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Im Käfig des CEOs

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Summary

Ein mächtiger CEO. Eine unbeugsame Frau. Und ein Spiel, bei dem Erpressung erst der Anfang ist … Bella Durano ist intelligent, hochprofessionell und fest entschlossen, sich in der eiskalten Welt der Frankfurter Finanzelite zu behaupten. Doch als sie ins Fadenkreuz ihres skrupellosen Chefs Marco William gerät, gerät ihr gesamtes Leben aus den Fugen. Marco ist jung, steinreich, gewohnt zu herrschen – und er nutzt die dunklen Schatten ihrer Vergangenheit, um sie unlösbar an sich und sein Imperium zu ketten. Gefangen in seinem goldenen Käfig aus Luxus, Kontrolle und erstickender Faszination, weigert sich Bella, gebrochen zu werden. Zwischen vertraulichen Vorstandsakten, gefährlicher Nähe und feindlichen Übernahmen entflammt ein hochgefährlicher Machtkampf. Doch als Sabotage, feindliche Aufsichtsräte und die Staatsanwaltschaft das Milliardenunternehmen bedrohen, steht plötzlich weit mehr als nur Bellas Freiheit auf dem Spiel. Um gegen die eiskalten Feinde im Hintergrund zu bestehen, muss aus Feindschaft eine unumstößliche Allianz werden. Wie weit gehst du, wenn dein größter Opponent der Einzige ist, der dich beschützen kann?

Genre
Romance
Author
MK READ
Status
Complete
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1



Hallo meine Lieben 🤍

viel Spaß beim Lesen !

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Bella

Der Kaffee in dem einfachen Papierbecher war längst lauwarm geworden, doch ich hielt ihn noch immer fest mit beiden Händen umschlossen. Ich saß auf einer viel zu weichen Ledercouch im lichtdurchfluteten Warteraum einer der führenden Personalagenturen der Stadt und versuchte vergebens, mein nervöses Herzklopfen zu ignorieren. Die gläserne, hochmoderne Architektur des Gebäudes wirkte kühl, steril und distanziert. Alles hier schrie nach Unsummen von Geld und einer eiskalten Geschäftswelt, in die ich mit meiner offenen Art eigentlich gar nicht hineinpasste. Ich strich mir eine braune Lockensträhne aus dem Gesicht, die sich aus meinem Dutt gelöst hatte, und sah mich um. Ich brauchte diesen Job einfach. Es ging nicht nur um die Miete für meine kleine Wohnung oder darum, am Ende des Monats nicht jeden Cent drei Kalorien umzurechnen. Es ging um einen Neuanfang. Ich wollte mir selbst beweisen, dass ich es in dieser Stadt zu etwas bringen konnte.

Gerade als ich den Pappbecher auf dem gläsernen Beistelltisch absetzen wollte, veränderte sich die Atmosphäre im Raum schlagartig.

Es war ein seltsames Gefühl, so als würde der Luftdruck von einer Sekunde auf die andere abfallen. Die schwere Glastür am Ende des Flurs wurde aufgestoßen, und ein Mann trat herein, der so gar nicht in dieses durchgestylte, spießige Umfeld passen wollte. Seine bloße Anwesenheit schien den gesamten Raum augenblicklich einzunehmen. Er war riesig – mit Leichtigkeit weit über eins neunzig – und so breit gebaut, dass sein dunkelgraues, maßgeschneidertes Hemd an seinen Schultern und der Brust gefährlich spannte. Doch was mich für einen Moment wirklich das Atmen vergessen ließ, waren die Tätowierungen. Unter den hochgekrempelten Ärmeln seines Hemdes schoben sich dunkle, kunstvolle Tätowierungen hervor, die sich über seine kräftigen Unterarme schlängelten und bis hinauf zu seinen Händen führten. Selbst an der rechten Seite seines Halses blitzte die Spitze eines schwarzen Musters unter dem Hemdkragen hervor.

Er hatte rabenschwarzes, leicht verwuscheltes Haar und eine Aura um sich herum, die absolut unnahbar wirkte. Dieser Mann ging nicht einfach; er bewegte sich mit einer raubtierhaften Selbstverständlichkeit, als würde ihm dieses Gebäude – nein, die ganze verdammte Stadt – bereits gehören.

