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Gebunden (Band 1)

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Summary

Lili wollte immer echte okkulte Fälle untersuchen. Stattdessen verbringt sie ihre Tage bei der Behörde für okkulte Vorkommnisse mit Papierkram und der ziemlich ernüchternden Erkenntnis, dass ein abgeschlossenes Studium noch lange keinen spannenden Job garantiert. Bis ihr Chef sie ausgerechnet an Halloween allein in den berüchtigten Sektor Sechs-Sechsundsechzig schickt. In einer verlassenen Lagerhalle stößt Lili auf ein verbotenes Ritual und spricht einen Namen aus, den sie besser niemals gelesen hätte: Vaezhariel. Plötzlich ist sie an einen Dämon gebunden, über den sie kaum etwas weiß und den sie nicht einfach wieder loswerden kann. Während Lili verzweifelt nach einem Weg sucht, die Verbindung zu lösen, muss sie feststellen, dass Dämonen ihre ganz eigenen Regeln haben. Denn bei einem Wesen, das jedes Wort beim Wort nimmt, kann bereits eine unbedachte Bitte gefährlich werden. Und je mehr Lili über ihre Bindung herausfindet, desto komplizierter wird die Frage, wovor sie sich eigentlich wirklich fürchten sollte.

Status
2h ago
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
18+

Ein Niemand

Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen. Von vorne. Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen. Nochmal.

Meine Hand ging zum Türgriff und mit einem letzten, zittrigen Atemzug drückte ich die Tür auf und betrat den Eingangsbereich der BoV. Die Behörde für okkulte Vorkommnisse.

Meine Absätze klackerten über den Linoleumboden und Robert vom Empfang hob den Kopf und lächelte.

»Guten Morgen, Lili. Du siehst gut aus«, sagte er und ich erwiderte das Lächeln kurz, bevor ich durch die Tür ins Großraumbüro ging.

Im BoV bekam man nur ein eigenes Büro, wenn man genug geleistet hat. Und ich hatte noch lange nicht wirklich was geleistet.

Ich war praktisch noch ein Niemand.

»Kensington! Sie sind zu spät!«, bellte es vom anderen Ende des Raumes. Aus der Richtung, in der das Büro von Mr. Heffner lag.

Verdammt. Er hatte es natürlich bemerkt.

Ich hob den Blick und das Lächeln war schon da, bevor ich selbst entschieden hatte, es aufzusetzen. Aber mein Chef sah alles andere als zufrieden aus.

»Entschuldigen Sie, Sir«, sagte ich schnell. »Da war… Stau… auf der Straße.«

Mr. Heffner sah mich an. Das Gesicht lief so rot an, dass die Halsschlagader gefährlich pochte und im Büro wurde es still.

Selbst der Drucker, der normalerweise immer irgendein Geräusch machte, hielt den Atem an.

»Wollen Sie mich veralbern Kensington? Wo sonst soll ein Stau sein? Auf dem Bürgersteig?! Unglaublich! Sie halten sich wohl für witzig!«

Ich wollte etwas erwidern. Aber ich fing den Blick von Cassie am Fenster auf, die ganz leicht den Kopf schüttelte.

Also senkte ich den Blick, während Mr. Heffner noch immer damit beschäftigt war, sich aufzuregen.

Wegen eines Satzes. Wegen »auf der Straße«. Als hätte ich ihn persönlich beleidigt.

»Das war das zweite Mal, dass Sie zu spät waren, Kensington! In vier Wochen! Wenn Sie keine Lust haben zu arbeiten, dann verschwinden Sie und fangen beim Straßenreinigungsdienst an! Da fällt Ihre Unpünktlichkeit auch nicht so auf!«

Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen.

»Kommen Sie nachher in mein Büro! Zehn Uhr. Pünktlich!«

Heffner knallte die Tür zu seinem Büro hinter sich ins Schloss. So sehr, dass die Scheibe erzitterte. Dann schloss er das Plissee.

Und der Raum atmete aus.

Auf den Tastaturen wurden herumgetippt. Der Drucker stieß ein leises Piepen aus, bevor er etwas ausdruckte. Die Kaffeemaschine gluckerte leise.

»Er ist heute besonders schlecht drauf«, sagte Cassie leise, als ich mich an meinen Schreibtisch setzte. Gleich neben ihrem.

Ich nickte knapp und fuhr meinen Computer hoch. Cassies Blick hing kurz an mir, als würde sie abwägen, ob sie noch etwas sagen sollte. Dann wandte sie sich ihrer Arbeit zu.

Es dauerte wie immer ein paar Minuten, bis mein Computer vollständig anwesend war und ich mich anmelden konnte.

Für eine Behörde, die sich mit okkulten Vorkommnissen beschäftigte und dabei modernste Technik nutzte, waren unsere Computer hier gefühlt aus dem letzten Jahrhundert.

