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Drachenherz – Nicht ohne Dich

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Summary

Die dramatischen Ereignisse haben Kupferhain mit tiefen Wunden und einer trügerischen Stille zurückgelassen. Cassidy weiss: Nichts ist mehr so, wie es zuvor war. Ihre Geheimnisse sind längst keine Geheimnisse mehr – und je mehr sie über ihre neuen Kräfte und die dunklen Mächte lernt, die sich im Land regen, desto mehr Fragen stellen sich ihr. Doch damit nicht genug. Während sich der Alltag im Hainwachtrudel neu ordnet, lässt sich das Knistern zwischen der jungen Hexe und dem Drachengestaltwandler nicht mehr leugnen. Die Mauern aus Stolz und alten Verletzungen bröckeln, und die beiden kommen sich unweigerlich näher. Dennoch ist die Zeit zum Durchatmen kurz, denn die Nyssanisten sind noch längst nicht besiegt. Ein Krieg zieht am Horizont auf, und um ihre Familie und ihre Heimat zu verteidigen, ist Cassidy mehr denn je auf Verbündete angewiesen … Drachenherz-Serie: 1. Drachenherz – Zurück zu Dir 2. Drachenherz – Nicht ohne Dich 3. Drachenherz – Vereint

Genre
Romance
Author
LyraDorn
Status
Complete
Chapters
27
Rating
n/a
Age Rating
18+

Kapitel 1 – Kaden

„Cassidy!!!“, schrie ich. Nein, das konnte nicht sein. Das konnte einfach nicht sein.

Ein unerträglicher Schmerz brach in meiner Brust aus. Nein! Es konnte nicht sein. Es durfte nicht sein.

Bitte, nicht!

Der Schmerz wurde immer schlimmer. Ich griff mir an die Brust, als könnte ich mein Herz so davon abhalten zu zerbersten. Diese Schmerzen konnten nur eines bedeuten – Cassidy war dabei zu sterben.

„Kaden!?“, Cooper sah zu mir, unterbrach jedoch die Herz-Lungen-Massage nicht.

Selbst wenn ich wollte, hätte ich ihm nicht antworten können. Ich war zu sehr damit beschäftigt zu atmen. Vielleicht sollte ich einfach gleich damit aufhören. Denn was würde es bringen, wenn meine Seelengefährtin nicht mehr da war?

„Komm schon, Cassidy! Halt durch! Bitte, du darfst mich nicht verlassen!“, flehte Cooper seine kleine Schwester an.

Plötzlich wurde ich zur Seite gestossen. Ein anderer Mann nahm meinen Platz an Cassidys Seite ein und begann in der Tasche zu wühlen, die er bei sich hatte. Mit aller Kraft zwang ich einen Atemzug in meine Brust und erkannte den Mann — Andrew.

„Andrew?!“, Cooper linste zu meinem Bruder und seufzte erleichtert. Mein ältester Bruder war Arzt. Er würde sicher wissen, was zu tun war. Dennoch verstand ich es nicht ganz.

„W–was machst du hier? Also ich meine, wie kommst du hier her“, stammelte ich verwirrt. Alle meine Sinne waren auf meine Seelengefährtin gerichtet. Es war als hätte ich keine Gehirnkapazität mehr frei, um irgendeine andere Information zu verarbeiten. „A–also ich meine … “

Ohne von seiner Arbeit aufzusehen, antwortet mir mein grosser Bruder. Wie immer war er die Ruhe in Person. Das musste er wohl als Mediziner auch sein. „Deine Gefährtin war clever genug, auch einen Arzt mit auf diese Mission zu nehmen. Cooper, weg da!“

„Aber–“, begann mein Beta verwirrt. Cassidy atmete noch immer nicht. Wollte Andrew etwa, dass Cooper trotzdem mit der Herz-Lungen-Massage aufhörte.

„Weg!“, befahl mein Bruder erneut.

Cooper gehorchte und Andrew drückte zwei Pads auf Cassidys zerfetzte Brust. Ein Piepen ertönte und Cassidys Rücken bog sich durch. Ihr Oberkörper hob mehrere Zentimeter vom Grund ab, bevor sie wieder auf den Boden krachte. Noch immer rührte sie sich nicht. Andrew fühlte kurz den Puls an ihrem Hals und schüttelte kurz darauf den Kopf.

