Vorwort
Es gibt Themen, über die spricht man nicht gern.
Pflege gehört oft dazu. Krankheit ebenfalls.
Und alles, was plötzlich das eigene Leben ausbremst, sowieso.
Vielleicht, weil wir gerne glauben möchten, dass immer alles weiterläuft. Dass unser eigenes Lebenskarussell stabil bleibt. Dass Hilfe etwas ist, das nur anderen passiert.
Ich selbst habe erlebt, wie schnell sich plötzlich alles verändern kann. Wie hilflos man sich manchmal fühlt.
Und wie wichtig Menschen werden, die einfach da sind. Menschen, die helfen, ohne großes Aufheben darum zu machen.
Genau deshalb entstehen in meinem Kopf immer wieder solche Geschichten. Nicht, weil ich belehren möchte. Sondern weil diese Themen nicht totgeschwiegen werden dürfen.
Und vielleicht auch, weil ich glaube, dass Menschlichkeit manchmal genau dort beginnt, wo Perfektion aufhört.
Zwischen Medikamentenplänen, kaltem Kaffee, trockenen Witzen und kleinen Gesten.
Diese Geschichte ist deshalb nicht nur ein Dankeschön an Pflegekräfte. Sondern auch an all die Menschen, die anderen helfen, obwohl der eigene Alltag oft schon schwer genug ist.
Und manchmal — manchmal hilft dabei sogar ein bisschen trockener Humor. Denn wer nur noch funktioniert, vergisst irgendwann zu leben.
Susi Wortsalat








