The Don‘s Weakness

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Summary

Dante Moretti ist ein gefürchteter Mafia-Boss, der es gewohnt ist, immer zu bekommen, was er will. Doch als er Elena Rossi kennenlernt, wird ausgerechnet sie zu seiner größten Schwäche. Elena will mit seiner gefährlichen Welt nichts zu tun haben. Doch Dante lässt sie nicht los und versucht, sie an sich zu binden. Zwischen Angst, Kontrolle und unerwarteten Gefühlen beginnt eine gefährliche Beziehung, die beide für immer verändern wird.

Status
Ongoing
Chapters
2
Rating
n/a
Age Rating
16+

Der Mann im schwarzen Anzug 🤵‍♂️🖤

Kapitel 1 – Der Mann im schwarzen Anzug

Der Abend war eigentlich vollkommen gewöhnlich.

Elena saß hinter der Theke des kleinen Cafés, in dem sie seit fast zwei Jahren arbeitete. Draußen regnete es. Die Straßenlaternen spiegelten sich auf dem nassen Asphalt, während nur noch wenige Menschen durch die Straßen liefen.

„Du solltest langsam nach Hause gehen“, sagte Mia und stellte eine Tasse auf das Tablett.

Elena sah auf die Uhr.

„Ich habe noch eine halbe Stunde.“

„Du sagst jedes Mal eine halbe Stunde.“

Elena musste lachen.

„Weil ich jedes Mal noch eine halbe Stunde habe.“

Mia schüttelte den Kopf.

„Du bist hoffnungslos.“

Elena wollte gerade antworten, als die Glocke über der Eingangstür klingelte.

Ein Mann betrat das Café.

Elena sah automatisch zu ihm.

Und blieb für einen Moment still.

Er war groß und trug einen langen schwarzen Mantel, dessen Schultern vom Regen leicht feucht waren. Sein dunkles Haar war ordentlich zurückgekämmt, und sein Gesicht wirkte vollkommen ruhig.

Zu ruhig.

Er sah nicht aus wie jemand, der zufällig einen Kaffee trinken wollte.

Sein Blick wanderte durch den Raum.

Dann blieb er an Elena hängen.

Sie wusste nicht warum, aber plötzlich fühlte sie sich beobachtet.

Der Mann kam langsam zur Theke.

„Einen Espresso.“

Seine Stimme war tief und ruhig.

Elena nickte.

„Natürlich.“

Sie wandte sich zur Kaffeemaschine.

„Sonst noch etwas?“

„Nein.“

Elena bereitete den Espresso zu. Währenddessen spürte sie seinen Blick.

Sie versuchte, ihn zu ignorieren.

Erfolglos.

Als sie die Tasse vor ihn stellte, trafen sich ihre Blicke.

Seine Augen waren dunkel.

Fast schwarz.

„Fünf Euro.“

Er legte einen Geldschein auf die Theke.

„Stimmt so.“

Elena sah auf den Schein.

„Das sind fünfzig Euro.“

„Ich weiß.“

„Das ist ein bisschen viel Trinkgeld.“

Zum ersten Mal veränderte sich sein Gesicht.

Ein kaum sichtbares Lächeln.

„Dann behalten Sie es.“

Er nahm seinen Espresso und ging zu einem Tisch in der hintersten Ecke.

Elena sah ihm nach.

„Komischer Typ“, murmelte sie.

Mia grinste.

„Du findest ihn attraktiv.“

„Was? Nein.“

„Du hast ihn gerade mindestens zehn Sekunden lang angestarrt.“

„Habe ich nicht.“

„Doch.“

Elena verdrehte die Augen.

„Er ist einfach…“

Sie brach ab.

„Was?“

„Unheimlich.“

Mia sah zu dem Mann hinüber.

„Ein bisschen.“

Der Fremde saß vollkommen entspannt an seinem Tisch.

Doch er trank seinen Espresso nicht.

Sein Blick lag weiterhin auf Elena.

