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Home was Never planned

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Summary

Natalie Ehlert wollte eigentlich nur ein paar unbeschwerte Tage in Berlin verbringen, bevor ihr letztes Pflichtpraktikum sie in die USA führt. Dann trifft sie Logan. Charmant. Chaotisch. Direkt. Musiker – sagt er. Was er ihr nicht sagt: Dass er Logan Hale ist, Frontmann der weltberühmten Alternative-Rock-Band Hollow Lights. Dass Millionen Menschen sein Gesicht kennen. Und dass eine Schauspielerin offiziell als seine Freundin gilt. Für Natalie fühlt sich ihre kurze Zeit mit ihm echt an – bis sie ihn auf einer Bühne vor Tausenden Menschen wiedererkennt und begreift, wie viel er ihr verschwiegen hat. Sie geht. Und wenige Wochen später hält sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Als ihr Versuch, Logan zu erreichen, unbeantwortet bleibt, glaubt Natalie, seine Antwort verstanden zu haben. Also baut sie sich allein ein neues Leben in Willow Creek, Texas auf – ohne zu ahnen, dass ausgerechnet dort Logans Familie lebt. Monate später führt ein Weihnachtskonzert sie wieder zusammen. Natalie ist inzwischen hochschwanger. Logan sieht sie – und begreift zum ersten Mal, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Denn er wusste nichts von der Schwangerschaft. Was folgt, ist kein einfacher zweiter Versuch. Zwischen ihnen liegen Lügen, abgefangene Nachrichten, eine inszenierte Promi-Beziehung, eine gnadenlose Presse und viel zu viele Entscheidungen, die andere für sie getroffen haben. Und plötzlich müssen Natalie und Logan herausfinden, ob Vertrauen nach all dem überhaupt noch einmal wachsen kann. Nicht durch große Gesten. Sondern durch Ehrlichkeit. Durch Bleiben. Und durch hundert kleine Entscheidungen, morgen wiederzukommen. Home Was Never Planned ist eine emotionale Rockstar Romance über eine ungeplante Schwangerschaft, zweite Chancen, Found Family und die Erkenntnis, dass Zuhause manchmal genau dort entsteht, wo man es niemals gesucht hätte. 🤍

Genre
Drama
Author
Mermi
Status
few sec ago
Chapters
45
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1


KAPITEL 1

Der Anfang vom Ende

Es gibt diesen einen bestimmten Geruch, den nur leergeräumte Wohnungen haben. Er schmeckt nach Staub, alten Erinnerungen und dem unumstößlichen Schlussstrich unter ein Kapitel, das man einmal sein Zuhause genannt hat.

Ich stehe mitten im Wohnzimmer, stütze die Hände in die Hüften und blicke auf den Stapel brauner Kartons, die sich wie kleine Schutzmächte an den Wänden aufreihen. Der Dielenboden hallt wieder, so wie an dem Tag, als ich vor vier Jahren mit zwei Kisten und einer Matratze hier eingezogen bin. Alles ist verpackt, beschriftet und für den großen Transport in die USA bereit.

„Wenn du noch eine Minute länger auf diesen Karton starrst, Nat, fängt er von alleine an zu brennen.“

Mila taucht in der Türöffnung auf, die dunkelblonden Haare zu einem unordentlichen Dutt hochgebunden, eine große Tasse Kaffee in der einen und eine Rolle Klebeband in der anderen Hand. Sie wirkt wie die personifizierte Lebensenergie – der absolute Gegenpol zu meiner inneren Starre, in der ich seit zwei Tagen gefangen bin.

„Ich kontrolliere nur, ob die Beschriftung stimmt“, versuche ich mich herauszureden und deute auf die klobige Filzschreiberaufschrift KÜCHE – ZERBRECHLICH.

„Ja, klar“, schnaubt Mila, kommt auf mich zu und drückt mir die Kaffeetasse in die Hand. „Du hast diese Kiste in den letzten zwei Stunden genau viermal umgestellt. Du schiebst Panik, Natalie. Und ehrlich gesagt? Es steht dir überhaupt nicht.“

Ich nehme einen Schluck von dem heißen Kaffee und schließe kurz die Augen.

Sie hat ja recht.

Der 18. Juli.

In ungefähr einer Woche geht mein Flug nach Texas. Mein Praxissemester beim Harlow Event Studio in Willow Creek wartet, die Zusage ist fix, die Wohnung in Amerika organisiert. Es ist die Chance auf einen echten Neuanfang. Ein Cut, nachdem mein Leben in Deutschland in den letzten Jahren immer enger, leiser und schwerer geworden ist.

