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Jahre der Sehnsucht /Naruto

Zusammenfassung

Naruto sieht im Wald verstörendes, will vergessen und wird Jahre später damit unerwartet konfrontiert. Wirklich umgehen kann er damit nicht und es kommt zum Streit, der fast schon eskaliert.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
19
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Drei Jahren waren einfach so ins Land gezogen. Drei Jahre, in denen Naruto längst vergessen hatte, was er einst im Wald gesehen hatte. In diesen Jahren hatte Naruto hart trainiert, fühlte sich stark genug, um nach Konoha zurückzukehren und seine alten Freunde wiederzusehen. Er freute sich darauf, immerhin hatte er seine beste Freundin Sakura lange nicht gesehen und er war neugierig, wie sehr oder ob sie sich verändert hatte. Nun stand er vor dem Tor Konohas, war aufgeregt und schritt langsam durch. Er sah sich um, nichts hatte sich wirklich geändert. Nur die Tatsache, dass einige Dorfbewohner älter geworden waren. “Naruto?” Eine weibliche Stimme sprach ihn an und er glaubte im ersten Moment, dass es Sakura war. Erst als er sich umdrehte, sah er blondes Haar, blaue Augen und ein sanftes Lächeln. Ino, schoss es ihm durch den Kopf und er sah sie grinsend an. “Schön, dich wiederzusehen”, grinste er weiter. “Wow, du bist erwachsen geworden”, stellte Ino mit prüfendem Blick fest. “Äh ja, danke ... du aber auch”, murmelte er verlegen, als er versehend genau auf ihre üppige Oberweite starrte. Ino bemerkte das und sofort verpasste sie Naruto eine. „Hey, das Recht habe nur ich!” Sakura kam angerannt und hielt Ino gerade noch davon ab, Naruto erneut zu schlagen.

„Hey ihr zwei, das reicht”, ertönte eine für die drei bekannte Stimme. Mit einem Buch in der Hand und den Blick mehr auf dessen Inhalt gerichtet als auf seine Umgebung, kam ein Mann mit grauen zersausten Haar auf sie zu. Sofort wichen Ino und Sakura etwas von Naruto und der Blondschopf grinste breit. Sofort griff er nach seinem Rucksack und kramte ein Buch heraus. Er selbst mochte diese Bücher nicht, aber Kakashi hatte sie immer verschlungen. „Ist das?” Mit großen Augen starrte der Kopierninja auf das Buch und man konnte trotz des halb verdeckten Gesichtes, Kakashis Begeisterung sehen. Sakura schüttelte den Kopf. Das war wieder typisch ihr Sensei, fehlte nur noch das desinteressierte Seufzen eines schwarzhaarigen Mannes. Bei dem Gedanken, schmerzte ihr Herz, denn auch wenn es nun schon lange her war, so tat der Verrat ihres alten Kameraden noch immer weh.

„Ja, das ist es”, erwiderte Naruto gelassen und achtete nicht weiter auf die beiden Mädchen. Für sie war das ohnehin nichts und wenn Naruto ehrlich war, hatte er Ino und Sakura noch nie wirklich lesen gesehen. „Aber egal”, winkte er ab. „Wie erging es euch in den letzten Jahren? Hab ich viel verpasst?“, wollte Naruto nun wissen. Drei Jahre waren eine lange Zeit und er hatte sich verstecken müssen, da man ihn mehr oder weniger verfolgt und versucht hatte, umzubringen.

Nun ja, was hatte sich geändert? Eigentlich nichts, wenn Sakura so überlegte. Im Grunde war alles gleich geblieben. „Nichts wirklich, außer dass Konohamaru bald seine Chun-nin Prüfung absolvieren wird”, grinste die Frau mit rosa Haaren und warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Verdammt, so spät war es schon. „Tut mir leid, Naruto, ich muss wieder ins Krankenhaus. Meine Pause ist vorbei und Meisterin Tsunade wird mich schlagen, wenn ich zu spät komme.” Kurz hob die junge Frau zum Abschied nochmal die Hand und sobald ihr Dienst vorbei war, würde sie bei Narutos vielleicht noch kurz vorbeischauen.

