My Man

Summary

Er war ruhig und kühl, hatte kaum zeit und doch war er ein Vater. Wird er sich für sie ändern? Oder genauso bleiben wie immer? Eine Fanfiction über denn kpop star Bangchan

Genre
Drama
Author
Xinyuki
Status
Ongoing
Chapters
19
Rating
n/a
Age Rating
16+

Chapter 1

Es war 12:45 Uhr, als die Schüler lärmend den Klassenraum verließen. Stühle scharrten über den Boden, Rucksäcke wurden geschultert, Stimmen verloren sich im Flur, bis schließlich nur noch Stille blieb.

Ich saß noch immer am Pult und schlug die erste Arbeit auf.

Aus dem Augenwinkel machte sich eine kleine Gestalt bemerkbar.

Levi.

Natürlich war er es. Levi war immer der Letzte. Immer der, der wartete. Sein Vater kam nie pünktlich, und die Sekretärin kam meistens gar nicht.

„Immer noch niemand da?" Ich fragte ohne wirklich aufzusehen. Er schüttelte den Kopf. Seine Unterlippe begann zu zittern, seine Augen glänzten gefährlich, als würde ein falsches Wort alles zum

Überlaufen bringen.

„Hey." Ich legte den Stift beiseite und beugte mich zu ihm. „Komm her." Ohne Widerstand ließ er sich in meine Arme ziehen. Sein Kopf passte genau unter mein Kinn, als wäre dieser Platz für ihn gemacht.

Dreißig Minuten vergingen. Ich spürte, wie sein Atem ruhiger wurde. Für einen Sechsjährigen war die Welt manchmal einfach zu groß. „Weißt du, ob heute dein Papa kommt oder die Sekretärin?" Eigentlich hätte ich gar nicht fragen müssen ich kannte die Antwort, zu gut. Es war die selbe wie jeden Tag. Ein sanftes Schulter zucken.

Ich stieß ein leises seufzen über die Lippen, ich könnte wohl kaum noch 30 Minuten länger, mit Levi hier sitzen. Ich hatte selbst noch Dinge zu tun.

Mit einem suchenden Blick, für das Klassenbuch. War ich eigentlich schon bereit sein Vater anzurufen, aber dies Beweiste sich für unnötig.

In diesem Moment klopfte es nämlich am Türrahmen. Es war eine starke Präsenz die denn Raum komplett ausfüllte. Seine Breiten Schultern nahmen fast denn ganzen platz zwischen den Türrahmen ein. Und über die Muskeln die sich, unter dem Hemd anspannten bräuchten wir gar nicht zu reden.

Sein Blick war kühl aber kontrollierend, etwas, was sehr typisch war für einen Mann wie ihn. Er war sowas wie perfekt, fast zu perfekt. Stand auf, wich seinem Blick nicht aus.

„Guten Tag, Mr. Bang", meine Stimme sprudelte nur vor Professionalität. „Levi hat Sie schon vermisst." Levi löste sich aus meinem Griff und stürmte auf ihn zu,und klammerte sich an sein Bein.

Er hob ihn hoch, als würde Levi nichts wiegen, als wäre er nur eine kleine Feder. Ich räusperte mich, lenkte wieder die Aufmerksamkeit zum eigentlichen Thema. „Mr. Bang, ich würde Sie gern morgen beim Elternabend sehen. Wenn es Ihnen passt, um 17 Uhr." Sein Blick war genervt aber auch prüfend, Ehe er genervt mit den. Augen rollte.

„Hören Sie", sagte er kühl. „Ich habe einen extrem engen Terminkalender. Ich kann nicht kommen. Würde es reichen, wenn meine Sekretärin erscheint?" Seine Stimme war glatt, beinahe freundlich. Doch der Unterton war hart wie Glas. Ich verschränkte die Arme.

„Mr. Bang, hören Sie mir bitte zu. Nur weil Sie sich für einen wichtigen CEO halten, bedeutet das nicht, dass Sie Ihren Sohn vernachlässigen können. Ich erwarte Sie morgen um 17 Uhr. Sollten Sie nicht erscheinen, erhalten Sie alles schriftlich."

Stille.

Für einen Moment dachte ich er würde mir wiedersprechen. Würde alles tun das er nicht kommen muss. Deswegen überraschte mich so seine Zustimmung, es war etwas womit ich nie gerechnet hatte.

Später fuhr ich mit festem Griff am Lenkrad nach Hause. Meine Schultern waren angespannt, mein Kopf voll.

Ich hatte es tatsächlich geschafft, ich hatte Mr. Bang zum Elternabend überredet.

Die Ampel sprang auf Rot. Ich hielt an und merkte erst jetzt, wie sehr meine Hände zitterten. War es der Stress? Oder die Art, wie er mich angesehen hatte?

Die Ampel wurde grün, und ich fuhr weiter.

Zu Hause empfing mich warme Stille. Gedämpftes Licht, der Duft von frisch gebrühtem Tee. Es war 15 Uhr. Am liebsten hätte ich mich einfach ins Bett gelegt. Doch die Arbeit wartete. Viele sagen: Du bist doch nur Grundschullehrerin. Als wäre das ein Halbtagsjob. Unterricht vorbereiten. Arbeiten korrigieren. Elterngespräche führen. Und

dann die Eltern selbst, die Nörgler, die Schleimer, die Unsichtbaren.

Ich öffnete meinen Laptop. Eine neue E-Mail.

Guten Abend, Frau Morth,

da Sie heute in einem leicht aggressiven Ton darauf bestanden haben, dass ich morgen um 17 Uhr zum Elternabend erscheine, hätte ich eine Frage:

Warum möchten Sie überhaupt mit mir sprechen? Ich sehe derzeit keine Probleme bei meinem Sohn.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Bang

Ich starrte auf den Bildschirm. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Also atmete ich tief durch und antwortete, höflich, professionell, kontrolliert.

Guten Abend, Herr Bang,

für meinen Tonfall heute möchte ich mich entschuldigen. Er war nicht angemessen. Ihre Frage würde ich gern morgen persönlich beantworten, um Missverständnisse zu vermeiden.

Mit freundlichen Grüßen

Amber Morth

Ich hasste meinen Namen. Jedes Mal, wenn ich ihn schrieb, fühlte es sich an wie ein kleiner Stich.

Die Uhr zeigte 03:45 Uhr, als ich die letzte Arbeit beiseitelegte. Mein Rücken schmerzte, meine Augen brannten. Das Bett wartete.

Und morgen ...

morgen würde Christopher Bang mir gegenübersitzen.

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