Machaia: Dark Devotion by MK at Inkitt
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Machaia: Dark Devotion

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Summary

Sie war sein Köder. Jetzt ist sie seine tödlichste Waffe. Nach dem Angriff auf das Anwesen gibt es kein Zurück mehr. Maja gehorcht nicht mehr – sie herrscht mit. Auf den Trümmern von Damons Imperium entbrennt ein hochgefährlicher Machtkampf aus dunkler Obsession, Machtrausch und verzehrender Begierde. Damon wollte sie besitzen. Doch um sie zu halten, muss er ihr sein Herz und seine Krone zu Füßen legen.

Genre
Romance
Author
MK
Status
Ongoing
Chapters
4
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1

Maja

Der Bass war kein Geräusch, er war ein physischer Druck. Er traf mich direkt in der Magengegend, vibrierte durch das kalte Glas in meiner Hand und pflanzte sich fort, bis meine Zehenspitzen in den hohen Absatzschuhen prickelten. Der Club Black Eclipse machte seinem Namen alle Ehre. Die Decke war unendlich hoch und schluckte das meiste Licht, während breite, purpurrote und tiefblaue Neonscheinwerfer wie Suchscheinwerfer durch den leichten Dunst aus Kunstnebel und teurem Parfüm schnitten.

Ich strich mir eine wilde, braune Haarlocke aus der Stirn und zog vorsichtig am Saum meines grünen Samtkleides. Es war eng. Viel enger als alles, was ich jemals in meiner Heimatstadt getragen hätte. Wenn ich ehrlich zu mir selbst war, hatte ich beim Anziehen vor dem Badezimmerspiegel sicher zehn Minuten damit verbracht, mich aus allen Winkeln zu betrachten. Ich war nie eines dieser gertenschlanken Mädchen gewesen, die in den Modemagazinen abgedruckt wurden. Meine Hüften waren schwungvoll, meine Oberweite füllte das Dekolleté mehr als reichlich aus, und mein Hintern sorgte dafür, dass der Stoff des Kleides knapp über meinen Oberschenkeln endete. Aber heute hatte Sophie mir keine Ausreden durchgehen lassen.

„Du ziehst das an, Maja. Du bist wunderschön, du hast Kurven, um die dich andere umbringen würden, und wir feiern heute Nacht den Beginn deines verdammten Lebens!“, hatte sie in unserer noch halb ausgepackten Wohnung gerufen und mir den Lippenstift in die Hand gedrückt.

Sie hatte recht gehabt. Neues College, eine völlig fremde, riesige Stadt und die erste eigene Wohnung. Drei Jahre lang hatte ich mich nur auf meine Schulabschlüsse, meine Kurse und meine Perfektion konzentriert. Ich war das brave, verlässliche Mädchen gewesen. Die Maja, die nie zu spät kam, die noch nie eine Regel gebrochen hatte und die bei Partys normalerweise nach zwei Stunden fragte, wann man nach Hause fuhr.

Aber heute Nacht war etwas anders. Eine recklose, fast schon gefährliche Unterströmung von Abenteuerlust brannte in meinen Adern.

„Maja! Hallo? Erde an Maja!“, riss mich Sophies lachende Stimme aus meinen Gedanken. Sie drängte sich durch eine Gruppe von Männern in teuren Hemden zu mir durch und hielt zwei farbenfrohe Gläser in die Höhe, in denen Eiswürfel klirrten. „Gott, du stehst hier wie eine Statue! Schau dich doch mal um. Der Laden ist voll von absoluten Blickfängen!“

Ich nahm das Glas entgegen und schmunzelte über ihre unbedarfte Art. „Ich versuche nur, verarbeiten zu können, dass wir wirklich hier sind. Schau dir diese Einrichtung an, Sophie. Das sieht aus wie der Zufluchtsort von irgendwelchen Multimillionären.“

„Ist es wahrscheinlich auch“, erwiderte sie unbeeindruckt, nahm einen kräftigen Schluck und zwinkerte mir über den Rand ihres Glases hinweg zu. „Und mittendrin stehen wir. Also nutz es aus! Du hast mir versprochen, dass heute die alten Regeln nicht mehr gelten.“

Ich spürte, wie mir augenblicklich eine hitzige Röte in die Wangen stieg. Sophie wusste natürlich Bescheid. Sie war die Einzige, die mein kleines, fast schon peinliches Geheimnis kannte. Ich stand mitten in einem der exklusivsten Clubs der Stadt und hatte noch nie einen Mann berührt. Noch nie hatte ich jemanden wirklich nah an mich herangelassen. Die Jungs an meiner alten Schule waren mir immer wie unreife Kinder vorgekommen, und ich hatte stur auf den richtigen Moment gewartet. Doch irgendwann war aus dem Warten eine Blockade geworden. Eine unsichtbare Wand, die mich davon abhielt, einfach mal loszulassen.

„Ich habe nichts versprochen“, wiegelte ich schnell ab, doch mein Herz machte einen verräterischen Satz. „Ich habe nur gesagt, dass ich offen für etwas Neues bin.“

„Ein feiner Unterschied, meine Liebe!“, rief Sophie gegen den plätzlichen Stimmungswechsel der Musik an. Der DJ wechselte zu einem langsameren, dunklen Beat, der einen tiefen, verlockenden Bass hinterherzog. „Ich brauche dringend noch einen Drink, wenn ich diesen Laden heute Nacht rocken soll. Bleib genau hier stehen, hörst du? Lauf mir bloß nicht weg!“

Bevor ich antworten konnte, hatte sie sich bereits umgedreht und schlüpfte mit der Geschicklichkeit eines Aals durch die feiernde Menschenmenge in Richtung der massiven, beleuchteten Hauptbar.

