The Hookup (German/Deutsch)

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Zusammenfassung

"Entweder werde ich heute nach sterben oder den besten Sex meines Lebens haben." Diese Gedanken gehen Jack durch den Kopf, als er das alte Farmhaus sieht. Hier möchte er sich mit Alex treffen, um mit ihm eine bezaubernde Nacht zu vollbringen. Doch obwohl der Abend gut startet, müssen die beiden schon bald um ihr Leben fürchten. WARNUNG: Die Geschichte enthält explizite Darstellungen von Gewalt und Sexuellen Inhalten! Solltet ihr damit ein Problem haben, würde ich euch bitten die Geschichte nicht zu lesen! Danke.

Genre:
Horror/Other
Autor:
Vani42
Status:
In Arbeit
Kapitel:
10
Rating
n/a
Altersfreigabe
16+

Kapitel 1.1.

Jack: Entweder werde ich heute nach sterben oder den besten Sex meines Lebens haben. Diese beiden Gedanken schossen mir durch den Kopf, als sich das alte Farmhaus vor mir aus der Dunkelheit schälte. Seit Zehn Minuten hatte ich kein Anzeichen von Zivilisation mehr gesehen, die letzte Straßenlaterne war fünf Minuten her und seit drei Minuten gab es nicht einmal asphaltierte Straßen.

„Bist du wirklich so desperate, um endlich wieder menschliche Nähe zu spüren.” Sagte ich zu mir selbst. Leider war die Antwort ja. Vor etwa vier Monaten hatte mein damaliger Freund mit mir Schluss gemacht. Eine Woche später erfuhr ich von meiner besten Freundin, dass er mich seit über sieben Monaten mit einem anderen Kerl betrog. Zwei Jahre Beziehung und alles, was man dafür bekam, war ein gebrochenes Herz, viele durchgeweinte Nächte mit Eis und Liebesfilmen, sowie das ätzende Verlangen endlich wieder flachgelegt zu werden.

An den ersten beiden Dingen konnte ich nichts ändern. Doch letzteres probierte ich mit Grindr zu lösen, eine App für Hookups, die ich eigentlich nie wieder nutzen wollte. Ich schrieb mit dutzenden Männern, bei denen die meisten Konversationen nicht länger als drei Nachrichten oder ein versendetes Dickpic dauerten. Dann schrieb mich endlich jemand an, der nicht nur verdammt gut aussah, sondern auch noch halbwegs sympathisch wirkte. Alex. Wir teilten einige Interessen, wie unseren Musikgeschmack, unsere Liebe fürs Wasser und eine große Leidenschaft für Horrorgeschichten.

Das Haus, vor dem ich mein Auto parkte, schien direkt aus einer solchen Horrorgeschichte zu stammen. Es lag mitten im tiefen düsteren Wald, umgeben von nichts als Bäumen, Sträuchern und Dunkelheit. Es bestand aus zwei Etagen, einem spitz zulaufenden Dach mit Kaminrohr, aus welchen weißer Rauch kam und einer Dachgaube, die nach draußen zur Straße zeigte. Vorne besaß es zudem eine Wunderschöne Veranda, auf der ein Klischeehafter Schaukelstuhl neben mehreren Pflanzenkübeln stand, welche dem Haus einen Teil des Grusels nahmen. Welcher Mörder kümmerte sich schon liebevoll um Pflanzen.

Das Haus war von warmem, hellem Licht erfüllt und wirkte mit jedem Schritt, den ich näherkam, einladender. Es war gut gepflegt und wirkte wie ein perfekter Ort, um sich für ein paar Wochen von der Welt zu verstecken. Nur Leben wollte ich hier nicht, auf Dauer wäre es mir hier zu einsam. Vor der Tür atmete ich noch einmal tief durch, vor Dates war ich immer nervös und es half nicht, dass dies mein erstes Date seit zwei Jahren war.

Ich klopfte. Der Mann, der mir die Tür öffnete, sah genauso aus wie auf seinen Bildern. Er war groß, besaß einen gut gebauten Körper, mit leicht gebräunter Haut und wunderschönen, struppigen, schwarzen Haaren, die von dunklen, braunen Augen abgerundet wurden. Als er mich sah, schlich sich ein bezauberndes Lächeln auf die Lippen, welches mir sofort die röte ins Gesicht trieb und die Nervosität stärker zurückbrachte. „Hey.” Brachte ich hervor. „Hi, schön dass du da bist.” Sagte er und bot mir zur Begrüßung eine Umarmung an, die ich, wenn auch etwas steif, dankend annahm.

