Versteigerte Omega

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Zusammenfassung

Als Aurora sich an ihrem 16. Geburtstag als Omega entpuppt, verändert sich ihr Leben in ihrem Rudel schlagartig. Omegas waren sehr selten und eine wahrer Seegen, doch galt dies in ihrem Striktrudel, nur in der finanziellen Hinsicht. Alle Omegas wurden nämlich einmal im Monat an andere Rudel versteigert und mussten dort die Alphas und deren Rudelmitglieder befriedigen, egal ob sie es wollten oder nicht.

Genre:
Fantasy
Autor:
AkAne_471
Status:
Auszug
Kapitel:
5
Rating
4.9 101 Bewertungen
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Beachtet bitte, dass es sich hier um eine Rohfassung handelt. Um meinen Lesern eine schnellere Fortsetzung bieten zu können, verzeiht bitte falsche Zeichensetzung oder Rechtschreibfehler. Ich bedanke mich im Voraus für euer Verständnis. :-)


Damit ihr nachvollziehen könnt, zu wann neue Kapitel hochgeladen werden, schaut hin und wieder gerne auf meiner Pinnwand vorbei. Für dieses Buch gibt es jeden zweiten Tag ein neues Kapitel.


Dieses Buch erscheint demnächst auf Galatea, daher gibt es hier nur die ersten 5 Kapitel. Sobald das Veröffentlichungsdatum feststeht, teile ich es auf meiner Pinnwand mit.😉



Als Aurora sich an ihrem 16. Geburtstag als Omega entpuppt, verändert sich ihr Leben in ihrem Rudel schlagartig. Omegas waren sehr selten und ein wahrer Segen, doch galt dies in ihrem Striktrudel nur in finanzieller Hinsicht. Alle Omegas wurden nämlich einmal im Monat an andere Rudel versteigert und mussten dort die Alphas und deren Rudelmitglieder befriedigen, egal ob sie es wollten oder nicht.


AURORA

*RÜCKBLICK …*

An meinem 16. Geburtstag stellten meine Eltern und ich fest, dass ich eine Omega war, was mich zutiefst schockierte, denn ich wusste genau, was das für mich zu bedeuten hatte.

In unserer Welt gab es nur uns Werwölfe und Omegas wurden immer erst an ihrem 16. Geburtstag erkannt. Warum das so war, das wusste niemand, aber ich würde vermuten, dass das von der Mondgöttin so gewollt war.

Vor etwa dreißig Jahren verschwanden viele Omegas, egal welchen Alters, und seitdem erkannte man sie erst an ihrem 16. Geburtstag. Woher ich das weiß? Ich habe es in Büchern über die Geschichte der Wölfe gelesen.

Seit meinem 16. Geburtstag war ich nur noch eine Ware für mein Rudel und meine Eltern.

Sobald sich eine Wölfin als Omega entpuppte, wurde sie an andere Rudel versteigert, um Geld in die Rudelkasse zu spülen. Und den Eltern des Kindes ging es ab da an richtig gut, denn sie bekamen ein großes Haus und eine ordentliche Summe an Geld, damit sie Stillschweigen bewahrten. Das waren die wenigen Dinge, die ich zu diesem Zeitpunkt darüber wusste.

Ich konnte es nicht fassen, dass sie mich einfach so unserem Alpha gemeldet und mich an ihn übergeben haben, als wäre ich nicht ihr Kind.

Danach war meine schöne und ruhige Zeit im Rudel vorbei.

Ich wurde vier Wochen lang zur Hure ausgebildet, um den Leuten, die mich zukünftig ersteigern, zu geben, was sie verlangen, nur damit sich mein Alpha daran bereichern konnte.

Gleich am ersten Tag musste ich meinem Alpha meine Unschuld schenken. Ich habe mich zwar mit allem gewehrt, was ich hatte, doch war er viel zu stark für mich. Ein einziger Befehl von ihm reichte schon aus, um meinen Widerstand zu brechen.

Doch war das für diesen Tag noch nicht alles, denn er erniedrigte mich zusätzlich, indem er seine Krieger dabei zusehen ließ, frei nach dem Motto: „Schaut, so unterwirft man eine Omega.“

An den folgenden Tagen rutschten immer wieder neue Männer aus meinem Rudel über meinen Körper, das ging so lange, bis ich nicht mal mehr auf die Idee kam, mich zu wehren oder mich bei etwas auch nur ansatzweise weigerte.

