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Malu

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Summary

Ganz erschöpft lag das Mädchen in meinen Armen. Noch immer lag sie an meiner Brust und hielt meinen linken Arm fest. "Aya", flüsterte sie kaum hörbar. Mit einem sanften Blick sah ich sie an. "Bitte.... Lass mich nicht.... alleine..." Ich musste sofort lächeln als ich ihre Worte hörte. Niemals konnte ich sie jetzt alleine lassen. ... Malu hat das getan was niemand für möglich hielt: Sie hat alles hinter sich gelassen um nochmal von vorne anzufangen. Schnell findet sie in Ida und Freya gute Freundinnen. Und auch Eden ist bald nicht mehr aus ihrem neuen Leben weg zu denken. Alles schien perfekt. Wäre da nicht dieser seltsame Junge aus dem sie einfach nicht schlau wird. Nicht nur, dass er ihr irgendwoher bekannt vorkam. Aus irgendeinem Grund kreuzen sich andauernd ihre Wege und das obwohl sie sich doch eigentlich von ihm fernhalten wollte... ... Dieses Buch ist aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben um die Geschichte besser erzählen zu können. ... Triggerwarnung: dieses Buch behandelt einige triggernde Themen, wie Gewalt Drogen usw, wer damit nicht zurecht kommt, dem rate ich ab meine Geschichte zu lesen

Genre
Drama/Romance
Author
Ting
Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Wehmut

Malu


Heute war der große Tag. Ich war um einiges aufgeregter als ich es eigentlich zugeben wollte.

Denn heute werde ich in eine neue Stadt ziehen. Einen Neuanfang wagen. Und vor allem: all die schlechten Dinge endlich hinter mir lassen.

Wie lange musste ich auf diesen einen Tag warten? Wie lange sehnte ich herbei, dass es endlich los geht? Seit ich vor 2 Wochen in dieses Zimmer der Notunterkunft außerhalb der Stadt gebracht wurde, hatte ich so oft daran gedacht. Nun war es endlich soweit.

Ich seufzte wehmütig. Ein Umzug in eine andere Stadt würde immerhin einen kompletten Neuanfang für mich mit sich ziehen. Also neue Umgebung, neue Schule und hoffentlich auch irgendwann neue Freunde. Aber angesichts meiner aktuellen Situation war dies das beste, was mir hätte passieren können. Zumindest bekam ich das jeden Tag mehrmals zu hören. Doch ich wolte es eigentlich gar nicht hören. Ich meine welches 15-jähriges Mädchen wollte schon hören, dass es zu alen Feunden keien Kontakt mehr aufnehmen durfte?


Mein Leben war noch nie einfach gewesen. Vor allem die letzten 3 Jahre waren der blanke Horror für mich gewesen. Und das war noch harmlos ausgedrückt. Nun sollte ich mich doch eigentlich darüber freuen, dass ich endlich den Mut dazu aufbringen konnte. Diesen Schritt zu gehen war für mich und meine Zukunft wichtiger als alles andere was ich jemals getan habe.

Mein ganzes Leben lang wollte ich es immer allen recht machen. Noch niemals zuvor fällte ich Entscheidungen um meiner selbst Willen. Doch vor 2 Wchen habe ich es endlich getan. Ein wenig stolz war ich schon auf mich. Zufrieden lächelte ich.

Meine wenigen Sachen wurden von mir schon vor einigen Tagen fertig gepackt. Genau genommen seit ich den Plan, ein neues Leben zu beginnen in die Tat umsetzte. Also doch vlt etwas länger als ein paar Tage. Aber das war auch nicht wichtig. In Windeseile musste ich in meinem alten Zuhause die allerwichtigsten Sachen zusammen packen. Kurze Zeit später wurde ich auch schon abgeholt und hierher gebracht.

Seit ich hier war durfte ich das Zimmer nicht mehr ohne Erlaubnis verlassen. Zum Glück gab es hier auf dem Zimmer ein zugehöriges Bad. Ums Essen musste ich mir glücklicherweise keine Sorgen machen. Mehrmals täglich bekam ich Essen ich aufs Zimmer gebracht.

Und dann hieß es warten. Warten warten und noch mehr warten. Mit jeden Tag wurde ich ungeduldiger. Mit jeden Tag nervöser.

Gestern Abend bekam ich endlich die erlösende Nachricht. Ich werde heute meinen lang ersehnten neu Anfang bekommen. Endlich!

Doch nun wusste ich nicht mehr ob ich mich freuen oder Angst haben sollte.

In einer Stunde wollte Miss Pickert mich abholen. Dann ging die Reise los. Wohin? Tja, das wusste ich selbst nicht so genau. Alle taten so geheimnisvoll wie nur möglich. Schließlich gab es so einen Fall wie mich auch nicht alle Tage. Ich seufzte genervt bei dem Gedanken daran.

Wie es wohl dort sein wird? Ob die Menschen dort mir freundlich gesinnt sind? Schließlich wollte ich nicht schon wieder in der nächsten scheise landen...

Gedankenverloren sah ich aus dem Fenster. Es war ein regnerischer Tag im April. Das perfekte Wetter für eine Reise. Zumindest meiner Meinung nach.

Klar war hier auch nicht alles schlecht. Ich hatte ein paar wenige gute freunde. Es gab hier wundervollen Orte die mich jedes Mal aufs neue in Staunen versetzten. Und ich hatte einen Bruder, der mich liebte, wie man seine Schwester nur lieben konnte.

