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Pumpkins, Apples & Second Chances

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Summary

**Manchmal führt der Weg nach Hause genau dorthin, wo man nie wieder hinwollte.** Zehn Jahre lang war Maple Creek für Maya Quinn nur der Ort, den sie hinter sich gelassen hatte. Boston war ihr Leben, ihre Karriere, ihre Zukunft – bis der Tod ihrer Großmutter June sie zurück nach Vermont führt. Eigentlich will Maya nur das Cottage übernehmen, den Nachlass regeln und wieder verschwinden. Doch June hat andere Pläne hinterlassen: Um ihr Erbe anzutreten, muss Maya ausgerechnet beim Harvest Festival einen Stand betreiben und ihren berühmten Caramel Apple Pie backen. Das Problem? Maya kann nicht backen. Jonah Hayes schon. Ihr ehemaliger bester Freund ist inzwischen Besitzer einer Apfelplantage, alleinerziehender Vater und noch genauso gut darin, Maya aus dem Konzept zu bringen wie früher. Und dann ist da seine sechsjährige Tochter Lucy, die ziemlich schnell beschließt, dass Maya nicht nur Hilfe beim Rechnen, sondern vielleicht auch einen festen Platz in ihrem Leben verdient hat. Zwischen Apfelbäumen, Zimtduft, kleinen Katastrophen und viel zu vertrauten Gefühlen beginnt Maya sich zu fragen, ob Maple Creek wirklich der Ort ist, den sie verlassen hat. Oder der Ort, an den sie endlich zurück gehört. **Eine cozy Small-Town-Romance über verpasste Chancen, neue Anfänge und die Frage, ob Zuhause manchmal ein Mensch sein kann.**

Genre
Romance
Author
Ailunara
Status
Complete
Chapters
65
Rating
n/a
Age Rating
16+

Prolog

Zehn Jahre zuvor

Der Herbst in Maple Creek hatte einen ganz eigenen Klang. Kein Hupen, keine quietschenden Bremsen und keine Sirenen, wie ich sie vermutlich bald jeden Tag hören würde, sondern das Rascheln trockener Blätter zwischen den Baumreihen, das Knarren der alten Holzleitern und hin und wieder das dumpfe Ploppen eines Apfels, der sich von seinem Ast löste und ins Gras fiel. Ich kannte diese Geräusche, seit ich denken konnte, und normalerweise nahm ich sie kaum noch wahr. Heute schien allerdings jedes einzelne davon darauf aus zu sein, mich daran zu erinnern, dass ich sie zum letzten Mal für eine ganze Weile hörte. Mit einem McIntosh in der Hand stand ich auf der dritten Sprosse einer Leiter und betrachtete die rote Schale, bevor ich den Apfel in den Pflückbeutel vor meinem Bauch legte. Noch ein paar Stunden, dann würde ich nicht mehr hier stehen. Mein Bus nach Boston fuhr um siebzehn Uhr drei, das Ticket steckte sicher in der Innentasche meiner Collegejacke und meine viel zu voll gepackte Reisetasche wartete bereits im Cottage. Seit Monaten erzählte ich jedem, der es hören wollte oder auch nicht, wie sehr ich mich auf Boston freute. Boston University, Grafikdesign, eine richtige Großstadt und vor allem Menschen, die nicht wussten, wer meine Mutter war oder weshalb ich mit sechzehn plötzlich dauerhaft bei meiner Großmutter eingezogen war. Niemand würde sich dort daran erinnern, wie ich mit sieben beim Herbstfest vom Heuwagen gefallen war oder dass ich einmal heulend im Hofladen gestanden hatte, weil Jonah Hayes mir erzählt hatte, aus den Kernen eines verschluckten Apfels würde ein Baum in meinem Bauch wachsen. In Boston konnte ich einfach Maya Quinn sein und herausfinden, wer das überhaupt war, wenn nicht jeder um mich herum glaubte, die Antwort bereits zu kennen. Eigentlich hätte ich glücklich sein müssen. Stattdessen pflückte ich Äpfel, als hätten ausgerechnet sie etwas damit zu tun, dass mein Magen seit dem Frühstück unangenehm fest zusammengezogen war.

“Wenn du noch fester zupackst, kannst du sie gleich mit einem Strohhalm trinken, Schatz”, rief Oma June von unten zu mir herauf.

Ich schloss kurz die Augen und atmete durch die Nase aus. Natürlich hatte sie es gesehen. June Quinn entging auf Hayes Orchard ungefähr gar nichts. Als ich nach unten sah, stand sie einige Meter von meiner Leiter entfernt zwischen den Bäumen und hatte beide Hände um den Henkel ihres Korbes gelegt. Ihre grauen Haare verschwanden größtenteils unter dem alten braunen Hut meines Opas, dessen Krempe auf der rechten Seite seit Jahren eingeknickt war. Dazu trug sie eine viel zu große Strickjacke, eine Hose, die ihr ständig von der Hüfte rutschte, und grüne Gummistiefel, in denen bequem noch ein zweites Paar Füße Platz gehabt hätte. Wie sie darin jeden Herbst über den unebenen Boden marschierte, ohne irgendwann kopfüber in einer Apfelkiste zu landen, verstand ich bis heute nicht. In ihrem Korb lagen vielleicht fünf Äpfel. Meiner war fast voll. Trotzdem sah sie mich an, als wäre eindeutig ich diejenige, die ihre Arbeit nicht ordentlich machte. “Ich pflücke ganz normal”, verteidigte ich mich und löste demonstrativ vorsichtig den nächsten Apfel vom Ast. “Siehst du? Nicht mal eine Druckstelle.”

