MELODY - Die Stimme des Todes

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Zusammenfassung

SPICY SHORT ONE: Männer sind meist zum Scheitern verurteilt, wenn eine Frau im Spiel ist - sagt man zumindest. Maison Campbell, ein junger, knackiger Schiffskapitän, gerät an die Sirene Melody. Wird er ihren Reizen widerstehen können? Oder wird er ihr nachgeben wie jeder andere Mann?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
3
Rating
5.0 6 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

MAISON

Die Flucht aus Sizilien gelang mir und meinen Männern, aber nachdem uns ein Spion verraten hatte, wurde es schwierig. Ich, Maison Campbell, war der Kapitän des Schiffes und nun verantwortlich für meine Mannschaft, zumindest für den Teil, der noch übrig war. Der Rest der Besatzung war bei dem Angriff ums Leben gekommen. Für meine jungen dreißig Jahre hatte ich mich in der Marine sehr gut geschlagen und war schnell aufgestiegen.

"KAPITÄN, wir fahren auf eine Insel zu! Sollen wir anlegen und Proviant aufnehmen?", rief einer meiner Männer und ließ mich innehalten. Eine Insel? Hier? Ich kannte die Karte auswendig und wusste, dass es hier weit und breit keine Insel gab.

Ich holte die Karte aus meiner Jackentasche und suchte mit Hilfe der Koordinaten, die ich jetzt hatte, nach unserer Position.

Das konnte nicht sein... Hier war weit und breit keine Insel in Sicht.

"Das kann nicht sein. Bist du sicher, dass du eine Insel gesehen hast?", rief ich ihm zu und griff nach meinem Fernglas.

Er hatte tatsächlich Recht. In der Ferne war eine kleine Insel zu sehen. Obwohl sie weit weg war und die Nacht die Sicht erschwerte, konnte man das Licht sehen.

Der Krieg in Europa war in vollem Gange. Mit vier Männern war ich aus Sizilien geflohen und befand mich nun im Ionischen Meer. Wir waren die Eliteeinheit der britischen Marine, aber die Verluste waren hoch. Italien war stärker denn je und hatte durch einen Spion von unserem Angriff erfahren.

Es war eine kalte Winternacht, die Wellen tobten und klatschten gegen unser Schiff. Wenn ich es nicht besser wüsste, waren wir dem Untergang geweiht.

Der Mann, der zu mir gesprochen hatte, Mikael, war wie erstarrt stehen geblieben und starrte in Richtung der Insel, die ich im Fernglas ausgemacht hatte.

Leise flüsterte er mir zu: "Kapitän, hörst du das?"

Stirnrunzelnd versuchte ich zu lauschen, aber ich hörte nichts.

"Mikael, ich höre nichts. Hör auf in die Ferne zu starren und halte die Seile fest, bevor uns die Segel um die Ohren fliegen. Verstanden?", wies ich ihn an und erwartete eigentlich, dass er sich wieder seinen Aufgaben widmen würde. Doch nichts geschah. Mikael blieb erstarrt wie eine Statue, nur dass sein Gesicht einen anderen Ausdruck bekommen hatte.

Es sah aus, als wäre etwas mit Mikael geschehen, sein Gesicht war emotionslos und blass geworden.

"Ich muss zu ihr...", flüsterte Mikael und begann über das Deck zu laufen.

"Mikael!" rief ich ihm zu und versuchte ihn aufzuhalten, indem ich ihn gerade noch am Hemd packen konnte.

Ich versuchte ihn mit aller Kraft, die ich zur Verfügung hatte, zurück zu ziehen, aber es war zwecklos.

Die Kraft, die Mikael in diesem Moment hatte, war unglaublich, denn er riss sich von mir los und stürzte über Bord.

"MIKAEL!" rief ich laut und versuchte ihn zu sichten, doch es war zwecklos. Mikael wurde von den Wellen erfasst und war wahrscheinlich schon tot...

Erschrocken blieb ich stehen und klammerte mich an das Schiff. Ich konnte das Ganze immer noch nicht begreifen und war irritiert. Wie konnte sich Mikael einfach so ins Wasser stürzen? War ich verrückt oder träumte ich nur?

In diesem Moment blickte ich nach oben und sah, dass niemand am Steuer des Schiffes war und wir direkt auf die Insel zusteuerten.

