Customize readability
Aa

Stadt der Schatten - Dawn

All Rights Reserved ©

Summary

Endlich sind Kate und Alec zusammen. Doch Valera hat sich verändert. Die Vampire haben die alleine Macht und Menschen werden unterdrückt. Cassian rückt immer weiter an die Regierung heran und zieht die Fäden der Macht. In all dem Chaos bleibt nur eine Frage: Kann das Gute siegen oder wird Valera für immer im Schatten bleiben? Der Finale Teil der Stadt der Schatten Reihe.

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
18+

Spiel der Macht

Als Kind dachte ich immer, ich müsste nur erwachsen werden, damit alles leichter wurde. Dass das Leben als Erwachsene mich befreite.

Ich dachte, ich könnte tun und lassen, was ich will. Mich frei bewegen. Einfach ich sein.

Aber als Kind war ich naiv.

Denn Erwachsensein brachte keine Freiheit – es brachte Regeln. Ketten. Schatten, die man nicht mehr ignorieren konnte.

Und vor allem brachte es Macht.

Macht, die andere über dich ausübten. Macht, die dich lenkte, ob du wolltest oder nicht.

Heute wusste ich, dass Erwachsensein nicht bedeutete, frei zu sein.

Es bedeutete, Teil eines Spiels zu werden, in dem Macht wichtiger war als Wahrheit.

Und in diesem Spiel gab es keinen Platz für Naivität. Keinen Platz für Fehler.

Warst du gegen das System, dann warst du das Problem. Egal wie unfair das System auch war.

Als Kind war mir das nicht aufgefallen. Als Kind hatte ich nicht gemerkt, wie fragil und unfair das System manchmal war.

Nicht einmal dann, wenn es mich selbst betraf.

Doch heute konnte ich die Augen nicht mehr davon verschließen. Es nicht mehr ignorieren. Denn es betraf nicht nur mich.

Es betraf jeden Menschen in Valera.

Valera – eine Stadt, in der Mensch und Vampir friedlich zusammenleben und arbeiten sollten.

Valera – Eine Stadt, die Gleichheit versprach.

Valera – eine Stadt, die nun den Vampiren gehörte.

Seit fast drei Wochen hatte sich das Leben in Valera Stück für Stück verändert.

Wo man früher lachende Gesichter gesehen hatte, sah man jetzt Angst, Sorge, Missbilligung – und Wut. Ganz viel Wut, die allerdings nicht ausgesprochen wurde.

Menschen und Vampire – sie alle nahmen die Veränderungen hin. Manche aus Angst, manche aus Resignation, manche vielleicht auch, weil sie glaubten, dass es wirklich zu ihrem Schutz geschah.

Doch jeder Schritt, jedes neue Gesetz, jede kleine Veränderung in den Straßen machte klar: Die Gleichheit, von der alle immer gesprochen hatten, war eine Illusion gewesen.

Der Verkehr stockte und Alec trommelte ungeduldig mit den Fingern auf das Lenkrad.

Ein dumpfer Rhythmus, gleichmäßig, aber verräterisch – das Zeichen, dass er innerlich längst am Ziel war, während die Kolonne aus Autos sich kaum vorwärts bewegte.

Ich lehnte mich entspannt gegen die Lehne, beobachtete ihn aus den Augenwinkeln und musste lächeln.

»Wenn du nicht so darauf bestehen würdest, bei mir zu schlafen«, begann ich gespielt vorwurfsvoll, »dann müsstest du morgens nicht im Stau stehen und wärst pünktlich bei diesen Frühbesprechungen.«

Alec warf mir einen kurzen Blick zu, einer dieser funkelnden Blicke, die zwischen Amüsement und Trotz lagen, und schnaubte leise.

»Solange du dich weigerst, ebenfalls in die S.O.G-Unterkünfte zu ziehen, bleibe ich bei dir. Zumindest bis es wieder sicher ist.« Dann zog er eine Augenbraue hoch und sein Mundwinkel zuckte. »Und mal ehrlich, Kate. Als ob du wollen würdest, dass ich ausziehe.«

Ich lachte, obwohl mein Herz bei seinen Worten einen kleinen Sprung machte.

