Teuflische Maskerade: Schatten des Reapers (Bd 1)

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Zusammenfassung

TEUFLISCHE MASKERADE Logline: Für die Welt ist er ein unscheinbarer Student. Für die Unterwelt ist er „The Reaper“. Als ihr Vater aus dem Syndikat sie zwangsverheiraten will, fällt seine Maske. Synopsis: An der Universität hält jeder Miles für ein Niemand – einen ruhigen Informatikstudenten, der sich mühsam durchschlägt. Alles nur eine kalkulierte Fassade. In Wahrheit ist Miles ein extrem wohlhabendes, kaltblütiges Genie, das von seinem abgelegenen Anwesen aus ein Offshore-Handelsportfolio verwaltet und seine wahre Macht als gefürchteter Schatten-Vigilante namens „The Reaper“ ausübt. Talia, traumatisiert und auf der Flucht, ist die Tochter des skrupellosen Syndikatsbosses Victor Vance. In ihrer Verzweiflung findet sie Zuflucht in Miles’ stillem Zuhause. Obwohl subtile Hinweise darauf hindeuten, dass er weitaus gefährlicher ist, als er vorgibt, verdrängt sie ihr Misstrauen aus dem dringenden Bedürfnis nach Schutz heraus. Miles ist ihr sicherer Hafen. Als Victor Vances Imperium ins Wanken gerät, zwingt er Talia zurück in sein befestigtes Safehouse, um sie in eine arrangierte politische Ehe zu verkaufen. Miles spielt den hilflosen, besorgten Freund und setzt sie vor den Toren ihres Vaters ab. In der Sekunde, in der sie außer Sichtweite ist, stirbt die schüchterne Fassade. Er hackt sich in das Sicherheitssystem des Anwesens ein und verfolgt jede ihrer Bewegungen durch eine hochauflösende Nachtsichtkamera. Außer sich vor Wut über den Plan ihres Vaters, sie wie eine Ware zu verschachern, greift Miles nach seiner taktischen Ausrüstung und seiner knochenweißen Reaper-Maske. Sie gehört ihm. Und es ist an der Zeit, das Imperium ihres Vaters dem Erdboden gleichzumachen.

Genre:
Romance
Autor:
Nexusverse
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
41
Rating
5.0 1 Bewertung
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1: Systemabsturz

Der menschliche Körper ist letztlich nur eine komplexe biologische Maschine, und wie jede Maschine funktioniert er durch Schleifen, Auslöser und vorhersehbare Codes.

In der absoluten Dunkelheit eines verschlossenen Apartments stammte das einzige Licht vom kalten, blauen Leuchten dreier Panoramabildschirme. Meine Finger zögerten nicht. Sie bewegten sich mit einer lautlosen, erschreckenden und flüssigen Geschwindigkeit über die mechanische Tastatur, die auf dem Campus der Elite-Universität niemals jemand zu sehen bekommen würde.

Auf dem mittleren Bildschirm zeigte ein hochauflösender Live-Feed einer kompromittierten Überwachungskamera ein luxuriöses Penthouse-Schlafzimmer. Im Inneren schlief Professor Harrison – der Dekan für Zulassungen und ein Mann, der enorme Bestechungsgelder von Elitefamilien annahm, um die Zukunft von Bewerbern aus der Mittelschicht zu ruinieren. Sein Brustkorb hob und senkte sich in einem gleichmäßigen Rhythmus.

Neben seinem Bett stand ein medizinisches Smart-Gerät, eine hochwertige digitale Insulinpumpe, die mit seinem lokalen Heimnetzwerk verbunden war.

Für die Polizei, das forensische Team und seine trauernde Familie würde es wie ein tragischer, spontaner technischer Defekt aussehen. Ein Fehler in der Software. Ein plötzlicher, massiver Insulinschub mitten in der Nacht, der eine schwere Hypoglykämie, ein stilles Koma und schließlich einen Herzstillstand verursachte. Nicht nachvollziehbar. Sauber.

Ich hielt meinen Zeigefinger über die Eingabetaste. Mein Gesichtsausdruck veränderte sich nicht. Mein Puls beschleunigte sich nicht um einen einzigen Schlag, während mein Finger über der Taste schwebte. Eiskalt, stetig und präzise. Ich hasste Harrison nicht; ich sah ihn lediglich als eine korrupte Codezeile, die dauerhaft aus dem System gelöscht werden musste, um den Weg für meine große Architektur zu ebnen.

Auf dem Bildschirm wechselte das kleine grüne Licht der Insulinpumpe zu einem stetigen, bösartigen Gelb. Die Maschine summte leise in dem dunklen Raum meilenweit entfernt und führte meinen Befehl aus. Ich beobachtete genau drei Minuten lang, bis sein Atemmuster ins Stocken geriet und in einen chaotischen, tödlichen Kampf überging.