„Nichts?“, wiederholte Naruto leise. Als ob eine Chun-nin Prüfung nichts wäre. Aber diese hatten sie alle schon hinter sich und es freute Naruto, dass Konohamaru diese bald nun auch hinter sich hatte. Verwirrt sah Naruto jedoch auf, als Sakura zurück ins Krankenhaus musste und wie sie über Baa-chan sprach. Ja, Tsunade war ab und an sehr launisch und besonders, wenn man zu spät kam. In dem Punkt tat ihm Sakura etwas leid, aber nur etwas. „Und bei dir, Ino?” „Bei mir? Öhm ... also”, stotterte diese und wurde puterrot. Skeptisch sah Naruto sie an, dann aber leuchtete es ihm ein. „Ahh du hast einen Freund, verstehe”, grinste er breit. „Wer ist es denn? Kenn ich ihn? Ist es einer aus dem Team?” „Nein, er ist nicht von hier”, antwortete Ino ehrlich. Mehr würde sie jedoch nicht sagen. „Verstehe”, murmelte Naruto, dennoch freute er sich für Ino.

„Wie steht es mit dir, Naruto? Hast du jemanden gefunden?“, mischte sich Kakashi wieder in das Gespräch mit ein, doch der Blondschopf schüttelte den Kopf. Also hatte er ihn nicht vergessen können, ob es gut war ihn dann mit zur nächsten Mission zu nehmen? „Ach Naruto, ruhe dich für heute gut aus. Morgen müssen wir zum Hokagen. Sie will uns auf eine längere Mission schicken.” Zwar wusste Kakashi schon, worum es ging, doch es war besser, wenn Tsunade das Naruto selbst erklärte. Es hatte sich viel geändert, in Konoha war das zum Vorschein gekommen, was man versucht hatte seit der dritten Generation zu verbergen.

Wie jetzt? Morgen eine Mission und das zu dritt? Naruto sah Kakashi perplex an. „Wieso zu dritt? Schaffen wir das denn? Nicht, dass wir schwach wären, aber uns fehlt eine vierte Person”, merkte Naruto gewissenhaft an. Wieso sollte er sich denn vor dieser Mission überhaupt ausruhen? Es gab dazu keinen Anlass. Er hatte sich die letzten zwei Tage genug ausgeruht und fühlte sich fit. Aber klar, Tsunade dachte wohl immer noch, er wäre ein kleiner Junge, den man mit Samthandschuhen anfassen müsste. Typisch für sie.

„Es wird eine Langzeit Mission. Ich glaube nicht, dass wir diese in den nächsten zwei Tagen erledigen können. Aber das wird dir die Hokage morgen in aller Ruhe erzählen. Auf jeden Fall, wird der Gegner nicht leicht zu bezwingen sein, wenn wir ihn finden.” Mehr sagte der Kopierninja nicht dazu, das sollte lieber Tsunade machen. Auch, dass sie wieder jemanden zu ihrem Team bekommen, aber diese Person hatte selbst Kakashi noch nie gesehen oder gar mit ihr eine Mission absolviert. „Wir werden uns morgen wieder sehen.” So verschwand der Kopierninja mit einem Puff in einer Rauchwolke und Naruto stand alleine da mit Ino.

Bitte was? Eine Langzeitmission? Naruto klingelten die Ohren, doch ehe er etwas erwidern konnte, war Kakashi auch schon verschwunden. „Na toll, kaum hier und schon darf ich wieder weg”, knurrte er beleidigt. „So schlimm wird es sicher nicht werden, immerhin ist Sakura dabei und wer weiß ...” Sie zwinkerte Naruto zu. „Ino lass es. Sakura ist meine beste Freundin. Mehr nicht”, antwortete er ihr, sehr wohl wissend, worauf Ino hinaus wollte. „Menno”, beschwerte sie sich. „Nichts menno. Ich lass mich nicht verkuppeln. Ich such mir schon selbst jemanden aus.” „Jemanden?” Ino sah verwirrt aus und ehe sie antworten konnte, ging auch Naruto des Weges.