Nach der Umarmung folgte ich Alex durch einen weiten Flur, von dem drei Türen und eine Treppe wegführten, ins Wohnzimmer. Hier fühlte ich mich direkt wohl. Direkt gegenüber der Tür, stand ein alter Kamin aus Ziegelsteinen, der für eine angenehme Wärme im gesamten Wohnzimmer sorgte. Dazu kamen eine Couch und ein kleiner Fachbildfernseher, die in der linken Wohnzimmerhälfte platzfanden, und ein bereits gedeckter Esstisch, der die andere hälfte, einnahm. Wir hatten uns zuvor viel über Dates und Hookups unterhalten, über unsere Erfahrungen, Vorlieben und Wünsche. Alex hatte auf ein gemeinsames Abendessen bestanden, auch weil wir beide für mehr als nur Sex bereit waren. Laut ihm war es das mindeste, schließlich fuhr ich gute fünfzig Minuten zu ihm und sollte zumindest nicht hungrig wieder nachhause gehen. Selbst wenn das Restliche Date beschissen verlief.

„Das Essen braucht leider noch eine Weile.” Sagte Alex, der hinter mir ins Wohnzimmer kam. „Darf ich dir so lange als Entschuldigung etwas zu trinken anbieten?” „Aber gerne.” „Ein Glas Wein?” „Klar.” „Kommt sofort, mach es dir so lange schon einmal auf dem Sofa bequem, ich komme dann gleich mit dem Wein.” Er verschwand in der Küche. Ich nutzte die Zeit, um mich genauer im Wohnzimmer umzusehen. In der rechten Ecke hinter dem Esstisch stand ein Bücherregal, ich konnte im Flackernden Licht des Kamins einige Bücher ausmachen, über die wir uns zuvor unterhalten hatten. Neben dem Bücherregal hingen einige Bilder. Sie zeigten Landschaften, von oben fotografierte Wälder, kristallklare Seen und Wolkenverhangene Bergketten. Alex hatte mir viel von seinen Reisen und Wanderung erzählt, dass er ein begabter Fotograf war, hatte er mir aber verschwiegen. Bilder von Familienmitgliedern oder Eltern fand ich nicht, was mich nicht wirklich wunderte, viele schwule Männer hatten nicht das beste Verhältnis zu ihren Eltern. Dafür gab es umso mehr Bilder von Hunden. Sie alle zeigten einen jungen Husky Mischling, der sich auf den meisten Bildern in Grass tollte oder fröhlich kläffend in Pfützen sprang.

„Ich wusste gar nicht, dass du einen Hund hast.” Sagte ich zu Alex, als dieser wieder ins Wohnzimmer kam. In jeder Hand hielt er ein gut gefülltes Glas Rotwein, die er vorsichtig auf den Tisch stellte. „Er ist oben.” Sagte Alex. „Ich halte ihn aus meinen Dating Profil, damit sich die Leute für mich und nicht nur für meinen Hund interessieren.” Alex lachte nervös. „Ist das seltsam.” „Überhaupt nicht und ich kann dir versichern, dass ich nicht nur wegen des Hundes hier bin.” Alex ließ sich einen halben Meter entfernt von mir auf die Couch fallen, nah genug, um nicht unhöflich zu wirken und weit genug entfernt, damit es nicht aufdringlich wirkte. „Ich bin ehrlich gesagt überrascht das er nicht gebellt hat, als du nähergekommen bist. Er scheint dich bereits zu mögen.”

Für die nächste halbe Stunde führten wir Small Talk, wobei wir uns viel über den Fakt unterhielten, dass Alex in einen perfekten Horrorhaus wohnte. Laut ihm der perfekte Ort für seinen Hund und sich selbst, da er gerne in der Natur war und lange Wanderung im umliegenden Wald unternahm. Er arbeitet hauptsächlich im Homeoffice und musste nur selten ins Büro. Die Internetverbindung war hier draußen überraschend gut, was laut Alex einen Masten geschuldet war, der etwa zwei Kilometer von der Hütte entfernt im Wald stand.