June zog eine Augenbraue hoch und stellte ihren Korb ins Gras. “Der vielleicht nicht”, erwiderte sie, während sie näher an die Leiter trat und ohne zu fragen in meinen Pflückbeutel griff. Nach kurzem Suchen zog sie einen Apfel heraus, dessen Seite tatsächlich eine kleine Druckstelle zeigte. Sie hielt ihn hoch und betrachtete mich vorwurfsvoll. “Der hier sieht dagegen aus, als hätte er dir Geld geschuldet.”

“Oma, das ist eine winzige Stelle”, gab ich zurück und streckte die Hand danach aus, doch June zog den Apfel außer Reichweite.

“Eine winzige Stelle wird eine braune Stelle, und einen braunen Apfel kauft mir morgen niemand im Hofladen ab”, erklärte sie und drehte das angeblich schwer verletzte Obststück prüfend zwischen den Fingern. Ihr Gesicht wurde so ernst, dass ich beinahe glaubte, sie würde gleich erste Hilfe leisten. “Armer Kerl.”

Ich starrte sie von oben an. “Du bemitleidest gerade einen Apfel.”

“Jemand muss es tun. Von dir bekommt er offensichtlich kein Mitgefühl”, entgegnete June trocken und legte den beschädigten Apfel behutsam in ihren eigenen Korb.

Ein Lachen entkam mir, obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, wenigstens noch ein paar Minuten schlecht gelaunt zu bleiben. June bemerkte es natürlich sofort. Zufrieden griff sie nach der Leiter und hielt sie am Rahmen fest. “Komm runter, Schatz. Du hast genug getan.”

“Die Reihe ist noch nicht fertig”, widersprach ich und deutete auf die Bäume vor mir, an denen noch genug rote Früchte hingen, um uns mindestens eine weitere Stunde zu beschäftigen. “Wenn wir die jetzt stehen lassen, darf morgen jemand anderes wegen mir doppelt arbeiten.”

June folgte meiner Bewegung mit dem Blick und schüttelte gelassen den Kopf. “Die Äpfel laufen über Nacht nicht weg.”

“Das weiß ich”, murmelte ich und griff trotzdem schon wieder nach dem nächsten Apfel.

“Offensichtlich weißt du es nicht, sonst würdest du jetzt da runterkommen.” June klopfte zweimal mit der flachen Hand gegen das Holz der Leiter und sah erwartungsvoll zu mir hoch. “Außerdem möchte ich dir noch etwas geben, bevor du fährst.”

Ich hielt mitten in der Bewegung inne. “Was denn?”

“Das siehst du, wenn wir im Cottage sind”, antwortete sie und lächelte dieses kleine, verdächtig zufriedene Lächeln, das sie immer dann bekam, wenn sie etwas wusste, das ich nicht wusste.

“Du könntest es mir auch einfach sagen”, versuchte ich es noch einmal, während ich den Apfel schließlich doch am Ast hängen ließ und vorsichtig eine Sprosse hinunterstieg.

June schnaubte leise und verstärkte ihren Griff um die Leiter. “Und mir den Spaß verderben? Ganz bestimmt nicht.”

“Du bist schrecklich”, brummte ich, wobei meine Schuhsohle auf der vorletzten Sprosse leicht abrutschte.

“Langsam, Maya”, mahnte June sofort und stellte einen Fuß gegen den unteren Rahmen, damit die Leiter nicht wegrutschen konnte.

“Ich hab’s schon.” Ich fing mich wieder und sprang das letzte kleine Stück ins Gras. Nachdem ich den Pflückbeutel abgenommen hatte, rieb ich meine klebrigen Handflächen an meiner Jeans ab und sah zurück zu den Bäumen. “Trotzdem finde ich es blöd, die Reihe halb fertig stehen zu lassen.”

June nahm mir den Beutel aus der Hand und stellte ihn neben ihren Korb. “Du lässt keine Operation am offenen Herzen liegen. Es sind Äpfel”, erinnerte sie mich und musterte anschließend mein Gesicht. “Und jetzt hör auf, dir für jede freie Minute irgendeine Arbeit zu suchen.”

“Ich suche mir keine Arbeit”, widersprach ich und verschränkte die Arme vor der Brust.

“Natürlich nicht.” June nickte so übertrieben zustimmend, dass sofort klar war, dass sie mir kein Wort glaubte. “Du möchtest rein zufällig zwei Stunden vor deiner Abreise noch eine komplette Baumreihe fertig pflücken.”

