(Unbekannt) by Roaa at Inkitt
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(Unbekannt)

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Summary

Rina ist ein Mädchen mit Kopftuch 🧕, das in ihrer eigenen Familie nicht besonders beliebt ist, dafür aber überall sonst sehr geschätzt wird. Nach vielen Jahren trifft sie Youssef wieder und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch kennt sie wirklich seine dunklen Geheimnisse? Wird er am Ende ihr Herz brechen?

Genre
Romance
Author
Roaa
Status
Ongoing
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
16+

Kapitel 1

Vor Jahren …



Wie sehe ich aus?“, fragt meine Schwester. Ich gucke sie an und lächle: „Sehr hübsch! Darf ich auch eins anziehen?“

„Ja, hier, nimm“, sagt meine Cousine Mona und reicht mir ein weißes Kopftuch.

Hä? Wie soll ich mir das denn anziehen?, frage ich mich leise.

„Los Ranja, beeil dich!“, zischt Rana, meine ältere Schwester, als sie sieht, dass Mona ins Zimmer nebenan geht. Ich sehe sie wütend an.

„Wie soll ich mir das anziehen, wenn ich das zum ersten Mal mache?“, meckere ich zurück.

Sie sieht mich trotzdem mit wütenden Augen an, während sie eine Nadel zwischen den Lippen hält – und zwar so, dass sie sich nicht verletzt. Ich nehme mir auch eine Nadel, stecke sie mir wie Rana in den Mund und versuche, das Kopftuch so wie sie zu drehen. Was leider nicht klappen will. Ich stampfe laut mit den Füßen wie ein Kleinkind und verletze mich dabei am kleinen Zeh.

Ich zische wütend und jammere laut: „Warum klappt das nicht? Und ... Aua, das hat auch noch wehgetan!“ Während ich spreche, bemerke ich, dass ich die Nadel fast ganz im Mund habe.

Ich nehme sie schnell heraus und lege sie zurück in den kleinen Kasten vor mir. „Bitte Mona, hilf mir, ich komme nicht weiter!“

„Jaaaa, warte!“, ruft sie zurück. Sie kommt mit einer schönen Box wieder, die wie ein Geschenk aussieht. Ich hüpfe auf und weiß sofort, dass sie für mich ist.

„Ist das für mich?“, frage ich trotzdem begeistert.

Sie nickt und sagt: „Komm, Rani, öffne es! Ich dachte mir schon, dass das mit dem normalen Kopftuchschal nichts wird. Deshalb habe ich dir so einen Zweiteiler gekauft, den man ganz ohne Nadeln anziehen kann. Und wenn du älter wirst, kannst du irgendwann lernen, wie man das andere bindet.“ Meine Schwester sieht mich an und nickt.

Mona reicht mir die Box und legt sie in meine kleinen Hände. Ich öffne die Schleife, und ein weißes, zweiteiliges Kopftuch liegt dort schön gefaltet darin. Ich stelle die Box auf die Kommode neben die Nadeln und grinse mich im Spiegel an. Dann nehme ich das Kopftuch aus der Schachtel und lege es daneben.

Es besteht aus zwei Teilen: Das eine ist klein – ich glaube, das zieht man zuerst an – und das große kommt darüber. Ich hüpfe wieder glücklich auf und ab.

„Danke! Jetzt kann ich es mir anziehen. Das sieht sehr leicht aus und ist super für den Anfang“, sage ich lächelnd. „Danke noch mal, Cousine, ich hab dich lieb!“ Ich sehe meine Schwester an und frage: „Warum hast du mir nicht gesagt, dass es so etwas gibt? Dann hätte ich dir nicht so viel Drama gemacht und du hättest mich nicht anschreien müssen. Aber egal.“

Ich blicke wieder in den Spiegel und setze das kleine Kopftuch auf meinen Kopf.

„Nein, Rani, du musst deine Haare erst zu einem Dutt binden, und dann kannst du es anziehen“, erklärt Mona.

„Ach so ... das hat mir doch niemand gesagt!“, antworte ich ein wenig wütend und werfe meiner Schwester einen Blick zu. Doch sie beachtet mich gar nicht und sucht sich stattdessen gerade etwas Schickes aus dem Schrank neben der Tür aus.

Ich tue, was mir gesagt wurde, binde meine langen braunen Haare zusammen, nehme ein zweites Haargummi und mache mir einen Dutt.

Dabei beobachte ich mich im Spiegel. Meine grünen Augen blicken mir entgegen. Als meine Haare fertig frisiert sind, schaut meine Cousine mich ebenfalls durch den Spiegel an und sagt: „Sieht ganz gut aus!“

„Was soll ich bloß anziehen?“, ruft meine Schwester plötzlich verzweifelt, während sie ihren Kopf tief im Schrank vergraben hat und nach etwas Passendem sucht.



Nach langer Suche …

Alle haben etwas Passendes gefunden und wir starren uns gegenseitig im Spiegel an. Meine Schwester, hübsch wie immer, trägt einen babypinken Kopftuchschal zu einem weißen, bodenlangen Kleid, das ihren Körper bedeckt und nicht zu eng ist, damit es nicht haram ist. Es sieht sehr hübsch aus. Meine Cousine trägt einen weißen Kopftuchschal zu einem blauen Zweiteiler.