Was war mit Naruto los? Verwirrt sah Ino dem jungen Mann nach und seufzte. Aber auf den neuen im Team, war sie dennoch gespannt, Sakura hatte erzählt, dass der Junge wohl bei der Anbu schon war. Dennoch kannte ihn keiner von damals, obwohl er im selben Alter war. Schulterzuckend wandte sich Ino ab, immerhin hatte sie für heute Abend noch etwas vor. Mit einem breiten grinsen marschierte sie durch die Straße und freute sich schon auf ihren nächtlichen Besuch heute.

Der nicht lange auf sich warten ließ. Der Tag verflog wie im Zeitraffer und ehe man sich versah, war es bereits dunkel geworden. Kaum, dass sich die Straßen leerten, huschte auch schon eine düstere Gestalt unbemerkt durch die Gassen. Wer auch immer das war, wusste, dass es gefährlich war. Aber es störte diese Person nicht, er kannte bereits die Schwachpunkte Konohas und überwand diese mühelos. Leise und äußerst geschickt kletterte er die Hauswand hoch, setzte sich auf das Fenstersims im zweiten Stock und sah Ino mit ausdruckslosen Augen an.

„Huch, du bist aber früh da.” Verwirrt sah Ino zu ihren Fenstersims und die umhüllte Gestalt trat langsam in ihr Zimmer ein. „Du bist so still, ist etwas passiert?” Besorgt sah sie auf die Gestalt vor ihr und trat langsam auf diese zu. Irgendwas stimmte nicht, das spürte sie. „Morgen gehen sie auf Mission, oder?” Eine dunkle Stimme erklang und Ino nickte. Sie wusste von wem sie sprachen, morgen würde Team 7 wieder in ein Versteck von Orochimaru suchen. „Ist er da?” Ein Nicken kam nur von dem Mann und die blonde Frau seufzte frustriert.

„Es lässt sich nicht vermeiden und das weißt du. Mir ist allerdings schleierhaft, warum die Hokage so sehr darauf besessen ist, Sasuke zurückbringen zu lassen. Sie weiß sehr wohl, dass er vom Hass zerfressen ist und über Leichen gehen würde”, erwiderte der Schwarzhaarige betont ruhig auf Inos Seufzen. „Ich weiß es doch auch nicht. Mir macht es eher Sorgen, dass es wieder Team 7 ist. Sakura ist dabei und ebenso Naruto. Beide kennen Sasuke und wieder wird er sie enttäuschen, wie so oft”, erklärte Ino. „Sasuke ist eben so. Entweder er hasst oder aber er enttäuscht maßlos andere Leute.” „Wie meinst du das denn jetzt wieder?” „Egal, eine Sache, in die wir uns besser nicht einmischen sollten”, erwiderte er, ehe er die skeptische Ino an sich zog und ihre Lippen mit einem Kuss versiegelte.

Enttäuschen, das konnte er wirklich gut, das hatte Naruto am eigenen Leib erfahren. Der nächste Morgen sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Früh war Naruto aufgestanden und auf dem Weg zur Hokage. Er wollte wissen, wieso sie ihn jetzt schon wieder auf Mission schickte. Er war gerade einen Tag zurück und da sollte er wieder weg. Da stimmte doch etwas nicht. Schnell war er auch am Hokageturm und stand schon vor der Tür von Tsunade. Noch einmal holte er tief Luft und betrat ohne anzuklopfen das Zimmer. Sofort erblickte er das schlecht gelaunte Gesicht der Hokage, die über einem Berg von Papier hing und versuchte Herr der Lage zu werden. „Du bist aber früh”, lächelte sie sanft und seufzte gefrustet.