“Vielleicht möchte ich einfach helfen.”

“Vielleicht möchtest du auch nicht darüber nachdenken, dass du gehst”, erwiderte sie wesentlich sanfter.

Meine Arme lockerten sich. Für einen Moment sah ich an ihr vorbei zwischen die Baumreihen. “Ich denke die ganze Zeit daran”, gestand ich leise.

“Das weiß ich.” June trat näher und strich mir eine lose Haarsträhne aus der Stirn. “Dein Gesicht denkt nämlich laut.”

Ich verzog den Mund. “Mein Gesicht kann nicht denken.”

“Deins schon”, behauptete sie und griff anschließend nach einem Apfel aus ihrem Korb. “Hast es von mir.”

“Das ergibt überhaupt keinen Sinn.”

“Mit zweiundsiebzig muss nicht mehr alles Sinn ergeben.” June polierte den Apfel an ihrer Strickjacke und biss hinein. Während sie kaute, betrachtete sie mich mit sichtlicher Zufriedenheit. “Das ist einer der Vorteile des Alters.”

Ich schüttelte grinsend den Kopf. “Du benutzt dein Alter immer nur dann, wenn es dir gerade passt.”

“Natürlich. Sonst hätte das Älterwerden ja überhaupt keinen Vorteil”, gab sie zurück und hakte sich anschließend bei mir unter.

Gemeinsam gingen wir langsam zwischen den Baumreihen entlang. Unter unseren Schuhen knackten trockene Blätter, irgendwo weiter hinten hörte ich Männer miteinander reden und vom Hofladen drang das leise Quietschen der alten Eingangstür herüber. Die Sonne stand inzwischen tiefer und fiel zwischen den Ästen hindurch auf den Boden. Ich kannte diesen Weg. Ich kannte jeden verdammten Weg auf Hayes Orchard. Als Kind war ich zwischen diesen Bäumen herumgerannt, später hatte ich nach der Schule im Hofladen ausgeholfen, Kisten getragen oder June bei der Ernte geholfen. Seit ich mit sechzehn endgültig zu ihr gezogen war, gehörte die Orchard so selbstverständlich zu meinem Alltag, dass ich mir nie Gedanken darüber gemacht hatte, wie es wäre, wenn sie plötzlich fehlte. Genau das wollte ich doch. Etwas anderes sehen. Ein Leben haben, das nicht schon fertig vor mir lag, bevor ich überhaupt entschieden hatte, was ich daraus machen wollte. Trotzdem zog sich mein Magen erneut zusammen, als ich über die vertrauten Reihen sah.

“Ich werde dich vermissen”, murmelte ich und legte meine freie Hand auf Junes Arm.

Sie verlangsamte ihre Schritte und drückte meinen Arm ein wenig fester an sich. “Das will ich auch schwer hoffen”, erwiderte sie zunächst mit ihrem gewohnten Schalk, doch als sie mich ansah, wurde ihr Gesicht weicher. “Und ich werde dich ebenfalls vermissen, Schatz. Sehr sogar.”

“Du könntest wenigstens ein bisschen versuchen, mich aufzuhalten”, meinte ich und versuchte zu grinsen, obwohl mir plötzlich gar nicht danach war.

June blieb stehen und drehte mich zu sich. “Warum sollte ich dich aufhalten?”

“Weil du mich hier haben willst?”

“Natürlich will ich dich hier haben.” Sie legte beide Hände an meine Oberarme und sah mich lange an. “Aber ich möchte keine Enkelin hierbehalten, die jeden Morgen aus dem Fenster schaut und sich fragt, was sie verpasst. Du bist neunzehn, Maya. Du willst nach Boston, also gehst du nach Boston.”

Ich schluckte. “Und wenn es mir dort nicht gefällt?”

“Dann kommst du zurück”, antwortete June, als wäre das die einfachste Sache der Welt.

“Und wenn es mir gefällt?“, fragte ich leiser.

“Dann bleibst du.” Ihre Finger drückten kurz meine Arme, bevor sie mich wieder losließ. “Maple Creek wird nicht beleidigt sein.”

“Die Bäume vielleicht schon”, erinnerte ich sie.

June grinste. “Die gewöhnen sich wieder an dich.”

Ein dumpfes Geräusch unterbrach unser Gespräch. Weiter unten wurde eine Holzkiste auf den Boden gestellt, und mein Blick wanderte automatisch zwischen den Baumreihen hindurch. Jonah stand ungefähr drei Reihen entfernt bei einem Stapel Kisten. Die Ärmel seines dunklen Flanellhemdes hatte er bis über die Unterarme geschoben, und sein braunes Haar war inzwischen so lang, dass es ihm ständig in die Stirn fiel. Gerade richtete er sich auf und fuhr mit dem Unterarm über sein Gesicht, bevor er sich nach der nächsten Kiste bückte. Mit zweiundzwanzig bewegte er sich über Hayes Orchard, als hätte er nie etwas anderes getan und würde auch nie etwas anderes tun. Seit dem Herzinfarkt seines Vaters vor einigen Monaten war es noch schlimmer geworden. Früher hatte Jonah wenigstens manchmal so getan, als gäbe es außerhalb der Orchard noch eine Welt. Inzwischen war er morgens als Erster draußen, abends als Letzter irgendwo im Hofladen oder an der Scheune, und wenn etwas kaputtging, eine Lieferung fehlte oder irgendein Kunde ein Problem hatte, kümmerte Jonah sich darum.

