𝙳𝙰𝚂 𝙾𝚄𝚃𝙸𝙽𝙶
Eines Abends saß Joon in seinem Zimmer und dachte darüber nach, wie er sich bei seinen Eltern als schwul outen soll. Er hatte keine Ideen, also ging er zu seiner großen Schwester Ara.
„Hey Ara, du weißt doch, dass ich schwul bin, aber ich will, dass es auch Mama und Papa wissen“, meinte er. „Hast du vielleicht Tipps für mich, wie ich es ihnen sagen kann?“
Seine Schwester nickte. „Hey Joon, ja klar habe ich Tipps für dich. Setz dich erstmal hin“, meinte sie, und Joon setzte sich auf das Bett von Ara.
„Also erstmal suchst du dir am besten einen ruhigen Moment, wo vielleicht Mama und Papa gut gelaunt sind, wie zum Beispiel beim Abendessen. Und wenn du willst, bin ich für dich als Unterstützung sogar dabei“, sagte sie und guckte Joon freundlich an.
Joon nickte. „Okay, aber was, wenn Mama und Papa mich nicht akzeptieren?“, fragte er verzweifelt.
„Keine Sorge, Joon, ich werde dich schon beschützen“, meinte Ara und lächelte ihn an.
Joon lächelte sie zurück an.
„Abendessen ist fertig!“, rief deren Mutter.
„Wir kommen!“, rief Ara zurück, und beide liefen ins Esszimmer.
Es gab Gimbap zum Essen.
„Boah, Mama, das Gimbap ist echt lecker“, meinte Joon.
„Das freut mich, ich habe mir Mühe gegeben“, antwortete die Mutter mit einem Lächeln.
„Hey Joon, du wolltest doch Mama und Papa etwas sagen“, sagte Ara.
„Na, dann hau raus, mein Sohn“, sagte deren Vater interessiert.
„Mama, Papa, ich – ich bin schwul.“
Plötzlich wurden beide still und man hörte nur Joons Herz klopfen und wie die Mutter die Gabel auf den Boden fallen ließ.
„Bitte sag mir, dass es ein Scherz ist!“, schrie der Vater und klatschte mit voller Wucht gegen den Tisch.
Doch Joon schüttelte den Kopf und eine Träne floss aus seinem rechten Auge.
„Das kann doch nicht wahr sein, dass mein Sohn schwul ist. Verschwinde in dein Zimmer, ABER SOFORT!“, schrie die Mutter, und Joon rannte ganz schnell in sein Zimmer.
Ara lief schnell nach und wollte Joon beschützen. Doch er hatte sich in seinem Zimmer eingesperrt und weinte.
Ara klopfte an seiner Tür. „Hey Joon, ich bin's. Bitte mach auf, ich will dir nur helfen“, sagte sie.
Joon wischte sich die Tränen weg und machte ihr die Tür auf.
Ara ging in sein Zimmer rein und umarmte ihn.
„Hey, alles gut, ich bin hier“, meinte sie.
„Warum sind unsere Eltern nur so?“, fragte er sich heulend.
Ara schüttelte nur den Kopf und wusste selbst nicht, was sie machen sollte.
Ein paar Minuten später hatte sich Joon beruhigt und er legte sich schlafen. Seine Eltern ignorierten ihn einfach, weil sie ihn jetzt dafür, dass er schwul ist, hassten.
„Gute Nacht, Schwester. Ich gehe jetzt schlafen“, sagte er und machte seine Augen zu.
Ara stand auf und ging aus Joons Zimmer und machte seine Tür zu.
„Gute Nacht, schlaf gut, Bruderherz“, sagte sie.








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