Die Welt im Jahr 2184
Der Krieg war nie wirklich zu Ende gegangen. Er hatte nur seine Form verändert.
Als der Dreimächtbund den zweiten Kontinentalkrieg gewannen, zerfiel die Welt in drei Imperien.
Das Hochimperium Valdras kontrollierte Aurelia und große Teile der aurelunarischen Landmasse. Das Kaiserreich Shinkoku herrschte über Lunaria und die Westmeer-Zone. Das Impero Solaria beanspruchte Süd-Aurelia, Alkebulan und strategische Küstenzonen.
Was einst ein Bündnis war, zerfiel in Paranoia und Machtgier. Heute kämpfen die drei Reiche in einem kalten Krieg gegeneinander.
Die Frontlinien verlaufen quer durch Ost-Aurelia, über das Mare Nostrum, durch ehemalige Vereinigte Weststaaten-Kerngebiete. Allianzen brechen, Versorgungslinien werden sabotiert,
Technologie wird gestohlen.
In der Anfangszeit waren Ehen zwischen Angehörigen der Reiche legitimiert – aus rein pragmatischen Gründen. Man wollte Kinder für den Krieg: genetisch vielfältig, loyal, steuerbar.
Doch als der Bruderkrieg begann, wurden diese Verbindungen zum Feindbild. Kinder aus solchen Ehen – sogenannte Mischlinge – gelten heute im Hochimperium Valdras als genetisch
„unrein". Sie sind eine Schande für die Reinheitsdoktrin. Ein Fehler, den es zu bereinigen gilt.
Und irgendwo, inmitten dieser Ordnung, lebte ein Junge, der von Geburt an zum Feind erklärt wurde.