June folgte meinem Blick und hob sofort die Hand. “Jonah!“, rief sie quer durch die Baumreihen.

Ich fuhr zu ihr herum. “Oma, lass ihn arbeiten”, protestierte ich und versuchte ihre Hand herunterzuziehen.

“Der arbeitet noch genug.” June entzog mir ihre Hand und winkte erneut. “Jonah, komm mal her!”

Jonah hob den Kopf. Für einen Moment sah er zu uns herüber, bevor er die Kiste, die er gerade aufnehmen wollte, stehen ließ und sich in Bewegung setzte. Seine abgewetzten Arbeitsstiefel schoben trockenes Laub zur Seite, während er zwischen den Reihen auf uns zukam. Als er näher kam, bemerkte ich die dunklen Schatten unter seinen Augen. Er sah müde aus. Nicht nur müde von einem langen Arbeitstag, sondern so, als hätte er seit Wochen zu wenig geschlafen. Trotzdem ging sein Blick kaum eine Sekunde später an mir vorbei zur Leiter.

“Was gibt’s?“, fragte er zunächst June, bevor er mit gerunzelter Stirn auf das alte Holzgestell deutete. “Und warum steht die Leiter so schief?”

Ich folgte seinem Blick und hob eine Schulter. “Weil der Boden schief ist?”

“Der Boden ist seit ungefähr hundert Jahren schief”, gab Jonah zurück und ging an mir vorbei zur Leiter. Er packte sie am Rahmen, stellte sie mit einem kurzen Ruck gerade und drückte anschließend einen Fuß tiefer in die Erde. “Deshalb kontrolliert man sie, bevor man draufsteigt.”

“Ich lebe noch”, stellte ich fest und verschränkte die Arme.

Jonah richtete sich wieder auf und sah mich trocken an. “Großartige Sicherheitsstrategie.”

“Siehst du?“, mischte June sich ein und deutete mit ihrem halb gegessenen Apfel auf mich. “Ich sage doch, sie ist heute eine Gefahr für Mensch und Ernte.”

“Oma, du solltest eigentlich auf meiner Seite sein”, beschwerte ich mich.

“Ich bin auf der Seite der Äpfel”, erklärte June völlig ungerührt.

Jonahs Blick wanderte zu meinem Pflückbeutel. “Was hat sie mit den Äpfeln gemacht?”

“Nichts”, antwortete ich sofort und wollte nach dem Beutel greifen.

June war schneller. Sie schob ihn mit ihrem Stiefel in Jonahs Richtung. “Sieh selbst.”

“Verräterin”, murmelte ich und warf ihr einen bösen Blick zu.

“Qualitätskontrolle”, korrigierte June und biss erneut in ihren Apfel.

Jonah ging in die Hocke, griff in den Beutel und zog natürlich ausgerechnet einen der schlimmsten Äpfel heraus. Er drehte ihn zwischen seinen Fingern, betrachtete die Druckstellen und hob langsam den Blick zu mir. “Maya.”

“Was?“, fragte ich unschuldig.

“Was hat der dir getan?“, wollte Jonah wissen und hielt mir den Apfel entgegen.

“Nicht du auch noch.” Ich nahm ihm das Obst aus der Hand und betrachtete es. “Der hat eine Druckstelle.”

“Der hat mehrere”, korrigierte Jonah mich und deutete auf die andere Seite.

“Dann mach Mus daraus”, schlug ich vor und warf den Apfel zurück in den Beutel.

Jonah griff nach einem zweiten und schüttelte den Kopf. “Wenn die anderen genauso aussehen, kann ich morgen einen eigenen Apfelmusstand eröffnen.”

“Na bitte.” Ich breitete die Hände aus. “Neue Geschäftsidee. Eigentlich solltest du mir dankbar sein.”

Sein Mundwinkel zuckte, auch wenn er das Lächeln sofort zu unterdrücken versuchte. Jonah sah zu June und hob den Pflückbeutel ein Stück an. “Wie lange muss ich sie noch ertragen?”

June sah demonstrativ auf ihre Armbanduhr. “Ungefähr zwei Stunden.”

“Perfekt”, brummte Jonah, wobei das verräterische Zucken um seinen Mund noch immer nicht ganz verschwunden war.

“Keine Sorge, Farmer Boy.” Ich nahm ihm den Pflückbeutel ab und stellte ihn neben die Leiter. “Ab morgen sind deine kostbaren Äpfel vor mir sicher.”