„Ich schiebe keine Panik“, behaupte ich, obwohl meine Stimme ein wenig zu dünn klingt. „Ich bin einfach nur … müde. Der ganze Papierkram mit der Uni, die Zeugnisse, die Kündigung.“

„Du bist seit zwei Wochen ununterbrochen am Rotieren“, stellt Mila fest und tippt mir energisch mit der Zeigefingerspitze gegen die Stirn. „Du hast dich in dieser Bude verbarrikadiert, hast fünf Kisten am Tag gepackt und lebst von Lieferdienst-Pizza. Es reicht jetzt. Wir haben den halben Nachmittag rum, das Nötigste ist erledigt. Du gehst jetzt raus.“

„Mila, ich muss die Flurkommode noch—“

„Die Flurkommode läuft nicht weg, Nat!“, unterbricht sie mich unbarmherzig, greift nach meiner Hand und zieht mich rigoros in Richtung Flur. „Du bist in Berlin. Deine Hauptstadt-Tage sind gezählt. Wenn du jetzt nicht für mindestens zwei Stunden frische Luft schnappst, schleife ich dich eigenhändig an den Landwehrkanal. Ich bleibe hier, klebe die letzten Kartons zu und trinke deinen restlichen Kaffee. Los. Raus mit dir!“

Ich sehe sie an, will ansetzen zu protestieren, aber der entschlossene, liebevolle Blick in ihren Augen lässt mir keine Chance. Mila kennt mich seit dem ersten Semester. Sie weiß ganz genau, wann ich mich in meinen eigenen Gedanken verrenne und wann ich einen Stoß ins echte Leben brauche.

„Zwei Stunden“, verhandle ich und greife nach meiner leichten Stoffjacke und der Schultertasche.

„Drei“, kontert Mila grinsend und drückt mich sanft zur Wohnungstür hinaus. „Und bring mir auf dem Rückweg einen von diesen absurd teuren Hafer-Cappuccinos von dem Laden an der Ecke mit!“

Bevor ich antworten kann, fällt die schwere Holzflügeltür ins Schloss.

Die Julisonne steht tief über den Berliner Dächern und taucht die Straßen Neuköllns in ein warmes, goldenes Licht.

Als ich die Stufen meines Aufgangs hinuntergehe, atme ich tief durch. Die Luft riecht nach Sommer, warmem Asphalt, Abgasen und dem Duft von blühenden Linden. Trotz der Unruhe in meiner Brust liegt eine eigentümliche Schwerelosigkeit über der Stadt. Menschen sitzen vor den kleinen Cafés, lachen, trinken Kaltgetränke, während Fahrräder an mir vorbeifahren.

Ich lasse mich einfach treiben.

Meine Beine tragen mich ganz von alleine in Richtung Ufer. Der Landwehrkanal ist an diesem späten Nachmittag belebt, aber je weiter ich am Maybachufer entlangschlendere, desto ruhiger wird es. Die Bäume werfen lange, schützende Schatten auf den Gehweg, und das Wasser glitzert wie flüssiges Gold.

Nach etwa zwanzig Minuten erreiche ich eine der kleinen, etwas abgelegeneren Holzstiegen direkt am Kanalufer. Ein Stück weiter drüben sitzen ein paar Studenten auf der Wiese, doch die kleine Holzbank ganz nah am Wasser ist frei.

Ich trete an die Kante, lasse meine Tasche ins Gras gleiten und setze mich auf das von der Sonne aufgewärmte Holz. Ich ziehe die Knie an den Oberkörper, schlinge die Arme darum und stütze das Kinn ab.

Das leise Glucksen des Wassers tut gut.

Zum ersten Mal seit Tagen hält die Maschinerie in meinem Kopf an.

Kein Zeitplan, kein Texas, keine Visa-Formulare, keine Wohnungsübergabe.

Nur das Licht auf den Wellen.

„Wenn du so dicht am Rand sitzt, fällst du rein, sobald ein Ausflugsdampfer vorbeikommt.“

Die Stimme kommt überraschend, tief und mit einem leisen, rauen Unterton, der mir augenblicklich eine feine Gänsehaut über die Arme jagt.

Ich schrecke leicht hoch und drehe den Kopf zur Seite.

Nur zwei Meter neben mir steht ein Mann.

Er hat die Hände tief in den Taschen einer ausgewaschenen, dunklen Jeans vergraben. Er trägt ein schlichtes, schwarzes T-Shirt, dessen Stoff sich über breiten Schultern spannt, und eine dunkelblaue Cap, die tief ins Gesicht gezogen ist. Unter dem Schirm blicken mich zwei intensiv grüne Augen an – hell, wach und mit einem unaufdringlichen, leicht amüsierten Funkeln.