Natürlich hatte ich versucht, zu entkommen, doch kam ich nicht weit und die Prügel, die ich dafür einstecken musste, hinderten mich daran, es erneut zu versuchen.

Ich schämte mich sehr und fühlte mich durchgehend dreckig und benutzt, was dazu führte, dass ich mein Essen verweigerte und sogar versuchte, mich umzubringen.

Doch für jeden meiner Versuche wurde ich hart und sehr schmerzhaft bestraft.

Wenn ich nicht aß, wurde ich zwangsernährt, wenn ich versuchte, mir das Leben zu nehmen, wurde ich doppelt so hart wie sonst mit Prügel und weiteren Männern, die über meinem Körper rutschten, bestraft.

Ich wurde nicht eine Minute mehr aus den Augen gelassen und wurde nachts an mein Bett gefesselt, damit ich weder versuchen konnte, mich umzubringen, noch mich wehren konnte.

Selbst meine Wölfin hielten sie dauerhaft mit Eisenhutinjektionen unter Verschluss.

Auch meine Eltern habe ich seit meinem 16. Geburtstag nicht mehr gesehen. Es brach mir das Herz, denn an sich hatte ich immer eine sehr gute Beziehung zu ihnen, aber anscheinend war ihnen das Geld, das sie für mich bekommen hatten, wichtiger.

AURORA

*DERZEIT …*

Wieder einmal stand ich, genau wie die anderen Omegas aus meinem Rudel, nackt auf der Tribüne. Es war bereits mein 15. Mal, bei dem ich an ein anderes Rudel versteigert wurde.

Ich war mittlerweile so gebrochen, dass ich nicht mehr sprach und auch fast nichts mehr fühlen konnte. Ich tat nur noch, was von mir verlangt wurde, denn das Einzige, was ich noch spüren konnte, war der Schmerz, wenn ich verprügelt wurde, weil jemand der Meinung war, dass ich ungehorsam oder nicht gut genug im Bett war.

Auch das Gefühl von Angst, das meinen ganzen Körper in bestimmten Situationen erfasste, kannte ich noch.

Selbst die Hitze, die mich einmal im Jahr für einige Wochen überkam, beeinflusste mich überhaupt nicht. Ich hatte keinerlei sexuelles Verlangen. Ich spürte weder Lust noch wurde ich feucht, was selbst den Akt der Akte ziemlich schmerzhaft machte.

„Aurora trete vor!“ Befahl mir mein Alpha, was ich auch ohne zu zögern tat.

Früher war es mir ausgesprochen peinlich, nackt vor so vielen Fremden und gierigen Männern zu stehen, doch empfand ich schon lange kein Schamgefühl mehr.

Wie von mir verlangt stand ich mit meinen Händen an den Seiten hängend und gesenktem Kopf da.

Meine langen, dunkelbraunen, fast schwarzen Haare waren zu einem Dutt hochgebunden, um jeden einzelnen Teil meines Körpers den Gaffern zu zeigen.

Ich war eher klein, etwa 1,60 Meter groß und zierlich, aber meine Augen hatten einen stechend hellblauen Ton, der gerade für Männer anziehend wirkte, denn sobald mein Alpha mir befahl, den Kopf zu erheben und in die Menge zu blicken, begannen die Gebote.

Ich hasste sie alle und ich verfluchte meine Augen. Nur ihretwegen wurde ich ständig von irgendwelchen Alphas ersteigert und musste ihnen und ihren Rudelmitgliedern zwei Wochen lang als Sexsklavin dienen.

Zwei Wochen arbeiten, zwei Wochen Ruhe, zumindest wenn der Käufer mit einem zufrieden war.

Die Versteigerungen selbst wurden alle zwei bis drei Wochen abgehalten. Mein Alpha fand immer neue Omegas, deswegen konnte er uns so oft anbieten.

Da wir Omegas uns nicht unterhalten durften und strengstens bestraft wurden, wenn wir uns auch nur ansahen, war kein Austausch untereinander möglich.

Trotz dessen bemerkten wir es natürlich, wenn eine nach ihrer Arbeit nicht mehr zurückkam. Das galt auch für das Getuschel der Männer, die uns bewachten. So bekamen wir hier und da auch etwas mit.

