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Was uns gehört - Bevor wir fallen

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Summary

Mit einem Stipendium an der renommierten Saint Aurelius University beginnt für Susannah endlich das Leben, für das sie jahrelang gekämpft hat. Weit entfernt von Jacksonville, ihrer Vergangenheit und den Menschen, die sie für immer vergessen wollte. Doch während sie versucht, ihren Platz zwischen reichen Erben und der Elite Miamis zu finden, gerät ihr sorgfältig aufgebautes neues Leben immer mehr ins Wanken. Denn manche Geheimnisse lassen sich nicht für immer begraben.

Status
Ongoing
Chapters
8
Rating
5.0 1 review
Age Rating
16+

Kapitel 1 - Susannah

Nach gefühlten hundert Stunden Autofahrt und zehn Staus später, sehe ich endlich das Parkhaus der Universität vor mir. Ich fahre langsam bis zur Schranke vor und mustere den Schalter daneben. Kein Knopf, kein Ticketsystem, nichts. Ist das hier etwa mit Kennzeichenerkennung? Ich schaue mich irritiert um aber die Schranke bleibt konsequent unten. Ganz klasse. Ich will gerade den Rückwärtsgang wieder einlegen, da brüllt hinter mir plötzlich ein tiefer Motor auf. In meinem Rückspiegel taucht ein mattschwarzer Lamborghini Aventador auf. Der Wagen rollt langsam vor und bleibt so dicht hinter mir stehen, dass er mir schon regelrecht in den Kofferraum steigt. Ich schnaube leise und drücke schließlich den Help-Button an der Sprechanlage. Im selben Moment lässt der Typ hinter mir nochmal provokant den Motor aufheulen. Ist das gerade eigentlich sein Ernst? Endlich ertönt ein leises Klingeln und dann meldet sich eine männliche Stimme. „Wie kann ich Ihnen helfen?"

„Hi", sage ich und merke selbst, wie genervt ich bereits klinge. „Ich komm nicht ins Parkhaus rein."

„Haben Sie Ihren Studentenausweis dabei?" Ich öffne gerade den Mund, um zu antworten, da hupt der Lamborghini hinter mir. Das soll doch wohl ein schlechter Scherz sein? Ich lehne mich aus dem offenen Fenster und starre wütend durch die getönte Frontscheibe hinter mir.

„Kannst du keine fünf verdammten Sekunden warten?!" Als Antwort hupt er einfach nochmal. Oh, der will mich wirklich verarschen...

„Miss?" meldet sich die Stimme aus der Sprechanlage erneut. Ich presse genervt die Lippen zusammen und ziehe mich wieder ins Auto zurück.

„Ich hab noch keinen Ausweis", erkläre ich laut genug, um den Motor hinter mir zu übertönen. „Ich fang nächste Woche erst an."

„Vor dem Verwaltungsgebäude gibt es Besucherparkplätze", erklärt der Mann geduldig. „Mit Ihrem vorläufigen Ausweis können Sie anschließend hier parken." Ich lasse den Kopf genervt gegen die Kopfstütze fallen.