Er würdigte die vertraulichen, fast schon ehrfürchtigen Blicke der Empfangsdame keines einzigen Blickes. Stattdessen steuerte er mit langen, bedächtigen Schritten genau die freie Ledercouch an, die mir direkt gegenüberstand. Er ließ sich nieder, lehnte sich mit einer beiläufigen Eleganz zurück und breitete seine muskulösen Arme über die Rückenlehne aus.

Ich blinzelte kurz und merkte, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg. Normalerweise war ich absolut nicht auf den Mund gefallen. Ich liebte es zu lachen, zu quatschen und Kontakte zu knüpfen, aber dieser Typ versprühte eine so gewaltige, fast schon bedrohliche Anziehungskraft, dass mir kurz die Spucke wegblieb. Seine Augen – ein unglaublich stechendes, klares Grün – wanderten langsam durch den Flur, ehe sie an mir hängen blieben. Er musterte mich von Kopf bis Fuß. Ich spürte seinen Blick förmlich auf meinen Kurven, meiner schmalen Taille und schließlich auf meinen Lippen.

Gott, er sah unverschämt gut aus. Viel zu gut für einen normalen Dienstagmorgen. Aber ich ließ mich nicht so leicht verunsichern. Ich straffte meine Schultern, legte den Kopf leicht zur Seite und schenkte ihm mein herzlichstes, unbefangenstes Lächeln.

„Auch wegen der Präsentation hier?“, fragte ich frei heraus.

Er hielt in seiner Bewegung inne. Eine seiner dunklen Brauen schoss nach oben, und ein amüsiertes Blitzen trat in seine grünen Augen. „Kann man so sagen“, antwortete er. Seine Stimme war tief, rau und hatte ein dunkles Grollen an sich, das mir augenblicklich eine Gänsehaut über die Arme jagte.

„Na, hoffentlich hast du mehr Glück als ich“, murmelte ich, rollte leicht mit den Augen und nahm einen vorsichtigen Schluck von dem mittlerweile ungenießbaren Kaffee. „Ich hoffe nur inständig, dass sie mich nicht bei diesem Williams-Konzern unterbringen wollen. Das wäre mein absoluter Albtraum.“

Der Fremde regte sich nicht, aber seine Augen verengten sich minimal. Ein kaum merkliches Schmunzeln schlich sich auf seine markanten Züge. „Tatsächlich? Und warum nicht? William Media & Holdings gehört zu den erfolgreichsten Imperien des Landes. Jeder würde sich darum reißen, dort einen Fuß in die Tür zu bekommen.“

Ich beugte mich ein Stück nach vorne, neigte den Kopf verschwörerisch zu ihm und senkte die Stimme zu einem raunenden Flüstern. „Erfolgreich vielleicht, aber hast du nie gehört, was für ein Typ der Chef dort sein soll? Dieser Marco William?“

„Nein“, erwiderte er gelassen. Er schränkte die Arme vor der breiten Brust an und fixierte mich mit diesem intensiven, grünen Blick. „Erzähl es mir. Was hört man denn so über ihn?“

„Ein absolutes Arschloch“, platzte es aus mir heraus, bevor mein Verstand auch nur die Chance hatte, eine Bremse einzulegen. Meine honigbraunen Augen sprühten vermutlich vor Mitteilungseifer. „Soziopathisch, eiskalt, vollkommen berechnend... die Leute in der Branche erzählen sich, dass der Typ nicht mal eine Seele besitzt! Er soll seine Angestellten zum Frühstück fressen, keine menschliche Regung kennen und wegen jeder Kleinigkeit köpfen. Ich meine, wer zum Teufel will denn für so jemanden arbeiten? Da kann das Gehalt noch so astronomisch sein, man verkauft doch seine Würde direkt an der Eingangstür!“

Für einen langen, beinahe endlosen Moment herrschte absolute Stille zwischen uns. Ich war so vertieft in das Gespräch mit diesem faszinierenden Mann, dass ich überhaupt nicht bemerkte, wie die Mitarbeiter hinter dem Empfangstresen plötzlich stocksteif wurden. Das Geflüster im Raum verstummte. Ein paar der Angestellten wechselten entsetzte, kreidebleiche Blicke.