Doch an Flucht oder Selbstmord dachte ich schon lange nicht mehr, das hatte mir die Prügel schon längst ausgetrieben.

Immer wenn ich unter einem Mann lag oder tat, was von mir verlangt wurde, verkroch ich mich in meinem Kopf und wurde zur Maschine, die ohne Widerworte tat, was von ihr verlangt wurde.

Es gab auch niemanden, der mir hätte helfen können, auch wenn es verboten war, so mit Omegas umzugehen. Doch alle, die an der Versteigerung beteiligt waren, sorgten dafür, dass niemand anderes etwas davon erfuhr, denn dann wären sie alle dran gewesen.

Selbst wenn Rudel zu Besuch kamen, die nicht so mit ihren Omegas umgingen, bekamen weder ich noch die anderen Omegas die Möglichkeit, um Hilfe zu bitten, denn unser Alpha gab uns immer, bevor der Besuch ankam, den Befehl, zu schweigen und nett zu lächeln.

So hatte er immer die Garantie, dass niemand auch nur einen Ton über das verlor, was hier verbotenerweise vor sich ging.

Ich hatte sogar mal von einer Omega gehört, deren Gefährte sie ersteigert hat, allerdings hatte sich für sie überhaupt nichts geändert, denn ihr Gefährte zwang sie genauso wie unser Alpha, weiterhin an den Versteigerungen teilzunehmen.

Aus jedem Rudel der teilnehmenden Alphas wussten auch nur wenige über die Versteigerungen Bescheid. Offiziell waren wir Omegas nur zu Besuch, um unseren Gefährten zu finden.

Wir Omegas waren heiß begehrt, weil wir so unterwürfig waren, körperlich viel aushalten konnten und einen einzigartigen Duft verströmten, den die Männer liebten. Gerade deswegen wurde für uns auch sehr viel Geld bezahlt.

Ich hörte nur noch leicht, wie die Gebote an die Decke schossen, denn mir war es egal, für wie viel oder an wem ich wieder versteigert werden würde, denn für mich war es bereits zur Normalität geworden.

Das Einzige, was ich innerlich inständig und immer hoffte, war, dass ich nicht wieder zu einem Sadisten komme.

Vor einigen Monaten ersteigerte mich ein Alpha. Er hieß William und diesen Namen werde ich niemals vergessen, denn er war so brutal, dass ich mich einen ganzen Monat nicht rühren konnte.

Mein Alpha war zwar im ersten Moment wütend, schwieg dann aber, als er einen zusätzlichen und sehr hohen Geldbetrag als Entschädigung erhielt.

Über das, was mir Alpha William angetan hatte, habe ich nie ein einziges Wort verloren und das wird sich auch nicht ändern, denn es waren unaussprechliche Dinge.

Aber dennoch war ich seitdem nicht mehr dieselbe. Das war auch der Grund, weshalb ich meine Stimme verlor.

Ein Fünkchen Hoffnung hatte ich jedoch, denn ich hatte die Stimme der Mondgöttin während meiner letzten Heilungsphase in meinen Ohren gehört. Ihre Stimme war sehr sanft und warm und hatte eine Macht, die ich bis ins Mark spüren konnte.

„Meine liebe Aurora, bitte halte noch ein bisschen durch. Ich habe dein Leid mitangesehen und werde dir eine Kraft geben, mit der du dich an jeden, der für dein und das Leiden deiner Omegaschwestern verantwortlich ist, rächen kannst. Die Kraft wird sich von allein aktivieren, nutze sie weise und mache mich stolz, mein Kind.“ Sagte sie. Als ich jedoch darauf antwortete, kam nichts von ihr zurück.

Ich war mir ehrlich gesagt nicht mal sicher, ob ich das nicht nur geträumt hatte.

„Verkauft an den ehrwürdigen Alpha in Schwarz“, verkündete mein Alpha, weshalb ich wieder den Kopf senkte.

Es war ein Muss für jede Omega, sich bei diesem Satz unterwürfig zu zeigen.

Doch durften wir die Tribüne danach nicht verlassen. Nein, wir mussten so lange ausharren, bis alle versteigert waren oder niemand mehr für die restlichen Omegas bieten wollte.

