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When we meet again

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Summary

Zehn Jahre nach ihrer Trennung kehrt Pia nach Seoul zurück – bereit für einen Neuanfang. Doch an ihrem ersten Arbeitstag steht plötzlich Soo-Bin Woo vor ihr: ihre erste große Liebe. Der Mann, der sie während seines Militärdienstes verlassen hat, weil er glaubte, es sei das Beste für sie beide. Jetzt ist er ihr Teamleiter. Zwischen alten Wunden, verdrängten Gefühlen und einer Vergangenheit, die sie nie ganz losgelassen hat, muss Pia entscheiden: Kann sie ihm noch einmal vertrauen – oder wird er ihr Herz erneut brechen?

Status
Ongoing
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1

Ich sitze im Flieger auf dem Weg nach Korea, genau genommen nach Seoul, meiner alten Heimatstadt. Mit achtzehn hatte ich beschlossen, Seoul zu verlassen, um mein Studium beginnen zu können. Das war für mich alles außer einfach. Als ich elf war, sind wir, meine Eltern und ich, nach Seoul gezogen, da mein Vater dort ein Jobangebot bekommen hatte. Er ist leitender Ingenieur und das Unternehmen hat in Seoul eine neue Firma gegründet. Die Umstellung von Deutschland nach Korea war besonders schwer, da ich niemanden verstanden hatte. Aber nach ein paar Wochen fiel es mir nicht mehr so schwer, vor allem, weil mir Soo-Bin zur Seite stand. Die Erinnerungen an früher machen mich traurig. Schnell schiebe ich meine Gedanken beiseite und schaue auf die Displayanzeige im Flugzeug. Wir befinden uns im Landeanflug. Das heißt, dass wir in weniger als dreißig Minuten landen. Ich wühle in meinem Handgepäck herum und suche mein Handy, um meinen Eltern zu schreiben, dass ich bald am Flughafen bin.

>Hey, Mama ich bin in 30 Minuten am Flughafen. Holt ihr mich ab? Habe euch lieb. ♥<

Ich klicke auf Senden und hole meine Kopfhörer raus. Meine Kopfhörer verbinde ich mit meinem Handy und es läuft „Apricot“ von CIVO. Ein kleines Schmunzeln kann ich mir nicht verkneifen, da ich eigentlich K-Pop anhören müsste, um mich wieder hier einfühlen zu können. Die dreißig Minuten sind schnell vergangen. Das Flugzeug steht auf der Landebahn. Die Kopfhörer stecke ich wieder in mein Handgepäck und setze dann meinen Rucksack auf. Ich verlasse das Flugzeug und gehe durch die ganzen Sicherheitskontrollen. Unten am Band warte ich, bis meine Koffer endlich auf dem Band liegen. Es dauert bestimmt mindestens fünfzehn Minuten. Mein Handy klingelt, auf dem Display erscheint eine Nachricht von meiner Mutter.

>Wir freuen uns auf dich. Wir warten unten an den Rolltreppen auf dich.<

Endlich sehe ich meine Koffer und laufe zu dem Band und ziehe beide Koffer herunter. Mit je einem Koffer links und rechts gehe ich zu den Rolltreppen hinunter. Als ich auf der Rolltreppe stehe, kann ich schon meine Eltern sehen. Ich lasse einen Koffer los und winke ihnen fröhlich zu. Die letzten zehn Jahre waren oft emotional, da mir der Abschied immer schwergefallen ist. Zu Weihnachten besuchte ich immer meine Eltern in Korea und habe mir dafür immer zwei Wochen Urlaub genommen, da wir uns nicht so oft im Jahr gesehen hatten. Und an dem Tag, an dem ich wieder wegmusste, fiel es mir immer besonders schwer. Umso mehr freue ich mich, sie endlich zu sehen, und das nicht nur für eine kurze Zeit. Endlich erreiche ich das Ende der Rolltreppe. Ich renne los und lasse währenddessen die Koffer einfach stehen.

„Mama … Papa … ich habe euch so vermisst“, rufe ich, während ich ihnen beiden in die Arme falle.

„Meine Schnecke … wie war der Flug?“, fragt mich meine Mutter und drückt mich fest an sich. Mein Vater schaut mich mit leicht feuchten Augen an. Auch ihn drücke ich ganz fest an mich. Der bekannte Geruch ihres Weichspülers dringt sofort in meine Nase. Diesen habe ich auch immer verwendet, um mich ihnen nah zu fühlen.

„Lass uns erstmal nach Hause fahren.“ Meine Mutter schaut mich an und lässt mich los. Ich drehe mich um und realisiere, dass ich meine Koffer mitten im Flughafen stehen gelassen habe. Zügig laufe ich zu meinen Koffern und nehme beide mit. Wir laufen alle gemeinsam durch die Halle und verlassen den Flughafen von Incheon. Wir erreichen das Auto meiner Eltern und mein Vater verstaut meine beiden Koffer im Kofferraum. Mein Vater startet den Wagen, als wir alle bereit sind. Fünfzig Minuten später erreichen wir Seoul.