Ungeduldig trommelte ich auf die Tischplatte, bis ich mich endlich anmelden konnte und sofort eine E-Mail auf meinem Bildschirm auftauchte.

»Vorbereitungsmaßnahmen. Zeitraum 28. Oktober bis 2. November. Sicherheitsstufe gelb.«

Ich seufzte innerlich. Sicherheitsstufe gelb. Spätestens am 31. Oktober würde sich das in Sicherheitsstufe rot umändern.

Ich überflog die Mail und wirklich nichts was darin stand, war neu, oder für mich wirklich relevant.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf okkulte Vorkommnisse stieß, war praktisch null. Ich war erst zwei Monate hier angestellt. Ein Niemand. Eine Büroangestellte.

Ich kümmerte mich um Verwaltungskram. Um Bestandsaufnahmen für Bürobedarf. Ich war ein Niemand, ohne Berechtigung für den Außeneinsatz.

»Vor Halloween ist Heffner immer besonders… gereizt«, sagte Cassie leise, die sich anscheinend dazu entschieden hatte, doch etwas zu sagen. »Sobald der Stress vorbei ist, wird er wieder ruhiger.«

Ich lächelte schwach. »Er war schon so, als ich hier angefangen habe«, gab ich leise zurück. »Und ich bezweifle, dass er jemals anders war.«

Cassie verkniff sich ein Lachen und räusperte sich kurz. »Nicht wirklich, nein«, antwortete sie dann. »Aber er schreit weniger rum.«

Ein schwacher Trost.

Ich markierte die E-Mail als gelesen, damit Heffner nicht auch deswegen einen Grund fand, mich anzuschreien.

Bekam er nicht von allen eine Lesebestätigung, war er noch unausstehlicher, als sowieso schon. Und aus irgendeinem Grund hatte er mich besonders gefressen.

Selbst wenn ich auch nur eine Minute zu spät war, machte er daraus eine große Sache. Bei anderen nicht.

Pam zum Beispiel war letzte Woche ganze zwanzig Minuten zu spät gewesen. Sie hatte er nicht vor allen angeschrien, oder ins Büro zitiert.

Und immer, wenn ich Pause machen wollte, erntete ich missbilligende Blicke und Kopfschütteln.

Ich wusste nicht, was ich ihm getan hatte. Aber Heffner konnte mich einfach nicht leiden. Oder es war wirklich so, dass er zu allen Neulingen so schrecklich ist.

Zumindest hatte Cassie mir das an meinem zweiten Tag gesagt, als ich das erste Mal von Heffner rund gemacht wurde.

Weil mir ein Stück Papier runtergefallen war und ich es nicht sofort aufgehoben hatte.

»Schon Pläne für den 31. Oktober?«, fragte Cassie mich leise.

Ich seufzte. »Ich hab frei und bis jetzt noch nicht wirklich etwas vor. Ein paar alte Kommilitonen wollen auf eine Party gehen«, antwortete ich, während ich meine Tagesaufgaben durchging.

Hauptsächlich Bestandsaufnahmen für Büroartikel, so wie immer, wenn der Monat sich dem Ende neigte.

»Du bist kein Partyfreund?«, fragte Cassie und ich schüttelte den Kopf.

»Nicht wirklich«, gestand ich und druckte mir die Bestandsliste aus. »War ich noch nie.«

Cassie schüttelte den Kopf. »Du bist jung, Lili. Mit 21 sollte mal so viele Partys wie möglich besuchen«, sagte sie und verdrehte die Augen. »Und mit so vielen Männern wie möglich schlafen.«

Ich schnaubte. »Danke, aber nein danke. Bin ganz zufrieden mit meinem Leben, wie es ist.«

»Langweilerin«, zog Cassie mich scherzhaft auf. »Falls du es dir anders überlegst: bei mir steigt eine Halloweenparty. Kostüm ist gerne gesehen, aber keine Pflicht.«

Ich seufzte. »Ich überlege es mir«, gab ich zurück und stand auf. »Ich bin dann mal bei der Bestandsaufnahme.«

Mit einem Blick auf die Uhr verließ ich das Büro und ging zum kleinen Bürolager, wie wir es intern nannten.

Darin bewahrten wir alle Büroartikel vom Bleistift bis zum Druckerpapier auf. Und einmal im Monat wurde der Bestand aufgenommen, damit wir rechtzeitig nachbestellen konnten, wenn etwas fehlte.

Die Arbeit war ziemlich stupide und ich wusste von Cassie, dass das eine Aufgabe war, die man den Neulingen immer gab.

»Manche haben fast ein Jahr lang nur Bestandsaufnahmen gemacht«, hatte sie gesagt und mir damit die Hoffnung genommen, ganz schnell bessere Aufgaben zu bekommen.