Ich trage das Kopftuch, das ich von Mona geschenkt bekommen habe, ein rosa Kleid, das ebenfalls bodenlang ist, und darunter eine Hose.

„Wie lange braucht ihr noch, Mädels?“, ruft meine Mutter und kommt in das Zimmer, in dem meine Cousine, meine Schwester und ich die Nacht verbracht haben.

Schritte sind zu hören, und auch meine Tante betritt das Zimmer. Beide tragen schicke Kleidung. Ich renne in die Arme meiner Mutter und bekomme eine feste, liebevolle Umarmung. Als wir uns voneinander lösen, mache ich einen Schritt zurück. Meine Mutter legt ihre Hände auf meine Schultern und mustert mich lächelnd.

„Und Mami, wie findest du mein Kleid mit dem Kopftuch?“, frage ich überglücklich.

„Es steht dir sehr gut, Süße.“ Sie bückt sich mit ihren 1,58 m zu mir mit meinen 1,49 m herunter und gibt mir einen Kuss auf die Stirn.

„Los, wir sind schon spät dran!“, sagt meine Tante. Gemeinsam verlassen wir den Raum und ziehen uns die Schuhe an. Ich schlüpfe in weiße Sandalen, die mich fünf Zentimeter größer machen. Wir verlassen die Wohnung im zweiten Stock. Unten angekommen warte ich, bis meine Tante nachkommt, damit ich weiß, in welches Auto wir einsteigen müssen.

Ich mustere meine Umgebung. Vor mir liegt die Straße, auf der ziemlich viele Autos parken. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen weitere Wohnhäuser, vor denen ebenfalls Autos parken. Obwohl es Mittag ist, sind die Straßen leer und ruhig. Neben mir stehen Fahrräder und überall wachsen ordentlich gestutzte, schöne Büsche. Was die ganze Schönheit allerdings etwas zerstört – und was typisch für dieses Viertel ist – ist der Müll, der sich neben den Mülltonnen stapelt, weil in den Tonnen selbst kein Platz mehr ist und ...

„Los Ranja, was starrst du so?“, unterbricht meine Schwester meine Beobachtungen.

Sie sitzt schon in einem schwarzen Auto, das nicht besonders teuer ist. Da wir nicht sehr reich sind, gehören wir zur Mittelschicht.

„Ach, los Rani!“, ruft mich auch Mona. Ich gehe schnell zum Auto.

„Wo soll ich mich hinsetzen?“, frage ich.

„Setz dich zwischen uns“, sagt Rana. Ich setze mich in die Mitte, während meine Mutter und meine Tante vorne bereits in ein Gespräch vertieft sind.

„Also Rani ...“, meine Schwester blickt mich an, „warum hat das so lange gedauert?“

Ich sage nichts, während das Auto losfährt.

„Sie hat bestimmt wieder geträumt“, flüstert meine Schwester, und beide lachen.

Ich habe schon lange bemerkt, dass Rana und Mona eng befreundet sind, da sie im selben Alter sind. Meine Schwester ist nur ein Jahr älter als Mona, und ich bin zwei Jahre jünger als Mona und drei Jahre jünger als Rana. Die beiden verstehen sich super und lästern auch gerne mal über andere, obwohl das haram ist. Sie erzählen sich Geheimnisse, und immer, wenn ich mitreden möchte, grenzen sie mich aus und sagen, ich sei noch zu klein oder könnte keine Geheimnisse bewahren.

„... siehst du, sie ist schon wieder weggedriftet ... hahahaha!“, lacht meine Schwester, und ich schrecke aus meiner Trance hoch.

„Was?“, frage ich irritiert.

Beide brechen in Gelächter aus. Meine Mutter dreht sich vom Beifahrersitz zu uns um: „Mädels, seid leiser und lacht nicht so laut! So etwas macht man nicht. Wir sind in zwei Minuten da. Benehmt euch gut und habt Spaß.“ Meine Mutter dreht sich wieder nach vorne, nachdem wir genickt haben, und damit ist die Standpauke beendet.

Mona und Rana kichern leise weiter und werfen sich über meinen Kopf hinweg Blicke zu, als wäre ich gar nicht da.

Das Auto hält an, wir steigen aus und vor mir ragt eine große, weiße Moschee mit zwei großen Eingangstoren auf.

„Das hier ist für die Frauen ...“, meine Tante zeigt nach rechts. Dann deutet sie nach links: „... und das für die Männer.“

„Mama?“, frage ich und ziehe kurz an ihrer Kleidung. „Ist Papa auch hier?“

„Brauchst du etwa eine Umarmung?“, flüstert meine Schwester so leise, dass nur Mona es hören soll, aber laut genug, dass es trotzdem bei mir ankommt. Ich schenke ihr einen bösen Blick. Sie schmollt spielerisch und lacht Mona an, die ebenfalls kichert.

„Ja, dein Vater ist drüben bei den Männern“, antwortet meine Mutter, die von dem kleinen Spott nichts mitbekommen hat.

„Los ... los, Ladies! Wir kommen sonst noch zu spät und finden keine Plätze mehr!“, sagt meine Tante lachend.

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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