„Weg!“, schrie er erneut und presste die Pads noch einmal auf ihre Brust. Wieder bog sich ihr Rücken durch, bevor Andrew erneut ihren Puls mass.

Mein Bruder warf mir einen kurzen Blick über die Schulter zu. Vermutlich bot ich einen erbärmlichen Anblick, wie ich hier am Boden kniete und mir Tränen über die Wangen rannen. Doch es war mir vollkommen egal. Meine Gefährtin starb hier, verdammt noch mal!

Ich wusste nicht, ob mein Bruder das nur für mich tat, oder ob er tatsächlich noch Hoffnung hatte, aber er wandte sich wieder meiner Gefährtin zu.

„Weg!“, schrie er ein weiteres Mal.

Als Erstes spürte ich es. Der Schmerz in meiner Brust liess nach. Endlich konnte ich wieder richtig atmen. Als nächstes hörte ich es. „Ich hab’ einen Puls“, verkündete mein Bruder. Und schliesslich sah ich es. Cassidys Brust hob und senkte sich kaum merklich.

Sie atmete. Sie lebte. Cassidy lebte.

Mein Bruder entspannte sich kaum merklich bevor er seine Instrumente zurück in seine Tasche stopfte. „Wir müssen sie sofort ins Krankenhaus bringen. Ich brauche meine Geräte und Medikamente. Sie ist noch nicht ganz aus dem Schneider.“

„Wir fliegen. Das geht am schnellsten“, entschied Cooper. Ohne auf eine Reaktion zu warten, sprang er auf, machte ein paar Schritte zurück und verwandelte sich.

Das Brüllen des meterhohen Reptils erklang. Casper — der Drache meines besten Freundes — nahm es offensichtlich nicht gut auf, seine kleine Schwester hier so liegen zu sehen. Seine dunkeltürkisen Schuppen funkelten im Sonnenlicht, als er sich runterbeugte und seine gigantische Schnauze erstaunlich sanft gegen Cassidys Schulter stupste.

Andrew spritzte Cassidy noch irgendein Medikament, bevor er aufstand und sich zu mir umdrehte. „Du solltest sie tragen und auf Casper festhalten. Das Seelengefährtenband wird sie hoffentlich lange genug am Leben halten, bis wir im Krankenhaus sind.“

Endlich fand ich meine Kraft wieder. Jetzt da ich etwas zu tun hatte. Einen Weg meiner Gefährtin zur helfen.

Ich kroch zu Cass, schob meine Arme unter sie und stand mit ihr zusammen auf. In wenigen Schritten war ich bei Casper und kletterte auf seinen Rücken. Es war eine Herausforderung, da ich meine Hände nicht nutzen konnte, doch ich schaffte es, ohne meiner Gefährtin noch mehr Schaden zu zufügen. Ich setzte uns zwischen zwei Stacheln, so dass wir während dem Flug genug gesichert waren. Sanft drückte ich sie an meine Brust.

Casper stiess sich vom Boden ab und erhob sich in die Lüfte. So schnell er konnte glitt er mit uns durch die Luft in Richtung unseres Territoriums. Er war schnell, dass war er schon immer gewesen, und noch nie war ich dankbarer dafür gewesen.

Unsere Gefährtin muss überleben, klagte Kovu in meinem Kopf. Der sonst so mächtige Drachen, jaulte wie ein getretener Welpe. Sie kann nicht sterben. Bitte nicht. Wir können nicht ohne sie leben.

Ich weiss. Ich weiss, jammerte ich ebenso verzweifelt. Wir beide würden es nicht überstehen, wenn wir sie verloren.

Wir mussten schon einmal ohne sie auskommen und das hatten wir nur geschafft, weil wir wussten, dass sie irgendwo in Sicherheit und Frieden lebte. Aber tot … Nein, das würden wir nicht überstehen.

Andrews Drache folgte uns auf den Schwingen. Flügelschlag um Flügelschlag kamen wir unserem Territorium näher und damit Cassidys Rettung.

Ich zählte ihre Herzschläge, als müsste ich mich vergewissern, dass er weiterhin da war.

