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Heartbreak Rodeo

Alle Rechte vorbehalten ยฉ

Zusammenfassung

** ๐‘ฌ๐’Š๐’ ๐‘ต๐’†๐’–๐’‚๐’๐’‡๐’‚๐’๐’ˆ ๐’‚๐’–๐’‡ ๐’…๐’†๐’Ž ๐‘ณ๐’‚๐’๐’… ๐’†๐’๐’…๐’†๐’• ๐’Š๐’ ๐’†๐’Š๐’๐’†๐’Ž ๐’†๐’Ž๐’๐’•๐’Š๐’๐’๐’‚๐’๐’†๐’ ๐‘น๐’๐’…๐’†๐’. Auf der Flucht vor ihrem untreuen Ehemann flieht Alice nach Wyoming - und landet in einem Gefรผhlsrodeo mit eindeutig zu vielen Pferdestรคrken. ** Nachdem ihr Ehemann sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat, packt die erfolgreiche Marketingagentin Alice ihre Koffer und reist kurzerhand dorthin, wohin er ihr sicher nicht folgt: In ihre Heimatstadt Grandfalls, Wyoming. Dort erwarten sie die heruntergewirtschaftete Ranch ihrer Eltern, staubige StraรŸen, sture Pferde - und Cowboys, die ihre guten Vorsรคtze mit einem Lรคcheln รผber den Haufen werfen. Denn eigentlich hatte sie sich geschworen, Mรคnnern kรผnftig aus dem Weg zu gehen. Doch kaum ist sie in ihrer alten Heimat angekommen, stolpert sie auf einem Stadtfest รผber den charmanten Cowboy Blake - und direkt in einen heiรŸen One-Night-Stand, der sich am nรคchsten Morgen als herzhaften Griff in Pferdemist entpuppt - denn Blake arbeitet ausgerechnet auf der Ranch ihrer Eltern. Als wรคre das nicht genug, entpuppt sich Blake als charmanter Chaot, wรคhrend sein wortkarger Bruder Cole jede von Alices Ideen fรผr die Ranch kritisiert, als hรคtte er es sich zur Aufgabe gemacht, sie in den Wahnsinn zu treiben. Und dann ist da noch der Baulรถwe Byron Carter: geschniegelt, einflussreich und eindeutig zu interessiert an der Ranch ... aber auch an Alice. Zwischen ungeordneten Finanzen, abgebrochenen Highheels, alten Feindschaften und viel zu heiรŸen Cowboys lernt Alice schnell: Ein Herz lรคsst sich schlechter zรคhmen als ein wilder Hengst. Am Ende steht sie vor der alles entscheidenden Frage: Vertraut sie ihren Gefรผhlen - oder rettet sie lieber die Ranch, bevor alles den Bach runtergeht?

Status:
In Arbeit
Kapitel:
4
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1 - Timing ist eine Bitch

โ€œOh, how โ€™bout a round of applause?

Oh, and the award for the best liar

Goes to you

For makinโ€™ me believe

That you could be

Faithful to meโ€

- Rhianna - Take A Bow -

Es gibt beschissene Momente im Leben, die man einfach nicht kommen sieht.

Sie tragen kein Warnschild, kommen nicht mit Posaunengetรถse und besitzen keinen dramatischen Vorhang. Sie liegen einfach da โ€“ unscheinbar und still โ€“ und warten darauf, dass man hineintritt.

ร„hnlich wie ein Haufen HundescheiรŸe.

So erging es Alice an diesem sonnigen Spรคtsommermittag, als sie frรผher als geplant von der Arbeit nach Hause kam.

Es war kurz nach zwรถlf, doch der silberne Honda ihres Mannes stand bereits in der Einfahrt. Als sie den Schlรผssel ins Schloss steckte und die Tรผr des kleinen Hauses in Long Beach aufschob, zog sich etwas in ihrem Magen zusammen.

Alice hรคtte rufen kรถnnen. Normalerweise hรคtte sie es getan. Doch heute tat sie es nicht. Vielleicht weil es ein besonderer Tag war.

Vielleicht weil ein leiser Instinkt sie warnte.

Der Schlรผssel klirrte leise, als sie ihn in die kleine Kristallschale im Flur legte. Ihr Blick verfing sich kurz an ihrem eigenen Spiegelbild.

Aus dem hรผbschen Spiegel, der von einer hรถlzernen Fassung mit goldenen Ornamenten umrahmt wurde, blickten ihr blaue Augen unter langen Wimpern entgegen. Wie immer trug sie ihr langes, leicht gewelltes schwarzes Haar zu einem strengen Zopf mit Knoten am Hinterkopf gebunden. Eine einzelne Strรคhne hatte sich gelรถst und fiel ihr in die Stirn โ€“ ein Makel im perfekten Bild, den sie mit einem schnellen Handgriff korrigierte.

Auf ihrer Nase saรŸ eine moderne, schwarze Browline-Brille, die sie mit einem leisen Seufzen abnahm und neben die Schlรผsselschale legte. Eigentlich brauchte sie das Ding lรคngst nicht mehr. Sie trug sie nur noch zu Terminen mit selbstgefรคlligen Mรคnnern, die verstaubte Erwartungen an eine weibliche Marketingberaterin hatten.

Alice atmete tief durch, griff sich in den Nacken und massierte die verspannten Muskeln. Arbeit, Termine, Rollenbilder. All das wรผrde gleich keine Rolle mehr spielen โ€“ fรผr heute zumindest.

Keine Meetings. Kein Stress.

