Prolog
Es ist erschreckend. Da möchte man eine Geschichte schreiben, die in der Zukunft spielt — und plötzlich bereits im Hier und Jetzt.
Schweißgebadet schrecke ich hoch. Mein Atem zittert. Tränen laufen über mein Gesicht. Für einen Moment weiß ich nicht, wo ich bin. O Gott … was war das?
Mein Herz hämmert so laut, als wolle es gegen meine Rippen schlagen. Ich ziehe die Decke enger um mich, doch das Zittern hört nicht auf.
So hat sich noch nie ein Traum angefühlt. Die Angst. Die Schmerzen. Alles ist da, als hätte ich es tatsächlich erlebt.
Ich taste nach meinem Handy. 3 Uhr morgens. Nein. Ich kann jetzt niemanden anrufen. Jeder würde mich für verrückt halten. Schließlich war es nur ein Traum. Trotzdem beruhigt mich der Gedanke nicht. Die Angst und der Schmerz sind da. Noch immer.
Unruhig wandert mein Blick durchs dunkle Zimmer, bis er am Tagebuch hängen bleibt. Fast automatisch greife ich nach einem Stift.
Vielleicht hilft Schreiben. Vielleicht bekomme ich so die Bilder aus meinem Kopf.