Danach mussten wir jeweils zurück in unsere Zimmer gehen, wo wir zurechtgemacht wurden, um den Schein zu wahren.

ALPHA DONATELLO

*In einem anderen Rudel, vor einigen Wochen …*

Ich hatte bereits seit einigen Monaten ein Auge auf das Remmorudel geworfen, da mir durch meine bekannten Freunde und von anderen Bekannten aus anderen Rudeln immer mehr Gerüchte darüber berichtet wurden.

Wieso sie damit zu mir kamen, war klar, denn einige Leute wussten, dass ich zu einer Organisation gehörte, die sich zum Schutz von weiblichen Wölfen einsetzte.

Die Organisation wurde von meinem Vater vor zwanzig Jahren gegründet. Genau genommen wegen meiner Mutter. Ihr Rudel hatte sie oft missbraucht, weil sie eine Omega war und als mein Vater dort zu Besuch war und sah, was sie ihr angetan hatten, schwor er sich, so etwas in Zukunft zu verhindern.

Da ich sowohl das Rudel als auch die Organisation übernehmen sollte, hat er mich auch dementsprechend erzogen.

Ich wurde zu dem gefürchtetsten Alpha, den es je gab und das zu Recht.

Früher verstand ich nichts von all dem, aber als mein Vater mir den ersten Auftrag im Namen der Organisation übergab und ich mit eigenen Augen sah, was den Frauen angetan wurde, wurde es zu meiner Lebensaufgabe, allen Frauen zu helfen, die in solchen missbräuchlichen Situationen waren.

Das hatte allerdings auch zur Folge, dass ich sehr oft wütend war.

Trotz meiner auftauchenden Wutanfälle hatte mein Vater mir die Leitung für die Organisation übergeben und mich den Alphaposten übernehmen lassen. Meine Schwester gehörte jedoch auch zur Organisation. Sie hatte eine Ausbildung zur Therapeutin gemacht, um den Frauen nach ihrer Befreiung zu helfen, was nicht nur mich, sondern auch meine Eltern sehr stolz machte.

Es wusste zwar niemand etwas Genaues, aber dennoch war klar, dass etwas dort nicht stimmte. Sie hatten kaum offizielle Einnahmequellen, aber dennoch lebte ihr Alpha im höchsten Wohlstand, genauso wie einige seiner Mitglieder, was sehr verdächtig war.

An sich hätte er bereits vor Jahren um finanzielle Unterstützung bitten müssen, aber dieser Fall trat nie ein.

Um herauszufinden, was dort vor sich ging, bat ich meinen Beta vor etwa vier Wochen, sich dort einzuschleusen und Nachforschungen zu betreiben, doch das, was er mir dann vor fünf Tagen mitteilte, ließ meine Wut hochkochen.

Selbst mein Wolf übernahm fast die Kontrolle.

Wie konnte dieser Alpha-Bastard sich nur an den Omegas vergreifen und sie auch noch versteigern?

Omegas waren das Seltenste und Begehrteste auf dieser Welt, sie mussten behütet, beschützt und wie ein Rohdiamant behandelt werden.

Und der Alpha vom Remmorudel tat genau das Gegenteil.

Er zerstörte damit unsere Kultur und unser Erbe.

In meinem Rudel wurden Omegas niemals schlecht behandelt, sie waren für uns wie kleine Prinzessinnen und wurden unter keinen Umständen zu etwas gezwungen. Wie konnte er diesen liebenswürdigen Geschöpfen nur so etwas Grausames antun?

Unter anderem gab es ein Gesetz, das besagte, dass einer Omega nicht geschadet werden darf. Der, der es dennoch tat, wurde mit dem Tod bestraft. Und genau in diesen Fällen hatte meine Organisation die Strafe vollzogen. Das alles geschah jedoch im Geheimen. Nur der Wolfsrat und die Rudel, die mit uns zusammenarbeiteten und vertrauenswürdig waren, wussten davon und waren selbst ein Teil der Organisation.

Der Wolfsrat setzte die Gesetze der Wölfe durch und verschleierte die Existenz der Organisation, denn ohne Alpha-Nachkommen würden auch sie nicht mehr viel zu sagen haben.

Nur so konnten wir weiterhin ungehindert unseren Job machen.

