☆ Intro 01 | Das Grauen beginnt ☆
Wie ein Schatten huscht eine Person durch die dunklen Flure des Unigebäudes. Es finden gerade überall Kurse statt, weswegen sich niemand auf den Fluren befindet. – Perfekt für seinen Plan, welchen er nun ausführen möchte.
Vorsichtig schaut er durch den Türspalt, da der letzte Student die Tür nicht geschlossen hatte. Circa 20 Personen sitzen ordentlich an den Tischen, teilweise schon mit Laptops oder Tabletts, und hören dem Professor aufmerksam zu, wie er etwas von Wirtschaftsrecht erzählt. Die mysteriöse Person lässt seinen Blick durch die Klasse schweifen, bis dieser an einem braunhaarigen Mädchen hängen bleibt. Diese hat gelangweilt den Kopf auf ihren linken Arm gestützt und zeichnet irgendwas auf ein Blatt.
Ein hinterhältiges Grinsen bildet sich auf seinem Gesicht. Denn dieses Mädchen ist Melanie Sophie Courtney. Und sie ist für etwas Größeres vorbestimmt. Sein Meister hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass ihr nichts passiert. Er zieht wissend eine Augenbraue nach oben, als ein blondes Mädchen zu ihm sieht und kurz ihre pechschwarzen Augen, die sie als Dämon enttarnen, aufblitzen lässt, was er ebenfalls tut. Die beiden Dämonen nicken einander zu. Leise lacht er auf und verschwindet mithilfe seiner Gedanken aus dem Flur.
Kurze Zeit später öffnet er den Kofferraum des alten Fords und grinst dem Inhalt entgegen. Denn dort befindet sich ein Junge, welcher ihm ähnlicher sieht, als man denken mag. Sein Opfer ist bewusstlos, aber das scheint den Dämon nicht zu interessieren oder zu stören. Er hievt den armen Jungen aus dem Kofferraum, nimmt sich seine Axt und steht Sekunden später wieder im Flur, vor dem Hörsaals, in welchem sich Melanie befindet.
Als er hört, wie alle die Sachen zusammenpacken, zieht er sofort die Axt hervor, legt sein Opfer auf den Boden und hackt ihm, ohne groß zu überlegen, mit der Wimper zu zucken oder sogar Schuldgefühlen zu haben, den Kopf ab.
Leise lachend verschwindet er dank seiner dämonischen Kräfte ein paar Gänge weiter. Zufrieden mit sich selbst reibt er die Hände. Sein Meister wird stolz auf ihn sein und ihn groß belohnen. Schließlich hat er das Schwierigste geschafft. – Den Jungen umzubringen, ohne gesehen zu werden.
Als kurze Zeit später ein entsetzter Schrei durch die Gänge ertönt, lacht er leise auf. Der Plan hat schon sehr gut begonnen.