Noch einmal holte die Hokage tief Luft, ehe sie Naruto in die Mission einweihte. “Bevor du auch nur ein Wort des Protestes hinlegst, lass mich aussprechen. Ich mag nicht alles von vorne erzählen, hast du das verstanden?” Naruto nickte, setzte sich Tsunade gegenüber und sah sie gespannt dabei an. “Es ist so. Jemand hat vermutlich wichtige Informationen über die Akatsuki und diese brauche ich ganz dringend. Dieser Jemand ist nicht leicht zu finden. Wir vermuten aber, dass er sich in einem der unzähligen Verstecke von Orochimaru befindet. Mir ist klar, dass diese Mission nicht ganz ungefährlich, aber dennoch notwendig ist”, erklärte die Hokage. „Warum sagst du nicht gleich, dass wir Sasuke suchen?” „Unterbrich mich nicht!“, fauchte Tsunade und Naruto zuckte erschrocken zusammen. „Ich weiß deinen Protest nachzuvollziehen, aber ich brauche dich bei dieser Mission. Sasuke ist dein ...” „War”, betonte Naruto. „War dein bester Freund!“, fuhr Tsunade verbessernd fort. “Du kennst ihn am besten, hast des Öfteren gegen ihn gekämpft und kannst ihn ziemlich gut einschätzen. Daher ist es mir wichtig, dass du dabei bist. Und nein, ich dulde kein Widerwort. Du gehst, verstanden?” „Ja doch”, murrte Naruto beleidigt. Eigentlich hatte er so gar keine Lust Sasuke zu suchen, aber Tsunade Widerwort zu geben, war auch nicht sehr gesund. Sie konnte ziemlich aufbrausend und sehr überzeugend sein. Demnach beugte sich Naruto und gab klein bei.

Genervt seufzte Tsunade, aber es musste sein. Um Sasuke zu fangen, mussten sie jemanden dabei haben, der genauso stark war. Und wenn die Gerüchte stimmten, dann gab es eine Bedrohung, die nur der junge Uchiha kannte. „Wenn ihr ihn nicht findet und gefangen nimmt, könnte es sein, dass Konoha bald nicht mehr existieren wird.” Mit ernster Miene sah die Frau auf den Blondschopf und entsetzt starrte er diese an. „Sasuke weiß leider als einziger, wer genau diese Bedrohung ist und wo er sich aufhält. Dies wurde uns von einer sicheren Quelle bestätigt.” Einer der sie vertraute, aber das konnte sie Naruto noch nicht sagen. Sie wusste auch nun den Grund für Sasukes Verrat und, dass dieser Rache wollte, das wunderte sie nicht. Aber Naruto würde sie erst später davon in Kenntnis setzen, erst wenn alle Informationen bestätigt waren.

Gefangen nehmen? Na wunderbar, dann wäre Sasuke wieder im Dorf. Ganz große Klasse dachte sich Naruto und so langsam platzte ihm der Kragen. „Schön, ich such ihn, aber sollte der nach Konoha gebracht werden, bin ich hier weg! Ich hab kein Bock auf den!“, stellte er patzig klar, ehe er aus dem Büro der Hokage rauschte und hinter sich die Tür zuschlug.

Verwirrt sah ihm die Hokage nach, Sasuke würde nur im Gefängnis sitzen und nicht in Konoha. Es war mit Suna abgesprochen, dass der Uchiha dann dort ins Gefängnis überstellt wurde. Warum war der Blondschopf also so gereizt? „Du weißt warum, oder nicht?” Ihr Blick wanderte auf den Mann, der plötzlich hinter ihr stand und dieser nickte. „Für Naruto war Sasuke mehr als nur ein Freund.” Die Hokage nickte und den Rest musste ihr niemand mehr erklären. So, so, Narutos Gefühle gingen etwas über Freundschaft hinaus, das war ihr egal, auch wenn sie gerne wüsste, wieso Naruto sich gerade einen Eisklotz ausgesucht hatte. „Basiert das auf beiden Seiten, oder nur einseitig?” „Das weiß ich leider nicht, Sasukes Gefühlswelt bestand meines Erachtens nur aus Hass. Aber seid ihr sicher, dass er die benötigten Informationen hat?” Die Hokage nickte. „Er hat die Wahrheit über den Clanmord erfahren und das nicht von seinem Bruder. Also musste es jemand sein, der dabei war.” „Ihr glaubt den Gerüchten doch nicht.” „Doch und wenn es wahr ist, wird unser Dorf nicht mehr lange existieren.”



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