»Ach? Denkst du ja?«

»Nein«, murmelte er mit diesem Lächeln, das mich mehr traf, als es sollte. »Ich weiß es sogar. Und außerdem… ohne mich müsstest du trotzdem in diesem Drecksstau stehen.«

Ich lachte leise. »Ich würde einfach laufen. Oder die drei Stationen mit der Schattenbahn fahren.«

»Und genau deswegen bleibe ich bei dir«, kommentierte Alec trocken.

Ich verdrehte die Augen, doch mein Grinsen verriet, dass ich mich nicht wirklich beschwerte. Denn natürlich wollte ich, dass Alec bei mir blieb.

Draußen hupte jemand genervt, die Autos ruckten ein Stück vor, aber für mich existierte nur der Mann neben mir – ungeduldig, trotzig, und trotzdem genau dort, wo er hingehörte.

Mein Blick wanderte aus dem Fenster. Zwei Fahrzeuge vor uns hielt ein Polizeiwagen, das Emblem des AIO prangte deutlich auf der Seite.

Früher hätte ich erwartet, dass ein Mensch und ein Vampir gemeinsam aussteigen, so wie es Vorschrift war.

Doch heute stiegen zwei Vampire aus. Voll ausgerüstet, streng, die Bewegungen kontrolliert wie einstudiert.

Sie hielten eine kleine Gruppe Menschen an, die zu Fuß unterwegs ware, forderten Papiere, scannten sie mit einem Handgerät.

Niemand widersprach. Niemand stellte eine Frage. Die Menschen senkten nur den Blick und ließen es über sich ergehen.

Ein Knoten zog sich in meinem Magen zusammen. Noch vor drei Wochen hätte so eine Szene für Aufruhr gesorgt. Jetzt schien sie schon fast alltäglich.

Neben mir spannte sich Alecs Kiefer an. Seine Finger hörten auf, den Rhythmus auf das Lenkrad zu trommeln. Er sagte nichts, aber das Schweigen war lauter als jedes Wort.

Mein Blick streifte das Sinners – vor drei Wochen noch einer der beliebtesten Nachtclubs in Valera Town. Und auch wenn das Schild am Eingang zu weit weg war, wusste ich, was drauf stand.

»Vorübergehend geschlossen.«

Auch die Bars waren entweder geschlossen oder hatten Hinweisschilder aufgehängt:

»Zum Schutz: Nach Null Uhr keine Menschen mehr!«

Bars, die von Menschen geführt wurden, hatten anfangs noch trotzig ein »Vampire verboten«-Schild ausgehängt.

Jetzt waren sie dunkel, die Fenster vernagelt, die Türen verriegelt.

Manche Läden wirkten, als hätte man sie überstürzt verlassen – Stühle noch auf den Tischen, Lichterketten an den Wänden, als hätte die Zeit einfach aufgehört zu laufen.

Ich presste die Lippen aufeinander, spürte das Ziehen in meiner Brust.

Valera sollte lebendig sein, laut, voller Stimmen und Lachen – und stattdessen lag ein Schleier der Stille über allem, der lauter war als jeder Tumult.

Alec griff nach meiner Hand und verschränkte seine Finger mit meinen. Wie immer wusste er genau, was mir durch den Kopf ging.

Wie schrecklich ich es fand, das lebendige Town so tot und verlassen zu sehen.

Vor drei Wochen hatten wir an derselben Kreuzung warten müssen, als wir spät in der Nacht nachhause fuhren.

Das Lachen von Gruppen, das Dröhnen der Musik aus den Bars, das Quietschen von High Heels auf dem Asphalt, hatte uns begleitet.

Heute: nichts. Nur ein einsamer Müllsack, der vom Wind über die Straße geweht wurde, und ein paar Plakate an den Mauern, die von »Sicherheit« sprachen, während sie wie Drohungen wirkten.

Wir verließen Town und der Verkehr wurde flüssiger. Und nach nur wenigen Minuten kamen wir beim AIO an.