Unter den hochgekrempelten Ärmeln seines Shirts zeichnen sich komplexe, dunkle Tätowierungen ab, die bis zu seinen Handgelenken reichen. Einige Linien an einem Arm wirken dunkler und schärfer als die anderen, als wären sie noch nicht besonders alt.

Er sieht aus wie jemand, der nicht hierher passt – und der gleichzeitig völlig eins wird mit diesem Versteck am Wasser.

„Ich habe gute Reflexe“, erwidere ich, überrascht über meine eigene Schlagfertigkeit, und wende den Blick nicht sofort ab. „Außerdem kommen die großen Dampfer hier selten durch.“

Der Typ schmunzelt. Es ist kein überhebliches Lächeln, sondern ein überraschend warmes, fast jungenhaftes Grinsen, das kleine Fältchen um seine Augen zaubert.

„Man kann nie wissen“, sagt er, macht zwei Schritte auf die Bank zu und deutet vage auf das freie Ende der Holzkonstruktion. „Ist hier frei? Oder wartest du auf jemanden?“

„Es ist frei“, sage ich und rücke unwillkürlich ein Stück zur Seite, um ihm Platz zu machen. „Ich warte nur darauf, dass mein Kopf aufhört zu rotieren.“

Er stößt ein leises, kehliges Lachen aus und setzt sich. Seine Bewegung ist geschmeidig, ungezwungen. Er riecht nach frischer Luft, teurem Parfüm und ganz leicht nach Kaffee.

„Klingt nach einem harten Tag“, merkt er an und stützt die Ellenbogen auf seine Knie. Er nimmt die Cap ab, fährt sich mit einer Hand durch die leicht zerzausten, dunklen Haare und setzt die Mütze verkehrt herum wieder auf.

„Eher nach einer harten Woche“, korrigiere ich leise und blicke wieder aufs Wasser. „Oder einem harten Monat. Ich packe gerade mein ganzes Leben in Kartons.“

„Umzug?“, fragt er interessiert.

„So ähnlich. Ich verlasse Berlin. Nächste Woche fliege ich weg.“

Für einen kurzen Moment wird sein Blick merkwürdig still. Er beobachtet mich von der Seite, ohne dass es unangenehm wirkt.

„Wohin geht’s?“

„USA. Texas. Ein kleines Nest. Ich mache dort mein Praxissemester.“

Mehr sage ich nicht.

Nicht den Namen der Stadt. Nicht den der Agentur. Es gibt keinen Grund, einem Fremden am Landwehrkanal meinen kompletten Lebenslauf auszubreiten.

Ein überraschter Zug fliegt über seine Gesichtszüge, bevor er ihn schnell wieder glättet.

„Texas“, wiederholt er langsam, fast nachdenklich. Seine Stimme klingt auf einmal etwas leiser. „Das ist weit weg. Ziemlicher Kontrast zu Berlin.“

„Genau das brauche ich, glaube ich“, gebe ich ehrlich zu und wundere mich selbst darüber, wie leicht mir diese Worte gegenüber einem völlig Fremden über die Lippen kommen. „Ein bisschen Ruhe. Überschaubarkeit. Einen Ort, an dem nicht alles so laut und voll ist.“

Der Mann blickt auf die Wasseroberfläche hinaus. Ein kleiner Windhauch streift über den Kanal und lässt die Blätter der Weiden über uns rascheln.

„Glaub mir“, sagt er leise, „ich kann den Wunsch nach einem ruhigen Ort verdammt gut verstehen.“

Ich drehe den Kopf und betrachte sein Profil. Seine Kieferlinie ist scharf geschnitten, über der rechten Braue hat er eine kleine, feine Narbe. Er wirkt erschöpft – nicht auf die Art, wie man nach einem langen Arbeitstag müde ist, sondern mit einer tiefen, inneren Anspannung, die nicht zu diesem ruhigen Sommerabend passen will.

„Du bist auch nicht von hier, oder?“, frage ich neugierig.

Seine Aussprache ist perfektes Hochdeutsch. Kein Akzent, an dem ich ihn festmachen könnte. Und trotzdem liegt in seiner ganzen Art etwas, das nicht nach Berlin wirkt.

Er lacht trocken.

„Nein. Ich bin … geschäftlich hier. Für ein paar Tage. Ein paar Termine, die ich abarbeiten muss, bevor es weitergeht.“

„Klingt stressig.“

„Ist es meistens. Aber heute Abend nicht.“

Er dreht das Gesicht zu mir und sieht mich direkt an. Die Sonne spiegelt sich in seinen grünen Augen.

„Heute Abend sitze ich an einem Kanal mit einem Mädchen, das nach Texas auswandert, und schaue aufs Wasser. Es gibt Schlechteres.“

Ein unwillkürliches Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen. Die Anspannung der letzten Tage, die ständige Unruhe im Magen – auf einmal ist alles seltsam weit entfernt.