„Ich würde ja wieder rausfahren", antworte ich laut genug, damit der Idiot hinter mir es definitiv hören kann, „wenn hinter mir nicht so ein Prolet bereits rumstressen würde." Für einen Moment herrscht Stille am anderen Ende, dann höre ich den Mann nur schwer seufzen. Ein paar Sekunden später springt die Schranke endlich auf. Noch bevor ich losfahren kann, ertönt hinter mir erneut die Hupe. Ich verdrehe nur genervt die Augen und strecke kommentarlos meinen Mittelfinger aus dem Fenster. Dummes Arschloch. Ich bin noch keine fünf Meter ins Parkhaus gefahren, da schießt der Lamborghini mit heulendem Motor an mir vorbei und verschwindet in der unteren Etage. Was ist das denn bitte für ein arroganter Penner?? Ob die hier alle so drauf sind? Ich suche mir kopfschüttelnd einen freien Parkplatz und lasse meinen Golf langsam zwischen den Reihen aus glänzenden Luxuskarossen rollen. Mercedes, Porsche, Audi... Vereinzelt sogar Bentleys und irgendwelche Sportwagen, deren Namen ich nicht einmal kenne. Und mittendrin mein schwarzer GTI. Ich fühle mich bereits jetzt vollkommen fehl am Platz. Ich parke schließlich zwischen einem weißen Range Rover und einem silbernen Porsche Panamera. Ich schalte den Motor aus und betrachte mich kurz im Rückspiegel. Ich sehe genauso beschissen aus, wie ich mich fühle. Ich wische die verschmierte Wimperntusche unter meinen Augen weg und streiche mir die Haare aus dem Gesicht. Die Fahrt hat mich komplett zerstört, mir tut einfach alles weh. Mit einem Seufzen steige ich schließlich aus dem Wagen. Meine Beine fühlen sich an, als wären sie aus Blei, und mein Nacken bringt mich auch langsam um. Ich strecke mich und biege den Rücken durch, bis meine Wirbelsäule hörbar knackt. Ein paar Meter weiter gleiten in genau dem Moment die Aufzugtüren auf und ein Typ mit Sonnenbrille und schwarzem Hoodie steigt aus. Zwischen den Lippen klemmt eine Zigarette, die er sich bereits anzündet, bevor er überhaupt den Aufzug verlassen hat. Das ist doch bestimmt der Arsch mit dem Aventador von eben... Er schlendert an den geparkten Autos vorbei und bewegt sich, als würde ihm der ganze verdammte Campus gehören. Mein Blick bleibt automatisch an seinen Tattoos hängen. Sie ziehen sich über seine Hände, die Finger, die sichtbaren Unterarme und sogar den Hals. Und direkt vorne an seiner Kehle prangt in schwarzen, fetten Buchstaben der Name Nate. Und zu meinem Ärgernis muss ich zugeben, dass der Typ verdammt gut aussieht. Selbst in dem weiten Hoodie sieht man, wie trainiert sein Körper offenbar ist und als er sich seine Sporttasche über die Schulter wirft, zeichnen sich sichtbar die Sehnen auf seinen Unterarmen ab. Fuck. Okay, er ist wirklich heiß. Und wahrscheinlich ein absoluter Vollidiot. Als hätte er meine Gedanken gehört, dreht er in genau dem Moment leicht den Kopf in meine Richtung. Hinter der Sonnenbrille kann ich seine Augen nicht sehen aber ich spüre trotzdem sofort, dass er mich mustert. Er hebt lässig zwei Finger an die Kappe, so eine halb arrogante, halb spöttische Geste, und läuft kommentarlos weiter. Ich verdrehe nur die Augen und schnaube. Was für ein Arsch. Ich schnappe mir schließlich meine Tasche vom Rücksitz, ziehe den völlig zerknitterten Campusplan hervor und knalle die Autotür hinter mir zu. Ich laufe langsam Richtung Ausgang und bleibe abrupt stehen, als sich der Campus vor mir ausbreitet. Wobei... das ist eigentlich das falsche Wort. Das hier sieht eher aus, wie ein verdammtes Luxusresort für irgendwelche Influencer. Überall sind perfekt gepflegte Palmen gepflanzt und die Rasenflächen sehen aus, als würde man sie täglich mit einer Nagelschere stutzen. Die Gebäude bestehen aus riesigen Glasfronten und hellem Stein, der in der Sonne fast schon blendet. Zwischen den Gebäuden verlaufen akkurat gepflasterte Wege und irgendwo weiter hinten entdecke ich tatsächlich direkte Zugänge zum Strand. Studenten sitzen auf den Grünflächen verteilt, manche lesen, andere hängen an ihren Handys und ein paar Meter weiter fährt ernsthaft jemand in einem Golfcart vorbei. Ich fühle mich plötzlich, wie irgendein Streuner, der versehentlich durch das falsche Tor geschlüpft ist. Ich zwinge mich trotzdem weiterzugehen. Nach ein paar Minuten finde ich auch endlich das Verwaltungsgebäude. Ich drücke die schwere Glastür auf und werde sofort von der kühlen Luft der Klimaanlage umhüllt und schließe für einen Moment total erledigt die Augen. Ein langer, heller Tresen zieht sich durch den Eingangsbereich und dahinter sitzen mehrere studentische Aushilfen an ihren Computern. Einige tippen gelangweilt auf Tastaturen herum, andere scrollen mehr als offensichtlich durch Social Media. Ich lasse meine Tasche mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden fallen und die Blondine hinter dem Tresen hebt sofort den Kopf. Und wow, die Frau sieht aus, wie ein verdammtes skandinavisches Supermodel. Lange blonde Haare, die perfekt fallen, makellose gebräunte Haut und ein cremefarbenes Kleid, das ihre riesigen Brüste perfekt zur Geltung bringt.

