JANINE
„Nein, das kannst du nicht, das darfst du nicht!“ Livias Gesicht verlor alle Farbe, ihre Hände zitterten.
„Liv, bitte, ich muss dahin.“ Ich atmete tief durch, sammelte meine Kraft und stellte dann die Frage, die mich innerlich zerriss. „Kommst du mit?“
Livia schüttelte den Kopf, Tränen glänzten in ihren großen dunklen Augen.
„Ich kann nicht, Jeanny. Paris ist…“ Ihre Stimme brach, und sie senkte den Blick, während sie erneut den Kopf schüttelte. „Ich kann nicht.“
Ich biss die Zähne zusammen und schluckte die aufkommende Panik herunter.
„Livia…“ Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Sie schien kurz zu zögern, als würde sie etwas sagen wollen, drehte sich dann aber von mir weg, ihre Schultern hingen schwer.
„Bitte, Liv, sag mir, was du weißt.“ Meine Stimme war gebrochen, flehend. „Ich brauche dich jetzt.“
Sie blieb stehen, den Kopf leicht gesenkt. „Ich will dir helfen, wirklich…“ Ein Zittern lag in ihrer Stimme. „Aber manche Dinge… manche Dinge sollte man nicht wissen.“ Sie wandte sich mir zu, ihre Wangen von den Tränen gerötet. „Ich werde eine Lösung suchen, aber…“ Sie hielt inne, ihre Lippen bebten leicht. „Ich kann nicht versprechen, dass es reicht.“








