Sein einziges Herzblatt

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Zusammenfassung

Sie sollte niemals seine Braut sein. Die Frau, die er eigentlich hätte heiraten sollen, war eine ganz andere. Doch das Schicksal hatte andere Pläne, und plötzlich fand sich Anna anstelle ihrer Schwester als Mrs. Kingston wieder – in einem Leben, das sie sich niemals hätte träumen lassen. Michael Kingston war ein Name, der Respekt gebot; ein Mann, dessen Macht und Einfluss jeden in die Knie zwingen konnten. Doch Anna war anders. Sie brachte eine Seite in ihm zum Vorschein, die noch nie zuvor jemand gesehen hatte. Seine Arme wurden ihr sicherer Hafen, ein Ort, an dem sie dem Chaos entfliehen konnte, das sie umgab. Er war eine Naturgewalt, zerstörerisch und unberechenbar, während sie ruhig und gelassen war – eine friedliche Oase in seiner chaotischen Welt. Zusammen waren sie ein Paradoxon, ein Widerspruch, der auf unerklärliche Weise funktionierte. Begleiten Sie Michael und Anna auf ihrem Weg durch die Höhen und Tiefen ihrer turbulenten Beziehung.

Genre:
Romance/Erotica
Autor:
Wjiya
Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
45
Rating
4.5 20 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

„Wie kommst du darauf, dass ich die Schulden bezahlen werde, die Vater für die Operation deiner Mutter aufgenommen hat? Ich habe einen Freund und werde diesen Typen auf keinen Fall heiraten. Es war deine Mutter, also wirst du dafür bezahlen. Es spielt keine Rolle, ob er dich kennt oder nicht“, sagte Kate, drehte sich um und ging mit ihrem Freund davon, der ihre Taschen trug. Anna blieb bei ihrer Stiefmutter zurück.

Nun stand sie in ihrem Brautkleid vor den Türen und wartete auf die Ankündigung.

„Die Braut ist hier“, hallte die Durchsage durch den Raum, und Annas Herz sank in die Tiefe. Als sich die Tore öffneten, stieß ihre Mutter sie von hinten an und drängte sie, den Gang entlangzugehen. Mit jedem Schritt spürte Anna einen intensiven Blick auf sich, wie ein Gewicht, das auf ihren Schultern lastete. Sie ahnte, dass er es sein musste, doch der Schleier vor ihrem Gesicht verhinderte, dass er sie klar erkennen konnte.

Die zarte Spitze schien sie zu ersticken. Sie sehnte sich danach, sie herunterzureißen und dem Mann gegenüberzutreten, der am Altar auf sie wartete.

Während sie den Gang entlangschritt, erfüllte das sanfte Rascheln ihres Brautkleides die Luft. Es war ein krasser Gegensatz zu dem inneren Aufruhr, den sie verspürte. Die Gesichter der Gäste verschwammen zu einem Meer aus Fremden, die Zeugen ihres Marsches in ein Schicksal wurden, das sie sich nicht ausgesucht hatte.

Annas Blick fixierte die Gestalt am Altar, deren Züge im Dunkeln lagen. Wer war dieser Mann, dem sie gleich ihr Leben versprechen sollte? Und warum hatte sie bei seinem Blick das Gefühl, dass er direkt durch sie hindurchsehen konnte?

Als Anna sich ihm näherte, begannen ihre Beine zu zittern und Tränen stiegen ihr in die Augen. Ihre Mutter legte ihre Hand in die seine, und ein Schreck durchfuhr Anna. Seine Hände waren wärmer, als sie erwartet hatte, und ein Schauer lief ihr über den Rücken. Er hob die Hand, um ihren Schleier zu lüften. Anna schloss die Augen, während ihr die Tränen über die Wangen liefen.

„Wer bist du?“, donnerte er. Seine Stimme hallte wie ein Donnerschlag durch die Halle. Das Geräusch ließ Annas Herz rasen und sie hatte das Gefühl, gleich zusammenzubrechen.

Sie war nicht die Frau, die er heiraten wollte. Wer war sie also?

„Anna!“, rief ihr Vater hinter ihr, die Stimme voller Panik. Anna wollte zu ihm laufen, doch eine Hand packte ihren Unterarm und wirbelte sie grob herum. Sie stolperte, ihre Absätze klackerten auf dem Marmorboden.