Aber das Zählen hatte auch etwas Beruhigendes. Beinahe meditativ.

Und wie auch schon letzten Monat stellte ich zufrieden fest, dass alles dort war, wo es sein sollte. Aber wir mussten neues Druckerpapier bestellen und auch neue Druckerpatronen.

»Kensington!«

Erschrocken zuckte ich zusammen und ließ die Box mit den Bleistiften fallen. Sie knallte auf den Boden und natürlich platzte der blöde Deckel auf und die Bleistifte rollten über den Boden.

»Was zum…?«

Mein Chef kam um die Ecke und sah auf das Chaos zu meinen Füßen und dann langsam in mein Gesicht. Und das zweite Mal heute wurde es mucksmäuschenstill.

»Ich räum‘ das sofort auf!«, entfuhr es mir und sofort bereute ich meine Worte. Denn Heffner wurde wieder so rot, wie eine überreife Tomate.

»Natürlich räumen Sie das sofort auf, Kensington! Wer zur Hölle soll das Chaos, was Sie zu verantworten haben, denn sonst aufräumen? Ich?«

Ich schluckte. »Nein… na-natürlich nicht«, stammelte ich und zwang mich, meine Stimme ruhig zu halten.

Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen.

»Sehen Sie sich nur dieses Chaos an! Wissen Sie, wie teuer Bleistifte sind? Und die Aufbewahrungsbox! Wissen Sie, wie viel Geld wir jährlich für Büroartikel ausgeben müssen, nur weil Sie so schlampig mit Büroeigentum umgehen?! Viel zu viel!«

Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen.

Meine Lippen bebten und ich versuchte sie daran zu hindern, die Zahlen zu formen.

Heffner fuhr mit seinem Monolog fort: »Die Behörde ist schon so großzügig und stellt die meisten Sachen, damit Sie mit Ihrem Erbsenhirn nicht auch noch daran denken müssen, sich um Ihr eigenes Papier zu kümmern! Und Sie treten diese Großzügigkeit mit-«

»Mr. Heffner, Telefon für Sie!«, unterbrach Michael, Heffners Assistent, ihn schnell.

»Carson! Sie sollen keine Gespräche-«

»Mr. Srivastava braucht dringend die letzten Seelenprotokolle vom Vortag. Sie wurden wohl nicht mitgeliefert.«

Heffner sah Michael wütend an. »Wer war dafür verantwortlich?«

Michael räusperte sich. »Sie, Sir.«

Mr. Heffner sah aus, als würde er gerne jemanden aus dem Fenster schmeißen. Ein Glück, dass wir uns im Erdgeschoss befanden. Und man die Fenster nur ankippen konnte.

»In zehn Minuten in meinem Büro, Kensington!«, fuhr Mr. Heffner mich an, dann rauschte er um die Ecke zurück ins Büro.

Das Türknallen kurz darauf war eindeutig.

»Alles okay?«

Michael sah mich fragend an und ich nickte schnell. Das Lächeln war längst auf meine Lippen zurückgekehrt.

»Ja… ich räume das schnell auf«, sagte ich und kniete mich bereits hin, um die Bleistifte einzusammeln.

»Leg mir die Bestandsliste dann bitte auf meinen Schreibtisch Josephine.«

»Lili«, verbesserte ich ihn automatisch. Aber Michael war bereits zurück ins Büro gegangen.

Natürlich. Da wo Heffner mit Nachnamen arbeitete, um so kalt und distanziert wie möglich zu sein, sprach Michael mich mit meinem Vornamen an.

Josephine. Ein Name, den ich einfach hasste. Er klang zu brav. Und in meiner ganzen Schulzeit hatten noch vier andere Mädchen den Namen gehabt.

Deswegen hatte ich schon früh auf meinen Zweitnamen zurückgegriffen. Zumindest auf die Abkürzung davon.

Lili. Die Kurzform von Lilith und auch heute verteufelte ich meine Eltern dafür, dass sie mir gleich zwei Namen gegeben haben, die ich ablehnte.

Josephine Lilith. Wer kam auf diese beschissene Idee? Die Antwort: zwei Menschen, die neben ihrer Arbeit als Bibliothekare selbst Bücher verfassten.

Ich warf die letzten Bleistifte zurück in die Box und packte den Deckel drauf.

Zum Glück war die Box nicht kaputt gegangen und seufzend schob ich sie zurück in den Schrank, kontrollierte ein letztes Mal die Bestandsliste und schloss den Schrank wieder.

Als ich das Großraumbüro betrat, lächelte Cassie mich kurz an, während ich die Liste auf Michaels Schreibtisch legte.

Er war nicht da. Aber ich hörte in Heffners Büro Stimmen und langsam ging ich auf die Tür zu.

Zehn Minuten waren gleich um. Und wenn ich mir nicht wieder eine Standpauke anhören wollte, musste ich jetzt klopfen.