Ich schloss das Terminalfenster, löschte den digitalen Fußabdruck, zog die Proxy-Protokolle ab und löschte den Server-Cache, bis es so war, als hätte ich in diesem Netzwerk niemals existiert.

Der Wechsel

Am nächsten Morgen war die Sonne über dem Universitätsgelände blendend hell und spiegelte sich in den Glasfassaden der von Unternehmen finanzierten Gebäude.

Ich stand am Rande des Campus-Innenhofs und atmete tief durch, während ich meine Körperhaltung bewusst veränderte. Ich ließ die Schultern nach vorne fallen und die Brust einsinken, damit mein Körperbau klein, zerbrechlich und ungefährlich wirkte. Ich schob ein Paar dicker, leicht verschmierter Brillen auf den Nasenrücken und richtete die Riemen meines übergroßen, abgenutzten Rucksacks.

Der kalte Raubtier-Typ aus dem dunklen Raum verschwand. An seiner Stelle stand der Klischee-Informatikstudent – schüchtern, sozial unbeholfen und verzweifelt darum bemüht, nicht aufzufallen.

„Pass auf, du Code-Affe“, schnauzte eine laute Stimme.

Bevor ich eine Reaktion vortäuschen konnte, knallte eine schwere Schulter gegen meine. Es war Julian, der arrogante Sohn eines der wohlhabendsten Immobilienmogule der Stadt, der im Universitätsvorstand saß. Der Zusammenstoß war Absicht. Ich ließ meine Knie einknicken und taumelte mit einem unwürdigen Keuchen rückwärts.

Meine schweren, tausendseitigen Lehrbücher zur Systemarchitektur flogen mir aus den Armen und verteilten sich auf dem Gehweg. Ich ließ mich auf Hände und Knie fallen und ließ meine Finger absichtlich zittern, während ich hastig begann, die losen Blätter aufzusammeln.

„I-ich bitte um Entschuldigung, ich habe nicht hingesehen...“ Ich kramte nach den heruntergefallenen Papieren, ließ die Schultern hängen, um meinen breiten Körperbau zu verbergen, und starrte stur auf den Boden. Ich weigerte mich aufzublicken und spielte die Rolle des verängstigten Stipendiaten in absoluter Perfektion.

Julian lachte und trat eines meiner Notizbücher weiter den Weg entlang. „Räum deinen Müll weg, Versager. Hier wollen Leute lang.“

Während seine teuren Lederstiefel an meinem Gesicht vorbeiliefen, huschte ein kalter, nüchterner Gedanke durch meinen Kopf: Julians schicker, internetfähiger Sportwagen steht gerade auf dem Nordparkplatz. Ich habe die Firmware seines Bremsmoduls bereits kartiert. Er hat noch drei Tage zu leben.

„Alles in Ordnung bei dir?“

Die Stimme war sanft, klar und wirkte in diesem toxischen Innenhof völlig deplatziert.

Ein Paar sauberer, weißer Sneaker blieb direkt vor meinen Händen stehen. Ein Mädchen kniete sich neben mir in den Dreck, und ihr seidiges Haar fiel über ihre Schulter, als sie nach meinem ruinierten Notizbuch griff.

Sie war es. Die Tochter und Nichte des Oberhaupts des gesamten Schatten-Syndikats, das diese Stadt regierte. Die einzige Schwachstelle meines ultimativen Ziels.

Sie reichte mir das Notizbuch, ihre Augen waren voller echter, unverfälschter Empathie. Sie hatte keine Ahnung, wer ihr Vater wirklich war, und sie wusste absolut nichts davon, dass ich die letzten drei Monate damit verbracht hatte, ihr gesamtes Leben durch die Frontkamera ihres Handys zu überwachen.

„Hör nicht auf die“, sagte sie sanft und schenkte mir ein warmes Lächeln, das jedes andere Herz hätte schmelzen lassen. „Komm, lass mich dir aufhelfen.“

Als ich das Notizbuch aus ihren Fingern nahm, streiften unsere Hände einander. Ich sah sie durch meine verschmierte Brille an und ließ ein schwaches, dankbares und tollpatschiges Lächeln auf meinem Gesicht zu, während mein Verstand die Falle berechnete, die sich gerade um sie schloss.

Sie dachte, sie würde ein hilfloses Opfer retten. In Wirklichkeit war sie gerade freiwillig geradewegs in die Höhle des Teufels spaziert.

Kapitel
1. Kapitel 1: Systemabsturz
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Toller Charakter

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Starker Dialog

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