Prolog
Ich war 11, als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe. Aber gedacht habe ich mir nie etwas. 14 war ich als ich zum ersten Mal wirklich mit ihm gesprochen habe. Und 15 als ich zum ersten Mal mehr gefühlt habe. Ich könnte jetzt weiter aufzählen (16, 18, 19, 21, 25, 28, 29...,) ja diese Zahlen bedeuten etwas, aber ich überlass den Rest lieber dem Buch. Heute sitze ich hier. Er ist tot. Ich blicke auf unser Leben zurück. Was wenn..., aber nein ich könnte mir nichts anderes vorstellen. Ich glaube, ja, ich würde immer wieder so leben. Ich schaue auf, zum Bücherregal. Meine Augen bleiben an einem Foto hängen. Es ist ungefähr 70 Jahre alt. Ich war damals 19. Ich habe den Moment noch genau vor den Augen, als wäre es gestern gewesen. Alles war so einfach. So unbeschwert. Ich greife zur Zeitung neben mir. Ich schlage sie auf und blättere bis zu den Todesanzeigen. Da steht sein Name und darunter: In Liebe dein Bruder, deine Enkel, deine Kinder und deine Ehefrau Isabell. Das steht mein Name. Auf der Todesanzeige der Person, die ich am meisten geliebt habe. Das Telefon klingelt. Ich gehe ran. Am anderen Ende höre ich ein Schluchzen. „Isabell, Anni ist gestorben..."
Eine Nachricht die mir endgültig den Boden unter den Füßen weggezogen hat.