Nur noch Jake und sie.

Mit diesen Gedanken wandte sich Alice vom Spiegel ab und lieรŸ ihre Handtasche auf der Kommode liegen. Die Sonne schien durch die groรŸen glรคsernen Dachfenster ins Haus und tauchte das Wohnzimmer und den cremefarbenen Sitzbereich in ein harmonisches, goldgelbes Licht. Frische Blumen setzten Farbtupfer im WeiรŸ und Creme. Alles wirkte perfekt. Wie immer.

Das hieรŸ ... Nein.

Nicht ganz.

An der Ecke des modernen Glastisches, wo sonst auรŸer Blumen nur ihre Zeitschriften wie Forbes oder The Drum auslagen, hing ein roter Spitzen-BH.

Alice fรผhlte sich, als hรคtte man ihr eine Ohrfeige verpasst. Fassungslos starrte sie auf das Kleidungsstรผck, das zwischen all dem WeiรŸ und Creme hervorstach wie eine rote Beere im Winter. Ein Kleidungsstรผck, das ihre ganze kleine Welt in Flammen aufgehen lieรŸ.

โ€˜Nein ... Nein, nein, nein. Das darf nicht wahr sein.โ€™

Fรผr einige Sekunden starrte Alice auf die Spitzenwรคsche und wรผnschte sich, alles wรคre nur ein Albtraum.

Das wรผrde er nicht tun. Nicht hier. Nicht in ihrer Wohnung. Und schon gar nicht heute.

Doch die Worte klangen hohl, selbst in ihrem eigenen Kopf.

โ€žScheiรŸe, ja! Genau so!โ€

Die hohe Frauenstimme drang schrill wie das Kratzen von Fingernรคgeln auf einer Schiefertafel an ihr Ohr โ€“ ekelhaft.

Alice setzte sich fast mechanisch in Bewegung. Man musste kein Detektiv sein, um der Spur zu folgen, die quer durch die Wohnung in Richtung Schlafzimmer fรผhrte. Eine Hose. Ein weiรŸes Hemd. Ein schwarzer Rock. Und schlieรŸlich ein roter String.

Die Ahnung war lรคngst da. Nein, es war mehr als das. Ihre Schritte auf dem teuren Parkett klangen dumpf neben ihrem drรถhnenden Herzschlag. Vielleicht dauerte es deshalb ein paar Sekunden, bis sie begriff, dass das Stรถhnen aus dem Schlafzimmer real war.

Kein Hirngespinst. Kein Irrtum.

Die Schlafzimmertรผr stand einen Spalt offen, und der folgende Anblick war, als wรผrde sich ein gewaltiger Schwall eiskalten Wassers รผber ihren Kopf ergieรŸen.

Die Rolllรคden waren heruntergelassen und in den Ecken brannten Teelichter, die den Raum in schummriges Licht tauchten. Die Fotos auf der Kommode waren umgekippt.

โ€žFuck, Baby! Du bist so eng!โ€

Auf dem groรŸen Kingsize-Bett mit den weichen Laken aus รคgyptischer Baumwolle war ihr Ehemann gerade dabei, einer Blondine von hinten das Gehirn rauszuvรถgeln. Seine Lenden klatschten rhythmisch gegen ihren dรผrren Arsch, wรคhrend sie ihn immer wieder darum anflehte, sie hรคrter zu nehmen โ€“ und er stรถhnte begeistert.

Sein Kรถrper verdeckte sie fast vollstรคndig, doch ein Augenblick genรผgte, um zu erkennen, dass etwas nicht stimmte. Die Art, wie sie den Kopf zur Seite neigte. Wie ihr Haar รผber das Kissen fiel. Wie vertraut ihr Stรถhnen klang.

Dann blieb Alices Blick an einem Detail hรคngen: dem kleinen Muttermal knapp unterhalb des Schlรผsselbeins. Ihr Herz setzte aus.

Das dort ... das war nicht irgendeine Blondine.

Es war die Frau, mit der sie unzรคhlige Abende auf dem Sofa verbracht hatte. Die ihre Hand hielt, wenn Alice ihr von ihrer Ehe, ihren Hoffnungen oder Jakes schwierigen Seiten erzรคhlte. Die mit ihr lachte, Wein trank und ihre Geheimnisse kannte. Die sie umarmte, wenn sie Trost brauchte.

Alexa.

Lexy. Lexa.

Ihre Vertraute.

Ihre Komplizin fรผr alle Schandtaten.

Ihre verdammte beste Freundin.

Fรผr einen Moment weigerte sich alles in Alice, das Gesehene zu akzeptieren. Es war, als hรคtte jemand zwei Bilder รผbereinandergelegt, die nicht zusammengehรถrten.

Ein dumpfes Rauschen erfรผllte ihre Ohren, die Gerรคusche im Raum verloren ihre Konturen und wurden fern, als stรผnde sie unter Wasser. Ihr Blick konnte sich nicht losreiรŸen und etwas in Alice wartete, hoffte und flehte nach einem Zeichen, dass all das nicht real sein konnte.

Ein Irrtum. Ein schlechter Scherz.

Ein Albtraum, aus dem sie gleich erwachen wรผrde.

Aber da waren nur Lexy und Jake... und die Realitรคt.

Und diese Realitรคt traf Alice wie ein Kinnhaken.

Zuerst kam der Schmerz und โ€“ dann die Wut.

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Herzerwรคrmend

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Schockierend

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Gutes Schreiben

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รœberzeugende Handlung

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Toller Charakter

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Starker Dialog

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