Alec seufzte genervt. »Es ist Hank… Gott ich hasse den Typen«, knurrte er und bog auf die Einfahrt ein.

Die neue Sicherheitsschranke versperrte uns den Weg und aus dem Wachhaus, das jetzt seit knapp zwei Wochen hier stand, trat ein schmächtiger, kleiner Mann.

Er war ein Mensch, wirkte immer nervös und so, als wäre er lieber ganz woanders.

»Du hasst alle Parkplatzwächter«, sagte ich leise und war bereits dabei, meinen Ausweis aus meiner Tasche zu kramen.

»Weil die mir im Weg stehen. Ich will wieder einfach auf diesen Drecksparkplatz fahren, ohne einem nervösen Nervenbündel meinen Ausweis zu zeigen«, gab Alec zurück und ließ das Fenster runter.

Ein Schatten im Wachhause erregte kurz meine Aufmerksamkeit. Natürlich war Hank nicht allein. Natürlich musste Ty dabei sein. Zum Schutz – natürlich.

»Gu-Guten Morgen. Die Ausweise«, sagte Hank und schluckte.

»Guten Morgen, Hank«, sagte ich freundlich und hielt ihm meinen Ausweis hin. Er nickte, kontrollierte kurz etwas auf seinem Blatt.

»Sie kommen normalerweise erst gegen Acht«, sagte er und Alec schnaubte.

»Ja von Dienstag bis Freitag. Montag ist halb acht die Frühbesprechung der S.O.G, zu der wir dank dir Volltrottel zu spät kommen!«

Hank blinzelte verwirrt, rang sichtlich nach einer Antwort und drückte sich ein nervöses »I-Ich… das sind die Vorschriften« hervor.

Bevor er noch etwas sagen konnte, trat Ty aus dem Schatten des Wachhäuschens.

»Der Ausweis«, sagte er ruhig, an Alec gewandt.

Keine Regung, keine Spur von Nervosität – nur dieser kontrollierte Blick, der sofort eine andere Schwere in die Luft legte.

Neben mir spannte sich Alecs Kiefer an.

Ty konnte er noch weniger leiden. Denn Ty war die Sorte Vampir, die von der derzeitigen Lage am meisten profitierten.

Kein Kämpfer, kein Agent – er war direkt von der Regierung geschickt worden. Ein Beamter in Uniform, der jetzt Macht ausübte, weil er es konnte. Und Alec hasste genau diese Sorte.

»Bekomme ich jetzt den Ausweis«, brummte Ty ungeduldig und streckte seine Hand aus.

Alec bewegte sich keinen Millimeter. Sein Blick glitt langsam zu Ty, bernsteinfarben, dunkel, und ich konnte den Funken sehen, der gefährlich darin aufblitzte.

»Finger weg, oder ich breche sie dir«, knurrte er leise.

Statt ihm den Ausweis zu reichen, hielt Alec ihn hoch – fest zwischen zwei Fingern, so, dass Ty alle Daten problemlos lesen konnte, aber ohne jede Möglichkeit, ihn anzufassen.

Es war keine Geste der Kooperation. Es war eine Drohung in Papierform.

Ty spannte den Kiefer an, als wollte er protestieren. Aber der Blick, den Alec ihm entgegenwarf, war so messerscharf, dass ihm jedes Wort im Hals steckenblieb.

Neben uns räusperte Hank sich nervös, trat einen halben Schritt vor, als wolle er vermitteln – oder wenigstens die Spannung entschärfen.

Seine Finger zitterten, als er den Klemmbrettstift fester umklammerte.

»Äh… ich… ich hab alles notiert«, stotterte er, »Ausweis passt. Sie können rein.«

Alec ließ den Ausweis sofort sinken und schob ihn in seine Jackentasche. Ty trat zurück ins Wachhaus und ließ die Schranke hoch.

Kaum waren wir durch, schloss die Schranke sich sofort.

Mein Blick blieb an dem drei Meter hohen Zaun hängen, der sich seit einer Woche um das Gelände spannte – Stacheldraht obenauf, Kameras in regelmäßigen Abständen.