Das kleine Grinsen verschwand aus seinem Gesicht. Jonah sah mich einen Moment lang schweigend an, bevor er die Hände in die Taschen seiner Jeans schob. “Heute also wirklich?“, fragte er schließlich.

Ich nickte. “Siebzehn Uhr drei.”

“Boston”, murmelte er und ließ den Blick kurz über mein Gesicht wandern.

“Boston”, bestätigte ich.

Jonah rieb mit einer Hand über seinen Nacken und sah für einen Moment zwischen die Bäume. Plötzlich wirkte er nicht mehr wie der selbst ernannte Wächter sämtlicher Äpfel in Vermont, sondern einfach wie Jonah. Der Junge, den ich seit Jahren kannte. Der mich aufgezogen hatte, wenn ich im Hofladen ausgeholfen hatte, der mir mit siebzehn gezeigt hatte, wie man den alten Traktor fuhr, und der anschließend beinahe einen Herzinfarkt bekommen hatte, weil ich rückwärts gegen einen Stapel leerer Kisten gefahren war. Schließlich sah er wieder zu mir. “Dann wünsche ich dir viel Glück, Maya. Mit dem Studium und allem.”

“Danke”, erwiderte ich und zog die Ärmel meiner Jacke etwas weiter über meine Hände. “Und du könntest vielleicht versuchen, nicht sieben Tage die Woche zu arbeiten.”

Jonah schnaubte. “Du bist noch nicht einmal weg und gibst mir schon Anweisungen.”

“Jemand muss es tun”, gab ich zurück.

June hob neben mir ihren angebissenen Apfel. “Ich bin übrigens noch da.”

Jonah und ich sahen gleichzeitig zu ihr. Sein Gesicht verzog sich sofort. “Das ist genau das Problem.”

June schlug ihm empört gegen den Oberarm. “Frechheit. Ich passe hervorragend auf mich selbst auf.”

“Letzte Woche bist du auf das Dach vom Hofladen geklettert”, erinnerte Jonah sie und rieb sich über die Stelle, an der sie ihn getroffen hatte.

“Da lag ein Ast”, verteidigte June sich und hob das Kinn.

Jonah starrte sie an. “Du hättest mich holen können.”

“Du warst beschäftigt”, erwiderte sie mit einem Schulterzucken.

“June, du bist zweiundsiebzig.”

“Und nicht hundertvier”, konterte sie und biss demonstrativ in ihren Apfel.

Ich presste die Lippen zusammen, aber mein Lachen kam trotzdem durch. Jonah schloss kurz die Augen und schüttelte langsam den Kopf. Als er sie wieder öffnete, begegnete sein Blick meinem, und diesmal grinsten wir beide. Es war nur ein kurzer Moment, vertraut und leicht, genau wie unzählige Male zuvor. Trotzdem blieb etwas davon hängen, als June sich wieder bei mir unterhakte.

“Jetzt komm”, forderte sie mich auf und zog leicht an meinem Arm. “Du musst noch etwas von mir bekommen, bevor dein Bus fährt.”

Ich ließ mich einige Schritte mitziehen, blieb dann aber stehen und sah noch einmal zurück. “Jonah?”

Er war bereits auf dem Weg zu seinen Kisten, hielt jedoch sofort inne und blickte über die Schulter. “Ja?”

“Pass ein bisschen auf sie auf, ja?“, bat ich und deutete mit dem Kopf zu June.

Meine Oma stieß neben mir empört die Luft aus. “Ich stehe direkt hier, Maya.”

Jonah betrachtete sie kurz und sah anschließend wieder zu mir. “Mach ich”, versprach er mit einem kleinen Nicken.

“Sehr witzig. Ihr könnt mich beide mal”, brummte June und zog mich weiter, während Jonah hinter uns leise lachte.

Das Cottage lag nur wenige Minuten vom Hofladen entfernt, und kaum öffnete June die Tür, schlug mir die vertraute Wärme entgegen. Es roch nach Zimt, Butter und dem Apfelkuchen, den sie am Vormittag gebacken hatte. Meine Reisetasche wartete bereits neben der Haustür, viel zu groß, viel zu schwer und trotzdem nicht annähernd groß genug für alles, was ich glaubte, für mein neues Leben zu brauchen. Auf dem Küchentisch lag neben einem in Wachspapier gewickelten Päckchen ein Umschlag, auf dessen Vorderseite mein Name in Junes schiefer Handschrift stand. Ich zog meine Schuhe auf der Matte aus und deutete sofort darauf. “Wenn da Geld drin ist, nehme ich es nicht.”

“Natürlich nicht”, erwiderte June viel zu unschuldig und ging an mir vorbei in Richtung Schlafzimmer.

Ich sah ihr hinterher. “Das sagst du immer, bevor ich irgendwo Geld finde.”

“Vielleicht solltest du deine Taschen besser bewachen”, rief sie aus dem Flur zurück.

“Oma”, mahnte ich, doch sie war bereits verschwunden.