Hinzukommt, dass nur Omegas ihren Gefährten, die immer Alphas waren, Kinder schenken konnten. Wenn das nicht mehr zustande kommen würde, würde jede Alpha-Linie alsbald enden und Chaos würde ausbrechen.

Es war das Schlimmste, was ich jemals berichtet bekommen habe. Trotzdem musste ich Ruhe bewahren, denn um ihn beim Rat melden zu können, brauchte ich stichhaltige Beweise, die eindeutig sein mussten und keinen Zweifel übrig ließen.

Mein Wolf Storm hielt davon allerdings absolut nichts. Wenn es nach ihm ginge, hätte ich mich sofort auf den Weg machen müssen, was mich sehr verwunderte, denn noch nie wollte er so unbedacht handeln.

„Was ist los mit dir? Du weißt doch genau, dass das so nicht läuft!“ Erwiderte ich zu meinem Wolf, um ihn zur Vernunft zu bringen.

Als Antwort gab er allerdings nur ein wütendes Knurren von sich.

Seine Reaktion ärgerte mich zwar, aber dennoch beließ ich es dabei, denn es hatte absolut keinen Sinn, mit ihm zu diskutieren, da wir beide vollkommene Dickköpfe waren.

Ich seufzte laut, bevor ein Klopfen an meiner Bürotür erklang: „Alpha, ich habe weitere Neuigkeiten.“

Es war die Stimme meines Betas Michi.

„Komm rein!“ Erwiderte ich, wobei ich bereits gespannt war, wie es bei den Rudeln, zu denen ich ihn geschickt hatte, um Unterstützung in dieser Sache anzufordern, herauskam.

„Du hast wirklich gute Freunde. Jeder Alpha, zu dem du mich geschickt hast, hat seine Unterstützung zugesagt. Wir haben nun alle 6 Alphas auf unserer Seite und können die Sache zum Laufen bringen.“

„Sehr gut“, erwiderte ich zufrieden. Als ich jedoch den ersten Blick meines Betas sah, fragte ich: „Da ist doch noch ein Aber, oder?“

Michi holte einmal tief Luft, bevor er begann: „Auch sie haben von Gerüchten gehört und das, was sie erzählt haben, ist noch schlimmer, als wir erwartet hatten.“

Mein Wolf Storm knurrte daraufhin, allerdings schob ich ihn schnell wieder in den Hintergrund, denn ich wollte wissen, was er noch alles gehört hatte.

„Vor einigen Wochen wurde in der Nähe des Riverrudels eine übel zugerichtete Omega gefunden. Der Alpha des Rudels merkte sofort, dass sie seine Gefährtin war, doch konnte er sie nicht retten. Die letzten Worte, die sie zu ihm sagte, waren: „Remmorudel, bitte rette die anderen Omegas, sonst werden auch sie früher oder später sterben.“

Sie starb in seinen Armen, nachdem er ihr versprochen hatte, die anderen zu retten.

„Der Rudelatzt untersuchte ihren Körper, bevor sie beerdigt wurde.“ Fügte Michi hinzu, bevor er verstummte und traurig den Blick abwand.

Meine Fäuste ballten sich, während meine Nägel sich in meine Haut gruben, bevor ich zähneknirschend fragte: „Und was hat der Arzt herausgefunden?“

Daraufhin sah Michi mich wieder an, doch diesmal hatte er Tränen in den Augen, was mich schockierte. Denn ich hatte ihn in meinem ganzen Leben noch nie weinen sehen.

Bevor er den Mund öffnete, bereitete ich mich innerlich bereits auf das Schlimmste vor.

„Sie … sie hatte überall Narben, Fesselmale und blaue Flecken. Als er sie genauer untersuchte, stellte er fest, dass sie bereits seit Jahren vergewaltigt wurde, denn er fand innere Risse und Schwellungen an ihren Genitalien. Alpha, sie war gerade mal 18 Jahre alt. Weißt du, was das bedeutet?“

Mir fehlten augenblicklich die Worte, bevor mein Wolf Storm die Kontrolle übernahm und mein ganzes Büro vor lauter Hass und Abscheu auf den Alpha des Remmorudels verwüstete.

Währenddessen stellte ich mir nur eine Frage: Was ist, wenn meine Gefährtin genau das Gleiche im Moment durchmacht?