Doch mein Gegenüber zuckte nicht einmal mit der Wimper.

Statt wütend zu werden oder mich zu korrigieren, veränderte sich sein Gesichtsausdruck vollkommen. Seine eiskalte Maske bröckelte für den Bruchteil einer Sekunde, und ein tiefes, unverschämt attraktives Lächeln breitet sich auf seinen Lippen aus. Und in diesem Moment passierte es: An seinen durchtrainierten, markanten Wangen zeichneten sich zwei tiefe, absolut unwiderstehliche Grübchen ab. Dieser knallharte, riesige, tätowierte Mann hatte die niedlichsten und gleichzeitig gefährlichsten Grübchen, die ich jemals bei einem Menschen gesehen hatte. Es verpasste seinem harten Aussehen einen so perfekten, sexiellen Kontrast, dass mir für einen Sekunde das Herz in der Brust stolperte.

„Das... ist eine wirklich faszinierende Theorie“, sagte er leise. Die Grübchen vertieften sich noch weiter, als er mich ungeniert betrachtete. „Ein seelenloses Arschloch also?“

„Mindestens“, bekräftigte ich nickend, völlig ahnungslos. „Wahrscheinlich schläft er nachts in einer Eiskammer, um seine eigene Temperatur zu halten.“

Der Mann lehnte sich langsam nach vorne, stützte seine tätowierten Unterarme auf die Knie und sah mich direkt an. Sein grüner Blick war so mächtig, dass ich das Gefühl hatte, er könnte direkt in meine Seele schauen.

„Weißt du was, Kleines? Das Schichtsgebiet hat manchmal einen sehr dunklen Humor“, raunte er, und seine tiefe Stimme ließ die Luft zwischen uns vibrieren. „Ich führe zufällig heute die Vorstellungsgespräche im Auftrag von Herr William persönlich. Ich bin sozusagen sein Filter. Ich entscheide, wer überhaupt bis zu ihm vordringt und wer vorher hochkant rausfliegt.“

Mir entglitten auf der Stelle alle Gesichtszüge. Der Schreck fuhr mir wie ein Eisstrom durch die Glieder. Gott im Himmel. Mein Mundwerk hatte mich wieder einmal ruiniert.

„Oh Gott...“, stammelte ich und spürte, wie mir jegliche Farbe aus dem Gesicht wich. „Du... du arbeitest direkt für ihn? Sag mir bitte, dass du ihm kein Wort davon erzählst! Ich brauche diesen Job wirklich!“

Ein tiefes Lachen drang aus seiner Brust, und diese verdammten Grübchen blitzten erneut auf. „Mein Wort darauf: Ich werde ihm kein einziges Wort von deiner kleinen Analyse verraten. Aber... wenn du wirklich den Mut hast, dich gegen dieses 'seelenlose Arschloch' zu behaupten, dann solltest du dich genau jetzt bei mir bewerben. Ich schreibe den Bericht für ihn.“

Ich schluckte schwer. Mein Herz hämmerte wie verrückt gegen meine Rippen. Alles in meinem Kopf schrie danach, aufzustehen und wegzulaufen. Aber der Blick aus seinen stechend grünen Augen hielt mich fest wie ein unsichtbares Seil. Er hatte etwas an sich, dem ich mich einfach nicht entziehen konnte.

„Du... du machst das Bewerbungsgespräch mit mir?“, fragte ich leise.

„Ich mache das Gespräch“, bestätigte er, erhob sich langsam von der Couch und ragte wie eine gigantische, unüberwindbare Wand vor mir auf. Er streckte mir seine große, von dunklen Tätowierungen bedeckte Hand entgegen. „Komm mit mir mit, Bella Durano. Wollen wir doch mal sehen, ob du wirklich das Zeug dazu hast, für ein Arschloch zu arbeiten.“

Zögernd schob ich meine Hand in seine. Die Hitze, die von seiner Haut ausging, war wie ein elektrischer Schlag, der mir augenblicklich bis ins Rückenmark fuhr. Ich sah zu ihm auf, fasziniert von dem Mann mit den grünen Augen und den Grübchen – ohne auch nur den blassesten Schimmer zu haben, dass ich gerade direkt vor dem Teufel persönlich stand.

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