Ich schüttelte den Kopf und nahm den Umschlag in die Hand, öffnete ihn aber nicht. Mit hoher Wahrscheinlichkeit befanden sich darin mindestens fünfzig Dollar und ein Zettel, auf dem stand, dass ich mir davon etwas Vernünftiges zu essen kaufen sollte. Als June zurückkam, hielt sie allerdings noch etwas anderes zwischen den Fingern.

Einen kleinen silbernen Schlüssel.

Ich legte den Umschlag zurück auf den Tisch und runzelte die Stirn. “Was ist das?”

“Deine Jacke”, forderte June und streckte die freie Hand aus.

Ich blinzelte sie an. “Das ist eindeutig ein Schlüssel.”

“Das sehe ich selbst.” Sie bewegte auffordernd die Finger. “Gib mir trotzdem deine Jacke.”

“Du wirst im Alter wirklich immer seltsamer”, murmelte ich, nahm meine Collegejacke von der Rückenlehne und reichte sie ihr.

“Und du wirst immer frecher”, gab June zurück. Sie öffnete die Innentasche, in der mein Busticket steckte, ließ den Schlüssel hineinfallen und zog den Reißverschluss wieder zu.

Als ich sofort danach greifen wollte, legte sie ihre Hand auf meine. “Lass ihn da, Maya.”

Ich sah von ihrer Hand zu ihrem Gesicht. “Wofür ist er?”

“Für später”, antwortete sie leise.

“Das ist keine Antwort”, wandte ich ein.

“Doch.” June schloss ihre Finger etwas fester um meine Hand. “Nur keine besonders ausführliche.”

“Oma, wenn du möchtest, dass ich vor der Abfahrt noch irgendeinen Schuppen aufschließe, solltest du mir das jetzt sagen”, versuchte ich zu scherzen, doch das Lächeln, das kurz über ihr Gesicht huschte, erreichte ihre Augen nicht.

Erst jetzt bemerkte ich den feuchten Glanz darin. Meine Ungeduld verschwand sofort. “Hey”, murmelte ich und drehte meine Hand unter ihrer, bis ich ihre Finger festhalten konnte. “Was ist denn los?”

“Nichts ist los.” June atmete tief durch und strich mit dem Daumen über meine Finger. “Ich möchte nur, dass du diesen Schlüssel behältst. Du musst heute nicht wissen, wofür er ist. Vielleicht musst du es auch die nächsten Jahre nicht wissen. Aber wirf ihn nicht weg.”

Ich betrachtete sie, während sich erneut dieses unangenehme Ziehen in meinem Bauch ausbreitete. “Warum sollte ich einen Schlüssel behalten, von dem ich nicht einmal weiß, was er öffnet?”

“Weil ich dich darum bitte”, erwiderte June, und diesmal war von ihrem üblichen Schalk nichts mehr übrig.

“Oma ...“, begann ich, doch sie schüttelte langsam den Kopf.

“Versprich es mir, Maya.”

Ihre Stimme war so leise geworden, dass jede weitere Diskussion mit einem Mal völlig unwichtig erschien. Ich legte meine freie Hand auf die Jackentasche und spürte das kleine harte Stück Metall darunter. “Okay”, gab ich nach und sah ihr dabei in die Augen. “Ich verspreche es.”

Sofort entspannte sich etwas in ihrem Gesicht. June nickte zufrieden. “Gut.”

“Bekomme ich irgendwann erklärt, was das soll?“, hakte ich trotzdem nach.

“Vielleicht”, erwiderte sie und ihr vertrautes Lächeln kehrte endlich zurück.

“Du bist schrecklich”, stellte ich fest.

“Und trotzdem wirst du mich vermissen”, gab June zurück, während sie die Jacke anhob und mir hinhielt. “Jetzt zieh sie an. Draußen wird es langsam kalt.”

Ich schob die Arme hinein und ließ sie anschließend meinen Kragen zurechtrücken. Ihre Hände blieben einen Moment auf meinen Schultern liegen, und plötzlich war wieder dieses Gefühl da, das ich den ganzen Tag erfolgreich weggeschoben hatte. “Du könntest wenigstens versuchen, mich aufzuhalten”, murmelte ich.

June hielt mitten in der Bewegung inne. “Warum sollte ich das tun?”

“Weil du mich hier haben willst?“, fragte ich und hasste, wie unsicher meine eigene Stimme plötzlich klang.

“Natürlich will ich dich hier haben.” Sie strich mit beiden Händen über meine Oberarme. “Aber noch mehr möchte ich, dass du gehst, wenn du gehen möchtest. Du bist neunzehn, Maya. Du sollst studieren, Menschen kennenlernen, Fehler machen und wahrscheinlich mindestens einmal einen Mann mit nach Hause bringen, den ich nicht ausstehen kann.”

“Oma!” Ich starrte sie entsetzt an.

June hob unschuldig die Schultern. “Was denn? Ich war auch mal neunzehn.”

“Darüber möchte ich überhaupt nichts wissen”, erklärte ich sofort.

“Dein Opa war damals ziemlich—“, begann sie mit einem verdächtigen Funkeln in den Augen.