„Ich weiß, dass du bestimmt noch keine Gelegenheit dazu hattest, nach einer Wohnung zu suchen. Deine Mutter und ich haben beschlossen, dass du so lange, wie du möchtest, bei uns wohnen kannst. Wir haben dein Zimmer damals nicht geändert. Also … ich meine, du kannst es natürlich anders einrichten und … wir können auch losgehen und Farbe …“ Mein Vater beginnt zu sprechen und ich stoppe ihn nach einer Zeit.

„Paps, ich habe mir online schon ein paar Wohnungen angesehen, aber ich habe mich noch für keine entschieden.“ Ich sehe im Rückspiegel, dass er traurig das Gesicht verzieht. Ich atme leise tief ein.

„Das heißt nicht, dass ich nicht bei euch wohnen möchte. Im Gegenteil, ich freue mich, bei euch sein zu können. Ich möchte euch nur nicht zur Last fallen.“ Ich schaue aus dem Fenster. Jetzt mischt sich meine Mutter ein.

„Schnecke, du würdest uns nie zur Last fallen.“ Meine Mutter spricht ruhig und dreht sich vom Beifahrersitz nach hinten zu mir um.

„Ich weiß … und ich wohne gern bei euch, wirklich. Und es entspannt mich auch zu wissen, dass ich keinen Stress habe, unbedingt auf die Schnelle eine Wohnung finden zu müssen. Danke, wirklich … Paps, ich nehme dich beim Wort. Stelle dich darauf ein, dass wir bald Wandfarbe holen müssen.“ Ich erkläre meine Sicht und am Ende muss ich lachen. Die Vorstellung, mit meinen Eltern mein altes Kinderzimmer umzudekorieren und neu zu gestalten, wird bestimmt nicht ohne ein paar Probleme verlaufen. Zufrieden lehne ich mich gegen die Fensterscheibe und schließe kurz meine Augen. Meine Eltern reden miteinander, aber ich bekomme nicht mehr viel mit davon, denn ich schlafe ein. Es vergehen mehrere Minuten.

„Pia … wir sind da“, sagt mein Vater, aber ich höre es nicht.

„Schnecke … Pia, komm, wir gehen hoch.“ Meine Mutter probiert es auch. Sie streicht mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und stupst mit einem Finger gegen meine Nase. Das hatte sie früher immer getan. Meine Augen öffnen sich langsam und ich beginne, mich etwas zu strecken.

„Oh, bin ich eingeschlafen?“, frage ich meine Eltern und schaue verschämt auf den Boden. Mein Vater holt meine Koffer aus dem Auto und trägt sie hoch. Ich steige aus dem Auto aus und sehe mir das Haus an. Es hat sich kein bisschen verändert, seit ich es letztes Jahr zu Weihnachten gesehen habe. Es ist ein kleines Haus mit zwei Etagen. Im Erdgeschoss befinden sich das Wohnzimmer, die Küche und das Schlafzimmer meiner Eltern. In der zweiten Etage befinden sich mein altes Kinderzimmer, das Bad und das Arbeitszimmer meines Vaters. Er hat schon meine Sachen ins Haus getragen und meine Mutter ist ihm gefolgt. Nur ich stehe immer noch draußen vor dem Haus und schwelge in Erinnerungen. Ich betrete das Haus und sehe, wie meine Eltern gemeinsam in der Küche stehen. Mein Blick wandert durch die Etage, aber ich kann meine Koffer nirgends finden. Mein Vater hat meinen Blick bemerkt und räuspert sich leise.

„Ich habe deine Sachen schon hochgetragen.“ Er sieht mich lächelnd an und zwinkert mir zu. Dankend nicke ich ihm zu und gehe die Treppen hoch. Ich drücke die Türklinke herunter, um die Tür zu öffnen, und betrachte mein altes Zimmer. Es hat sich nichts verändert. Es ist immer noch alles so, wie ich es beim letzten Besuch hinterlassen hatte. Den bekannten Duft atme ich tief ein, um ihn zu verinnerlichen. Nach einem Moment öffne ich meine Koffer und packe meine Sachen aus und verstaue sie in den Schränken.

„Pia, es gibt Essen!“, ruft meine Mutter zu mir hoch. Geschockt sehe ich auf die Uhr und stelle fest, dass es schon achtzehn Uhr ist. Die Zeit verging wie im Flug. Schnell gehe ich die Treppen hinunter in die Küche. Meine Eltern sitzen schon am Tisch. Mein Vater füllt mir etwas Reis-Eintopf in eine Schüssel und stellt sie auf meinen Platz. Früher hatte ich immer gegenüber von meinen Eltern gesessen. Das ist heute auch noch so. Über diese Kleinigkeit freue ich mich so sehr, dass ich denke, mein Herz könnte aus meiner Brust springen.

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Good Writing

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Strong Dialog

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