"VERDAMMT WO SEID IHR?!", schrie ich laut und hielt nach meinen Männern Ausschau, aber niemand war da. Sie waren wie vom Erdboden verschluckt. Auch wenn ich es mir nicht eingestehen wollte, Panik überkam mich und ich war mit der gesamten Situation überfordert

Die Wellen waren gewaltig und schlugen wieder gegen das Schiff. Der Wind heulte und ich war kurz davor, den Verstand zu verlieren.

Ich rannte sofort nach oben und griff nach dem Steuerrad, um das Schiff in eine andere Richtung zu lenken, aber es schien sinnlos. Es war, als ob mich etwas in diese Richtung drängte. Die Nacht war dunkel und es gab nicht viel zu sehen, außer einer Stimme, die ich jetzt akustisch wahrnahm.

Oh, you'll find me, between...

The devil and the deep blue sea...

And I'm going under...

Oh, you'll find me, between...

The devil and the deep blue sea...

And I'm going under...

sang eine weibliche Stimme, und je näher ich der Insel kam, desto lauter wurde sie.

Ich blieb wie erstarrt stehen und ließ alles fallen, was ich in den Händen hielt.

Ihre Stimme war unbeschreiblich, magisch, wunderbar.

Auch ich lief zum Bug des Schiffes und starrte in die Ferne, meine Ohren waren ganz vom Gesang eingenommen und ich hörte nicht einmal mehr das Rauschen der Wellen.

Die Insel war nicht mehr weit und in diesem Moment beschloss ich, alles stehen und liegen zu lassen und zu springen.

Ich war der beste Schwimmer der Mannschaft. Obwohl die Wellen sehr hoch waren, schaffte ich es, mich durchzuschlagen.

Selbst im Wasser war das Echo ihrer Stimme in meinen Ohren und die Sehnsucht nach ihr war groß.

Ich hatte es tatsächlich geschafft, die Insel zu erreichen und zwar lebend. Ich kam aus dem Wasser und fiel auf den sandigen Boden. Ich hatte Mühe, meine Atmung unter Kontrolle zu halten, doch meine Augen waren auf der Suche nach ihr.

Ich kam mir dumm vor, denn ich wusste nicht, wen ich suchte, und plötzlich war die Lösung vor meinen Augen erschienen.

Ihre langen, wohlgeformten Beine standen vor mir und sie schaute auf mich herab.

Ich blickte zu ihr auf und was ich sah, verschlug mir die Sprache.

Sie stand halbnackt vor mir und war mit einigen bläulichen Schuppen bedeckt.

Ihre Schuppen leuchteten auf eine magische Art und Weise und ich fragte mich nun ernsthaft, ob ich nicht einem Delirium verfallen war.

"Nein, mein Lieber, das ist alles ganz real...", flüsterte sie mir zu und setzte sich vor mich.

Mit ihren dunkelblauen, fast schwarzen Haaren und den Augen so blau wie das tiefe Meer war sie eine wahre Schönheit.

Ihr Körper war definiert und wohlgeformt, ihre großen Brüste, die kaum bedeckt waren, zeichneten sich vor meinen Augen ab.

Ich war wie verzaubert und wusste nicht, was ich sagen sollte.

"Du brauchst nichts zu sagen, Kapitän... Du hast dich der Ehre würdig erwiesen und bist zu meiner Rettung auf diese Insel gekommen...", hauchte sie und kam auf mich zu, so dass ich ihr Gesicht vor meinem hatte.

Mein Verstand sagte mir, ich solle aufstehen und so schnell wie möglich fliehen, aber mein Herz schrie nach ihr. Wie konnte ich einer Frau zum Opfer fallen, die ich nicht kannte?

"Das ist nicht richtig ...", zwang ich mich zu sagen und wich zurück. Ich spürte das Wasser an meinen Händen, während sie vor sich hin kicherte. "Wo wollt ihr denn hin, Kapitän? Gefällt euch nicht, was ihr seht?", sie lächelte mich an und ihre strahlend weißen Zähne kamen zum Vorschein.

"Doch", rutschte es mir aus dem Mund und ich fragte mich wirklich, was mit mir los war.

Sie kam immer näher und je mehr ich ihr auswich, desto tiefer geriet ich ins Wasser.

Schließlich packte sie mich am Kragen meines nassen Hemdes und zog mich wieder zu sich heran. "Ihr seid beleidigend, Kapitän", hauchte sie an meine Lippen und küsste mich plötzlich.

Woher zum Teufel wusste sie, dass ich der Kapitän dieses Schiffes war?

Viele Fragen schossen mir durch den Kopf, doch ich konnte mich nicht gegen ihren Kuss wehren und ließ mich von ihren Lippen verführen.