„Halte durch, Baby“, hauchte ich ihr ins Ohr. Meine Arme lagen fest um sie geschlungen und sie verrutschte trotz des holprigen Ritts keinen Zentimeter. „Bitte, Cassidy.“

Ihr Atem war schwach, aber konstant. Das wertete ich als gutes Zeichen. Jedoch war sie unglaublich bleich. Ein krasser Gegensatz zu den Tüchern auf ihrer Brust, die bereits blutgetränkt waren. Rinnsale fanden ihren Weg durch die durchnässten Bandagen und tropften auf meine Beine und Caspers Rücken. Blut. Das rubinrote Blut meiner Seelengefährtin.

Der metallische Geruch brannte wie giftiges Gas in meinen Atemwegen.

Meine Lippen streiften zaghaft ihr Ohr. „Halte durch, Baby.“

Endlich, brummte Kovu, als Casper sich auf dem Hof vor dem Krankenhaus fallen liess. Andrews Drache landete neben uns und verwandelte sich zurück noch bevor ich mit Cassidy absteigen konnte.

Vorsichtig glitt ich von Caspers Rücken.

Andrew rief bereits nach seinen Leuten, die Sekunden später mit einem Rollbett und jeder Menge Equipment herausgerannt kamen.

Eine Krankenschwester reichte Andrew und Cooper Shorts, die sie sich überstreiften, während ich Cassidy vorsichtig auf das Bett legte.

„Treten Sie zurück, Alpha“, meinte ein Pfleger. Ich knurrte, ohne den Blick von meiner Seelengefährtin zu nehmen. Es widersprach jedem meiner Instinkte auch nur einen Millimeter von der Seite meiner Gefährtin zu weichen.

„Alpha, wir brauchen Platz, um zu arbeiten. Sie müssen zurücktreten, bitte.“ Widerwillig ging ich ein paar Schritte zur Seite. Sofort drängten sich die Krankenschwestern, -pfleger und Ärzte vor und stellten sich um Cassidy herum. Allen voran mein Bruder.

Sie begannen die Bandagen abzunehmen, neue Tücher auf ihre Wunden zu pressen, ihr Spritzen zu verabreichen und ihre Werte zu messen. Ohne ihre Arbeit zu unterbrechen, schoben sie das Rollbett mit Cassidy ins Krankenhaus. Cooper und ich folgten auf dem Fusse.

„Bitte, bitte, sie darf nicht sterben“, murmelte ich. Es war mir egal wie erbärmlich ich wirkte oder ob es jemand für einen Alpha unpassend empfand. Meine Seelengefährtin war das Einzige, was zählte. Wenn sie es nicht schaffte … dann war auch alles andere in dieser Welt irrelevant.

„Sie wird nicht sterben. Sie verlässt uns nicht“, knurrte mein bester Freund. Keine Ahnung, ob Cooper mich überzeugen wollte oder sich selbst, aber ich klammerte mich an seine Worte und zwang mich keinerlei andere Gedanken zuzulassen.

Cassidy wurde in ein Krankenzimmer geschoben, doch eine winzige Krankenschwester stellte sich Cooper und mir in den Weg, bevor wir folgen konnten. „Alpha, Beta, Sie können da noch nicht rein. Sie müssen erst duschen und ihre Kleidung wechseln. Wir können keine Infektion riskieren.“

„Aber –“, begann mein bester Freund, doch die Krankenschwester liess ihn nicht zu Wort kommen. Es war beeindruckend, wie diese winzige Frau ihren Alpha und Beta in die Schranken wies, ohne auch nur einen Zentimeter zu wanken. Sie musste wirklich gut in ihrem Job sein und ihre Patienten über alles andere stellen. Das bewunderte ich und entspannte mich tatsächlich ein winziges bisschen.

„Die Ärzte müssen jetzt ungestört ihren Job machen und Cassidy versorgen“, beharrte die Krankenschwester höflich, aber bestimmt. „Wenn Sie sich jetzt gleich fertig machen, können Sie zu ihr, sobald die Ärzte fertig sind. Ich weiss, dass Sie Cassidy nicht von der Seite weichen wollen, aber Duschen und Umziehen ist leider wirklich notwendig. Sie sind voller Blut und Dreck und Cassidys Wunden dürfen sich nicht infizieren. Eine Infektion oder Blutvergiftung, wäre trotz verbesserter Heilkräfte in ihrem Zustand absolut lebensgefährlich.“

Obwohl die Krankenschwester fast zwei Köpfe kleiner war als wir, stand sie selbstsicher im Türrahmen und stellte selbst mit ihrer Körperhaltung klar, dass sie uns nicht vorbeilassen würde. Wir könnten sie natürlich zwingen kleinbeizugeben, wenn wir wollten, doch weder Cooper noch ich machten Anstalten dazu. Wir wollten Cassidy nicht zusätzlich gefährden. Wenn wir uns zuerst säubern mussten, bevor wir zu ihr durften, dann würden wir das tun.