“Nein!” Ich hielt eine Hand hoch und wich lachend einen Schritt zurück. “Dieser Satz wird nicht beendet.”

“Feigling”, neckte June mich.

“Ich möchte einfach weiterhin schlafen können”, gab ich zurück und schüttelte mich demonstrativ.

Ihr Lachen erfüllte die kleine Küche, doch nach einigen Sekunden wurde sie wieder ernster. June nahm meine Hände und drückte sie zwischen ihren. “Geh nach Boston, Schatz. Finde heraus, wer du sein möchtest. Maple Creek verschwindet nicht, nur weil du eine Weile nicht hier bist.”

Meine Augen begannen zu brennen. “Und wenn es mir dort gefällt?“, fragte ich.

“Dann freue ich mich für dich”, antwortete June ohne zu zögern.

“Und wenn nicht?”

“Dann kommst du nach Hause”, erwiderte sie und drückte meine Hände noch einmal.

Das eine Wort traf mich mitten in die Brust. Zuhause. Ich senkte den Blick auf unsere ineinanderliegenden Hände. “Ich weiß nicht einmal, ob Maple Creek mein Zuhause ist.”

“Das musst du heute auch noch nicht wissen”, beruhigte June mich.

In diesem Moment ertönte draußen eine Hupe.

Ich fuhr herum und sah zur Uhr an der Wand. “Das kann doch noch nicht der Bus sein.”

June folgte meinem Blick. “Doch, Schatz. Das ist er.”

“Verdammt.” Ich ließ ihre Hände los und griff hektisch nach meiner Reisetasche.

“Maya Quinn”, tadelte June mich sofort.

“Entschuldigung”, murmelte ich und musste trotz meiner aufkommenden Panik grinsen.

June griff nach dem in Wachspapier gewickelten Päckchen auf dem Tisch und drückte es mir in die freie Hand. “Hier. Für unterwegs.”

Ich roch den Inhalt bereits durch das Papier. “Apfelkuchen?”

“Natürlich Apfelkuchen”, bestätigte sie und schob das Päckchen oben in meine offene Tasche. “Wer weiß, was sie in Boston essen.”

“Oma, Boston liegt nicht auf einem anderen Kontinent”, erinnerte ich sie.

“Für mich weit genug”, entgegnete June und zog den Reißverschluss meiner Tasche zu.

Die Hupe erklang erneut. Diesmal länger.

Ich griff nach dem Umschlag und steckte ihn ebenfalls ein, dann blieb ich mitten in der Küche stehen. Plötzlich gab es nichts mehr, womit ich mich beschäftigen konnte. Keine Äpfel mehr, die ich pflücken konnte, keinen Koffer, den ich noch einmal umpacken musste, und kein Ticket, das kontrolliert werden wollte. Ich musste nur noch gehen.

June sah mich einen Moment an, bevor sie die Arme öffnete. “Komm her, Apfelkind.”

“Ich hasse diesen Namen”, murmelte ich, während ich trotzdem sofort zu ihr ging und die Arme um sie legte.

“Ich weiß“, flüsterte sie dicht an meinem Ohr und hielt mich fest.

Ich vergrub mein Gesicht an ihrer Schulter. “Ich werde dich vermissen.”

“Das hatten wir schon”, erinnerte June mich, doch ihre Stimme zitterte jetzt leicht.

“Ich meine es ernst.”

“Ich auch, Schatz.” Ihre Hand strich langsam über meinen Rücken. “Aber du rufst mich an.”

“Natürlich rufe ich dich an”, versprach ich und löste mich ein kleines Stück von ihr.

“Jeden Tag”, verlangte June und wischte sich unauffällig mit dem Finger unter einem Auge entlang.

Ich hob die Brauen. “Jeden Tag?”

“Mindestens.”

“Oma, ich werde studieren”, erinnerte ich sie.

“Und hoffentlich trotzdem noch ein Telefon bedienen können”, gab sie trocken zurück.

“Zweimal die Woche”, schlug ich vor.

June sah mich an, als hätte ich sie persönlich beleidigt. “Das ist dein Angebot?”

“Dreimal.”

“Jeden zweiten Tag”, handelte sie mich hoch und streckte mir die Hand entgegen.

Ich betrachtete ihre ausgestreckte Hand und musste lachen. “Abgemacht.”

“Siehst du?” June schüttelte meine Hand einmal kräftig. “Schon kannst du verhandeln. Das Studium lohnt sich jetzt bereits.”

Die Hupe erinnerte uns ein drittes Mal daran, dass irgendwo draußen ein Busfahrer langsam die Geduld verlor. June öffnete die Haustür und deutete nach draußen. “Jetzt geh, bevor der Mann persönlich hereinkommt und dich abholt.”

Ich nahm meine Tasche und trat auf die Veranda. Die Luft war inzwischen kühler geworden, und automatisch zog ich meine Jacke enger um mich. Von hier aus konnte ich über einen Teil der Orchard sehen. Die Baumreihen zogen sich bis hinter den Hofladen, ein kleiner Traktor bewegte sich über den Feldweg und einige Mitarbeiter räumten bereits die leeren Kisten zusammen. Alles sah aus wie immer. Vielleicht war genau das so seltsam daran. Für mich fühlte sich dieser Moment riesig an, während Hayes Orchard vollkommen unbeeindruckt weiterarbeitete.