„Hi, was kann ich für dich tun?", fragt sie mich mit zuckersüßer Stimme.

„Hi, ich fang hier ab Montag an", sage ich und lehne mich leicht gegen den Tresen.

„Eine verspätete Nachzüglerin?", fragt sie grinsend.

„So ungefähr."

Sie klickt ein paar Mal mit perfekt manikürten Nägeln auf ihrer Tastatur herum. „Dein Name?"

„Susannah Mae Reyes." Ihr Blick schnellt sofort wieder zu mir hoch und ein überraschtes Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus.

„Susannah", wiederholt sie und lächelt nur noch breiter. „Wie schön!" Okay...? Bevor ich irgendwas sagen kann, steht sie bereits auf und kommt um den Tresen herum. „Ich hab dich schon sehnsüchtig erwartet", sagt sie lächelnd und streckt mir die Hand entgegen. „Ich bin Emma. Ich bin dir fürs erste Semester als Mentorin zugeteilt." Mentorin?

„Hi", sage ich nochmal, diesmal etwas irritierter, und schüttle ihre Hand.

„Du hast einiges verpasst", erklärt sie und geht wieder zurück hinter den Tresen. „Orientation Week, Einführungskurse, Campustouren... Das volle Programm."

„Klingt dramatisch", murmele ich nur. Sie holt eine dicke Mappe mit dem Wappen der Uni aus einer Schublade und klappt sie auf.

„Hier hast du schon einmal die wichtigsten Informationen über die Saint Aurelius und deinen vorläufigen Stundenplan. Aber ganz ehrlich? Ich erspare dir jetzt die Standardpredigt. Ich kann dir später alles in Ruhe zeigen, wenn du möchtest."

„Das klingt deutlich besser."

„Ich brauch nur noch ein paar Unterschriften für deine Schlüssel", sagt sie und schiebt ein iPad über den Tresen. Ich überfliege die Dokumente, zumindest halbwegs aufmerksam, kritzle mit dem Finger meine Unterschrift aufs Display und schiebe ihr das iPad zurück. Emma lächelt zufrieden und legt mir anschließend eine Plastikkarte hin. „Am Montag werden Fotos gemacht und du bekommst deinen richtigen Ausweis." Sie tippt mit dem Finger auf die Karte. „Damit kommst du in dein Zimmer und auch ins Parkhaus. Du wohnst im Gebäude D, Zimmer 401", erklärt sie weiter. „Und du teilst dir das Zimmer mit Emily Adler." Emma nimmt einen Stift und schreibt etwas auf die oberste Seite meiner Unterlagen. „Das ist meine Nummer", sagt sie und schiebt mir alles entgegen. „Meld dich einfach, wenn du in Ruhe angekommen bist. Dann führ ich dich ein bisschen rum." Sie lächelt immer noch. Wie macht sie das? Tut ihr Gesicht nicht irgendwann weh? Ich schultere meine Tasche wieder und nehme die Unterlagen entgegen.

