Prolog
Mika ist wie jeden Tag auf dem Weg zur Bushaltestelle, doch im Gegensatz zu den meisten anderen Tagen goss es heute bereits den ganzen Tag in strömen. Auf der Straße neben ihm bilden sich bereits viele Pfützen. Die Abflüsse sind sichtlich überfordert mit den Wassermassen.
Soweit ist es doch sonst nicht, denkt sich Mika. Er kommt an der Haltestelle an und ist völlig durchnässt. Kurze Zeit später kommt bereits der Bus.
Im Bus vibiert Mikas Handy. Er greift in seine Hosentasche um heraus zu holen. Auf dem Display sieht er eine Nachricht von Julian:
"Hey, wegen des Schulprojekts. Wie wollen wir das eigentlich machen?"
Mika antworet:
"Ich bin gerade noch im Bus. Muss erstmal nach Hause. Ich bin völlig durchnässt. Ich rufe dich dann an!"
Julian:
"Jo alles klar"
Aus dem Bus ausgestiegen muss Mika noch ein kleines Sück den Wald gehen. Der Waldboden ist total matschig und aufgeweicht durch den Regen. Vor sich entdeckt Mika Abdrücke im Matsch. Er denkt sich, hier geht doch sonst niemand lag; Papa nimmt doch immer das Auto und Mama hat Urlaub, bei dem Wetter geht sie sicher nicht raus. So auf die Spuren fixiert bemerkt er den unebenen Boden gar nicht. Er tritt in ein Loch, verliert das Gleichgewicht und landet im Schlamm. Gerade als er aufstehen möchte sieht er die Schuhe einer Person, die plötzlich vor ihm steht.
Ich, Julian, schaue auf die Uhr. Wann will mich der Idiot eigentlich anrufen? Es ist schon 22:39 Uhr. Er ist zwar nicht immer der vorbildlichste, aber bei wichtigen Sachen ist er zuverlässig, denke ich mir. Ich bin schon etwas besorgt. Ich schnappe mir mein Handy auf dem Display ist keine neue Nachricht. So langsam muss er doch zu Hause sein. Dann rufe ich ihn eben an. Ich entsperre mein Handy, öffne meine Kontakte. Nach kurzem scrollen fand ich ihn. Es klingelt gar nicht erst, stattdessen kommt die Ansage "Der gewüschte Teilnehmer ist zur Zeit nicht zu erreichen". Was ist denn da los? Dann versuch ich es eben bei seiner Mutter. Sie nimmt auch direk ab.
Julian: "Guten Abend Frau Winter hier ist Julian."
Frau Winter: "Oh hallo Julian. Warum rufst du denn so spät noch an?"
"Ich wollte fragen was mit Julian ist"
"Was soll denn mit ihm sein? Er ist bis jetzt noch nicht zu Hause."
"NICHT?"
"Nein, ich dachte er wäre vielleich noch bei dir. Ihr macht doch sonst so viel."
"Nein ist er nicht."
"Hm das ist komisch."
"Ich komme vorbei"
"Nein, es ist bereit..."
Bevor sie ausreden konnte legte ich bereits auf. Ich schnappe mir meine Jeans und mein Pullover. Ich ziehe mir meine Regenjacke über und mache mich auf den Weg nach draußen. Auf dem zur Haustür ruft meine betrunkene Mutter: "Eyy Bengel, wo willst du hin?". Ich antworte:" Ich muss nochmal los zu Mika." Sie setzt ihr Weinglas ab und sagt: "Alles dreht sich bei dir immer um diesen Mika. Du bist doch keine Schwuchtel oder?" Ohne zu antworten gehe ich zu Tür hinaus dabei knallt die Tür hinter mir ins Schloss. Ich schließe mein Fahrrad ab und mache mich auf den Weg.
Was hat meine Mutter eigentlich für ein Problem. Sie hängt immer nur an diesem scheiß Alkohol...drecks Säuferin. Anstatt sich Gedanken zu machen warum ich so spät nochmal weg muss. Nein sie macht sich nur sorgen, dass ich zu einem Typen gehe. Wie kann man nur so sein.
Julian kommt am Wald an. Er steht alleine vor dem Wald, weit und breit ist niemand. Die Laternen des Waldweges müssen schon älter sein. Ihr Licht reicht kaum aus um den Boden zu beleuchten. Das muss der Weg sein den Mika immer geht. Der ist viel zu matschig da komme ich mit meinem Fahrrad nicht lang, denkt er sich. Julian schiebt sein Fahrrad zur Laterne am beginn des Weges und schließt es dort an.
Der Wald wirkt unheimlich. Das Licht der Laternen reicht gar nicht in den Wald hinein. Es ist pech-schwarz in ihm. Auf der Hälfte des Weges durch den Wald entdeckt er einen kleinen Notizzettel. Julian bückt sich und hebt den nassen und dreckigen Zettel auf und öffnet ihn:
Schulprojekt mit Julian; Thema: XY
Den hatte sich Mika doch heute geschrieben, denkt sich Julian. Kurze Zeit später kommt er bei Mikas Haus an. Obwohl es mittlerweile kurz vor 0 Uhr ist brennt das Licht noch. Julian klingelt und kurze Zeit später öffnet Mikas Mutter die Tür.
Sie führt ihn ins Wohnzimmer in dem auch Mikas ater sitzt. Er wirkt sichtich unruhig und nachdenklich. Als er Julia sieht platzt es aus ihm heraus: "Wo ist mein Sohn? Du bist hängst doch immer mit ihm rum." Julian antwortet mit zittriger Stimme: "Ich...Ich weiß nicht. Aber auf dem Weg hab ich den Zettel gefunde. Den hat er heute im Unterricht geschrieben."