Die Krankenschwester merkte, dass wir verstanden hatten, und führte uns zu den Duschen und Umkleideräumen. Jeder Schritt, den ich mich von meiner Gefährtin entfernte, war eine Qual, aber eine notwendige. Sogar Kovu hatte begriffen, dass das hier nötig war, um Cassidy zu beschützen, doch das hielt ihn nicht davon ab, leise zu jaulen und zu fiepen. Er klang wirklich wie ein kleiner Welpe. Wäre die Lage nicht so ernst gewesen, hätte ich mich vielleicht über das Verhalten meines mächtigen Alpha-Drachens lustig gemacht.

„Hier könnt ihr euch waschen und umziehen“, die Krankenschwester deutet auf eine Türe, die mit ‘Waschräume’ angeschrieben war. „Aber bitte lasst euch Zeit“, ermahnte sie uns, „das hier ist wirklich wichtig.“

Wir nickten, nahmen die schlichten, sauberen Hosen und T-Shirts entgegen, die uns die Krankenschwester reichte und gingen zu den Duschen.

„Kaden?“, wandte sich Cooper mir zu, als er die Hand schon halb zur Duschkabine ausgestreckt hatte. Seine Stimme war viel unsicherer als sie es noch vor wenigen Minuten war. Ich hörte die Angst heraus, die sich auch in mir breit gemacht hatte. „Sie wird überleben, nicht wahr? D–das muss sie doch. Sie kann doch nicht …“ Er konnte den Satz nicht zu Ende führen. Die Vorstellung war zu schrecklich. Für uns beide. Mein bester Freund sah mich verzweifelt an.

„Das wird sie nicht.“ Ich legte so viel Überzeugung in meine Stimme, wie ich nur konnte. Ich mochte mit ihm dieselbe Angst teilen, doch gerade musste ich für uns beide stark sein. Wir durften nicht an das Schlimmste denken. „Du hattest vorhin vollkommen recht: Sie wird uns nicht verlassen.“

Ich wusch mich so gründlich wie noch nie in meinem Leben. Jeden Zentimeter meines Körpers schrubbte ich drei Mal mit dem bereitgestellten Duschgel ab. Unter mir bildete sich eine rot-braune Lacke aus Dreck und Blut.

Wie eine Maschine führte ich die mir zugeteilte Aufgabe aus. Ich zwang meinen Verstand an nichts anderes zu denken als an den nächsten kleinen Schritt, der vor mir lag. Denn würden meine Gedanken abschweifen, würden sie in dunklen Gassen landen, aus denen ich nicht mehr rauskommen würde.

Ich schrubbte so lange, bis sich der Schaum nicht mehr verfärbte und schneeweiss bliebt.

Als ich wieder aus den Waschräumen hinaustrat, wartete die Krankenschwester bereits auf mich. Cooper war noch nicht da.

„Sollen wir noch auf Beta Cooper warten?“, fragte mich die Krankenschwester unsicher.

Eigentlich wollte ich so schnell wie möglich wieder zu Cassidy gelangen, dennoch nickte ich und wartete noch ein paar Minuten, bis auch Cooper aus den Waschräumen trat. Er sah so elendig aus, wie ich mich fühlte. Wir waren nun beide sauber und in frische Klamotten gehüllt, doch unsere gesamte Haltung und Mimik war von Verzweiflung, Angst und Leid gezeichnet.

Wir trotteten hinter der Krankenschwester her, bis wir schliesslich vor einer Zimmertüre zum Stehen kamen. Der intensive Geruch von Blut, Desinfektionsmittel und verschiedenen Medikamenten liess mich die Fäuste ballen.