„Danke", sage ich. „Und dann vielleicht bis später."

„Definitiv", antwortet sie lächelnd. Ich verlasse das Verwaltungsgebäude wieder und starre auf den Campusplan. Dann suchen wir mal Gebäude D...

Nachdem ich mich bestimmt fünfmal verlaufen habe, stehe ich endlich vor dem Wohnheim. Und selbst das sieht eher wie ein Boutiquehotel aus, und nicht wie eine Studentenunterkunft. Von außen ziehen sich breite Glasfronten über mehrere Stockwerke und an jeder Seite hängen eigene Balkone, die obersten Etagen besitzen sogar Dachterrassen. Das ist doch lächerlich. Sind wir hier, um Urlaub zu machen oder um was zu lernen? Ich drücke die Tür auf und trete in den weiten Eingangsbereich. Vor mir erstreckt sich ein langer Flur und am Ende entdecke ich sogar eine große, offene Küche. Scheinbar ein Gemeinschaftsraum, aber das schaue ich mir später in Ruhe an. Ich folge schließlich den Schildern in die vierte Etage und finde Zimmer 401. An der Tür hängt eine kleine, weiße Tafel auf der in geschwungener Schrift Emily & Susannah steht. Ich halte einen Moment inne und betrachte das Schild. Schließlich halte ich meinen Ausweis gegen das Schloss, es blinkt kurz bläulich auf und mit einem leisen Klicken springt die Tür auf. Und wow, das Zimmer ist riesig! Keine Ahnung, was ich eigentlich erwartet habe, aber bestimmt nicht DAS. Helles Holz, bodentiefe Fenster und ein eigener Balkon mit direktem Blick auf das Meer. Zwei Betten stehen sich gegenüber und daneben steht jeweils ein Schreibtisch und ein Kleiderschrank. Die linke Seite ist noch komplett leer und wirkt fast schon steril, die rechte Seite dagegen sieht aus, als würde dort bereits seit Jahren jemand wohnen. Rosa Bettwäsche, Lichterketten, Pflanzen und über dem Bett hängen Poster von Taylor Swift. Und der Schreibtisch wurde offensichtlich längst zu einem Schminktisch umfunktioniert. Überall stehen Parfümflakons, Make-Up und irgendwelche teuren Hautpflegeprodukte herum. Mit einem erschöpften Seufzen lasse ich meine Tasche fallen und kippe rücklings auf das freie Bett. Mein Kopf dröhnt von der Fahrt und den ganzen neuen Eindrücken. Ich kann es immer noch nicht glauben... Ich bin jetzt wirklich hier, an der Saint Aurelius University. Für einen kurzen Moment wird mir plötzlich schlecht vor Nervosität, als würde mein Körper langsam realisieren, dass es jetzt kein Zurück mehr gibt. Das ist jetzt mein zu Hause und mein neues Leben. Ich schließe einen Moment die Augen und atme tief durch. Okay, Susannah, jetzt bloß nicht durchdrehen. Ich ziehe schließlich mein Handy aus der Hosentasche und wähle kurzerhand Joshs Nummer via FaceTime. Es klingelt keine zwei Sekunden, dann erscheint auch schon sein vertrautes Gesicht auf dem Display. Sein graues T-Shirt ist komplett mit Öl verschmiert und im Hintergrund flucht irgendjemand laut auf Spanisch. „Princesa", sagt er grinsend. „Du lebst." Ich lache leise und richte mich auf.

„Gerade so." Ich schwenke die Kamera durch das Zimmer und halte sie demonstrativ auf die Poster. „Ich bin in meiner persönlichen Hölle gelandet."

Josh lacht laut auf. „Genau dein Geschmack."

„Ist das Anna?", höre ich jemanden im Hintergrund rufen und dann taucht auch schon Luis' Gesicht in der Kamera auf. „Mierda, sie lebt wirklich."

„Halbwegs", murmele ich trocken.

„Bist du gut angekommen?"

