist nur keine Klingel und ich komm so nicht dran." Er schüttelte den Kopf. „Du bist der Neue nh, komm rein, ich bring dich zur Schulleitung." „oke." Man ist der gruselig.

//1339//

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Strong Dialog

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