Sie sah nach unten und vermied Blickkontakt, ihr Herz hämmerte gegen ihre Rippen. „Michael, lass sie los! Sie ist nicht Kate!“, flehte ihr Vater mit verzweifelter Stimme. Michaels Antwort war fest und unnachgiebig.

„Sieh mich an!“ Anna begegnete widerwillig seinem Blick, und ihr Herz setzte einen Schlag aus. Seine Augen waren wunderschön, aber ihre Intensität war beängstigend. Sie schienen in ihre Seele zu bohren und nach Geheimnissen zu suchen, die sie nicht preisgeben wollte.

„Wer bist du?“, fragte er erneut mit tiefer, bedrohlicher Stimme. Annas Stimme zitterte, als sie antwortete: „Ich bin ihre Schwester.“ Michaels Hände legten sich um ihre Taille und zogen sie näher. Anna legte ihre Hand auf seine Brust, um Abstand zu wahren, doch er war zu stark.


Seine Wärme hüllte sie ein und gab ihr das Gefühl, gefangen zu sein. „Mr. Kendrick, ich wusste gar nicht, dass Sie noch eine so schöne Tochter haben“, sagte Michael mit tiefer, rauer Stimme.

„Sie haben sie gut versteckt. Hätte ich sie vor der anderen kennengelernt, hätte ich sie niemals gehen lassen. Aber sieh nur, eine Schönheit ist mir freiwillig in die Arme gelaufen. Ihr Plan, sie zu verstecken, ist gescheitert.“ Annas Angst wuchs, als Michaels Knöchel ihre Wange streichelten.


Die Berührung jagte ihr Schauer über den Rücken und eine Welle der Übelkeit überkam sie. „Also, sag mir, Kätzchen, wo ist deine Schwester?“ Michaels Augen schienen vor Vergnügen zu glänzen, doch Anna spürte eine dunklere Absicht unter der Oberfläche lauern.

„Sie ist mit ihrem Freund abgehauen“, antwortete Anna nur flüsternd. Michaels Grinsen jagte ihr einen Schauer über den Rücken. „Du bist also ihr Ersatz, was?“ Anna flehte: „Nein, bitte! Ich will dich nicht heiraten! Ich kenne dich nicht, bitte!“

Sie versuchte, sich aus seinem Griff zu befreien, doch Michael hielt sie fest. „Nun, jetzt wirst du es tun. Wenn du deine Familie lebend wiedersehen willst... willst du, dass sie sterben?“ Anna schüttelte den Kopf, und Michaels Antwort ließ ihr Blut gefrieren.

„Dann heirate mich.“

Während der Priester die Zeremonie begann, drehte sich Annas Welt.

„Warum ich? Warum muss es immer ich sein?“, dachte sie, während Verzweiflung in ihr aufstieg.

Der Priester fragte: „Nehmt Ihr Anna Kendrick zu Eurer rechtmäßig angetrauten Ehefrau? Werdet Ihr ihr in guten wie in schlechten Zeiten zur Seite stehen?“

Michaels Antwort war bestimmt. „Ja.“ Er hielt Anna fest umklammert, sein Griff blieb unnachgiebig.

Die Frage wurde auch ihr gestellt.

Mit zittriger Stimme antwortete sie: „Ja“, und besiegelte damit ihr Schicksal.

„Sie dürfen die Braut jetzt küssen“, sprach der Priester. Annas Herz sank, gefangen in einem Albtraum, aus dem sie nicht erwachen konnte. Der Raum begann sich zu drehen und sie hatte das Gefühl, das Bewusstsein zu verlieren.

Als Michaels Lippen ihre streiften, lief Anna ein eisiger Schauer über den Rücken. Der Kuss war kalt, berechnend und ohne jede Leidenschaft. Es war ein Kuss, der ihr Schicksal besiegelte – ein Schicksal, dem sie nicht entkommen konnte. Anna schloss die Augen und flüsterte ein stummes Gebet in der Hoffnung, dass sie diese Ehe irgendwie überstehen würde.


(Das Buch wird derzeit stark überarbeitet, die Geschichte könnte sich noch leicht ändern.)

Vielen Dank!

Es wird bald in überarbeiteter Form neu veröffentlicht.

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