„Ich bin übrigens Natalie“, sage ich und strecke ihm spontan meine Hand entgegen.

Er sieht auf meine Hand hinab, zögert für einen Bruchteil einer Sekunde, als müsste er kurz nachdenken, und ergreift sie dann.

Seine Handfläche ist groß, warm und leicht rau. Der Druck seiner Finger ist fest und gibt mir ein merkwürdiges Gefühl von Halt.

„Logan“, antwortet er.

Nur Logan.

„Einfach Logan?“, frage ich schmunzelnd.

Ein Mundwinkel hebt sich.

„Einfach Logan.“

Er lässt meine Hand langsam wieder los.

„Das reicht völlig aus für heute Abend.“

Wir sitzen noch fast zwei Stunden auf dieser kleinen Bank am Wasser.

Aus den ursprünglichen zehn Minuten Stille wird ein langes, fließendes Gespräch.

Wir reden nicht über große Lebenspläne oder schwere Themen. Wir reden über die schlechtesten Eiskaffees der Stadt, über die merkwürdigsten Angewohnheiten von Berliner Busfahrern und die Frage, warum Sommerabende immer viel zu schnell vergehen.

Logan hört mir zu auf eine Art, die ich selten erlebt habe – aufmerksam, präsent, ohne ständig auf sein Telefon zu schauen oder abgelenkt zu wirken.

Wenn er lacht, verwandelt sich seine gespannte Haltung vollkommen. Er wirkt nahbar, unverschämt charmant und auf eine fast gefährliche Weise attraktiv.

Als die Sonne schließlich als tiefroter Feuerball hinter den Dächern versinkt und die Luft langsam kühler wird, merke ich, wie spät es geworden ist.

„Ich muss zurück“, sage ich schweren Herzens und stehe auf. „Mila köpft mich sonst. Ich sollte ihr eigentlich vor einer Stunde Kaffee bringen.“

Logan steht ebenfalls auf. Er überragt mich um mehr als einen Kopf. Er schiebt die Hände wieder in die Hosentaschen und sieht mich an.

„Mila ist die Mitbewohnerin?“, fragt er mit einem Schmunzeln.

„Die beste Freundin. Und die Chefin meiner Packkolonne“, grinse ich und nehme meine Tasche auf.

„Danke für das Gespräch, Natalie“, sagt Logan. Seine Stimme ist warm und ehrlich. „Ich habe schon lange nicht mehr so einen entspannten Abend gehabt.“

„Ich auch nicht, Logan.“

Ich zögere kurz, bleibe auf dem Gehweg stehen und sehe ihn an.

„Bist du morgen auch noch in der Stadt?“

Er nickt langsam, und ein feines Lächeln legt sich auf seine Lippen.

„Ich habe morgen Nachmittag ein paar Stunden Luft. Wenn du möchtest … zeige ich dir den schlechtesten Eiskaffee von ganz Kreuzberg.“

Ich muss leise lachen.

„Das klingt nach einem furchtbaren Deal.“

„Der beste furchtbare Deal der Stadt“, kontert er trocken. „Morgen um vier? Hier am Kanal?“

„Morgen um vier.“

Ich drehe mich um und gehe den Weg am Ufer zurück.

Als ich nach fünfzig Metern kurz den Kopf wende, steht Logan noch immer an der Holzbank unter der Weide, die Hände in den Taschen, und sieht mir nach.

Als ich dreißig Minuten später die Wohnungstür öffne, kommt mir Mila bereits mit verschränkten Armen entgegen.

„Du bist eine Stunde zu spät!“, ruft sie streng, doch als sie mein Gesicht sieht, hält sie inne.

Sie zieht die Augenbrauen hoch und mustert mich haarscharf.

„Okay, stopp. Warum lächelst du so dämlich? Und wo ist mein Kaffee?“

„Ich habe den Kaffee vergessen“, gebe ich zu und lasse meine Tasche auf den Boden gleiten.

Mila stemmt die Hände in die Hüften.

„Du hast meinen Hafer-Cappuccino vergessen? Natalie! Wer war er?“

„Niemand“, versuche ich auszuweichen und spüre, wie mir eine leichte Röte ins Gesicht steigt. „Einfach nur jemand am Kanal.“

„Niemand bringt dich dazu, Kaffee zu vergessen und auszusehen wie ein Honigkuchenpferd“, zischt Mila grinsend, kommt auf mich zu und pufft mich energisch in die Schulter. „Los, erzähl! Wie heißt er?“

„Logan“, sage ich leise.

Und muss sofort wieder lächeln.

„Sein Name ist Logan.“

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