Ich blieb allein am Rand der Tanzfläche zurück. Ich nahm einen großen Schluck aus meinem Glas. Der süßliche Alkohol brannte angenehm in meiner Kehle und breitete eine wohltuende, schwere Wärme in meiner Brust aus. Ich brauchte das. Ich brauchte den flüssigen Mut, um die Stimmen in meinem Kopf stumm zu schalten, die mir ständig sagten, ich solle vernünftig sein.

Ich stellte das leere Glas auf einem kleinen Stehtisch ab. Ich schloss für einen kurzen Moment die Augen, atmete den dichten Nebel und den Duft von teurem Alkohol ein und ließ die Musik einfach in meinen Körper dringen. Ich hob die Arme, strich mir durch die langen braunen Haare und fing langsam an, mich zu bewegen.

Zuerst zaghaft, dann immer freier. Ich wiegte meine Hüften im schweren Takt des Basses, strich mit den Händen über meine Taille und vergaß für ein paar kostbare Minuten, wer ich war. Die Blicke der anderen Gäste blendete ich aus. Meine grünen Augen blieben leicht geschlossen, während der Rhythmus mich komplett einnahm. Der Alkohol zeigte endlich Wirkung – meine Muskeln entspannten sich, die Scham verflog, und ich fühlte mich zum ersten Mal seit Ewigkeiten einfach nur frei, attraktiv und lebendig.

Ich war so versunken in der Musik, dass ich die plötzliche Veränderung der Luft um mich herum gar nicht bemerkte.

Erst als eine schwere, stickige Fahne aus billigem Aftershave und kaltem Rauch meinen Atem blockierte, schreckte ich auf.

Bevor ich auch nur einen Schritt zurückweichen konnte, schob sich ein stämmiger Kerl mit einem breiten, dreckigen Grinsen direkt vor mich. Er trug ein viel zu enges Hemd, dessen oberste Knöpfe offen standen, und seine glasigen Augen wanderten gierig über meinen Körper.

„Na, schau an“, raunte er laut genug, um die Musik zu übertönen. „Was tanzt denn so eine süße, kleine Versuchung hier ganz alleine?“

Ich erstarrte mitten in der Bewegung. Meine Arme sanken nach unten, und das angenehme Gefühl der Entspannung wandelte sich schlagartig in eine eiskalte Welle des Unbehagens.

„Ich bin nicht alleine“, erwiderte ich rasch und versuchte, meine Stimme so fest wie möglich klingen zu lassen, während ich einen Schritt nach hinten trat. „Ich warte auf meine Freundin.“

Doch noch bevor meine Hacke den Boden hinter mir berührte, krachte mein Rücken gegen etwas Hartes.

Ein zweiter Mann hatte sich klammheimlich hinter mich geschoben. Ich spürte den heißen Atem an meinem Nacken, als er sich tief zu meinem Ohr hinabbeugte. „Deine Freundin braucht aber ganz schön lange, Schätzchen“, flüsterte er rauchig und legte ungefragt eine schwere, schwitzige Hand direkt an meine Taille.

Ein Schauer des Ekel schoss durch mein Rückgrat. Meine grünen Augen weiteten sich vor Schock.

„Lass mich los!“, sagte ich scharf und versuchte, mich aus seinem Griff zu winden, doch der Kerl vor mir machte einen weiteren Schritt auf mich zu und schnitt mir den letzten Fluchtweg ab. Er stützte seinen Arm an der Wand neben meinem Kopf ab und kesselte mich vollkommen ein.

„Jetzt sei doch nicht gleich so zickig“, grinste er breit und trat so nah an mich heran, dass ich das Gewebe seines Hemdes auf meiner Haut spüren konnte. „Wir wollen doch nur ein bisschen Spaß haben. Du hast hier eben so schön die Hüften geschwungen … wär doch schade, wenn das umsonst gewesen wäre.“

Mein Herz hämmerte wie wild gegen meine Rippen. Panik stieg in mir auf, während ich mich vergeblich gegen die feste Hand an meiner Hüfte stemmte. Die laute Musik, das grelle Neonlicht und die vielen Menschen um uns herum schienen plötzlich meilenweit entfernt zu sein. Niemand beachtete uns. Niemand sah, wie ich eingesperrt war.

„Lass mich durch!“, bat ich, diesmal mit einem Zittern in der Stimme, das ich nicht verbergen konnte.

„Gleich, Kleines. Erst trinkst du einen mit uns“, sagte der Kerl vor mir und griff nach meinem Handgelenk.

Ich wollte gerade um Hilfe schreien, als die Luft um uns herum schlagartig eiskalt zu werden schien. Die laute Musik schien für einen Bruchteil einer Sekunde im Hintergrund zu verblassen, abgelöst von der plötzlichen, erdrückenden Präsenz einer Schattengestalt, die sich wie eine schwarze Wand hinter den beiden Männern aufbaute.

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Good Writing

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Strong Dialog

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