Unsere Unterhaltung wurde durch einen Wecker unterbrochen. Alex verschwand kurz wieder im Flur, um eine Minute später mit einer prall gefüllten Auflaufform zurückzukommen. „Ich hoffe du bist hungrig, ich habe deutlich zu viel gekocht.” Ich war hungrig und der Auflauf roch und schmeckte fantastisch. Während des Essens drehte sich unsere Unterhaltung vor allem über vergangene Beziehungen und unsere Urlaubsreisen. Das Gespräch verlief flüssig und ohne peinliche Pausen. Alex schaffte es mehrmals mir die Röte ins Gesicht zu treiben, wenn er mir ein Kompliment machte oder eine offensichtliche Sexuelle Andeutung. Er schien es sichtlich zu genießen und auch ich war dem ganzen nicht abgeneigt. In den letzten vier Monaten hatte ich mich nie so gut gefüllt. Ich probierte die Komplimente zu erwiedern und ging sogar auf die sexuellen Anspielungen ein. Alex wirkte aufrichtig und sympathisch, war verdammt heiß und wollte eindeutig mehr von mir. Wenn er mehr wollte, würde ich ihn definitiv nicht aufhalten, denn ich wollte es auf jeden Fall.



Noah: „Wir sind da.” Sagte der Gruppenführer, den wir alle nur unter den Namen Judas kannten. Er war eines der ältesten Mitglieder der Versammlung und konnte es trotz seiner sechzig Jahre noch mit allen Jüngeren Mitgliedern aufnehmen. Eine Extraktionsmission wie diese hatte er schon dutzende Male geleitet. Jedes Mal erfolgreich. Für mich war es die erste. In vielen Belangen der Versammlung war ich noch ein Frischling und diese Extraktion galt als Prüfung um meinen Wert für die Versammlung zu beweisen. Wenn ich mich gut verhielt, würde, am mich endlich zum Vollwertigen Mitglied ernennen.

„Und wenn genau sollen wir hier draußen fangen, hier ist doch nichts außer Holz, Blättern und Tierscheiße.” Sagte Jürgen, dass zweit älteste Mitglied unserer Gruppe. Er stammte ursprünglich aus Deutschland und hatte es in der Versammlung nie zu etwas gebracht. Seit Jahren verkrachte er sich immer wieder mit den Obersten, was vor allem an seiner übermäßigen Brutalität und seinem unberechenbaren Temperament lag. Mehr als einmal war ein potentielles Opfer wegen ihm gestorben. Ohne sein Talent in Umgang mit Waffen, hätte man ihn schon längst aus der Versammlung geschmissen.

Das vierte und letzte Mitglied aus unserer Gruppe kannte ich noch nicht, von Judas wurde er allerdings mit Zac gerufen. Auf der Stundenlangen Fahrt, hatte er kein einziges Wort mit uns gewechselt. Auch jetzt schwieg er.

„Dann mach mal die Augen auf du Idiot.” Schimpfte Judas. Er deutete auf einen entfernten, leuchtenden Fleck, etwa Neunhundertmeter entfernt. „Was siehst du da hinten?” „Ein Haus.” Antwortete Jürgen genervt. „Richtig, ein Haus. Wenn meine Informationen korrekt sind, und das sind sie selbstverständlich, befinden sich dort gerade zwei Männer, dir nur darauf warten von uns geschnappt zu werden.” „Wir hätten auch näher dranfahren können.” Beschwerte sich Jürgen leise, was ihm einen Bösen Blick von Judas einbrachte. Natürlich hätten wir nicht näher dranfahren können, dass wusste auch ein Trottel wie Jürgen. Man durfte unser Auto nicht sehen oder hören. Kein Opfer durfte Wissen, dass man kam. Der Lärm würde ihnen nur eine Vorwarnung geben und die Extraktion unnötig kompliziert machte.

„Jeder hält jetzt einmal die Klappe und hört zu.” Befahl Judas. „Wir gehen vor wie immer. Zwei gehen zur Vordertür und kreieren eine Ablenkung, dass werden Jürgen und Noah machen. Zac und ich kommen von den Seiten und probieren durch ein Fenster einzusteigen. Während ihr Ordentlich Lärm macht, überwältigen wir die beiden von hinten.” „Natürlich krieg ich den Frischling.” Murrte Jürgen. „Hör endlich auf dich zu beschweren, sonst sorge ich dafür, dass du mit den beiden Wichsern ihm Haus geopfert wirst. Kapiert. Ich kann es mir nicht leisten, wenn mir ständig jemand dazwischenfunkt.” Bellte Judas. „Und jetzt Abmarsch, ihr habt eure Befehle und wehe ihr führt sie nicht aus. Dann ziehe ich euch die Haut persönlich ab.” Mit diesen Worten marschieren wir auf den einsamen, Orangen leuchtenden Fleck zu, in welchen die Opfer aus uns warteten.