Früher hatte der Parkplatz wie ein ganz normaler Parkplatz gewirkt. Jetzt erinnerte er mich an ein Gefängnis.

Alec parkte auf den zugewiesenen Parkplatz. Noch etwas, das sich geändert hatte. Jede Parklücke war jetzt ausgeschildert.

Wo man früher freie Parkplatzwahl hatte, gab es jetzt Ärger, wenn man auf dem falschen Parkplatz stand.

»Komm, wir sind sonst wirklich noch zu spät«, sagte Alec und stieg aus.

Ich folgte ihm, doch mein Blick glitt noch einmal über die beschilderten Parkplätze. Früher war es egal gewesen, wo man stand – Hauptsache, man kam pünktlich.

Jetzt war selbst ein falsch geparktes Auto ein Regelverstoß.

Ein weiterer kleiner Beweis dafür, dass wir uns längst nicht mehr in der gleichen Welt bewegten wie vor drei Wochen.

Alec griff nach meiner Hand und gemeinsam liefen wir über den Parkplatz.

»Ich hasse das… ich will meinen alten Parkplatz zurück«, knurrte Alec genervt und ich drückte seine Hand.

»Vielleicht kann Victor ja irgendwas drehen«, sagte ich zuversichtlich, aber wir beide kannten die Antwort.

Wir erreichten das Hauptgebäude und schon von außen wirkte es nicht mehr wie die Behörde, in der ich seit Monaten arbeitete.

Zwei zusätzliche Sicherheitsschleusen blockierten den Eingang.

Der Empfang, der früher immer unbesetzt gewesen war, war jetzt dauerhaft bemannt – drei Beamte in Uniform, aufmerksam, misstrauisch.

Vor der Tür standen zwei Scannerbögen, die an Flughäfen erinnert hätten, wenn nicht noch die beiden Wächter daneben gewesen wären, die alle ankommenden Mitarbeiter zusätzlich abtasteten.

Alec verzog das Gesicht, als wir näher kamen.

Er hasste alles daran. Und ich auch.

Es war Kontrolle. Überall. Jeder Schritt, jeder Blick. Und wir alle taten so, als sei es normal.

Wir legten Ausweise, Schlüssel, Telefone in die grauen Wannen. Alec musste zusätzlich noch seinen Gürtel und sein Messer ablegen.

Als einer der Beamten es wegnehmen wollte, spannte Alec sich an.

»Sondererlaubnis. Ich darf ein Messer bei mir tragen. Beamtenarsch.«

Er sprach leise. Drohend. Und der Beamte nahm sofort seine Hände weg und trat zur Seite. Ließ Alec durch den Scannerbogen gehen.

Bei ihm war alles okay. Kein Piepen. Bei mir piepte der Scanner, als ich hindurchging – nüchtern, unscheinbar, und trotzdem wie ein Schlag in die Stille.

»Abtasten«, sagte der Beamte links vom Bogen.

Vampir. Schlank, blasse Haut, graue Augen, die kalt über mich glitten. Sein Namensschild: Rhodes.

Er trat näher, langsam, beinahe genüsslich, und ich spürte sofort, wie sich mir der Magen zusammenzog. Seine Finger begannen an meinen Seiten, glitten zu gründlich über Taille und Hüfte, tiefer, bis hinunter zu meinem Oberschenkel.

Dann, als sei es das Natürlichste der Welt, strichen sie wieder hoch – gefährlich nah an meiner Brust entlang, bevor er scheinbar zufällig den Bund meines Shirts streifte.

Mir wurde heiß und kalt zugleich. Alles in mir schrie danach, seine Hand wegzuschlagen, doch ich zwang mich stillzuhalten.

Neben mir hörte ich, wie Alecs Atem härter wurde. Dieses leise, gefährliche Knurren, das man nur hörte, wenn man genau wusste, wer Alec war.

»Stehen Sie still«, murmelte Rhodes, seine Finger glitten tiefer über meine Hüfte, zu meinem Hintern, verharrten dort einen Herzschlag zu lang.

