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Overthinking Killer

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Summary

Zwei Menschen, die glauben, das Böse bekämpfen zu müssen. Zwei Menschen, die dabei Gefahr laufen, selbst zu dem zu werden, was sie verachten. In den regnerischen Straßen von Seattle kreuzen sich die Wege einer überforderten Lehrerin und eines Mannes, der gelernt hat, Menschen zu töten, ohne dabei die Kontrolle zu verlieren. Naomi will Gerechtigkeit. Asher will Ordnung. Doch während sie immer tiefer in ihre eigene Dunkelheit gerät, entwickelt er eine Obsession, die sein gesamtes Leben aus dem Gleichgewicht bringt. Und irgendwann stellt sich die Frage, ob zwei Menschen, die einander verstehen, sich gegenseitig retten können – oder ob sie sich nur dabei helfen, noch tiefer zu fallen.

Status
1d ago
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
18+

•Kapitel 1•

Heyy, das ist meine erste Story, deswegen kann es ab und zu bisschen cracky werden. Also viel Spaß!



Naomi

Meine Füße schleppten meinen trägen Körper nach Hause. Natürlich hatte ich mir eingeredet, an diesem Abend noch alle Arbeiten meiner Schüler korrigieren zu können. 

Spoiler: Ich war grandios daran gescheitert. 

Jetzt lief ich mit schweren Schritten durch die dunklen Straßen der Stadt, nachdem ich viel zu lange in der Bibliothek gesessen hatte. Es war einer meiner vielen Angewohnheiten dort zu arbeiten. Doch ich musste einfach gehen, denn dieser stille, genervte Blick der Bibliothekarin war genug um mich wie ein ängstliches Kleinkind fühlen zu lassen. Also sah ich mich dazu gezwungen so schnell wie möglich meine Sachen zu packen und zu fliehen, als hätte ich etwas Verbotenes getan. Jetzt gerade lief ich durch die dunklen Straßen der Stadt. Die Kälte biss in mein Gesicht und färbte meine Wangen rosa. Plötzlich knurrte mein Magen und ich musste an mein mickriges Frühstück denken, welches aus einer Scheibe Toast mit Frischkäse bestand. Danach hatte ich erfolgreich das Essen vergessen. Mein Magen schmerzte jetzt vor Hunger und ich verzog das Gesicht. Ein Wunder dass mich meine Beine überhaupt noch trugen. Nicht nur brachte mich mein Magen so langsam um, sondern auch die bittere Kälte. Ich schloss die Jacke fester um mich in der kläglichen Hoffnung dass dies etwas bringen würde. Meine Schritte beschleunigten sich automatisch, als ich Schritte hinter mir hörte. Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken. Ich hasste diese Angst, diese ständige Angst davor dass mir irgendein Mann etwas an tat. Natürlich nicht alle Männer, das wusste ich genau. Doch genügend, zu viele. Ich zog mein Handy aus meiner Tasche, meine Finger öffneten schon automatisch die Telefonapp und wählten die Zahlen 91, noch nicht 911. Das hatte ich mir dank einer Freundin angewöhnt, aus dem einfachen Grund dass man die Polizei nicht versehentlich anrufen sollte. Ich atmete erleichtert auf als die Schritte sich zu entfernen schienen. Vorsichtig warf ich einen möglichst unauffälligen Blick hinter mich. Mir fiel ein Stein vom Herzen als ich feststellte, dass nur eine andere Frau, die nun in eine Seitenstraße bog, war. Meine Schritte würden etwas weniger gestreßt, doch ich lief immer noch schnell, da mein Hunger und die Kälte leider nicht so schnell verschwanden wie die Frau. Außerdem war ich zwar nicht die schönste 26 Jährige, aber man wusste ja nie ob etwas passieren würde. Um ehrlich zu sein würden mich die meisten Menschen aktuell eher für ein Zombie halten, doch das interessierte mich und meine Augenringe gerade herzlich wenig. 

Ich wollte nur: Wärme. Essen. Schlaf. Zuhause angekommen machte ich mir Instant Nudeln, ich hatte absolut keine Kraft mehr vernünftig zu kochen. Während das Wasser anfing zu brodeln, beschloss ich mir einen Hoddie und Shorts anzuziehen. Der perfekte Abschluss eines stressigen und enttäuschenden Tages. Immerhin war meine Wohnung warm, das und das mickrige Essen waren noch das Beste am heutigen Tag. Meine Augenringe schrien förmlich jedem ins Gesicht, dass ich unter Stress und Schlafmangel litt. Ich hoffte einfach es würde bald besser werden. Immerhin bekam meine Welt wieder Farben nachdem ich die Nudeln gegessen hatte. Die Müdigkeit überrollte mich erneut so plötzlich, dass ich keine halbe Stunde später bereits tief im Schlaf war.

Ich befand mich in einer altbekannten Wohnung. Meine Studiensiedlung in Deutschland. Klein. Fast schon zu klein für zwei Personen, doch irgendwie hatte es damals geklappt. Es hatte geklappt und sich wie zuhause angefühlt. Ein Stift in meiner Hand. Rot. Meine Korrekturfarbe. Ich war gerade über eine Geschichtsarbeit gebeugt. Emilia Martinez. Mündlich war sie brillant, doch schriftliche Arbeiten fielen ihr schwer. Sie erinnerte mich manchmal an mich selbst. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner. Luis. Ich konnte mich nicht umdrehen. Vielleicht wollte ich es auch nicht. Dann hörte ich diese Stimme. Seine Stimme. Ruhig, vertraut, wie zuhause. Es schmerzte. 

Ich schaffte es aufzuwachen. Tränen liefen meine Wangen hinunter und ich keuchte. Ich fühlte mich wie ein armseliges Kleinkind. Doch das war ich nicht, also versuchte ich mich zu beruhigen. Es klappte für ein paar Sekunden, etwa drei grandios beschissene Sekunden. In der Hoffnung mich selbst davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung war setzte ich ein gequältes Lächeln auf. Anderen ging es schlimmer als mir. Es gab immer jemanden dem es schlimmer ging. Das wusste ich. Vielleicht sogar zu gut. 

Als ich noch ein Kind war, vielleicht in der Grundschule, sagte mein Bruder zu mir, dass irgendwo auf dieser Welt ein kleiner Junge in einem Schützengraben um sein Leben bangend kauerte. In der Schule hatte mir eine Freundin gesagt, dass andere Menschen es schlimmer hätten als ich und Gott ich wusste das. Genau dieses Wissen war ja eines meiner Probleme. Mein Kopf sank in meine Hände und ich begann erneut zu weinen. Fuck, ich hasste es. Ich hasste alles. Hasste mich selbst. Warum musste ich so scheiße armselig und privilegiert zu gleich sein? 

Meine Kehle fühlte sich an wie die Sahara, aus diesem Grund versuchte mich zusammenzureißen und holte mir ein Glas Wasser. Nachdem ich das Glas in großen Schlucken leer getrunken hatte, wusch ich mein Gesicht und legte mich wieder zurück ins Bett. Irgendwie fühlte ich mich nun etwas anders. Ruhiger. Kontrollierter. Ich musste nicht mich hassen, wenn die Welt und ich uns schon gegenseitig hassten. Diese Welt und ich führten wohl schon seit Jahren eine toxische Beziehung. So langsam reichte es echt. Manchmal wünschte ich mir einfach alle Menschen umzubringen, die mir Schmerz zugefügt hatten. Oder Stress. Oder Angst. Gerade fühlte sich dieser Gedanke erschreckender Weise garnicht so schlecht an.




Das war‘s auch schon mit Kapitel 1!

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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