June trat neben mich und legte eine Hand an meinen Rücken. “Los mit dir, Schatz.”

Ich drehte mich noch einmal zu ihr. “Ich hab dich lieb.”

“Ich dich auch.” June zog mich ein letztes Mal an sich und küsste mich auf die Stirn. “Und jetzt geh.”

Ich löste mich von ihr, nahm meine Tasche und lief zur Straße. Der Bus wartete bereits mit laufendem Motor an der Haltestelle, die Tür stand offen und der Fahrer sah inzwischen tatsächlich so aus, als überlege er, ob er ohne mich losfahren sollte. Ich hatte ungefähr die Hälfte des Weges geschafft, als hinter mir mein Name erklang.

“Maya!”

Ich blieb stehen und drehte mich um.

Jonah stand am Rand einer Baumreihe. Seine Arbeitshandschuhe hielt er inzwischen in einer Hand, die andere steckte in der Hosentasche. June stand einige Meter weiter auf der Veranda und sah zwischen uns hin und her.

“Was?“, rief ich zu Jonah zurück.

Er zögerte einen Moment, bevor er die freie Hand hob. “Mach’s gut, Maya.”

Ich lächelte und hob ebenfalls die Hand. “Du auch, Farmer Boy.”

Jonah schüttelte den Kopf und grinste. “Und zerquetsch in Boston keine Äpfel!”

“Such dir ein Hobby!“, rief ich zurück.

“Hab ich!“, kam seine Antwort sofort.

Ich ging rückwärts die letzten Schritte zum Bus und breitete die Arme aus. “Arbeiten zählt nicht!”

Junes lautes Lachen trug bis zur Straße, während Jonah nur den Kopf schüttelte. Der Busfahrer dagegen sah aus, als hätte er seinen Sinn für Humor bereits vor zwanzig Jahren verloren. Ich hob noch einmal die Hand, diesmal sowohl für June als auch für Jonah, und stieg schließlich ein.

Am Fenster fand ich einen freien Platz und stellte meine Tasche zwischen meine Füße. Als der Bus langsam anfuhr, presste ich die Hand gegen die Scheibe. June stand noch immer auf der Veranda und winkte. Jonah war nicht zu seinen Kisten zurückgegangen. Er stand zwischen den Bäumen, die Handschuhe noch immer in einer Hand, und sah dem Bus hinterher. Erst als die Orchard hinter der ersten Kurve verschwand, ließ ich mich gegen die Rückenlehne sinken.

Etwas drückte gegen meine Hüfte.

Ich griff in die Innentasche meiner Collegejacke und ertastete den kleinen Schlüssel, den June dort hineingesteckt hatte. Einen Moment lang überlegte ich, ihn herauszunehmen und genauer anzusehen, doch dann ließ ich ihn einfach dort. Ich würde sie beim nächsten Telefonat danach fragen. Spätestens Weihnachten würde June mir sowieso erklären müssen, was dieses ganze Geheimnis sollte.

Damals war ich neunzehn und vollkommen überzeugt davon, dass mein eigentliches Leben gerade erst begann. Boston lag vor mir, Maple Creek hinter mir, und ich glaubte, dass genau das die Richtung war, in die ich gehörte.

Den Schlüssel vergaß ich irgendwann in der Tasche meiner alten Collegejacke.

Maple Creek nicht.

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Farial-Jap-Girl: なんて素敵で、予想もしなかった読書体験なんでしょう! これは間違いなく、ありきたりな恋愛小説ではありません。むしろ、そうじゃないことに感謝したいくらいです。登場人物たちがとてもリアルに感じられるんです。欠点があって、複雑で、情熱的で、人間らしい「白か黒かでは割り切れない」魅力的なグレーの部分に満ちています。怒りや支配、愛、そして怒りの赤い霧に飲み込まれそうになったときに、別の道を選ぶ可能性を描いているところも、とても好きでした。でも正直、一番の驚きは、この本がとにかく楽しく読めたこと! 作者はヒロインの声を見事に描き出していて、私はすっかり別の時代、別の場所へ連れ去られたような気分になりました...

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The zatorian

jo987_123: This is a good story, but it needs a good editor to go through this iteration and fix the mistakes. The pov changes from 1st person to 3rd person, often, and sometimes within one sentence. It needs a liberal sprinkling of punctuation marks throughout, and a decision needs to be made about the char...

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Called by the Alpha

E: I like it but the style is just a little too disjointed. The short snippet sentences work in certain moments, but there are so many that it doesn't feel like it's flowing as well as it could be. I really like the plot and plan to continue. That is just meant as a little form of feedback. Thanks for ...

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The Grumpy Next Door

emmylee.p.: Funny, cute, heartwarming, good writing, great characters, and a bit of spice

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Pumpkins, Apples & Second Chances