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Vielleicht lasse ich mich noch einmal entführen

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Summary

Kurze Leseprobe zu meinem ersten größeren Roman.

Genre
Lgbtq
Author
Sonny
Status
Excerpt
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
16+

Leseprobe


PROJEKT SONNY

© 2026 Sonny [Pseudonym]

Alle Rechte vorbehalten.

Diese Leseprobe ist ein Auszug aus dem unveröffentlichten Roman Projekt Sonny.

Eine Vervielfältigung, Veröffentlichung oder Weitergabe des Textes ohne Zustimmung der Urheberin ist nicht gestattet.




Zum ersten Mal an diesem Abend lachte Sonny laut.

Und Maya stellte fest, dass sie dieses Lachen gerne hörte.

Sie bestellten, aßen gemeinsam und unterhielten sich über Gott und die Welt. Der Abend war schön, ruhig und voller Lachen. Als sie gingen hakte sich Maya unbewusst bei Sonny ein. Sonny sah auf ihren Arm, ließ es aber zu. Sie führte sie in eine kleine Seitenstraße.


“Oh? Werde ich jetzt doch entführt? Oder wartet hier irgendwo der berüchtigte Rohrstock auf mich?“

Maya lachte, danach wurde sie für einen Moment ernst.

“Ich gehe gern hierher. In dieser Straße toben sich Graffiti- und Street-Art-Künstler aus. Jede Woche gibt es etwas Neues zu entdecken. Das mag ich. Das Bild mit der Katze war letzte Woche noch nicht da.“

Sonny sah sich die Bilder an. Die Katze, die Achterbahn, die bunten Schriftzüge.

Dann sah sie zu Maya.

Sie sprach darüber, als wäre diese kleine Gasse ein eigenes Museum.

„Sie kennen diesen Ort wirklich gut.“

Maya lächelte.

„Ich komme hierher, wenn mein Kopf zu voll ist.“

„Und hilft es?“

Sie nickte.

„Meistens.“

„Vielleicht sollte ich öfter hierherkommen.“

Maya sah sie an.

„Dann könnte ich Ihnen die neuen Bilder zeigen.“

"Können Sie."

Sie gingen noch ein Stück weiter. Maya sah auf die Uhr.

“Ok, Football - Girl. Die Entführung ist beendet. Die Lösegeldforderung ist geplatzt.”

Sonny lachte.

“Ok, Frau Lehrerin. Wahrscheinlich wäre das Lösegeld ohnehin nicht besonders hoch ausgefallen.

Soll ich Sie noch ein Stück nach Hause begleiten? So rein aus Sicherheitsgründen?”

Maya hakte sich noch etwas fester ein.

“Sie unterschätzen ihren Wert.”

Sonny war sprachlos, sie wurde rot.

Maya lachte.

“Dann los, Sicherheitsfrau.”

Sie gingen die Straße entlang, wechselten in ein ruhiges Viertel und nach ein paar Minuten standen sie vor einem gepflegten Wohnhaus. Es war nicht groß, 3 Etagen und vielleicht 6 Wohnungen.

“Hier wohne ich, ganz oben rechts.”

Sonny blickte zum Fenster hinauf.

„Schöne Gegend.“

„Ja. Ruhig. Ich mag das.“

Einen Moment schwiegen beide.

Eigentlich hätte Sonny sich jetzt verabschieden sollen.

Stattdessen standen sie einfach da, Hände in den Taschen.

Maya lächelte schließlich.

„Danke für die Eskorte, Sicherheitsfrau.“

„Jederzeit.“

Wieder Stille.

„Sie sehen aus, als wollten Sie noch etwas sagen.“

Sonny hob überrascht den Blick.

„Tue ich das?“

„Ein bisschen.“

Sie grinste.

„Ich dachte nur… die Entführung war eigentlich ganz nett.“

Maya lachte leise.

„Dann muss ich wohl eine Wiederholung planen.“

Diesmal lächelte Sonny.

„Vielleicht lasse ich mich noch einmal entführen.“

Maya ging einen Schritt auf Sonny zu, sie sah wie sie wie angewurzelt stehen blieb und kaum atmete. Sie lachte, gab Sonny einen kleinen Kuss auf die Wange, verharrte dort einen Moment und flüsterte:

“Gute Nacht Sicherheitsfrau.”

Bevor Sonny etwas erwidern konnte, drehte sich Maya um und verschwand im Haus.

Sonny stand immer noch regungslos da. Dann fing sie sich wieder, drehte sich langsam um und ging ebenfalls heim. Maya stand oben in ihrer Wohnung, lehnte sich an die Tür, lächelte und war von ihrem eigenen Mut überrascht.

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Good Writing

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Compelling Plot

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Great Character

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Strong Dialog

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