Meine Hand zitterte, als ich sie hob und zu einer Faust schloss.

Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen.

Ich klopfte und wartete, bis das gereizte »Herein« von Heffner zu hören war.

Ein letztes Mal atmete ich tief durch, dann betrat ich sein Büro.

Heffner saß hinter seinem Schreibtisch. Den Telefonhörer am Ohr. Mit einer wütenden Geste zeigte er auf den freien Stuhl vor sich.

»Das wird nicht mehr vorkommen«, sagte er ins Telefon, während ich mich langsam setzte. »Ja, ich verstehe, dass Sie die Seelenprotokolle brauchen, aber-«

Er brach mitten im Satz ab und trommelte genervt mit den Fingern auf den Schreibtisch.

»Wären wir nicht chronisch unterbesetzt, dann würden solche Fehler nicht passieren, Mr. Sri-«

Wieder wurde er unterbrochen. Die Schlagader an seinem Hals schwoll an. Sein Gesicht wurde rot.

»Ja. Einen schönen Tag noch!«

Er knallte den Hörer zurück aufs Telefon und ich zuckte zusammen.

So schlecht, wie Heffner gerade drauf war, würde es mich nicht wundern, wenn er mich gleich rauswarf.

Ich hatte mir – in seinen Augen – an nur einem Tag mehrere Fehltritte geleistet. Erst war ich zu spät, dann »machte ich mich über ihn lustig« und zum Schluss zerstörte ich Büroeigentum.

Wahrscheinlich würde er mir gleich vorwerfen, ich würde sein Telefonat belauschen. Einfach nur, weil er schlechte Laune hatte.

»Haben Sie das Chaos beseitigt, Kensington?«

Ich nickte schnell. »Ja, Sir. Alles ist wieder so, wie es sein soll«, fügte ich hinzu.

Denn Heffner hasste nonverbale Kommunikation. Und Kommunikation im Allgemeinen. Er gab Befehle. Und Standpauken.

»Das will ich auch hoffen! Nichts ist schlimmer, als Unordnung und Chaos! Chaos haben wir genug auf der Welt, ich brauche es nicht auch noch hier im Büro. Verstanden?«

»Ja, Sir«, antwortete ich leise.

Atmen. Drei. Vier. Ausatmen. Eins. Zwei. Einatmen.

»Wegen Ihres ständigen Zuspätkommens haben Sie sich eine Extraschicht eingehandelt! Am 31. Oktober werden Sie Sektor Sechs-Sechsundsechzig im Auge behalten!«

Ich schluckte. »Sir, ich… ich bin doch noch gar nicht qualifiziert genug-«

»Sie werden es doch wohl hinbekommen, ein Gebiet im Auge zu behalten und im Notfall Verstärkung zu rufen, wenn Sie etwas Ungewöhnliches bemerken!«, unterbrach er mich lautstark.

»Natürlich, aber-«

»Brauchen Sie jemanden zum Händchenhalten, Kensington? Sektor Sechs-Sechsundsechzig ist noch das einfachste Gebiet! Ich kann Ihnen auch Sektor Sieben-Siebenundsiebzig geben!«

Ich schüttelte den Kopf. »Nein, Sir. Ich… ich werde Sie nicht enttäuschen.«

Er schnaubte. »Versprechen Sie nichts, was Sie sowieso nicht halten werden, Kensington. Und jetzt zurück an die Arbeit!«

Ich stand sofort auf und verließ sein Büro. Mit wild klopfendem Herzen ließ ich mich wieder an meinen Schreibtisch sinken.

»Alles gut?«, fragte Cassie mich mitfühlend und ich schluckte.

»Ich… ich soll am 31. Oktober Sektor… Sechs-Sechsundsechzig im Auge behalten«, murmelte ich und atmete leise aus.

Cassie blinzelte perplex. »Oh«, sagte sie und ich sah sie an.

»Oh? Was… was genau bedeutet Oh, Cassie?«

Sie zögerte. »Na ja… Sektor Sechs-Sechsundsechzig ist… eine Nummer.«

Ich runzelte die Stirn. »Was soll das bedeuten? Heffner meinte, dass wäre noch ein… äh… einfaches Gebiet.«

»Ja, ja natürlich«, sagte Cassie und lachte leise. »Es ist nur… es gibt ein paar wilde Geschichten über einen Beamten, der letztes Jahr den Sektor überwachen sollte. Ist verschwunden und nie wieder aufgetaucht.«

Ich schluckte. Eins. Zwei. Einatmen. Drei. Vier. Ausatmen. »Na… toll«, murmelte ich.

»Ach, mach dir keine Sorge. Hat wahrscheinlich einfach nur hingeschmissen. Wird schon nichts passieren.«

Ich lächelte schwach. Und atmete. Einfach nur atmen.

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