Ich biss mir auf die Lippen, presste ein Geräusch herunter. Mein Blick huschte zu Alec – seine Augen waren dunkel, bernsteinfarben, und jeder Muskel in seinem Kiefer zuckte.

»Nimm. Sofort. Deine Hände. Weg.«

Alecs Stimme war kaum mehr als ein Knurren, so tief und gefährlich, dass selbst Rhodes’ Finger kurz innehielten.

Doch dann huschte ein schiefes Grinsen über sein Gesicht.

»Nur Routine«, murmelte er, als sei er es gewohnt, dass niemand wagte, ihm zu widersprechen.

Seine Hand drückte wieder, zu fest, zu gierig und ich zuckte angewidert zusammen. In der nächsten Sekunde packte Alec ihn.

Seine Finger schlossen sich wie eine Schraubzwinge um Rhodes’ Handgelenk. So hart, dass man das Knacken beinahe hören konnte.

Rhodes fauchte leise, doch Alec beugte sich noch näher zu ihm.

»Wenn du sie noch einmal so anfasst…«, knurrte Alec leise, seine Stimme so gefährlich ruhig, dass jeder im Umkreis die Luft anhielt, »…dann breche ich dir nicht nur die Finger. Ich ziehe dir jeden einzelnen Knochen aus dem Leib, stopfe sie dir in den Rachen, bis du daran erstickst – und dann nagle ich das, was von dir übrig ist, an die Schranke da draußen, als Warnung für alle, die denken, sie könnten meine Frau begrapschen. Verstanden?«

Rhodes’ Gesicht verzog sich, als würde er gleich die Zähne fletschen, aber er brachte keinen Laut heraus. Alecs Griff schnürte ihm jede Regung ab.

Ich spürte, wie sich die Luft im Eingangsbereich veränderte – angespannt, elektrisch.

Dann durchbrach eine Stimme die Stille.

»Winter.«

Alec drehte den Kopf nicht, aber ich sah, wie sich sein Kiefer noch härter anspannte.

Victor stand ein paar Schritte entfernt, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, wie immer dieser Inbegriff von Kontrolle. Und trotzdem lag etwas in seiner Haltung, das deutlich machte, dass er die Szene von Anfang an beobachtet hatte.

Er trat näher. »Lassen Sie ihn los.«

Alecs Finger blieben noch einen Herzschlag länger fest an Rhodes’ Gelenk, dann ließ er abrupt los. Rhodes zog sofort die Hand zurück, rieb sie, als hätte Alec ihm Feuer unter die Haut gebrannt.

Victor blieb stehen, sein Blick kühl und schneidend auf Rhodes gerichtet.

»Nächstes Mal, Mr. Rhodes, rufen Sie gefälligst eine weibliche Kollegin.« Seine Stimme war ruhig, aber scharf wie ein Skalpell. »Und Sie fassen meine Agentinnen nicht an. Nie wieder. Ansonsten lernen Sie eine Seite von mir kennen, die Sie nicht kennenlernen wollen. Haben wir uns verstanden?«

Rhodes nickte hastig, die grauen Augen kurz gesenkt, doch ich konnte sehen, wie der Zorn in ihnen aufflackerte.

Victor wandte sich ab, als wäre die Sache für ihn bereits abgeschlossen.

»Weitergehen«, sagte er knapp.

Alec legte die Hand an meinen Rücken, als wollte er mich wortlos abschirmen, während wir durch die Schleuse traten. Ich spürte die Hitze seiner Haut, die Spannung in jedem seiner Schritte.

Die Scannerbögen piepten nicht mehr. Nur das gleichmäßige Klacken unserer Stiefel hallte durch den sterilen Flur.

Und doch blieb das Gefühl zurück, als hätte Rhodes’ Berührung eine Spur hinterlassen, die ich nicht so schnell loswerden konnte.

Ich atmete tief durch. Es half nicht.

»Alles okay?«, murmelte Alec leise, ohne mich anzusehen – zu kontrolliert, zu sehr bemüht, nicht sofort zurückzustürmen und Rhodes in Stücke zu reißen.