„Ich sollte euch warnen“, wandte sich die Krankenschwester uns zu. Sie sah händewringend zu uns auf. Seinem Alpha und Beta über den Zustand einer geliebten Person zu informieren war offensichtlich keine leichte Aufgabe. „Das wird kein leichter Anblick. Ihr solltet euch und eure Drachen darauf vorbereiten und unter Kontrolle halten. Cassidy ist schwer verletzt. Sie wird schwach und hilflos aussehen. Viele Schläuche und Zugänge versorgen sie mit verschiedensten Medikamenten und Flüssigkeiten.“

Cooper und ich nickten und die Krankenschwester stiess die Zimmertüre auf. Einen Moment lang bewegte sich niemand, dann schritten mein bester Freund und ich ins Zimmer, nur um kurz darauf wieder wie angewurzelt stehen zu bleiben.

Die Krankenschwester hatte recht: Das hier war kein leichter Anblick. Es war sogar ein ganz beschissener, grauenhafter Anblick, der direkt einem Alptraum entsprungen sein könnte.

Cassidy lag in einem Bett, dass viel zu gross wirkte. Sie schien regelrecht darin zu ertrinken. Ihre Haut war so bleich, dass meine Gefährtin fast wie ein Geist aussah. Dadurch schrie einen ihr feuerrotes Haar regelrecht an. Sie war an einen Herzmonitor angeschlossen. Das regelmässige Piepsen würde die meisten wohl nerven, doch mich beruhigte es ungemein, denn es war der Beweis, dass sie lebte. Weitere Kabel und Schläuche führten zu ihrer Brust und ihren Armbeugen. Ein kleiner Schlauch führte unter ihrer Nase entlang und half ihr beim Atmen.

Schwer schluckend zwang ich mich einen Schritt auf sie zu zumachen … dann noch einen … und noch einen … bis ich mich auf den Stuhl neben ihrem Bett setzen konnte. Ihr Geruch stieg mir in die Nase. Vorsichtig griff ich nach ihrer Hand. Ein Schauer durchfuhr mich als unsere Finger sich berührten und ich konnte mir ein erleichtertes Seufzen nicht verkneifen.

„Hey, Baby“, murmelte ich und versuchte mich an einem Lächeln, obwohl ihre wunderschönen Augen geschlossen waren und sie mich ohnehin nicht sehen konnte. „Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Ich brauche dich, Baby. Du kannst uns nicht verlassen. Du musst du durchhalten, okay?“

„Er hat recht, Cass“, sagte Cooper, als er sich auf einen Stuhl auf ihrer anderen Seite niederliess. Er griff nach ihrer anderen Hand und versuchte sich ebenfalls an einem Lächeln, doch es erreichte seine Augen nicht. „Wir sind ohne dich verloren.“

Ich hatte meinen besten Freund nur einmal davor so verzweifelt gesehen gehabt: An dem Tag, als Cassidy tatsächlich fortgegangen war. Als ihm klar wurde, dass sie tatsächlich gehen würde. Als er sich … verabschieden musste. Ich wollte nicht, dass er sich je wieder von seiner kleinen Schwester verabschieden musste. Und ich wollte mich auch nicht von ihr verabschieden müssen. Das würde ich nicht schaffen. Ich würde niemals in Worte fassen können, was sie mir bedeutete.

Daher zwang ich meinen Verstand mit der Schwarzmalerei aufzuhören und in positivere Gefilde zu wechseln.

„Du bist jetzt in Sicherheit, Liebling“, murmelte ich. Ich hoffte, dass sie mich hören und verstehen konnte. Dass ihr Unterbewusstsein mich wahrnahm und auf meine Worte vertraute. „Es ist alles gut. Du bist wieder zu Hause. In Kupferhain im Krankenhaus. Hier kümmern sich alle um dich. Du wirst das schaffen, okay? Ich und Coop sind auch hier. Wir passen auf dich auf. Dir kann nichts mehr passieren.“

Immer weiter flüsterte ich ihr beruhigende Dinge zu. Keine Ahnung, ob sie mich hören konnte, doch wenn nur die kleinste Chance bestand, dass sie wahrnehmen konnte, was um sie herum geschah, wollte ich, dass sie wusste, dass ich da war. Ich würde ihr nicht von der Seite weichen.

Nie wieder.

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Good Writing

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Compelling Plot

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Compelling Plot

Great Character

1

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Strong Dialog

1

Strong Dialog

author

Cassidy hat überlebt. Das allein zählt. Nagut, und alle die Liebe, die von Kaden, Cooper und allen anderen auf sie einströmt.
Sie wird es schaffen.

an hour

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