Wie meine Oma als sie noch am Leben war, immer zu sagen pflegte: "Wo Schatten ist, da ist auch die Sonne nicht weit entfernt."

Doch so sehr ich es auch drehte und wendete: nach alldem was passiert ist, es führte leider kein Weg daran vorbei. Auch wenn ich vieles vermissen werde. Und manches noch viel schmerzlicher wie erwartet.

Sofort musste ich an Zeke denken. Zeke war mein über alles geliebter Bruder. Einer der wenigen Lichtblicke in meinem Leben. Und vermutlich der einzige Mensch, wegen dem ih meine Entscheidung ein wenig bereute.

Ob er meine Entscheidung verstehen würde? Wir waren immer ein Herz und eine Seele. Ein unzertrennliches Pack. Niemand konnte sich zwischen uns stellen. Wir hatten keine Geheimnisse voreinander. Naja sagen wir mal besser kaum Geheimnisse. Auch wenn ich meinem Bruder mehr vertraute, als jedem anderen in meinem Leben, so brachte ich es nie über mich, ihm von den schrecklichen Ereignissen zu erzählen. Nicht, weil ich ihm nicht vertraute. Sondern vielmehr aus dem Grund, dass ich meinen Bruder sehr liebte und ich ihn nicht mit meinen Angelegenheiten zusätzlich belasten wollte. Schließlich hatte er es auch so nicht einfach in seinem jungen Leben.

Es fiel mir nicht leicht, doch ich konnte ihm einfach nichts von meinen Plänen erzählen. Ich wollte Zeke nicht in Dinge hineinziehen, mit denen er nichts zu tun hat. Hätte ich ihm all die Sachen erzählt, so hätte ich meinen geliebten Bruder in viel größerer Gefahr gebracht, als er es sich jemals hätte vorstellen können.

Bei dem Gedanken daran wurde mein Herz ganz schwer. Ich durfte ihm weder sagen, dass ich fortging, noch wann ich diese tun würde. Ich fühlte mich deshalb sehr mies. Zeke hätte mir alles erzählt. Ganz bestimmt war er sehr enttäuscht von mir. Traurig ließ ich meinen Kopf hängen.

Seit ich gegangen bin, hat niemand mehr was von mir gehört. Mein Handy hatte ich zerstört und entsorgt. "Es ist für alle das Beste, wenn du komplett von der Bildfläche verschwindest", hieß es nur. Ich fragte nicht weiter nach und folgte in stiller Trauer den Anweisungen. Zu gern hätte ich mich zumindest von Zeke verabschiedet. Allerdings verstand ich durchaus warum es einfach nicht möglich war.

Alles hinter mir lassen war so einfach dahergesagt. Alles hinter mir lassen klang so einfach. War es aber nicht... Es war nicht so, dass ich es nicht versuchte, doch jedes Mal zeriss es mich bei dem Gedanken an meinen Bruder, der bestimmt sehr enttäuscht von mir war ... Ich fühlte mich so, als hätte ich ihn belogen. Zwar hatte ich ihn nie belogen. Doch ich hatte viel zu viel ihm nie erzählt. Das hatte wiederum zur Folge, dass ich ihn ohne ein Wort verlassen musste. Denn jetzt war es zu spät, meinem Bruder die schreckliche Wahrheit zu offenbaren.

Eine Träne nach der anderen rann meine Wange hinab. Es war als führten die Tränen ein Wettrennen, welche zuerst an meinem Kinn hinab tropfte.

Das Thema Zeke riss eine viel größere Wunde in mein Herz, als ich gedacht hatte. Zwar war mir klar dass es nicht einfach sein wird. Doch in der Realität war es viel schlimmer als in meiner Vorstellung. Wie hätte es denn auch anders sein sollen? Er war immer für mich da und doch wusste er so vieles nicht, weil ich es nicht über mein Herz brachte zeke zu belasten...

"Es tut mir so unendlich leid zeke", flüsterte ich kaum hörbar, während sich noch viel mehr Tränen den Weg über meine Wangen bahnten.

Ich konnte nichts anderes tun, als zu hoffen, dass sich eines Tages wie durch ein Wunder unsere Wege wieder kreuzen wurden. Und zeke mir die Möglichkeit geben wird, ihm alles zu erklären und ihn um Verzeihung zu bitten. Vielleicht, so hoffte ich es zumindest, war Zeke in der Lage dazu, mir meine Fehler und Geheimnisse zu verzeihen. Vielleicht konnten ich und Zeke dann noch einmal von vorne beginnen. Vielleicht... Eines Tages...

Es klopfte dreimal an der Türe. Ich wusste sofort, was dies bedeuten würde.

Schweren Herzens schnappte ich mir mein Gepäck und stand auf. Mit einem ketzten seufzen ließ ich meinen Blick noch ein allerletztes mal durch das Zimmer, in dem ich die letzten 2 Wochen verbrachte gleiten.

Das Zimmer war sehr spärlich eingerichtet. Ein Bett, ein Schrank und ein Tisch mit stuhl. Mehr gab es hier nicht. Schließlich war dies von Anfang an nur zur Überbrückung gedacht.

Anschließend öffnete ich vorsichtig die Zimmertüre.

"Ich glaube ich bin soweit", flüsterte ich kaum hörbar

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