Nicht aufdringlich.

Nicht offensichtlich.

Aber aufmerksam.

Als würde er jedes Detail von ihr beobachten.

Wie sie lächelte.

Wie sie sich die Haare hinters Ohr strich.

Wie sie mit den Kunden sprach.

Dante Moretti hatte in seinem Leben schon viele Frauen gesehen.

Schöne Frauen.

Reiche Frauen.

Frauen, die alles dafür getan hätten, an seiner Seite zu sein.

Aber noch nie hatte ihn jemand interessiert, der ihn nicht einmal kannte.

Und dieses Mädchen kannte ihn nicht.

Das war es, was ihm gefiel.

Sie wusste nicht, wer er war.

Sie wusste nicht, dass Männer in seiner Gegenwart leiser sprachen.

Sie wusste nicht, dass sein Name allein ausreichte, um anderen Angst zu machen.

Für sie war er nur ein Fremder in einem schwarzen Mantel.

Dante lehnte sich zurück.

„Boss.“

Ein Mann erschien neben seinem Tisch.

Dante sah nicht zu ihm.

„Was?“

„Der Wagen steht bereit.“

„Später.“

Der Mann zögerte.

„Wir sollten wirklich—“

Dante hob nur leicht den Blick.

Sofort verstummte sein Begleiter.

„Später“, wiederholte Dante.

„Verstanden.“

Der Mann verschwand wieder.

Dante sah erneut zur Theke.

Elena lachte gerade über etwas, das Mia gesagt hatte.

Und ohne es zu merken, lächelte Dante ebenfalls.

Nur ganz kurz.

Dann war sein Gesicht wieder vollkommen ausdruckslos.

Eine halbe Stunde später schloss Elena das Café ab.

Der Regen hatte aufgehört.

Sie zog ihre Jacke an und verabschiedete sich von Mia.

„Bis morgen.“

„Bis morgen.“

Elena ging hinaus.

Die Straße war beinahe leer.

Sie zog ihr Handy aus der Tasche und lief los.

Nach wenigen Metern hatte sie plötzlich das Gefühl, dass jemand hinter ihr war.

Sie blieb stehen.

Drehte sich um.

Niemand.

Nur eine leere Straße.

Elena runzelte die Stirn.

„Reiß dich zusammen.“

Sie ging weiter.

Auf der anderen Straßenseite stand ein schwarzer Wagen.

Die getönten Scheiben ließen nicht erkennen, wer darin saß.

Elena bemerkte ihn nicht.

Im Inneren des Wagens hingegen saß Dante.

Sein Blick folgte ihr.

„Wer ist sie?“, fragte er.

Der Mann auf dem Beifahrersitz öffnete eine Mappe.

„Elena Rossi. Zweiundzwanzig Jahre alt. Arbeitet in dem Café. Wohnt allein. Keine Vorstrafen, keine Verbindung zu irgendwelchen Organisationen.“

Dante schwieg.

„Ihre Eltern leben außerhalb der Stadt. Sie hat eine beste Freundin namens Mia.“

Dante sah weiterhin durch die Scheibe.

„Und ihr Freund?“

Der Mann blätterte weiter.

„Keiner.“

Ein kurzer Moment der Stille.

„Gut.“

Der Fahrer sah ihn im Rückspiegel an.

„Soll ich herausfinden, ob sie—“

„Nein.“

Dante unterbrach ihn.

„Noch nicht.“

Der Wagen setzte sich langsam in Bewegung.

Dante sah Elena ein letztes Mal nach.

Er wusste noch nicht, was sie für ihn werden würde.

Er wusste nur eines.

Er wollte sie wiedersehen.

Und wenn Dante Moretti etwas wollte, bekam er es normalerweise auch.

Doch Elena war kein Geschäft.

Kein Territorium.

Keine Person, die man einfach besitzen konnte.

Das würde Dante erst später verstehen.

Und bis dahin würde Elena längst viel zu tief in seiner Welt stecken..