„Ja", seufze ich und lasse mich wieder aufs Bett fallen. „Aber ich bin komplett tot. Statt sechs Stunden hab ich fast zehn gebraucht."

„Zehn?!", fragt Josh ungläubig. „Wie hast du denn das geschafft?"

„Frag nicht. Ich hab mich ungefähr fünfmal verfahren und der Verkehr in Miami ist die absolute Hölle. Und was die hier alle für Autos fahren. Ich schwöre euch-" Draußen auf dem Flur höre ich plötzlich Stimmen und dann klickt auch bereits das Schloss. Die Tür geht auf und ein menschgewordener, blonder Engel bleibt überrascht im Türrahmen stehen. „Ich meld mich später", sage ich noch schnell und lege ohne ein weiteres Wort auf. Die Blondine strahlt plötzlich übers ganze Gesicht.

„Oh mein Gott. Susannah?", fragt sie begeistert.

„Ja, hi", sage ich, bevor sie mir auch schon förmlich um den Hals fällt.

„Oh mein Gott", sagt sie erneut und tritt wieder einen Schritt zurück. „Ich hatte schon Angst, ich muss hier alleine versauern."

„Ich musste noch ein paar Sachen klären und hab's nicht früher geschafft."

„Egal, jetzt bist du ja hier." Sie wirft sich ihre wilde Lockenpracht über die Schulter und lässt sich seufzend auf ihr Bett fallen. „Wo kommst du her? Und was studierst du? Oh mein Gott, du hast die komplette Orientation Week verpasst! Das war so witzig, wirklich. Und das Ocean 101 wirst du lieben, der Kaffee dort ist super und wir bekommen einen Studentenrabatt. Und die Zimtschnecken musst du unbedingt probieren-"

„Okay, okay", unterbreche ich sie lachend und hebe die Hände. „Bevor ich einen Schlaganfall bekomme, würde ich mich gerne erstmal kurz frisch machen. Und dann muss ich noch meine restlichen Sachen aus dem Auto holen."

Emily verstummt sofort. „Sorry, du hast recht. Komm erstmal an." Dann springt sie auch schon wieder auf und deutet auf eine Tür neben den Schränken. „Das Badezimmer ist da. Handtücher liegen unten im Schrank und ignorier das Chaos einfach, ich wusste ja nicht genau, wann du kommst."

Ich lache leise und fische meinen Kosmetikbeutel aus meiner Tasche. „Gib mir fünf Minuten."

Nachdem Emily mir geholfen hat, meine restlichen Sachen aus dem Auto zu holen, schleppt sie mich direkt in das angeblich beste Café auf dem gesamten Campus. Riesige Fensterfronten ziehen sich vom Boden bis zur Decke und geben den direkten Blick auf das Meer frei. Überall stehen große Pflanzen in Terrakottatöpfen und die Möbel sind aus hellem Holz und geflochtenem Rattan. Hinter der langen, schwarzen Theke hängt eine riesige Kreidetafel voller Kaffeespezialitäten, deren Namen ich zur Hälfte nicht einmal aussprechen kann. Emily stellt mich flüchtig der Barista, Emery, vor und lädt mich kurzerhand auf einen Kaffee ein. Wenig später sitzen wir draußen auf der Terrasse und ich brauche einen Moment, um die Aussicht vor mir zu verarbeiten. Die Terrasse geht praktisch nahtlos in den Strand über. Ein paar Studenten liegen auf Strandliegen direkt am Wasser, andere spielen Volleyball im Sand und weiter draußen erkenne ich sogar einige auf Surfbrettern. „Das ist doch verrückt", murmele ich.

Emily folgt meinem Blick und grinst. „Willkommen an der Saint Aurelius." Ich lehne mich in meinem Stuhl zurück und lasse den Blick erneut über den Strand schweifen. Vor ungefähr zwölf Stunden war ich noch in Jacksonville. Und jetzt sitze ich hier, in einem Café in Miami an der wohl elitärsten Uni des Landes.

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Good Writing

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