»Ja«, log ich und zwang ein kurzes Lächeln auf meine Lippen.

Victor, ein paar Schritte vor uns, blieb stehen. Drehte den Kopf nur so weit, dass sein Blick mich traf. Ein kurzer Moment, nicht mehr – und doch lag in seinen Augen dieses unausgesprochene Versprechen:

»Solange ich hier bin, passiert dir so etwas nicht mehr.«

Wir setzten uns wieder in Bewegung.

Doch während wir tiefer in den Bauch des AIO gingen, spürte ich es deutlicher als je zuvor:

Dies war nicht mehr das Valera, das ich kannte.

Es war ein Ort, in dem Kontrolle, Macht und Angst in jeder Wand, in jedem Blick und in jeder Berührung steckten.

Und genau hier, in diesem neuen, kalten Valera, sollte unser Kampf erst beginnen.

Chapters
1. Spiel der Macht
Let S.A. Brave know what you thought about this chapter!
Love this

10

Love this

Funny

0

Funny

Spicy

0

Spicy

Suspenseful

10

Suspenseful

Emotional

5

Emotional

Profound

3

Profound

Heartwarming

6

Heartwarming

Shocking

8

Shocking

Good Writing

10

Good Writing

Compelling Plot

7

Compelling Plot

Great Character

7

Great Character

Strong Dialog

6

Strong Dialog

author

Der Einstieg ist wieder unglaublich gut gelungen! Man merkt richtig, wie Valera sich verändert hat und es ist süß, dass Alec bei Kate bleibt, um sie zu beschützen.
Und ich liebe Alecs Drohungen 😅 vor allem, weil man genau weiß, wie ernst er das meint.

2 days
4
author

Wie ich es am Ende des vorherigen Buches vermutet habe, das neue Gesetz dient der Einschüchterung und Unterwerfung der Menschen. Cassian hat auf jeden Fall seine Finger mit im Spiel, beim Mord an dem Präsidenten und die anderen Politiker werden erpresst. Sollten diese nicht entsprechend handeln, werden sie wahrscheinlich auch ermordet.

2 days
3
author

Spannender Einstieg, schon krass, wie schnell sich dort alles verändert hat 😕

19 hours
3

Further Recommendations

Silver's Second Chance

Clare: Loved the second chance mate story line. But loved even more the strong female lead. Would love to a mini fic of this couple a few years down the line.

Read Now
The Alpha's Exiled Mate

Sonakshi: I like the characters and emotions that was so good and perfect and the story was definitely amezing

Read Now
The Neighbor's Son

Lyzebelle: Marina and Brennan grew up as friends. She becomes the Boss. Nice love story. 💚💚👽

Read Now
Buried Alive

Irene: Its the story revolves in the same kind of situation I was hoping abit more like the story of Jane's family, life of mx and Jane, like how is the relationship between Lynn and Caleb more. Probably first readers who are starting to have reading hobby, I feel it could be higher rating but honestly I w...

Read Now
Ruthless Lord

AlyKeller: I love this story about a girl hated by her father and sister because her mother died given birth to her. She is sent away to a farm from her life in a castle, where she learns how to survive, hunt, and fight. She is forced into an arranged marriage by her dad and king. Her life takes a change for t...

Read Now
Milky Treasures on a Healing Love

Ms. FunBun: The writer didn't rush the story, nor did they over do it. Every part of suspense, the emotional ups and downs. It all had me at the edge of my seat with a constant thought: "What would happen next?". Beautifully punctuated, great character development and amazing story altogether. I've never been s...

Read Now
Sweet Caroline

Clinton Foster: So far, I’ve only disliked one draft. It was the last one. It’s a lovely book.

Read Now
Earning His Love

Liza: really enjoyed this short story, would’ve loves her to have a daughter to even the odds 🥰

Read Now
Bear Shifter Secrets

Authorhelper: Your story sounds really interesting! As a beta reader and book editor, I love helping writers strengthen plot, pacing, character depth, and overall flow while keeping their unique voice. I’d genuinely be interested in reading more of this project.

Read Now